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Kapitel 5

Author: Yara
„Ah! Ich will kein kaputtes Bein! Ich will das nicht!“

Das Weinen des kleinen Jungen hallte durch das ganze Krankenzimmer.

Und traf mich wie ein Schlag.

Ein kaputtes Bein?

In meinem Kopf explodierte etwas.

Wie von selbst fuhr meine Hand zu meinem Bein. Unter meinen Fingerspitzen spürte ich die harte Kontur des Gipses.

Das Bein war noch da.

Doch im nächsten Moment zog sich mein Herz brutal zusammen.

Denn als meine Finger tiefer glitten, spielte es keine Rolle, ob ich die Haut nur leicht rieb oder mich mit den Nägeln hineinkrallte.

Ich spürte nichts.

Gar nichts.

Dieses Bein fühlte sich an wie ein fremdes Stück Fleisch. Etwas, das man einfach an meinen Körper geschraubt hatte.

„Nein ... nein, das kann nicht sein...“

Ich murmelte die Worte vor mich hin und versuchte, aus dem Bett zu steigen. Doch kaum hatte ich mich ein Stück angehoben, sackte mein rechtes Bein einfach weg.

Ich stürzte schwer zu Boden.

Genau in diesem Moment hörte ich draußen vor der Tür Vincenzos aufgewühlte Stimme:

„John Judson, gibt es wirklich keine andere Möglichkeit? Ihre ganze Karriere hängt von ihrem Können am Steuer ab. Wenn sie ihr Bein verliert, wie soll sie dann noch ... Ich kann ihr diese Nachricht nicht sagen.“

„Das hängt davon ab, wie gut es verheilt“, antwortete der Arzt hörbar hilflos. „Aber ich rate ihr dringend davon ab, weiter so zu arbeiten. Wenn noch einmal etwas passiert, wären die Folgen katastrophal.“

Nach einem kurzen Schweigen erklang Vincenzos raue Stimme:

„Verstanden. Danke.“

Jedes einzelne Wort traf mich wie ein Hammer.

Und mit jedem Schlag zerbröckelte der letzte Rest Hoffnung in mir.

Ich hatte das Geschäft meines Vaters übernommen.

Ich stammte aus einer Familie, die seit Generationen mit Waffen handelte.

Mein Vater und meine Mutter waren beide erstklassige Rennfahrer gewesen. Bevor sie starben, hatten sie mir das Familienunternehmen übergeben. Sie wollten, dass ich es größer machte. Mächtiger. Dass ich zur Königin des Waffenhandels wurde.

Schon als Kind, in dem Augenblick, in dem ich zum ersten Mal ein Lenkrad berührte, wusste ich, dass mein Schicksal an Autos gebunden war.

Und jetzt sagte man mir, dass ich vielleicht nie wieder fahren konnte.

Das war schlimmer als der Tod.

Als Vincenzo das Zimmer betrat, fand er mich auf dem Boden.

Sofort ging er in die Hocke und wollte mir aufhelfen. Doch als sein Blick mein tränenüberströmtes Gesicht streifte, erstarrte er abrupt.

„Du hast alles gehört?“

Ich sah ihn nicht an.

Ich schlug seine Hand weg und fragte mit zitternder Stimme:

„Wo ist Claudia?“

Etwas flackerte in seinem Blick auf. Fast sah es aus, als hätte er Angst, ich könnte etwas Unüberlegtes tun. Sofort begann er, sie zu verteidigen.

„Claudia ist noch jung. Sie ist unvernünftig. Wegen der Sache mit dem Führerschein habe ich sie schon heftig zurechtgewiesen. Sie hat sich auch verletzt. Isabella, sei bitte nicht mehr böse auf sie, ja?“

Ich riss den Kopf hoch und sah ihn an.

Meine Augen brannten.

Also wusste er ganz genau, dass Claudia gar keinen richtigen Führerschein hatte.

Und trotzdem hatte er sie ans Steuer gelassen.

Mehr noch. Er hatte mich auch noch angewiesen, ihr beim Fahren zu helfen.

Plötzlich wollte ich lachen.

Doch meine Mundwinkel zuckten nur krampfhaft.

Dann fielen die Tränen.

Eine nach der anderen. Schwer. Endlos.

„Und ich?“ Meine Stimme war leise. So leise, dass sie selbst mir fremd vorkam. „Wenn ich ihr nicht die Schuld geben soll, wem dann? Mir selbst? Vielleicht komme ich nie wieder richtig auf die Beine. Und du stehst immer noch hier und suchst Ausreden für sie!“

Vincenzo zog die Stirn tief zusammen. In seiner Stimme lag nun unverhohlene Ungeduld.

„Isabella, ich habe doch gesagt, sie hat das nicht absichtlich getan. Warum musst du immer weiter darauf herumreiten?“

Dann stockte er kurz.

Als er weitersprach, lag sogar ein Hauch Vorwurf in seiner Stimme.

„Außerdem wäre vielleicht gar nichts passiert, wenn du nicht versucht hättest, ins Lenkrad zu greifen. Hast du auch nur einmal darüber nachgedacht, ob du selbst einen Fehler gemacht hast?“

Es war, als würde mir jemand einen Eimer Eiswasser über den Kopf gießen.

Innerhalb eines Augenblicks wurde mein ganzes Blut eiskalt.

Und dann lächelte ich wieder.

Ein hässliches, zerbrochenes Lächeln.

Sobald es um Claudia ging, war ich immer diejenige, die falschlag.

Immer.

Mein Herz war ohnehin schon tot.

Doch in diesem Moment fühlte es sich an, als würde jemand die Reste mit bloßer Gewalt noch einmal auseinanderreißen und zu Staub zermahlen.

Ich schloss die Augen und sagte kraftlos:

„Ich bin müde. Geh bitte.“

Als Vincenzo den grauen, ausgebrannten Ausdruck in meinem Gesicht sah, zog sich sein Herz schmerzhaft zusammen.

Er begriff endlich, wie verletzend seine Worte gewesen waren.

Er öffnete den Mund, wahrscheinlich um sich zu entschuldigen.

Am Ende sagte er nichts.

In den nächsten drei Tagen wich Vincenzo kaum von meiner Seite.

Er fütterte mich eigenhändig mit bitterer Medizin. Er ließ meine früheren Lieblingsgerichte auf tausend Arten zubereiten. Er stellte sogar ein Klappbett neben mein Krankenbett und schreckte nachts bei jedem noch so kleinen Geräusch hoch.

Ich dagegen war wie eine Puppe ohne Seele.

Wenn er mir Medizin gab, machte ich den Mund auf.

Wenn er mir half aufzustehen, stand ich auf.

Ich sagte kein einziges überflüssiges Wort.

Und ich sah ihn nicht ein einziges Mal an.

Erst als Vincenzo schließlich die Beherrschung verlor und diesen einen Satz aussprach, reagierte ich überhaupt.

„Ich werde mit Claudia eine Scheinhochzeit veranstalten.“

Ich hob nicht einmal die Stimme.

„Gut. Ich werde hingehen.“

Mein Ton blieb vollkommen ruhig.

Vincenzos Herz sackte in die Tiefe.

Er hatte erwartet, dass ich schreien würde. Dass ich weinen würde. Dass ich ihn zur Rede stellen würde.

Mit so viel Kälte hatte er nicht gerechnet.

Sofort begann er zu erklären. In seiner Stimme zitterte eine Unruhe, die er kaum verbergen konnte.

„Isabella, die Familie Marino hat Claudia ins Visier genommen. Sie wollen sie zwingen, dort einzuheiraten. Ich bin ihr Bruder. Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie sie in die Hölle geschickt wird.“

„Darum will ich nach außen bekannt geben, dass wir geschieden sind. Danach werde ich Claudia heiraten. Aber glaub mir, diese Hochzeit ist nicht echt. Und auch die Scheidung ist nur eine vorübergehende Maßnahme. Sobald die Sache mit der Familie Marino vorbei ist, wird alles wieder wie vorher.“

Als ich das hörte, musste ich lachen.

Nicht bitter.

Nicht spöttisch.

Sondern erleichtert.

Zum ersten Mal seit Langem wirklich erleichtert.

Ich wusste, dass Alessandro endlich seinen Zug machte.

Vincenzo sprach von der Familie Marino, als wäre sie ein Abgrund, der alles verschlang.

Für mich war sie der einzige Strohhalm, der mich noch aus diesem erstickenden Käfig ziehen konnte.

Als er mich lachen sah, verschwand die Finsternis aus Vincenzos Gesicht schlagartig.

„Isabella, du musst dir keine Sorgen machen. In meinem Herzen gibt es nur dich.“

„An dem Tag habe ich zu hart gesprochen. Wenn du etwas willst, dann sag es. Ich mache alles. Wirklich alles. Hauptsache, du bist nicht mehr wütend auf mich.“

Er beugte sich etwas vor. Seine Stimme klang fast, als stünde er kurz vor den Tränen.

Früher war ich bei genau so etwas immer weich geworden.

Früher hatte er mich mit ein paar Worten immer wieder beruhigen können.

Jetzt kam mir der Mann vor mir fremder vor als irgendein Fremder auf der Straße.

Mein Herz war still.

Still wie Eis.

Ich sah in dieses flehende Leuchten in seinen Augen und hätte beinahe gelacht.

„Gut“, sagte ich. „Dann lass Claudia eben jemand anderen heiraten. Dann schwebt sie doch auch nicht mehr in Lebensgefahr, oder?“

Vincenzos Gesicht erstarrte.

Sein Mundwinkel zuckte. Erst nach einer langen Weile rang er sich ein gezwungenes Lächeln ab.

„Isabella, jetzt sei nicht albern.“

Er hob die Hand und wollte meine Wange berühren.

Ich drehte den Kopf weg.

Seine Hand blieb peinlich in der Luft hängen.

Sein Gesicht wurde hart. Seine Stimme klang aufgebracht. Fast gereizt.

„Sie ist doch auch deine Schwester. Willst du jetzt sogar auf so etwas eifersüchtig sein? Stell eine andere Forderung. Was auch immer du willst. Wenn du es aussprichst, erfülle ich es dir.“

Ich lächelte weiter.

Innerlich schmeckte alles nur noch bitter.

Ich hatte es gewusst.

Sobald Claudia im Spiel war, waren all seine Schwüre und Versprechen nichts weiter als Papier.

Einmal hineingestochen, und alles zerfiel.

„Ich habe nur gescherzt.“

Mein Lächeln verschwand. Meine Stimme wurde wieder gleichgültig.

„Macht, was ihr wollt. Ihr müsst es mir nicht extra erzählen.“

Als er sah, dass ich nicht weiter auf Claudia herumritt, atmete Vincenzo spürbar auf. Sofort setzte er wieder sein gewohntes Lächeln auf und strich mir über den Kopf.

„Ich wusste doch, dass Isabella am vernünftigsten ist. Dann gehe ich jetzt erst mal arbeiten. Ruh dich gut aus.“

Er drehte sich um und ging.

Kaum war sein letzter Schritt draußen auf dem Flur verklungen, brach auch der letzte Ausdruck aus meinem Gesicht zusammen.

Also das war der wahre Grund dafür gewesen, dass er die letzten Tage keine Sekunde von meiner Seite gewichen war.

Nicht Schuld.

Nicht Schmerz.

Nicht Liebe.

Er hatte nur Angst gehabt, ich könnte einen Aufstand machen und ihm damit die Pläne für Claudia ruinieren.

Ich zog den Mundwinkel selbstironisch hoch, griff unter mein Kissen, holte mein Handy hervor und rief Sophia an.

„Sophia, ist meine Scheidungsvereinbarung fertig?“

Am anderen Ende herrschte ein paar Sekunden lang Schweigen.

So lange, dass ich schon dachte, die Verbindung sei abgebrochen.

Dann hörte ich Sophias mühsame, belegte Stimme:

„Isabella ... Zwischen dir und Vincenzo gibt es gar keine Ehe. Die Heiratsurkunde, die du mir geschickt hast, ist gefälscht.“
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