author-banner
Rob K
Author

Novels by Rob K

Der Schmied des Abgrunds

Der Schmied des Abgrunds

Er war nur ein Schmied. Zumindest glaubte er das. In einer Welt voller Magie, Monster und längst vergessener Mächte führt er ein ruhiges Leben, bis ein Ereignis alles verändert. Gemeinsam mit seinen drei engsten Freunden macht er sich auf den Weg nach Norden, ohne zu wissen, was dort auf sie wartet. Doch schon bald häufen sich die Zeichen: geheimnisvolle Spuren, gefährliche Kreaturen und Mächte, die längst hätten verschwunden sein sollen. Während ihre Reise sie immer tiefer in eine Welt voller Geheimnisse führt, beginnt der Schmied zu erkennen, dass seine eigene Vergangenheit nicht so gewöhnlich ist, wie er dachte. Warum scheint ausgerechnet er mit dem Abgrund verbunden zu sein? Und was wird erwachen, wenn er die Wahrheit erfährt?
Read
Chapter: Nach dem Kampf
Für einige Augenblicke bewegte sich niemand. Der Kampf war vorbei, doch die Stille fühlte sich kaum besser an als das Heulen der Wölfe zuvor. Überall im Haus und auf der Straße lagen die Körper der sechs Wolfssoldaten, während kalter Wind durch die offene Tür zog. Valarian saß auf dem Boden und presste eine Hand gegen seine Seite. Jeder Atemzug schmerzte. Goland lehnte schwer atmend an der Wand, Blut lief über seinen Arm und seine Kleidung war an mehreren Stellen aufgerissen. Elara hielt sich die Seite und Lily kniete zwischen ihnen, obwohl auch sie verletzt war.„Wenn du noch fester zugreifst“, sagte Elara erschöpft, „wächst das Schwert irgendwann an deiner Hand fest.“Goland sah auf seine blutige Hand. „Dann verliere ich es wenigstens nicht.“Trotz ihrer Schmerzen musste Elara kurz grinsen. Lily kümmerte sich inzwischen um Valarians Wunde und legte beide Hände darauf. Ein schwaches Licht breitete sich aus.„Du solltest dich zuerst um dich kümmern“, sagte Valarian.„Und wer kümmert s
Last Updated: 2026-09-07
Chapter: Das dunkle Tal
Weit im Norden, jenseits der großen Wälder und hinter den schwarzen Bergen, lag ein Ort, den die Menschen seit Jahrhunderten mieden.Das Dunkle Tal.Hohe Felswände ragten in den Himmel. Dichter Nebel kroch zwischen abgestorbenen Bäumen hindurch und selbst der Wind schien diesen Ort zu meiden. Zwischen den Bergen erhob sich eine gewaltige schwarze Festung. Dunkle Banner hingen von ihren Türmen, darauf ein Symbol, das in keinem menschlichen Königreich bekannt war.Hunderte Wölfe bewegten sich durch den Burghof.Einige waren gewöhnliche Bestien, andere trugen Rüstungen und Waffen. Sie standen nicht wie wilde Tiere zusammen. Sie waren eine Armee.Die großen Tore der Festung öffneten sich.Varok trat ein.Er durchquerte den Burghof, ohne die anderen Wölfe eines Blickes zu würdigen, und betrat schließlich den großen Saal im Inneren der Festung.Doch Varok war dort nicht allein.Links vom schwarzen Thron stand ein gewaltiger Riese. Seine Haut war von alten Narben übersät und selbst im Sitzen
Last Updated: 2026-09-07
Chapter: Das verschwundene Dorf
Am nächsten Morgen brachen Valarian und seine Freunde früh auf. Die Sonne war noch nicht vollständig über den Bergen aufgegangen, als sie die Stadt hinter sich ließen und der Straße nach Norden folgten.Die Nachricht der Abenteurergilde hatte nur wenige Informationen enthalten. Mehrere Dörfer waren innerhalb kurzer Zeit verlassen worden. Es gab keine Berichte über Angriffe, keine Hinweise auf einen Krieg und keine Spuren eines Kampfes. Die Menschen waren einfach verschwunden.Die Reise nach Norden dauerte mehrere Tage. Mit jedem weiteren Kilometer wurden die Felder seltener, die Wälder dichter und die Temperaturen niedriger. Am Nachmittag des dritten Tages erreichten sie schließlich das erste Dorf.Kein Rauch stieg aus den Schornsteinen. Mehrere Türen standen offen, doch kein Mensch war zu sehen.Sie durchsuchten die ersten Häuser und fanden überall dasselbe Bild. Essen stand noch auf den Tischen, Kleidung lag auf Betten und in einem Haus war sogar ein Stuhl umgekippt. Es gab keine Sp
Last Updated: 2026-09-07
Chapter: Ein ruhiger Tag
Der Weg zurück in die Stadt verlief deutlich ruhiger, als Valarian erwartet hatte. Nachdem sie sich weit genug von der alten Festung entfernt hatten, war das Grollen endgültig verstummt. Auch das gewaltige Hammersymbol über dem Eingang war verschwunden. Der Dungeon lag wieder still und verborgen zwischen den Bergen, als wäre dort nie etwas geschehen.Eine Weile sagte niemand etwas. Goland ging voraus, sein Schwert hing wieder an seinem Rücken, doch Valarian bemerkte, dass er sich immer wieder umdrehte und in Richtung der Berge sah. Lily lief neben Valarian, während Elara ein Stück hinter ihnen zurückgefallen war und nachdenklich auf ihre Hände blickte.„Also“, sagte Goland schließlich, „wir haben einen Dungeon betreten, Goblins getroffen, einen Drachen gefunden, Valarian hat eine seltsame Klinge geschmiedet und anschließend wurden wir von einer Gruppe bewaffneter Abenteurer angegriffen.“Lily musste lachen. „Wenn du es so aufzählst, klingt es wirklich verrückt.“Elara holte zu ihnen a
Last Updated: 2026-09-07
Chapter: Der Rückweg
Der erste Bewaffnete machte einen Schritt nach vorne.Goland stellte sich sofort vor Lily und Elara. Licht begann sich um seine Hand zu sammeln, während sein Blick auf den Mann gerichtet blieb.„Ihr seid uns gefolgt“, sagte Valarian.Der Mann verzog keine Miene. Hinter ihm standen mindestens acht weitere Abenteurer. Einige trugen Schwerter, andere Speere. Sie hatten sich vor dem Eingang der alten Festung verteilt und versperrten ihnen den Weg.„Wir sind dem Ruf gefolgt“, antwortete der Mann.Valarian runzelte die Stirn. „Welchem Ruf?“Der Mann sah auf die schwarze Klinge in Valarians Hand.„Dem, was im Dungeon erwacht ist.“Für einen Moment sagte niemand etwas.Dann trat Elara etwas näher an Valarian heran.„Ich wusste es.“Goland sah kurz zu ihr. „Was wusstest du?“„Dass wir nicht einfach einen riesigen Drachen treffen und anschließend problemlos nach Hause gehen.“Lily schluckte. „Elara, vielleicht ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.“„Wann wäre ein besserer?“„Am besten gar kei
Last Updated: 2026-09-07
Chapter: Der Wächter und die Prüfung
Hinter der Tür lag ein Raum, der vollkommen anders aussah als alles, was sie zuvor gesehen hatten. In der Mitte stand ein schwarzer steinerner Amboss, auf dem eine unfertige Klinge lag. Sie bestand aus demselben schwarzen Metall, das Valarian in der Schmiede berührt hatte. Daneben lag ein alter Schmiedestempel, dessen Zeichen Valarian jedoch nicht kannte.Auf dem Amboss befand sich eine Inschrift.„WENN DER SCHMIED ZURÜCKKEHRT, WIRD DAS TOR WIEDER GEÖFFNET.“„Der Schmied“, murmelte Lily.Alle sahen Valarian an.Er trat näher an den Amboss und legte vorsichtig eine Hand auf die unfertige Klinge. Sofort begann das schwarze Metall zu leuchten. Blaues Licht zog sich durch die Oberfläche, während feine silberne Linien sichtbar wurden.Valarian wich überrascht zurück. „Das war nicht ich.“Elara hob eine Augenbraue. „Du hast sie angefasst.“Bevor Valarian antworten konnte, begann der gesamte Raum zu beben. Steine lösten sich aus der Decke und die Wände verschwammen, als würden sie sich im Wa
Last Updated: 2026-09-07
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status