LOGINARIAS PERSPEKTIVE REIFE INHALTE VORAUS „Stopp—“ keuche ich. Noah erstarrt über mir, sein Körper wird starr. Ein tiefes, gutturales Knurren reißt aus seiner Kehle, wie von einem verhungernden Tier, das von seiner ersten Mahlzeit seit Jahren weggerissen wird. Seine Augen, dunkel und wild vor Besitzgier, bohren sich in meine, die Brust hebt und senkt sich, während er kämpft, sich zurückzuhalten. „Aria“, raspt er, die Stimme rau und gefährlich, „was zum Teufel spielst du gerade? Meinungsänderung? Vergiss nicht, wofür du dich angemeldet hast. Ich werde dich nicht—“ „Wo ist das Kondom?“ unterbreche ich ihn, meine Stimme fester, als ich mich fühle. Seine Augen weiten sich, völlig aus der Fassung. Einen Moment lang hängt sein Mund vor purem Unglauben offen, als verstehe er nicht, was ich gesagt habe. Ich drücke mich vom Bett hoch, meine Brüste hüpfen mit der Bewegung. „Noah, sag mir nicht
ARIAS PERSPEKTIVE REIFE INHALTE VORAUS „OMG, er kann sich nicht zurückhalten“, murmelt Alexis neben mir, ihre Stimme ist von Amüsement durchzogen. „Er kommt gerade herüber.“ Ich schaue auf, gerade als Noah sich von der Gruppe einflussreicher Gäste entschuldigt, sein Schritt zielstrebig, die Augen auf mich gerichtet, als wäre ich die einzige Person im Raum. Mein Magen macht einen Satz bei der Intensität seines Blicks. „Hey, Prinzessin“, sagt er, die Stimme tief und warm, als er mich erreicht. Er legt die Arme um meine Taille und zieht mich eng an sich, ohne Rücksicht auf die Blicke um uns herum. „Du hast verdammt lange da drin gebraucht.“ Ich lächle und lege eine Hand auf seine Brust. „Wir haben… nachgeholt.“ „Nun, wir haben zu Hause auch noch etwas nachzuholen, erinnerst du dich?“ murmelt er gegen mein Ohr, sein Atem schickt einen Schauer meinen Rücken hinunter. „Wir müssen gehen. Jetzt.“
ARIAS PERSPEKTIVE Die Tür schwingt auf, und die Zeit scheint sich in Zeitlupe zu bewegen. Alles erstarrt, als ich Lora gegenüberstehe – meiner Erzfeindin seit dem Tag, an dem mein Vater sie und ihre Mutter in unser Haus brachte, nur Wochen nach dem Tod meiner eigenen Mutter. Sie war eine giftige grüne Schlange, eine Lügnerin, die bei jeder Gelegenheit versuchte, mir alles wegzuschnappen, was meine Mutter mir hinterlassen hatte. Sie streckte sogar ihre Krallen nach meinem Ex-Freund aus. „Hier ist sie“, sagt Jessica höhnisch und durchbricht die eisige Spannung. Ihre Augen gleiten mit Verachtung über mich. „Du hättest sie draußen sehen sollen, Lora. Wenn du früher gekommen wärst, hättest du den schamlosen Roten-Teppich-Auftritt gesehen, den sie mit Mr. King hingelegt hat.“ Als Jamies kleine Schwester hatte sie jahrelang meine Beziehung zu ihrem Bruder unglücklich gemacht. Jetzt schwebt sie n
ARIAS PERSPEKTIVE Der Tag vergeht in einem angenehmen Nebel. Ich genieße die seltene Gelegenheit, mich zu entspannen, während die Stylisten effizient arbeiten – eine schnelle Pediküre, die Formung meiner Nägel und das Verwandeln meiner Haare in weiche, fließende Wellen. „Du hast so wundervolle Haut“, murmelt Rose erneut, ihre Stimme warm vor Bewunderung. „Wie eine Porzellanpuppe.“ Emily nickt, während sie lockere Locken um mein Gesicht legt. „Die meisten Frauen geben Tausende aus, um diesen Glow zu bekommen. Du wachst einfach damit auf. Ich bin wirklich neidisch.“ Ich lache, aufrichtig geschmeichelt von ihrem Lob. „Ich stecke schon Mühe rein, um sie zu erhalten.“ „Selbst Miss Stephanies Haut konnte damit nicht mithalten—“ Emily gibt Rose einen dezenten Stoß, und die Worte sterben auf ihren Lippen. Anscheinend soll ich nicht wissen, was Rose gerade erzählen wollte, aber der Name
ARIAS PERSPEKTIVE Ich verlasse das Krankenhaus nach Mittag, nachdem ich bei der Krankenschwester bestätigt habe, dass es Jeremiah gut geht. Er wehrt sich kaum, zu sehr vertieft in die Märchen, die Luna ihm erzählt. Matteo war gegen neun Uhr morgens mit einem Essenpaket von Mira und einer jungen Frau gekommen, die Miras Ausstrahlung hatte. „Hi! Oh Gott, du bist so schön! Mom redet ununterbrochen von dir. Ich kann gut mit Kindern umgehen, versprochen.“ Sie lächelte strahlend. „Das ist Luna, Miras jüngste Tochter“, sagte er und bestätigte meinen Verdacht. „Mr. King meinte, er hätte mit Ihnen darüber gesprochen. Er sagte, sie könnte bei Jeremiah helfen, wenn Sie sich damit wohlfühlen.“ Seine Worte ziehen mich zurück zu Noahs Nachrichten von der Nacht zuvor. ~GESTERN NACHT~ Ich war mit Remy zusammengerollt und las ihm seine Lieblings-Gutenachtgeschichte vor, als
SECHS JAHRE ZUVOR RÜCKBLENDE Aria hasste diesen Ort, aber sie war trotzdem gekommen. Wegen Jamie. Der pulsierende Bass, der dicke Geruch von Alkohol und Schweiß, die Art, wie manche Männer sie anstarrten, als wäre sie etwas zum Verschlingen. Jamie war seit Tagen distanziert. Seine Model-Jobs zogen ihn immer wieder weg, und sie hatte ihn seit fast einer Woche nicht richtig gesehen. Ihre vier- bis fünfmal tägliche Kommunikation war auch stark zurückgegangen, auf kaum noch zweimal in der Woche. Sie versuchte seine Nummer erneut. Direkt auf die Mailbox. Wie üblich. Niedergeschlagen drehte sie sich zum Gehen. Die Blicke wurden zu frech. Sie prallte hart gegen eine feste Brust. Eine Hand schoss heraus und stabilisierte sie, bevor sie stolpern konnte. „Vorsicht, Prinzessin“, zog die Stimme, tief und amüsiert. Aria brauchte







