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Kapitel 14

Author: Yara
„Fabio! Das ist deine Strafe!“

Claudia klammerte sich ans Fensterbrett, sah zu ihm hinunter, wie er unter dem brennenden Balken feststeckte, und lachte schrill auf.

Dann stieß sie sich mit den Armen ab und warf sich selbst aus dem Fenster.

Als die Kühle des Rasens ihren Körper auffing, lag sie da, lachte unter Tränen und kostete für einen Moment den wilden Taumel des Überlebens aus.

Doch das Zimmer hinter ihr wurde zusammen mit Fabio schon kurz darauf vollständig von den hochschlagenden Flammen
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    „Ein Rennen? Bei so viel Schnee? Wie soll das bitte gehen? Und du bist halb erfroren. Glaubst du im Ernst, dass du überhaupt noch die Kraft hast, ein Auto zu fahren?“Die eine Sache, auf die Vincenzo gekommen war, war ausgerechnet ein Rennen.Ich liebte den Rennsport mehr als alles andere. Und offenbar glaubte er ernsthaft, dass ich ihm noch eine Chance geben würde, wenn er Alessandro in einem Rennen schlug.Vincenzo sah mich fest an. Sein ganzer Körper zitterte unaufhörlich vor Kälte.„Ich fahre gegen Alessandro. Wenn ich gewinne, gibst du mir dann eine Chance?“Ich antwortete ruhig mit nur zwei Wörtern: „Ganz sicher nicht.“Vincenzo lachte bitter.„Selbst dann fahre ich. Isabella ... wirst du mein Beifahrer sein? Betrachte es als dein letztes Geschenk an mich.“Langsam stieg Ärger in mir auf.Weil Alessandro gar kein Rennfahrer war.Doch ausgerechnet Alessandro sagte ohne jedes Zögern:„Gut.“Ich sah ihn fassungslos an.„Wenn du das nicht kannst, dann zwing dich nicht dazu. Es ändert

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    Egal, wie laut Vincenzo mir hinterherrief, der Wagen wurde nicht langsamer.Im Gegenteil.Alessandro trat das Gaspedal noch weiter durch, bis das Auto in der Ferne nur noch wie ein schwarzer Punkt wirkte.Erst als die Gestalt im Rückspiegel endgültig verschwunden war, nahm Alessandro langsam den Fuß vom Pedal.Ich warf ihm einen misstrauischen Blick zu.„Warum fährst du heute so?“Alessandro ging auf meinen Ton gar nicht ein. Stattdessen fragte er plötzlich:„Wenn Vincenzo eines Tages vor dir steht, weint, alles bereut und dich anfleht, zu ihm zurückzukommen ... würdest du zustimmen?“Ich zog die Brauen zusammen, als hätte ich gerade etwas Widerliches gehört. Trotzdem antwortete ich ernst: „Nein. Nicht einmal, wenn ich sterben würde.“Sobald ich nur daran dachte, was Vincenzo mir angetan hatte, lief mir die Kälte den Rücken hinunter. Nachts fuhr ich noch immer oft aus dem Schlaf hoch.Alessandro sah den entschlossenen Ausdruck in meinen Augen. Ein kaum merkliches Lächeln glitt über sei

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    In jener Nacht ließ Alessandro alles über Vincenzo und Claudia prüfen, was sich nur finden ließ. Noch vor Tagesanbruch hatte er einen lückenlosen Plan ausgearbeitet.Er hätte mich damals auch einfach mit Gewalt herausholen können.Doch ich hatte gesagt:„Dann lässt er nie wieder los. Er wird mich ein Leben lang verfolgen.“Also zwang Alessandro sich zur Geduld und begann, Zug um Zug alles vorzubereiten.Erst da begriff er, wie tief die Wurzeln der Familie Corleone wirklich reichten.Er tat so, als wolle er Claudia heiraten, nur um die Aufmerksamkeit der Familie Corleone auf etwas anderes zu lenken. In Wahrheit stellte er heimlich Leute zusammen, die mich weit wegbringen sollten.Trotzdem kam er zu spät.Als er mich endlich fand, waren meine Beine durch den Unfall so schwer verletzt, dass ich weder das Familiengeschäft weiterführen noch mit meinem geliebten Wagen noch einmal frei über die Strecke jagen konnte.Damals war ich wie ausgehöhlt.Als hätte man mir die Seele aus dem Körper ger

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    „Fabio! Das ist deine Strafe!“Claudia klammerte sich ans Fensterbrett, sah zu ihm hinunter, wie er unter dem brennenden Balken feststeckte, und lachte schrill auf.Dann stieß sie sich mit den Armen ab und warf sich selbst aus dem Fenster.Als die Kühle des Rasens ihren Körper auffing, lag sie da, lachte unter Tränen und kostete für einen Moment den wilden Taumel des Überlebens aus.Doch das Zimmer hinter ihr wurde zusammen mit Fabio schon kurz darauf vollständig von den hochschlagenden Flammen verschlungen.Lange freuen konnte sie sich nicht.Dann setzte die Wirkung der Medikamente ein, und sie verlor das Bewusstsein.Als sie wieder zu sich kam, lag sie bereits im Krankenhaus.In dem Moment, in dem ihr klar wurde, dass sie noch lebte, atmete sie erleichtert auf.Doch schon im nächsten Augenblick wälzte sich ein Schmerz durch ihren Körper, anders als alles, was sie von dem Überrollen kannte.Es war, als würde sich tief im Knochenmark eine dumpfe, krampfartige Qual ausbreiten. Schon die

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