Share

3

Penulis: Nancy Robert
last update Tanggal publikasi: 2026-07-31 14:03:58

Ich servierte das Abendessen, bewegte mich schnell und leise durch das Esszimmer, setzte Teller vor den Rudelmitgliedern ab, ohne einen Laut zu machen. Katrinas Blick bohrte sich die ganze Zeit in mich, ihre Augen wie Dolche, scharf genug, um durch meine Haut zu schneiden. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich erledigt, ausgestreckt auf dem Boden. Ich behielt den Kopf gesenkt, konzentrierte mich auf die Teller, das Klirren des Bestecks, alles außer ihr. Nach dem Servieren trat ich zur Seite, wie immer, wartete darauf, ihr Chaos aufzuräumen, wenn sie fertig waren. Mein Platz an der Wand fühlte sich wie ein Käfig an, aber ich stand dort, die Hände gefaltet, das Gesicht leer.

Der Rest des Abends zog sich hin, ohne große Ausbrüche, dank der Mondgöttin. Katrina behielt ihren Todesblick bei und gab Adrian die kalte Schulter dafür, dass er früher nicht eingesprungen war, um mich zu bestrafen. Ich konnte spüren, wie sie kochte, ihre Wut wie eine Sturmwolke über dem Tisch hing. Im Hinterkopf wusste ich, dass sie das nicht einfach so auf sich beruhen lassen würde. Katrina ließ Dinge nicht einfach fallen – sie würde weitersticheln, intrigieren, auf ihre Chance warten, sich an mir zu rächen. Der Gedanke jagte mir einen Schauer über den Rücken, nicht weil ich Angst vor ihr hatte, sondern weil ich nicht wusste, was ihr nächster Zug sein würde. Ihre „Rache“ war immer etwas Verdrehtes, und ich freute mich nicht darauf, herauszufinden, was sie geplant hatte.

Das Abendessen endete, und ich machte mich an die Arbeit, das Esszimmer aufzuräumen, Teller zu stapeln und den Tisch abzuwischen. Als das erledigt war, ging ich in die Küche und sorgte dafür, dass alles in Ordnung war, bevor ich den Abend beendete. Das Rudelhaus war eine moderne Villa, gebaut mit all dem schicken Menschenkram – fließendes Wasser, funktionierende Duschen, Spültoiletten, das volle Programm. Aber ich? Mir war es nicht erlaubt, irgendetwas davon anzurühren. Ich musste Wasser in einem Eimer von der Außenpumpe holen, es hoch in mein winziges Dachboden-Zimmer schleppen für ein schnelles Bad. Kein Körperpeeling, keine schicken Seifen, nur ein Spritzer kaltes Wasser, um den Tag abzuspülen. Ich beschwerte mich jedoch nicht. Ich hatte es so lange gemacht, dass es einfach Teil der Routine war.

Meine Kleidung war eine andere Geschichte. Alles, was ich hatte, waren die fünf Outfits und zwei Paar Schuhe, die Luna Aurora mir gab, als ich fünfzehn wurde. Sie waren jetzt dünn getragen, an den Rändern ausgefranst, aber sie gehörten mir. Die Sachen, die ich als Kind trug, passten nicht mehr, also waren diese fünf Hemden und Hosen alles, was ich besaß. Nach meinem Bad schlüpfte ich in etwas zum Schlafen – eines der weichsten Hemden, verblichen, aber bequem – und kroch in mein schmales Bett. Das Zimmer war klein, kaum genug Platz für das Bett und eine wackelige Kommode, aber es war mein Raum, der einzige Ort, an dem ich atmen konnte, ohne dass jemand mich beobachtete.

Bevor ich die Augen schloss, flüsterte ich ein leises Gebet an die Mondgöttin, genau wie jeden Abend. „Bitte“, murmelte ich, „schenke mir meinen Wolf, wenn ich achtzehn werde.“ Es war eine Hoffnung, an die ich mich klammerte, das Eine, was mich am Laufen hielt. Damit ließ ich das Gewicht des Tages mich hinunterziehen und versank in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

**Zwei Tage später**

Die letzten zwei Tage vergingen ohne viel Drama, über das man sprechen könnte, es war die gleiche Routine aufwachen, den ganzen Tag auf den Zehenspitzen bleiben und herumrennen, um meinen teuersten Rudelmitgliedern und ihrem geliebten Alpha und Luna zu gefallen, dann schlafen gehen und sich fühlen, als wäre man angegriffen und bewusstlos geschlagen worden, gestern war kein Unterschied und ich ging ins Bett und fühlte mich erschöpft, nachdem ich mein alltägliches Gebet an die Mondgöttin geflüstert hatte, falls sie überhaupt zuhört.

Heute ist mein Geburtstag. Achtzehn. Eine große Sache für jeden Gestaltwandler, aber hier? Niemand wird es bemerken. Niemand wird mir alles Gute zum Geburtstag wünschen, und ich halte nicht den Atem an für einen Kuchen oder eine Party. So funktioniert es einfach nicht in meinem Leben. Ich rollte aus dem Bett, gähnte, meine Muskeln schmerzten von der Arbeit des Vortages. Ich dehnte mich, versuchte die Steifheit abzuschütteln, und begann mich fertig zu machen, um in die Küche zu gehen. Das Frühstück würde sich nicht von selbst machen, und das Rudel würde bald aufstehen und sein Essen erwarten.

Aber dann, aus dem Nichts, erklang eine Stimme in meinem Kopf, hell und klar. *Alles Gute zum Geburtstag, Ashley!* Ich zuckte zusammen, mein Herz schlug gegen meine Rippen. „Wer bist du?“ sagte ich laut, meine Stimme zitterte im stillen Raum. Die Stimme kam wieder, warm und fröhlich. *Ich bin dein Wolf!* Tränen stachen in meine Augen, und ich drückte eine Hand an meine Brust, kaum imstande, es zu glauben. „Oh, Mondgöttin“, flüsterte ich, meine Stimme stockte. „Du hast dich tatsächlich an mich erinnert.“

*Sie vergisst nie,* sagte mein Wolf, ihr Ton weich, aber sicher. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, mein Kopf wirbelte vor Freude und Fragen. *Ich wurde früher Alexa genannt,* fuhr sie fort, *aber du kannst mich etwas anderes nennen, wenn du willst.* Ich schüttelte den Kopf und lächelte durch die Tränen. Alexa war perfekt, aber etwas an *Alexa* fühlte sich richtig an, als würde es zu ihrer Stimme in meinem Kopf passen. Ich wollte fragen, was sie mit „wurde früher Alexa genannt“ meinte – wer hatte sie benannt? Wann? Aber das Glück, das in mir sprudelte, übertönte alles andere. Mein Wolf war hier. Ich war nicht mehr allein.

Mit Alexa in meinem Kopf fühlte ich mich anders – stärker, als wäre ein Gewicht von meinen Schultern genommen worden. Ich konnte jetzt gehen. Wirklich gehen. Selbst wenn ich zum Rogue würde, wäre ich kein hilfloses Kind mehr. Mein Wolf würde mir den Rücken stärken, und das änderte alles. Ich wischte mir das Gesicht ab, stellte sicher, dass keine Tränen übrig waren, und riss mich zusammen. Ich musste normal aussehen, als wäre es irgendein anderer Tag.

Ich ging in die Küche, meine Schritte ein wenig leichter trotz der Arbeit, die auf mich wartete. Ich band mir die Haare zurück, griff nach einer Schürze und begann herauszuholen, was ich für das Frühstück brauchte. Eier, Speck, Brot für Toast – wie immer. Aber während ich das Frühstück zubereitete, konnte ich nicht verhindern, dass mein Herz vor neuem Glück sprudelte, so anders als der müde Seufzer, der sonst alle paar Minuten aus mir herausrutschte. Zum ersten Mal schaute ich nicht ständig über die Schulter, wartete darauf, dass jemand mich anfuhr. Ich fühlte mich ganz, als wäre ein Stück von mir endlich an seinen Platz geklickt.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • Aufstieg des Silberwolfs   66

    In der Zwischenzeit, an einem Ort, der nach Endgültigkeit stank – wie das eigene Versteck des Todes, kahl und unerbittlich – versammelten sich Kreaturen in unheimlicher Stille. Allerlei drängten sich zusammen: massige Bestien mit verdrehten Gliedern, kleinere mit leeren Blicken, eine Mischung aus Schrecken, die nicht in die lebende Welt gehörten. Sie standen absolut still, kein Sich-Rühren oder Atemgeräusche, nur erstarrte Formen, die auf das Wort ihres Meisters warteten. Keine Interaktionen gingen zwischen ihnen vor, kein Nicken, kein Blick, nur dieses einheitliche Warten, wie heruntergefahrene Maschinen. Eine Kreatur, ihr Körper jenseits der Wiedererkennung verstümmelt, hielt die Position ohne ein Zucken, ihre Augen leere Teiche. Eine andere, schmächtiger, aber nicht weniger bedrohlich, trug Spuren eines vergangenen Lebens, jetzt ausgelöscht. Die Versammlung fühlte sich falsch an, eine Perversion der Natur, ihre Stillheit ein Zeichen tieferer Kontrolle.Keine unabhängigen

  • Aufstieg des Silberwolfs   65

    Perspektive der dritten PersonDer Anblick von Ashley, die in diesen gnadenlosen Riss verschwand, schickte Angst wie eine kalte Klinge durch die Krieger, jeder für einen Herzschlag erstarrt, während sie den Albtraum wiedererlebten, wie ihre Mitpackmitglieder einer nach dem anderen verschwanden. Gesichter, die sie kannten – Freunde, mit denen sie Mahlzeiten geteilt, neben denen sie trainiert hatten – in Sekunden weg, Schreie hallten nach und verstummten dann für immer. Es war nicht nur Verlust; es war die bauchzerrende Erkenntnis, dass jeder von ihnen der Nächste sein konnte, dass der Boden, dem sie vertrauten, zum Verräter wurde. Sieg? Es schien jetzt wie ein grausamer Witz, der mit jedem Spalt in der Erde, jeder Kreatur, die ohne Ermüdung angriff, weiter wegrutschte. Ein Krieger, ein älterer Kämpfer mit Narben aus vergangenen Schlachten, biss die Zähne zusammen und schwang seine Klauen härter, aber innerlich nagte die Verzweiflung an ihm. Er hatte schon Pack

  • Aufstieg des Silberwolfs   64

    Meine Augenlider fühlten sich schwer an, als ich sie Stück für Stück aufbrach, meine Sicht verschwamm zuerst, bevor sie sich scharf stellte. Was zum Teufel passierte hier? Mein Verstand tastete nach Antworten und setzte die letzten Momente zusammen – den Sturz, den endlosen Fall in diesen gespaltenen Boden, die Schreie, die über mir verblassten. Aber das war nicht das, was ich erwartet hatte. Ich war nicht unter geborstener Erde begraben, kein Schutt drückte auf mich, kein Dreck füllte meine Lungen, wie ich befürchtet hatte. Stattdessen war alles... sauber, fast zu ordentlich. Der Lärm der Schlacht war vollständig verschwunden – keine Knurren mehr, kein Klirren von Klauen, keine verzweifelten Rufe von Kriegern. Hier war es völlig still, eine unheimliche Stille, die mir eine Gänsehaut bereitete.Wo war ich? Hatte ich mir beim Sturz den Kopf härter angeschlagen, als ich dachte? Meine Gedanken kreisten, versuchten, sich an etwas Vertrautes zu klammern, aber nichts passte. Alex

  • Aufstieg des Silberwolfs   63

    Ich versuchte, mich von ihm wegzubewegen, Distanz zwischen uns zu bringen, während ich immer noch mit drei der Kreaturen im Kampf war. Sie schienen sich zu vermehren, eine wurde zu zwei, dann mehr, ihre Formen verschoben sich auf Weisen, die der Logik widersprachen. Ich wich aus und schlug zu, versuchte, Adrian aus meinem peripheren Blickfeld zu halten, aber dieses Kribbeln folgte wie ein Schatten. Warum konnte ich ihn nicht abschütteln? Die Bindung verspottete mich, selbst im Kampf. Dann füllte sich plötzlich die Luft mit einer Menge menschlicher Schreie – unsere Leute, nicht die Kreische der Kreaturen. Der Laut durchbohrte mich, roh und verzweifelt, und ich drehte mich gerade rechtzeitig um, um zu sehen, wie der Boden sich öffnete. Ich meine, sich genau dort in zwei spaltete, ein klaffender Riss, der Krieger verschlang, während sie kämpften. Ihre Gesichter verzogen sich vor Schock, Arme zuckten, bevor die Erde sich wieder schloss und sie lebendig begrub. Mein Blut gefror

  • Aufstieg des Silberwolfs   62

    Ashleys POVMein Herz pochte unregelmäßig, übersprang Schläge, als könnte es sich nicht entscheiden, ob es vorauseilen oder komplett aussetzen sollte, während ich von Adrian wegging. Ich zwang mich, die Winselgeräusche meiner Wölfin Alexa in meinem Kopf zu ignorieren – sanfte, flehende Laute, die an mir zerrten, aber die Sache nicht erzwangen. Sie schob mich nicht mit jener wilden Dringlichkeit zurück zu ihm, die manche Wölfe hatten; es war subtiler, ein stilles Achzen der Gefährtenbindung, von dem ich wusste, dass es sie genauso belastete wie mich. Tief innen spürte ich ihren Konflikt, die Art, wie die Bindung an ihren Instinkten zerrte, trotz allem. Als ich vorhin angefangen hatte, ihn abzulehnen, hatte sie sich nicht dagegen gewehrt, hatte sich nicht an die Oberfläche gekrallt, um die Worte zu stoppen. Stattdessen hatte sie sich nur gestählt, sich auf den kommenden Schmerz vorbereitet wie ein Soldat vor der Schlacht. Das ließ Schuld in meinem Bauch rotiere

  • Aufstieg des Silberwolfs   61

    „Du hast mich abgelehnt, Adrian, erinnerst du dich? Aber du hast dich geweigert, es mich akzeptieren zu lassen. Es war dein Wunsch, mich mit dem Schmerz und der Schande der Ablehnung leben zu sehen, aber es sieht so aus, als hätte unsere liebe Mondgöttin andere Pläne.“ Sie sagte es mit einem Lächeln, dieser ruhigen, wissenden Kurve ihrer Lippen, die tiefer schnitt als jeder Schrei es hätte tun können. Ihre Worte landeten wie Steine in meiner Brust, jedes einzelne schwer von der Wahrheit, der ich so lange auszuweichen versucht hatte. Ich stand da, hielt mich kaum zusammen, mein Kopf kreiste von der Ablehnung, die sie gerade so beiläufig herausgeschleudert hatte. Ablehnung. Das Wort hallte in meinem Kopf wider und stellte alles auf den Kopf. Ich war derjenige gewesen, der sie zuerst weggestoßen hatte, damals, als ich dachte, ich wüsste es besser, als mein Stolz mich dafür blind gemacht hatte, was sie wirklich bedeutete. Und jetzt drehte sie es gegen mich um, bereit, es

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status