MasukJacks Gesichtsausdruck kühlte sich wieder ab.
War Liam wirklich den ganzen Weg hierhergekommen, nicht um sich mit ihm zu versöhnen, sondern nur, um ihn als Werkzeug zu benutzen? Glaubte er, er könne sich alles erlauben, nur weil Jack ihm ohnehin immer nachsichtig gegenüber war? „Du trauerst noch um deine Mutter. Ein Tapetenwechsel könnte dir guttun. Nimm dir etwas Zeit, um dich zu entspannen und dich an alles zu gewöhnen. Mach dir keine Sorgen ums Geld. Fühl dich hier einfach wohl.“ Jack atmete mehrmals tief durch und versuchte, seine abschweifenden Gedanken zu unterdrücken. Steif bemüht, Liam zu trösten, fügte er schließlich hinzu: „Meine Wohnung steht dir im Moment nicht zur Verfügung.“ Liam versteifte sich, sein Gesichtsausdruck erstarrte. Gerade als er fragen wollte, was Jack damit meinte, vibrierte plötzlich dessen Handy. Jack zog es heraus, warf einen Blick auf das Display und runzelte die Stirn. Dann wandte er sich an Liam, dessen Enttäuschung deutlich zu erkennen war, und sagte: „Ich muss mich um etwas Dringendes kümmern. Ruh dich erst einmal aus.“ Damit nahm er den Anruf entgegen und ging davon. „Ugh …“ Frustriert ließ Liam sich auf das Sofa sinken. Bis zur Apokalypse waren es weniger als zwei Wochen, und sein Plan war gescheitert. Er konnte sich nur noch halbwegs an diesen Rettungsanker klammern. Jack hatte gesagt, dass seine Wohnung nicht zur Verfügung stand, und seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, wohnte dort wahrscheinlich jemand anderes. Doch soweit Liam wusste, lebte Jacks Familie in einer Stadt im Norden, weil sein jüngerer Bruder dort eine Militärakademie besuchte. Seine Eltern waren dorthin gezogen, um näher bei ihrem Sohn zu sein. Es konnten also unmöglich seine Eltern sein. Auch Freunde oder Untergebene kamen eher nicht infrage. Die wahrscheinlichste Erklärung war, dass Jack einen Liebhaber hatte. Aufgrund der Erinnerungen an seinen Tod in seinem früheren Leben und seiner eigenen Schlussfolgerungen war Liam davon ausgegangen, dass Jack Single war. Er hatte das Militär erst vor Kurzem verlassen und war damit beschäftigt, sein Studium und seine Geschäfte unter einen Hut zu bringen. Wo hätte er da noch Zeit für eine Beziehung finden sollen? Aber was, wenn er doch eine hatte? Liam war schamlos bei ihm aufgetaucht und hatte sich auf ihre frühere Beziehung berufen, um sich an Jack zu klammern. Aber warum sollte Jack ihn überhaupt aufnehmen? Was gab ihm das Recht zu glauben, dass er einen so wunderbaren Menschen noch immer verdiente? Wie erwartet war sein Gehirn selbst nach seiner zweiten Chance im Leben immer noch nutzlos. Er war ein absoluter Idiot! Ein bitterer Schmerz breitete sich in seiner Brust aus, doch Liam empfand keinen Groll. Ruhig akzeptierte er die Möglichkeit, dass Jack ihn nicht mehr wollte. Nachdem er lange auf dem Sofa gelegen und nachgedacht hatte, schickte er Jack eine Nachricht. „Tut mir leid, Bruder Jack. Vorhin war ich etwas zu forsch. Wie wäre es damit? Ich werde dich nicht belästigen, aber könntest du mir helfen, eine Wohnung in deiner Nähe zu finden? Zwei oder drei Schlafzimmer, möglichst in einem mittleren oder oberen Stockwerk, würden reichen. Falls etwas passiert, wirf einfach hin und wieder ein Auge auf mich. Ich habe nichts dagegen, etwas mehr Miete zu zahlen.“ Wenn er nicht direkt bei Jack einziehen konnte, war es das Nächstbeste, sein Nachbar zu werden. Jack würde ihn doch sicher nicht einfach sterben lassen, wenn sie in unmittelbarer Nähe voneinander wohnten, oder? Wahrscheinlich war Jack mit der Arbeit beschäftigt, denn selbst nachdem Liam aus einem Nickerchen erwacht war, hatte er noch immer keine Antwort erhalten. Inzwischen war es bereits Abend. Während Liam auf ihren Chat starrte, wurde er zunehmend nervös. Verzweifelt darum bemüht, sich diesen Rettungsanker zu sichern, schickte er zwei weitere Nachrichten. „Bruder Jack, in welchem Stadtteil wohnst du? Wenn du zu beschäftigt bist, kann ich selbst nach einer Wohnung suchen.“ „Bruder Jack, hallo! Bist du mit der Arbeit schon fertig? Lass mich dich zum Abendessen einladen~“ Doch ganz gleich, ob Liam es aufrichtig meinte oder versuchte, ihn mit seinem Charme um den Finger zu wickeln, Jack ließ ihn einfach auf gelesen stehen. Mit einem Stich der Traurigkeit nahm Liam den QR-Code für den Zimmerservice aus dem Gästezimmer und bestellte sich etwas zu essen. Zusätzlich bestellte er eine Portion scharfen Fisch mit eingelegtem Gemüse. Im Moment fühlte er sich verbittert, wertlos und völlig fehl am Platz. Der Fisch schmeckte köstlich, doch je mehr er aß, desto mehr schmerzte sein Herz. Tränen stiegen ihm in die Augen. Da er das Essen nicht verschwenden wollte, zwang er sich unter Tränen, zwei Schüsseln Reis zu essen, und verputzte jedes einzelne Stück Fisch. Erst nachdem das Zimmerservicepersonal das Geschirr abgeräumt hatte, antwortete Jack endlich. Nein, danke. Iss allein. Liam las die Nachricht mehrmals. Er tippte einige Antworten ein, löschte sie wieder und gab schließlich auf. Es war offensichtlich, dass Jack seine vorherigen Nachrichten absichtlich ignoriert hatte. Sie waren beide erwachsen. Ihn weiter mit Fragen zu bedrängen, wäre schlicht unhöflich gewesen. Na schön. Dann würde er eben selbst eine Wohnung suchen. Irgendwo in Sydney würde es schon gehen, solange er vor der Apokalypse eine Unterkunft fand. Während er seine Möglichkeiten abwog, kam ihm plötzlich ein bestimmter Ort in den Sinn. Augenblicklich verschwamm seine Sicht vor Tränen. Liam verstand nicht, warum er plötzlich so emotional geworden war. Seine Tränen schienen ohne jede Vorwarnung zu kommen und wieder zu verschwinden. Doch jedes Mal, wenn er sich daran erinnerte, wie Jack in seinem früheren Leben seinen gebrochenen Körper gehalten und verzweifelt geschrien hatte, zog sich sein Herz so schmerzhaft zusammen, dass er kaum noch atmen konnte. Wenn er doch nur früher wiedergeboren worden wäre … Währenddessen lehnte sich Jack in seinem Büro in einem gewerblich genutzten Hochhaus in seinem Stuhl zurück und überflog mit ernster Miene ein Dokument. Seine Assistentin, Hannah Walsh, saß geduldig auf der anderen Seite seines Schreibtisches. Sie trug einen eleganten schwarzen Hosenanzug, und ihr Haar war ordentlich hochgesteckt. Mit ihren strahlenden Augen und dem dezenten Make-up verkörperte sie die perfekte moderne Geschäftsfrau. Nach ungefähr zehn Minuten schloss Jack die Akte und blickte auf. „Alle Personen, die am Schmuggel und am Handel mit gestohlenen Waren beteiligt waren, wurden festgenommen. Die Behörden haben den Fall abgeschlossen, also ist unser Sicherheitsauftrag beendet. Wann kommt Kai zurück?“ Hannah warf ihm einen merkwürdigen Blick zu, bevor sie antwortete. „Ich habe ihm zwei Möglichkeiten gegeben: übermorgen oder in fünf Tagen. Er hat sich für Letzteres entschieden, aber das liegt bei dir. Du musst ihn ohnehin nach Canberra begleiten, um dem Chef in der Zentrale über den Einsatz Bericht zu erstatten.“ Jack warf einen Blick auf sein Handy, bevor er eine Entscheidung traf. „Bringen wir es hinter uns.“ Wenn er die Wahl gehabt hätte, wäre er überhaupt nicht hingefahren. Li ams plötzliches Auftauchen hatte ihn beunruhigt. Irgendetwas stimmte nicht, und er wurde das Gefühl nicht los, dass etwas bevorstand. Die Zusammenarbeit mit den Behörden war immer lästig. Sie waren diejenigen gewesen, die sein Team um Hilfe gebeten hatten, und trotzdem waren der Papierkram und die bürokratischen Hürden erschöpfend. Leider konnte er sich eine Ablehnung kaum leisten. Hannah zuckte mit den Schultern. „Das musst du Kai schon selbst sagen. Der Kerl möchte mehr Zeit mit dir verbringen …“ Kai war nicht einfach nur ein Undercover-Agent. Gerüchten zufolge stammte er aus einer wohlhabenden Familie mit einflussreichen Verbindungen. Jack verengte die Augen. „Frau Walsh, mir ist aufgefallen, dass Sie in letzter Zeit ziemlich sarkastisch geworden sind.“ Hannah war seine Kommilitonin gewesen. Schon an der Universität war sie härter im Nehmen gewesen als die meisten Männer ihres Jahrgangs. Nachdem sie die Eignungsprüfung der Zentrale in Canberra bestanden hatte, war sie seine Assistentin geworden. Obwohl sie zierlich wirkte, war sie genauso scharfsinnig, wie sie aussah, und ihre Fähigkeiten übertrafen die der meisten Männer. Diesmal hatte Jack persönlich mit den Behörden zusammengearbeitet. Kai hatte als Undercover-Agent im Auftrag der Behörden einen internationalen Schmugglerring infiltriert und sich dabei als Teil von Jacks Sicherheitsoperationen ausgegeben. Im Rahmen der Mission hatte er sogar so getan, als wäre er Jacks Liebhaber. Das war eigentlich keine große Sache gewesen. Allerdings hatte Hannah in letzter Zeit angefangen, allerlei absurde Bemerkungen zu machen. Sie zuckte unschuldig mit den Schultern. „Ich mache mir nur Sorgen um dich. Es ist zwei Jahre her, seit dein Partner gestorben ist. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, nach vorne zu schauen und jemand Neues kennenzulernen?“ Jack knirschte mit den Zähnen. „Verschwinde!“ Damals, nachdem Liam mit ihm Schluss gemacht hatte, hatte Jack seinen Beziehungsstatus in den sozialen Medien auf „verwitwet“ geändert. Damit war er zum Gespött seines engsten Freundeskreises geworden, allen voran Hannah, die am lautesten gelacht hatte. „Sei doch nicht so unfreundlich …“ Hannah beugte sich mit einem schelmischen Grinsen nach vorn. „Die Sache ist die: Kai fragt in letzter Zeit ständig nach dir. Deshalb habe ich mich gefragt … Nachdem ihr monatelang praktisch aufeinandergehockt habt, habt ihr vielleicht echte Gefühle füreinander entwickelt?“ Jack funkelte sie an. „Gerüchte zu verbreiten ist also so einfach, ja? Ist Ihnen eigentlich klar, dass es Sie Ihren Job kosten könnte, wenn Sie Unsinn über Regierungsmitarbeiter verbreiten?“ Was für ein völliger Schwachsinn! Menschen, die beim Militär gedient hatten, konnten zu den schlimmsten Übeltätern gehören, wenn es um unprofessionelles Verhalten ging. „Aber ich merke doch, dass Kai dich wirklich mag. Das kann unmöglich gespielt sein. Die Intuition einer Frau täuscht sie nie.“ Hannah richtete sich auf, und ihr Gesichtsausdruck wurde plötzlich ernst. Sie klang wie eine Sektenführerin, die versuchte, eine Menschenmenge einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Jack winkte abfällig in ihre Richtung. „Verschwinden Sie. Sobald dieser Einsatz vorbei ist, haben wir einen Monat bezahlten Urlaub. Suchen Sie sich jemanden zum Daten. Ihre Hormone spielen offensichtlich verrückt.“ Hannah rührte sich nicht. Sie starrte ihn eindringlich an, bevor ihr Gesichtsausdruck erneut ernst wurde. „Wenn Kai tatsächlich Gefühle für dich hat, wie willst du damit umgehen? Wenn du die Sache vermasselst, könnte das unsere zukünftige Zusammenarbeit mit den Behörden beeinträchtigen.“ Jack antwortete ohne zu zögern. „Ich bringe ihn um.“ Seine schlagfertige Assistentin stand sofort auf. „Mein Fehler. Lang lebe die wahre Liebe!“ Damit stolzierte sie mit übertrieben schwungvollen Bewegungen aus dem Büro.Danach unterhielten sich die drei ungezwungen. Liam beantwortete Hannahs übrige Fragen, während sie darauf warteten, dass Jack die Verschmelzung mit seinen neu erwachten Kräften abschloss.Im Badezimmer lief weiterhin Wasser, begleitet vom gelegentlichen Knistern elektrischer Entladungen. Unter der Tür waren noch immer flackernde Feuerscheine zu erkennen.Da Jack jedoch bei Bewusstsein blieb und weiterhin mit ihnen kommunizieren konnte, machten sich weder Liam noch Hannah allzu große Sorgen. Nachdem sie sich etwas zu essen geholt hatten, setzten sie ihre Arbeit fort und sortierten die Vorräte.Während sie arbeiteten, schlug Hannah vor, am nächsten Tag erneut einkaufen zu gehen. Sie drängte die beiden, sich zu beeilen und so viele Vorräte wie möglich zu besorgen, solange sie noch die Gelegenheit dazu hatten.Weitere zwei Stunden vergingen, und Mitternacht rückte näher. Jacks Zustand hatte sich endlich stabilisiert, weshalb er Hannah aufforderte, zunächst nach Hause zu gehen, am nächste
„Hannah!“„Miss Hannah!“Der plötzliche Vorfall erschreckte sowohl Jack als auch Liam. Hastig eilten sie zu ihr, um ihr aufzuhelfen.Hannah funkelte Jack wütend an.„Jack Sullivan, hast du den Verstand verloren? Du hast mich gerade unter Strom gesetzt!“„Was? Ich … das habe ich nicht!“Jack sah völlig verblüfft aus. Sie hatten doch nur wie Freunde herumgealbert. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich auf diese Weise gegenseitig aufgezogen hatten, und er war noch nie so grob gewesen, dass er ihr wehtat. Ganz gleich, wie hart Hannah sich auch gab, sie war schließlich immer noch eine Frau.„…“Hannah rappelte sich mühsam auf und klopfte sich den Staub von der Kleidung, während sie leise vor sich hin murmelte.„Das hat sich angefühlt, als hätte mich ein verdammter Elektroschocker getroffen …“Sie warf einen Blick auf Jacks Hand. Darin befand sich nichts. Aber …„Moment mal … Jack hat doch gar nichts in der Hand.“Liam griff instinktiv nach Jacks Hand, um nachzusehen. In dem Moment, als
„Das … ist eine duale Blitz- und Feuermutation!“Hannah Walsh war schockiert, doch sie war nicht die Einzige. Selbst Liam Bennett hatte nicht erwartet, dass Jack Sullivan gleich zwei Fähigkeiten auf einmal erwecken würde.Eilig winkte er Jack zu, der noch immer von Hitze und Elektrizität umgeben war.„Bruder Jack, schnell ins Badezimmer! Deine Kräfte schaden dir vielleicht nicht, aber sie könnten andere verletzen oder alles in deiner Umgebung beschädigen. Da du auch Feuer kontrollierst, kannst du nicht zurück ins Schlafzimmer. Geh sofort ins Badezimmer!“Jack war von der intensiven Hitze bereits schwindelig. Kaum hatte Liam ausgesprochen, eilte er ins Badezimmer.Liam folgte ihm, drehte die Dusche auf und trat sofort wieder hinaus, bevor er die Tür hinter sich schloss.Draußen stehend, rief er durch die Tür.„Bleib ruhig! Wasser kann Feuer löschen und Strom leiten, also sei vorsichtig im Umgang mit deinen Kräften. Bruder Jack, bewahre einen klaren Kopf und bleib vernünftig. Wenn du di
Hannah Walsh begann langsam zu vermuten, dass mit Jack Sullivan irgendetwas nicht stimmte.Selbst bei Trainingsübungen gehörte es normalerweise nicht zu ihren Aufgaben als Logistikassistentin des Teams, Vorräte für die sicheren Unterkünfte vorzubereiten.Ihr Instinkt sagte ihr, dass das Ganze etwas mit diesem lästigen kleinen Hamster namens Liam Bennett zu tun hatte.Leider war Jacks Erklärung praktisch unangreifbar. Er behauptete, die Übung würde ihr helfen, ihre beruflichen Fähigkeiten zu verbessern, sodass sie keinen vernünftigen Grund hatte, sich zu weigern.Als Liam schließlich mit dem Essen zum Mitnehmen eintraf, waren Jack und Hannah bereits eifrig bei der Arbeit. Beide waren schweißgebadet.Abgesehen von den verstärkten Türen und Fenstern hatte sich im Inneren der Wohnung kaum etwas verändert, seit Liam und Jack dort zusammengelebt hatten.Der einzige auffällige Unterschied war der anhaltende Geruch nach Zigarettenrauch, den Yang Kai hinterlassen hatte – der Mann, der sich ein
Liam sagte nichts und hörte Jack einfach nur zu. Sein Herz raste vor Freude, die er kaum in Worte fassen konnte. Sein Hals schnürte sich zu, und die Wärme, die sich in seiner Brust ausbreitete, ließ seine Augen brennen.„Es gibt niemanden zwischen uns. Deshalb stimme ich der Trennung immer noch nicht zu.“Jack zog ihn fest in seine Arme und wiederholte seine Worte.„Es tut mir leid, dass ich nicht für dich da war, als du mich am dringendsten gebraucht hast.“Zwischen ihnen hatte es nie ein ernsthaftes Missverständnis gegeben, und sie empfanden immer noch etwas füreinander. Jetzt, da Jack wieder in Liams Leben getreten war, gab es keinen Grund mehr, Spielchen zu treiben oder jemanden absichtlich zu verletzen, der ohnehin schon am Boden war.Dieses ganze Hin und Her zwischen Liebe und Hass war sinnlos. Wie konnte man jemanden wirklich wertschätzen, wenn man bereit war, ihm wehzutun?Schließlich gab Liam nach und erwiderte die Umarmung.„Bruder Jack … ich habe mich falsch verhalten …“Vi
Am Abend des 24. August kehrte Jack Sullivan nach Melbourne zurück. Als er seine Arbeit im Büro erledigt hatte, war es bereits fast Mitternacht.Liam Bennett war mit dem Auto gekommen, um ihn abzuholen. Statt nach oben zu gehen, wartete er im Besucherbereich im Erdgeschoss. Er bestellte spätabendliche Snacks und lud sogar den diensthabenden Sicherheitsmitarbeiter dazu ein, mit ihm zu essen.Die Apokalypse stand kurz bevor. Liam wollte noch so viel gutes Essen wie möglich genießen, solange er konnte. Verpackte Meeresfrüchte wie Langusten waren perfekt, um gelegentlich seinen Heißhunger zu stillen. Deshalb hatte er extra welche gekauft, um sie für später aufzubewahren.Hannah Walsh, die Überstunden gemacht hatte, stieg zusammen mit Jack aus dem Aufzug. Als sie Liam inmitten all der Lebensmittel in der Lobby sitzen sah, konnte sie sich einen Scherz nicht verkneifen.„Dein kleiner Hamster hat die Lobby in sein persönliches Restaurant verwandelt. Er kauft ständig Essen und isst. Der ist wi







