LOGINElaras Welt zerbricht, als sie zusammen mit ihrer besten Freundin entführt wird. Doch als ihr Henker erscheint, drückt er nicht ab – er beansprucht sie als seine eigene. Rylan ist der verfluchte Sohn eines Alphas, gefürchtet und gnadenlos. Nie zuvor wollte er eine Gefährtin – bis die verängstigte Frau vor ihm etwas in ihm erwacht, das er nicht kontrollieren kann. Sich seinem Vater zu widersetzen bedeutet, einen Krieg zu entfesseln – aber Elara gehen zu lassen, ist unmöglich. In eine Welt von Werwölfen und uralter Magie gestoßen, entdeckt Elara, dass sie keine gewöhnliche Mensch ist. Heimgesucht von Visionen und einer Stimme, die sie Nimue nennt, muss sie die Wahrheit über ihre Vergangenheit entschlüsseln, bevor Rylands Feinde sie beide vernichten. Eine Romanze über Schicksalsgefährten, in der die Liebe sich der Bestimmung widersetzt – und eine Macht erweckt, die sie entweder retten oder ins Verderben stürzen könnte. Doch was geschieht, wenn das Schicksal sich in seine eigene Zerstörung verliebt?
View MoreElaras PerspektiveLicht drang durch die leicht geöffneten Vorhänge und schob mich sanft ins Bewusstsein. Ich blinzelte, meine Sicht verschwamm, und ich drückte die Augen wieder fest zusammen, in der Hoffnung, dass die Welt einen Sinn ergeben würde.Wer hatte es gewagt, während der Nacht das Fenster zu öffnen? Wenn ich jemals herausfand, wer es war, würde ich—"Soll ich das Fenster schließen, Madam?"Die fremde Stimme riss mich vollständig in die Wachheit. Meine Augen schossen auf, und die Ereignisse des vorherigen Tages brachen über mich herein wie eine Flutwelle. Ich war in seinem Zimmer. Auf seinem Bett. In seinem Hemd.Aber wo war er?Ein dunkler, bitterer Teil von mir hoffte, dass er im Schlaf gestorben war – dass sein Körper bereits von Geiern und wilden Tieren irgendwo in den Bergen zerfetzt wurde. Der Gedanke brachte mir einen Hauch von Genugtuung."Der Meister sagte, Sie sollten sich sofort nach dem Aufwachen waschen", sagte eine junge Frau, die in der Nähe der Tür stand. Sie
Rylans PerspektiveDie Erinnerung kam ungebeten, scharf und lebendig, als wäre sie erst gestern gewesen.Ich beobachtete, wie das kleine, schüchterne Mädchen in unsere Wohnung trat, eine rote Rose fest in ihrer kleinen Hand umklammert. Sie hielt ihren Blick gesenkt, selbst als ihre Mutter sie nach vorne führte.„Mary!“ rief meine Mutter aus, eilte aus der Küche, um die Frau zu umarmen. Dann sah sie zu dem hübschen Mädchen hinunter, das sich hinter dem Rock ihrer Mutter versteckte.„Wie heißt du, mein Schatz?“ fragte meine Mutter sanft.Das Mädchen lugte hinter ihrer Mutter hervor, ihre Stimme leise, als sie antwortete. Ich konnte den Namen von meinem Platz aus nicht hören, aber ich sah, wie das Gesicht meiner Mutter aufleuchtete.„Das ist ein wunderschöner Name, Liebes. "Komm, triff meinen Sohn.“Meine Mutter hatte keine Ahnung, dass ich mein Videospiel in dem Moment aufgegeben hatte, als das Mädchen hereinkam. Ich war bereits verzaubert – gefangen genommen von der kleinen Prinzessin,
Elaras Perspektive"Zieh dich aus."Das Wort kam erneut, diesmal durchzogen von einem gutturalen Knurren, das durch die Luft vibrierte und sich tief in meinen Knochen festsetzte. Mein ganzer Körper zuckte zusammen. Jede einzelne Nervenfaser schrie mich an zu rennen, aber meine Beine weigerten sich zu gehorchen.Ich klammerte mich so fest an den Saum meines zerrissenen Kleides, dass meine Knöchel weiß wurden. Stille Tränen bahnten sich neue Wege über meine bereits geschwollenen Wangen."Willst du, dass ich mich wiederhole?"Ich schüttelte hektisch den Kopf, unfähig, Worte zu formen."Nein?" "Nein zum Ausziehen, oder nein zur Wiederholung?""Nein", flüsterte ich, das Wort entwich kaum meiner Kehle."Nein?" "Du wagst es, mir zu trotzen, Häschen?"Er begann auf mich zuzugehen. Langsam. Bedächtig. Jeder Schritt abgemessen und räuberisch. Ich wich zurück, bis mein Rücken gegen die kalte Wand schlug und es kein Zurück mehr gab. Er kam immer näher, bis er nur noch wenige Zentimeter von mir en
Elaras Perspektive"Gefährtin?"Das Wort entglitt meinen Lippen wie ein Geheimnis, das ich nicht hatte teilen wollen. Ich drehte den Kopf zu Sera, verzweifelt auf der Suche nach einem Zeichen, dass sie es ebenfalls gehört hatte, dass ich nicht den Verstand verlor. Aber sie lag weiterhin zusammengesunken auf dem Boden, benommen und blutend, völlig ahnungslos von dem Unmöglichen, das gerade zwischen mir und dem Mann mit der Waffe an meinem Kopf geschehen war."Befolge meine Anweisungen, Damon. Töte diesen widerlichen Menschen!", donnerte der narbige Mann.Seras Kopf schnellte hoch. Ihre Augen hefteten sich auf Rylan, Wiedererkennung blitzte in ihrem zerschlagenen Gesicht auf. Sie sah von ihm zu mir, und ich konnte die Warnung in ihrem Blick lesen – lauf, versteck dich, tu etwas."Du kennst sie?", forderte der alte Mann."Nein." Rylans Stimme war flach. Leer. Er senkte seine Waffe.Dann kam er auf mich zu.Er hockte sich hin, seine Finger umfassten mein Kinn, hoben mein Gesicht an, um se