LOGIN**EPISODE 4 – OPFER**
Ich wiederholte die Worte der Dienerin in meinem Kopf und versuchte, sie zu verstehen. Doch bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, schlug sie die Tür zu. Der laute, hallende Knall dröhnte durch das weitläufige Wohnzimmer und ließ mich zusammenzucken.
Ich stand wie erstarrt da, die Augen vor Unglauben weit aufgerissen.
**Verkaufen?** Madame Gisele will mich verkaufen? Aus welchem Grund?
Panisch griff ich mir in die Haare, während mir kalter Schweiß auf die Schläfen trat.
Werde ich als Prostituierte verkauft?
Nein… das kann nicht sein.
Mit einem Gesicht und einem Körper wie meinem würde niemand verzweifelt genug sein, für mich zu bezahlen.
Vielleicht… werde ich an eine reiche Familie verkauft, um dort als Sklavin zu dienen?
Das schien etwas wahrscheinlicher. Aber egal, wie ich es drehte und wendete, ich verstand nicht, warum jemand mich kaufen wollen sollte.
Meine Gedanken gerieten völlig außer Kontrolle, jede Möglichkeit war schrecklicher als die vorige.
Ich wollte nicht in Panik geraten, doch mein Herz hämmerte so laut, dass ich kaum klar denken konnte. Seit langer Zeit hatte ich diese Art von Angst nicht mehr gespürt. Eine tiefe, beunruhigende Furcht. Meine Knie wurden weich, während ich mitten im Wohnzimmer stand, wie eingefroren. Ich konnte mich nicht bewegen, doch in meinem Kopf rasten die Gedanken in alle Richtungen.
Dann hörte ich Schritte, die sich der geschlossenen Tür näherten. Meine Ohren richteten sich instinktiv auf. Ich konzentrierte meine gesamte Aufmerksamkeit auf den Türknauf. Er begann sich langsam zu drehen.
Mein Körper reagierte, bevor ich es überhaupt merkte.
Sobald die Tür knarrend aufging, rannte ich darauf zu, verzweifelt auf der Flucht. Doch gerade als ich den Eingang erreichte, flog mir der Stiefel eines Wächters entgegen und traf hart meinen Bauch. Die Wucht presste mir die Luft aus den Lungen und schleuderte mich zu Boden, flach auf den Rücken.
Ich verzog das Gesicht vor Schmerz, die Lippen schmerzhaft verzerrt, während ich mir den Bauch hielt – genau dort, wo ich getreten worden war. „Man hat dir gesagt, du sollst hier warten“, knurrte der Wächter mit zusammengebissenen Zähnen. „Und du hast trotzdem die Frechheit, zu versuchen zu fliehen…“ Ich lag zusammengerollt auf dem kalten Boden und wand mich vor Schmerz.
Trotzdem zwang ich mich, mich aufzusetzen, mein Atem flach und unregelmäßig. In diesem Moment sah ich sie. Madame Gisele betrat den Raum, flankiert von einem weiteren Wächter.
„Ich warte nur auf den Käufer“, sagte sie kalt, ihre Augen mit dem gewohnten arroganten Blick auf mich gerichtet. „Sie müssten jeden Moment eintreffen.“
Sie hielt inne und musterte mich von Kopf bis Fuß mit einem spöttischen Lächeln. „Du kannst also doch wie ein Mensch aussehen, wenn du richtig angezogen bist“, sagte sie mit einem Lachen, das mir einen Schauer über den Rücken jagte.
„W-Wohin… bringt ihr mich?“, brachte ich flüsternd hervor. „W-Warum verkauft ihr mich?“
Madame Giseles Lächeln wurde zu etwas Finsterem. „Ich schätze… es kann nicht schaden, dir endlich die Wahrheit zu sagen“, schnurrte sie, ihr Ton schwer von Sarkasmus. „Fangen wir damit an, warum wir dich von deinen Eltern gekauft haben…“
Sie ging langsam auf mich zu, das scharfe Klacken ihrer hohen Absätze hallte durch den Raum, bis sie nur wenige Zentimeter vor mir stehen blieb.
„Also… die Wahrheit ist“, begann sie. „Anfangs hatten wir gar nicht vor, ein Baby zu kaufen, um es zu einer Sklavin zu machen. Wenn wir eine gebraucht hätten, hätten wir genug starke Optionen für die harte Arbeit auf dem Anwesen gehabt. Aber dein Vater hat uns angefleht. Sie waren verzweifelt und hungerten. Es war mitten im Winter und deine Familie hatte nichts zu essen. Ihr habt alle in einem der schlimmsten Slumviertel der Region gelebt…“
Sie neigte den Kopf, die Lippen zu einem sarkastischen Lächeln verzogen.
„Und wir haben dich gekauft.“
Ihre Stimme verzerrte sich, als sie lachte – ein dämonisches Geräusch, das von den kalten Steinwänden widerhallte.
„Wir haben dich hierher gebracht, großgezogen und dir Aufgaben im Herrenhaus gegeben, sobald du alt genug warst, um zu laufen und zu sprechen… Du solltest dankbar sein.“ Sie grinste. „Du hast Glück, dass du ein Mädchen bist. Mädchen sind mehr wert als Jungen. Wir haben dich nicht gekauft, damit du dienst… wir haben dich gekauft, damit wir dich eines Tages verkaufen können.“
Ihre Stimme wurde dunkler. Ich konnte meinen eigenen Herzschlag hören, der mit jedem ihrer Worte lauter wurde, doch ich konnte meinen Blick nicht von ihren verdrehten, bösen Augen lösen.
„Und dieser Tag“, sagte sie leise, „ist gekommen. Wir werden dich… an ein Werwolf-Rudel verkaufen, das ein Opfer braucht.“
Mir stockte der Atem.
„Ein weibliches Opfer… bringt einen viel höheren Preis.“
Meine Augen weiteten sich vor Entsetzen. Ich vergaß zu atmen. Meine Gedanken froren ein.
**Werwölfe…**
Diese Unsterblichen…
Ich hatte unzählige Geschichten über sie gehört, während ich aufwuchs. Bestien, die in einem verbotenen Gebiet lebten, das nur als das Land der Unsterblichen bekannt war, mehrere Kilometer von unserer Region entfernt. Sie galten als wild, mächtig und gnadenlos. Aber soweit ich wusste, taten sie Menschen nie etwas zuleide. Sie lebten in ihrem eigenen Territorium, und wir in unserem.
Ich hatte nie gewusst, dass sie Menschen aßen.
Sie griffen nur ihresgleichen an… andere Rudel… Nicht Menschen.
„W-Warum ich?“, fragte ich zitternd. „W-Warum sollten sie mich essen? W-Wofür brauchen sie mich?“
„Es gibt eine Verbindung zwischen den Anführern der Werwolf-Rudel und den Herrschern jeder Provinz, jeder Stadt und jedes Territoriums. Das liegt daran, dass Verbrecher aus unserer Region ins Land der Unsterblichen verbannt werden… ins Territorium der Werwölfe.“
Sie ging langsam auf und ab, damit ihre Worte wirken konnten.
„Aber nicht alle Rudel sind bereit, Verbrecher zu essen, besonders Männer. Manche von ihnen sind… wählerisch. Sie bevorzugen es, ihre ranghohen Werwölfe mit etwas Feinerem zu füttern.“
Sie blieb stehen und sah mir direkt in die Augen, ihr Grinsen wurde breiter.
„Seit Jahrhunderten ist es ihre heilige Tradition, Menschen zu verzehren, um Kraft zu gewinnen. Und du… du wirst einer ihrer Mahlzeiten sein.“
Dann stieß sie ein lautes, hallendes Lachen aus.
Ein Schauer lief mir über den Rücken. Jedes Haar an meinem Körper stellte sich auf. Meine Lippen öffneten sich leicht, während ich nach Luft rang, mein Hals zitterte wegen dem, was ich gerade gehört hatte.
„Ich wollte dich seit Jahren töten“, spuckte sie plötzlich aus. „Nach all den Malen, die du meinem geliebten Sohn wehgetan hast… meinem einzigen Kind! Aber ich habe mich zurückgehalten. Ich wollte die Jahre, die wir in deine Erziehung gesteckt haben, nicht verschwenden. Endlich werden wir belohnt… mit Edelsteinen, Goldbarren… alles im Austausch gegen dich.“
Ich hörte still zu, mein Körper regungslos, doch innerlich zerbrach ich. Langsam senkte sich mein Kopf. Meine Augen blieben weit offen, starrten aber leer auf den Boden.
„Und nur damit du es weißt… arme Familien? Die verkaufen ihre Kinder die ganze Zeit. In der Hoffnung, der Armut zu entkommen. Klar, es ist illegal nach dem Gesetz, das unser Stadt-Herrscher erlassen hat, aber die Leute machen es trotzdem.“
EPISODE 467Ich biss fest auf meine Unterlippe, als ein Blitz reiner Empfindung durch mich schoss, weil er sein Gesicht in der Senke zwischen meinen Brüsten vergrub.Er drückte sie zusammen, seine dicken, langen Finger kneteten und formten mein Fleisch, bis es schien, als würde es in seinen Händen schmelzen. Dann nahm er nacheinander beide meiner schmerzenden, erigierten Nippel in den Mund und saugte mit einem tiefen, beharrlichen Rhythmus daran.„Ahh… hmm…“ Mein Körper zitterte leicht, als ich die Hitze und die samtige Textur seiner Zunge spürte, die um meine empfindlichen Nippel kreiste. Er übergoss sie mit seinem Speichel und überzog sie mit einer glänzenden Schicht.„V-Villion…“ keuchte ich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern, als er spielerisch in das zarte Fleisch um meine Brüste knabberte – Markierungen, die er später zweifellos hinterlassen würde. Ein Schauer, sowohl lustvoll als auch leicht schmerzhaft, durchfuhr mich.„Ich will dich noch mehr kosten, Liebling.“ Die Wort
EPISODE 466Ich konnte das kleine Lächeln nicht unterdrücken, das sich über meine Lippen legte. Nach dem Teller neben mir greifend, nahm ich eines der Cupcakes, die ich zuvor sorgfältig gebacken hatte – eines mit Erdbeergeschmack, bedeckt mit blassrosa Frosting.„Es sind nur Cupcakes“, sagte ich bescheiden, während ich es ihm hinhielt und es behutsam vor sein Gesicht platzierte.Seine Augen senkten sich sofort darauf. Ich beobachtete, wie sich sein Gesichtsausdruck erweichte und ein Hauch von Vorfreude über seine Züge huschte. Ohne ein Wort streckte er die Hand aus und nahm das Cupcake aus meiner Handfläche.„Du weißt, wie sehr ich das liebe … besonders, weil du es für mich gemacht hast“, sagte er, während sich ein schwaches Lächeln formte und er meinen Blick traf. „Deshalb werde ich das auf jeden Fall essen.“Ich konnte ein leises Kichern bei seinen Worten nicht zurückhalten.„In Ordnung“, sagte ich leicht, die Stimme voller Aufregung. „Probier es … und sag mir, ob die Süße genau ric
AUS DER SICHT VON LILA Ich schenkte ihr ein sanftes Lächeln als Antwort. Danach senkte sie leicht den Kopf und verließ den Speisesaal. Sobald sie gegangen war, legte sich die Stille um mich. Ich versuchte, mich auf mein Essen zu konzentrieren, doch meine Gedanken wollten nicht zur Ruhe kommen. Ich konnte nicht anders, als mir zu wünschen, dass Villion bei mir wäre, falls ich jemals mit Bruno, Dax oder Ragnar sprechen müsste. Mit ihm an meiner Seite müsste ich mir keine Sorgen über Missverständnisse oder unnötige Spannungen machen. Mehr noch – ich mochte es wirklich nicht, wenn Villion wütend wurde. Zum Glück verging dieser Tag friedlich. Und als zwei Tage langsam verstrichen, erhielt ich schließlich Nachricht von einem seiner Diener. Er teilte mir mit, dass Villion am nächsten Tag zurückkehren würde, irgendwann zwischen ein und zwei Uhr nachmittags. In dem Moment, als ich diese Worte hörte, hob sich mein Herz vor Freude. Ohne zu zögern beschloss ich, Cupcakes für ihn zu
AUS DER SICHT VON LILA Als wir schließlich zur Hütte zurückkehrten, war das der einzige Moment, in dem Villion und ich unser Abendessen einnehmen konnten. Die Ruhe des Ortes legte sich über uns, hüllte die hölzernen Wände in Stille, während draußen die Nacht langsam tiefer wurde. Mein Körper war bereits schwer vor Erschöpfung, jede Bewegung erinnerte mich an die Schmerzen, die ich zuvor erlitten hatte. Nicht lange danach übermannte mich der Schlaf völlig. Ich bemerkte nicht einmal, wann sich meine Augen schlossen, ich wusste nur, dass ich bereits sicher in Villions Armen ruhte. Es brachte mir ein Gefühl von Geborgenheit. Am Morgen erwiesen sich Villions Worte als wahr. Ich konnte kaum einen einzigen Schritt machen, ohne das Gesicht zu verziehen. Mein Körper verweigerte die Zusammenarbeit, egal wie sehr ich mich anstrengte. Jede kleine Bewegung war eine scharfe Erinnerung an die Nacht zuvor, und es war klar, dass ich vorerst nirgendwo hingehen würde. Deshalb entschied Villion,
AUS DER SICHT VON LILA Während Villion mich aufmerksam betrachtete, seine Augen jede Ecke meines Gesichts verfolgten, verfiel ich erneut in Schweigen. Ich konnte nichts anderes tun, als leer geradeaus zu starren, meine Gedanken waren verworren. Ich wusste nicht, wie ich antworten sollte. Sein Blick ließ mich mich entblößt fühlen, als könnte er die wachsende Unsicherheit in mir spüren. Je länger er mich ansah, desto mehr zerstreuten sich meine Gedanken, ließen mich zwischen Reden und Schweigen gefangen. Worte schwebten am Rand meines Geistes, doch keines schien richtig genug, um laut ausgesprochen zu werden. Also beschloss ich, innezuhalten und sorgfältig darüber nachzudenken, was ich sagen sollte. Etwas beunruhigte mein Herz, etwas, das sich nicht länger ignorieren ließ. Es hatte schon lange in mir gesessen, und jetzt wollte es heraus. Bevor ich ihm eine Antwort geben konnte, wusste ich, dass ich diesem Gefühl zuerst ins Auge sehen musste. Was auch immer mich störte – dieser Mo
AUS DER SICHT VON LILA Als Antwort entwich ihm ein weiteres tiefes Lachen, das sanft durch seine Brust vibrierte und gegen mich drang, während er mich weiterhin in seinen Armen hielt. „Das ist eine wunderschöne Antwort,“ sagte er, echte Bewunderung in seinen Worten. Ich schluckte, sammelte meine Gedanken, bevor ich erneut sprach: „Also quäle dich nicht länger mit der Frage, ob ich es bereue oder nicht. Schließlich… es war doch auch dein erstes Mal, oder?“ „Ja, und es ist eines der glücklichsten und schönsten Dinge, die jemals in meinem Leben passiert sind,“ bemerkte er mit voller Ernsthaftigkeit. Bei diesen Worten schoss mir die Hitze ins Gesicht, und bevor ich es verhindern konnte, breitete sich die Röte über meine Wangen aus. Ich konnte spüren, wie mein Herz wild in meiner Brust pochte. „Wenn du keine Reue hast,“ fuhr er fort… „bedeutet das, dass wir es wieder tun könnten?“ Ich schnappte fast nach Luft bei seiner Frage. Meine Reaktion muss ihn amüsiert haben, denn e







