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Der Rückweg

Author: Veloxis
last update publish date: 2026-09-07 02:38:57

Der erste Bewaffnete machte einen Schritt nach vorne.

Goland stellte sich sofort vor Lily und Elara. Licht begann sich um seine Hand zu sammeln, während sein Blick auf den Mann gerichtet blieb.

„Ihr seid uns gefolgt“, sagte Valarian.

Der Mann verzog keine Miene. Hinter ihm standen mindestens acht weitere Abenteurer. Einige trugen Schwerter, andere Speere. Sie hatten sich vor dem Eingang der alten Festung verteilt und versperrten ihnen den Weg.

„Wir sind dem Ruf gefolgt“, antwortete der Mann.

Valarian runzelte die Stirn. „Welchem Ruf?“

Der Mann sah auf die schwarze Klinge in Valarians Hand.

„Dem, was im Dungeon erwacht ist.“

Für einen Moment sagte niemand etwas.

Dann trat Elara etwas näher an Valarian heran.

„Ich wusste es.“

Goland sah kurz zu ihr. „Was wusstest du?“

„Dass wir nicht einfach einen riesigen Drachen treffen und anschließend problemlos nach Hause gehen.“

Lily schluckte. „Elara, vielleicht ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.“

„Wann wäre ein besserer?“

„Am besten gar keiner“, sagte Goland.

Der Mann hob eine Hand. Seine Leute blieben stehen.

„Gebt uns die Waffe.“

Valarian sah auf die Klinge. Die blauen Linien waren noch immer schwach zu erkennen.

Er wusste selbst nicht, was sie konnte.

Er wusste nur, dass sie ihm gehörte.

„Nein.“

Der Blick des Mannes wurde kälter.

„Du weißt nicht, was du da trägst.“

„Du auch nicht.“

Valarian bemerkte, dass Goland leicht grinste.

Der Mann machte einen weiteren Schritt nach vorne.

„Du bist nur ein Schmied.“

Valarian wollte antworten, doch Goland kam ihm zuvor.

„Und du bist nur ein Mann, der gerade einen ziemlich schlechten Fehler macht.“

Das Licht um Golands Hand wurde stärker. Mehrere der Bewaffneten spannten sich an.

Lily hob ihren Stab.

Elara hielt beide Hände vor sich.

„Nur damit alle Bescheid wissen“, sagte sie, „ich habe heute keine Ahnung, was meine Magie machen wird.“

Goland warf ihr einen kurzen Blick zu.

„Das beruhigt mich überhaupt nicht.“

„Mich auch nicht.“

Der Mann zog sein Schwert.

„Dann nehmen wir sie uns.“

In diesem Moment rannte einer der Männer los.

Goland bewegte sich schneller.

Licht explodierte um seine Klinge. Mit einem einzigen Schlag traf er das Schwert des Angreifers und schleuderte ihn zurück.

Der zweite Mann stürmte auf ihn zu.

Valarian trat zur Seite. Er hatte noch nie mit der neuen Klinge gekämpft und wusste nicht einmal, ob sie überhaupt für den Kampf geeignet war.

Der Angreifer holte aus.

Valarian hob die Waffe.

Die Klingen trafen aufeinander.

Ein metallisches Geräusch hallte durch die Ruinen.

Doch etwas stimmte nicht.

Das Schwert des Angreifers zerbrach.

Die schwarze Klinge hatte es getroffen, als wäre es aus dünnem Holz.

Valarian starrte auf die beiden Hälften.

Der Mann ebenfalls.

„Was ...?“

Valarian nutzte den Moment. Er trat vor und schlug dem Mann mit dem Griff der Waffe gegen die Schulter.

Der Angreifer ging zu Boden.

„Das war einfacher als erwartet“, murmelte Valarian.

„Links!“, rief Lily.

Valarian drehte sich gerade noch rechtzeitig um.

Ein Speer raste auf ihn zu.

Ein grelles Licht schoss an ihm vorbei.

Goland hatte den Speer mit seiner Lichtmagie getroffen. Die Waffe wurde zur Seite geschleudert.

Lily hob ihren Stab. Ein sanftes Licht legte sich um Valarians Arm. Eine kleine Schnittwunde, die er zuvor nicht einmal bemerkt hatte, begann sich zu schließen.

Valarian sah sie kurz an.

Lily lächelte nervös.

„Ich werde besser.“

„Das sehe ich.“

Elara trat plötzlich nach vorne.

„Jetzt bin ich dran.“

Goland wollte etwas sagen.

Zu spät.

Ein magischer Kreis erschien vor Elara. Wind begann sich darin zu drehen.

Valarian trat zurück.

„Was machst du?“

„Ich weiß es noch nicht.“

Der Kreis wurde größer.

Dann schoss eine gewaltige Druckwelle daraus hervor.

Alle Angreifer wurden gleichzeitig zurückgeschleudert.

Staub wirbelte durch die Ruinen.

Als er sich legte, standen nur noch Valarian und seine drei Begleiter.

Die anderen lagen am Boden.

Elara sah auf ihre Hände.

„Diesmal war es Absicht.“

Goland betrachtete die bewusstlosen Männer.

„Natürlich.“

Plötzlich begann die schwarze Klinge in Valarians Hand stärker zu leuchten.

Die blauen Linien pulsierten.

Valarian hielt inne.

Ein Gefühl durchfuhr seinen Arm.

Kälte.

Dann Hitze.

Er sah auf die Klinge.

„Was ist jetzt los?“

Aus der Richtung des Dungeons ertönte ein tiefes Grollen.

Die vier drehten sich gleichzeitig um.

Der Eingang der alten Festung begann zu beben.

Steine lösten sich aus den Mauern.

Dann erschien über dem Eingang ein Symbol.

Ein gewaltiger Hammer.

Dasselbe Symbol wie auf Valarians Kette.

Goland trat neben ihn.

„Sag mir bitte nicht, dass wir wieder hineinmüssen.“

Valarian sah auf das Symbol.

Dann auf seine Kette.

Er wusste nicht, warum, aber diesmal war das Gefühl anders.

Der Dungeon rief sie nicht mehr.

Er hatte sie entlassen.

Und etwas anderes hatte begonnen.

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