เข้าสู่ระบบ„Sham, finde Deviana. Sofort.“
Adrian stand am Fenster seines Büros und blickte durch die riesige Glasscheibe auf die geschäftige Stadt hinunter. In seinen Augen lag unverkennbare Sorge. Er hielt sein Handy fest umklammert, doch seit langer Zeit war keine einzige Nachricht von Deviana eingegangen. Fast zwei Wochen waren vergangen, seit sie spurlos verschwunden war, ohne auch nur ein Lebenszeichen zu hinterlassen. Nun war Adrians Geduld endgültig am Ende. Hinter ihm stand sein persönlicher Sekretär Sham und zögerte. „Sir ... haben Sie nicht versprochen, nie wieder nach ihr zu suchen?“ Adrian antwortete nicht. Sein ganzer Körper war angespannt, seine Kiefer fest zusammengepresst. Ja. Das hatte er tatsächlich gesagt. Ein Schwur, geboren aus seinem Stolz. Er würde niemals einer Frau hinterherlaufen, die ihn verlassen hatte. Doch die stillen Nächte ... Das Telefon, das nie wieder klingelte ... Und Devianas Gesicht, das ihn Nacht für Nacht in seinen Träumen verfolgte ... All das hatte die Mauern, die er um sein Herz errichtet hatte, langsam zum Einsturz gebracht. „Ich will nur sicher sein, dass es ihr gut geht.“ Seine Stimme blieb ruhig, obwohl in seinem Inneren ein Sturm tobte. „Du kennst Deviana. Sie ist stur. Ich habe Angst, dass sie sich selbst in Gefahr bringt.“ Sham nickte schweigend. Dann verließ er sofort das Büro, um den Auftrag seines Chefs auszuführen. --- Zwei Tage später ... Adrian saß auf dem Rücksitz seines Wagens, der in einer kleinen Stadt im Süden geparkt war. Allen hatte er erzählt, er sei wegen eines Geschäftstermins in einer Niederlassung der Firma hier. Doch tief in seinem Herzen ... Wusste er, dass das nicht der wahre Grund war. Sham drehte sich vom Beifahrersitz zu ihm um. „Sir ... dort drüben ist Miss Deviana.“ Ohne einen Moment zu zögern, riss Adrian die Autotür auf und stieg aus. Sein Blick fiel auf eine Frau, die auf der anderen Straßenseite vor einem Herrenbekleidungsgeschäft stand. Eine sanfte Brise bewegte den Saum ihres schlichten weißen Kleides. Ihr Haar war elegant zusammengebunden. Während sie das Schaufenster betrachtete, lag ein sanftes Lächeln auf ihren Lippen. Doch was Adrians Blut augenblicklich zum Kochen brachte, war ... Der Gegenstand, den Deviana gerade auswählte. Ein Herrenhemd. Ohne auf Shams Rufe zu hören, eilte Adrian zu ihr. „Ich wusste es.“ Seine Stimme klang spöttisch. „Am Ende kommst du doch zu mir zurück.“ Deviana drehte sich langsam um. Für einen kurzen Moment spiegelte sich Überraschung in ihrem Gesicht. Doch sofort kehrte ihre kühle und ruhige Miene zurück. „Zu dir zurückkommen?“ fragte sie gelassen. „Du hältst wohl ziemlich viel von dir selbst, Adrian.“ „Zwischen uns ist alles vorbei.“ „Und ich habe dich längst vergessen.“ Adrian verschränkte die Arme. „Hör auf mit diesem Schauspiel, Dev.“ „Ich habe gesehen, wie du ein Herrenhemd ausgesucht hast.“ „Wenn es nicht für mich ist – für wen dann?“ Ein schwaches Lächeln erschien auf Devianas Lippen. „Für jemand anderen.“ „Ich habe mit meinem Leben abgeschlossen und gehe weiter.“ Diese Worte trafen Adrian wie ein Pfeil mitten ins Herz. Seine Augen verengten sich. „Lügnerin!“ Er riss ihr das Hemd grob aus der Hand. „Das ist meine Lieblingsmarke.“ „Und genau diese Farbe trage ich immer.“ „Glaubst du wirklich, ich kenne deine Gewohnheiten nicht?“ „Du hast schon immer auf jedes noch so kleine Detail geachtet.“ „Dieses Hemd ist eindeutig für mich.“ Deviana holte tief Luft. „Nein, Adrian.“ „Dieses Hemd ist nicht für dich.“ „Bitte hör endlich auf, dich in mein Leben einzumischen.“ „Ohne dich ist mein Leben viel friedlicher.“ „Lüg mich nicht an, Deviana!“ „Du kannst mir nicht einmal in die Augen sehen, während du das sagst!“ Adrian griff nach ihrem Arm. Doch Deviana stieß seine Hand sofort weg. „Fass mich nicht an.“ „Ich gehöre dir nicht mehr.“ „Ich habe es dir bereits gesagt.“ „Mein Leben dreht sich nicht länger um dich.“ Adrian lachte bitter. „Du tust ja gerade so, als hättest du wirklich einen anderen Mann.“ „Wer ist er?“ „Was für ein Mann soll mich ersetzen können?“ Deviana blickte ihm direkt in die Augen. „Ein Mann, der Frauen respektiert.“ „Nicht jemand wie du, der mit den Gefühlen anderer spielt.“ Adrian erstarrte. Seine Augen zitterten. „Also ... ist es wahr?“ „Gibt es wirklich einen anderen?“ Ohne den geringsten Zweifel antwortete Deviana: „Ja.“ „Und selbst wenn es im Moment noch niemanden gäbe ...“ „Würde ich immer noch lieber irgendeinen anderen wählen, als zu dir zurückzukehren.“ Adrian trat noch näher. Nur wenige Zentimeter trennten ihre Gesichter. „Hör auf, Deviana.“ „Beende dieses Theater.“ „Ich bin immer noch bereit, dich wieder aufzunehmen.“ „Du musst das alles nicht tun, nur um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.“ Deviana atmete langsam aus. Sie nahm ihm das Hemd wieder aus der Hand. „Hör mir gut zu, Adrian.“ „Ich brauche deine Aufmerksamkeit nicht.“ „Ich brauche deine Entschuldigung nicht.“ „Und erst recht brauche ich nicht deine Anerkennung.“ Mit unbeirrbarem Blick sah sie ihn an. „Ich brauche nur eines.“ „Frieden.“ „Und ...“ „Die Freiheit, weit weg von dir zu sein.“ Adrian ballte die Fäuste so fest, dass seine Fingerknöchel weiß wurden. „Glaubst du wirklich, dass du ohne mich glücklicher sein wirst?“ Deviana schenkte ihm ein sanftes Lächeln. „Nicht nur glücklicher.“ „Ich bin ruhiger.“ „Ich bin ehrlich zu mir selbst.“ „Und endlich habe ich gelernt, mich selbst zu respektieren.“ „Ich werde mein Leben nicht länger damit verschwenden, auf jemanden zu warten, dessen Stolz so groß ist, dass er nicht einmal bereit ist, den Menschen zu verlieren, der ihn aufrichtig liebt.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging davon. Adrian blieb regungslos stehen. Wie versteinert. Doch kurz bevor Deviana den Laden betrat ... Blieb sie stehen. Sie blickte über ihre Schulter zu ihm zurück. Mit ruhiger, aber eiskalter Stimme sagte sie: „Es ist zu spät, Adrian.“ „Ich habe meinen eigenen Weg gewählt.“ „Und auf diesem Weg ...“ „Gibt es keinen Platz mehr für dich.“»Nächste Folie, bitte.«Devianas Stimme klang fest, auch wenn ihre Handflächen vor Schweiß feucht waren.Der Konferenzraum der Modefirma war voller einflussreicher Persönlichkeiten. Reihen von Kreativmitarbeitern, Führungskräften, ja Direktoren saßen vor der großen Leinwand. Einige Kollegen – diejenigen, die am lautesten über sie getratscht hatten – verschränkten die Arme und lächelten selbstgefällig.Eine von ihnen flüsterte laut genug, dass man es hören konnte. »Warte nur, bis sie zusammenbricht. All diese ›geheimnisvollen Vorzüge‹ werden sie jetzt nicht retten.«Deviana hörte es. Ihr Atem stockte kurz, dann reckte sie den Kopf. Ich lasse mich nicht von Geflüster brechen.Sie hob die Fernbedienung. »Dieses Projekt ist mehr als ein Kleidungsentwurf«, erklärte sie und blickte durch den Raum. »Es ist eine Geschichte über Identität und Mut. Ich nenne es: Bruchstücke des Muts.«Die Folie wechselte. Zu sehen waren Entwürfe eines Kleides mit asymmetrischen Schnitten, kühnen Farbkontrasten
»Ich halte es nicht mehr aus, ihr jeden Tag ins Gesicht zu sehen!«Die scharfe Stimme einer Mitarbeiterin hallte nahe der Teeküche. »Wenn sie glaubt, uns alle mit diesem unschuldigen Gesichtsausdruck täuschen zu können, irrt sie sich gewaltig.«Deviana, die mit einer Mappe voller Entwürfe vorbeiging, stockte. Ihr Herz hämmerte wild. Sie wusste: Diese Worte galten ihr.»Genau so ist es«, stimmte eine andere Frau bei, ihre Stimme voller Verachtung. »Ich habe sogar gehört, jemand wolle sie der Personalabteilung melden. Es heißt, sie bekomme Vorzüge durch diesen geheimnisvollen Mann, der ständig auftaucht.«Ein Kichern lief um, und jedes Lachen traf Deviana wie tausend Nadelstiche. Ihre Finger umklammerten die Mappe so fest, dass der Karton sich bog. Sie senkte den Blick, zwang ihren Atem zur Ruhe und eilte davon, bevor sie bemerkt wurde.An ihrem Schreibtisch sank sie nieder, das Herz schwer. Ihre Augen schweiften über den Bildschirm, doch Farben und Formen verschwammen zu Nichts. Die Wo
»Adrian! Was hast du dir nur dabei gedacht?!«Kaum war die Tür zugeschlagen, brach Devianas Stimme los. Sie fuhr herum, ihre Augen glühend vor Zorn. Ihre Hände zitterten, während sie mühsam versuchte, ihre Gefühle zu bändigen.Adrian stand ein paar Schritte entfernt, sein Gesicht angespannt, doch sein Blick blieb sanft. »Deviana, ich wollte dir nur helfen. Ich konnte nicht zusehen, wie man dir Unwahrheiten vorwirft.«»Helfen?!« Deviana schnitt mit der Hand durch die Luft, als wäre das Wort selbst ein Vergehen. »Ist dir klar, dass du alles nur schlimmer gemacht hast? Durch dich glauben jetzt alle, ich hätte eine schmutzige Beziehung zu dir! Ich habe mich bis aufs Blut abgerackert, Adrian. Gekämpft, um mich zu beweisen – nicht um durch billige Gerüchte herabgezogen zu werden!«Adrian kam näher, seine Stimme wurde leiser. »Ich weiß, dass ich dich früher verletzt habe. Ich weiß, dass ich dich im Stich gelassen habe, aber jetzt –«»Halt!« Devianas Stimme brach vor Schmerz. »Wag es nicht, d
»Deviana, treten Sie ein.«Die tiefe, gebietende Stimme drang hinter der mattierten Tür.Deviana schluckte, rückte ihren Blazer zurecht und drückte die Tür vorsichtig auf. Das Büro ihres Chefs – Armand, ein Mann um die vierzig, umgeben von einer Aura unerschütterlicher Autorität – war stets makellos und kalt; jedes Detail zeugte von seiner kompromisslosen Disziplin.Armand saß mit verschränkten Armen hinter seinem Schreibtisch, und seine durchdringenden Blicke hefteten sich sofort auf sie, als sie eintrat.»Nehmen Sie Platz.«Sie gehorchte, obwohl ihr Herz wild gegen die Rippen schlug.Armand kam ohne Umschweife zur Sache. »Mir sind viele Gerüchte über Sie zu Ohren gekommen, Deviana.«Die Luft wurde schwer. Deviana öffnete die Lippen, doch Armands Stimme schnitt schärfer als ihr Atem.»Blumen auf Ihrem Schreibtisch. Pünktlich gelieferte Mahlzeiten. Und ein Mann, der regelmäßig vor dem Gebäude wartet. Man fragt sich – sind diese Chancen wirklich Ihr Verdienst, oder werden Sie von außen
Deviana – Giftige Worte und ein stiller Versprecher»Ich frage mich, warum Devianas Ideen in letzter Zeit immer so gelobt werden?«Sintas Stimme klang laut in der Teeküche, und ihre Kaffeetasse klapperte hart auf den Tisch, als wollte sie ihren Worten Nachdruck verleihen.»Na, ganz offensichtlich hat sie ihre eigenen Tricks«, antwortete Ratna, die scharfzüngige Seniorin. Sie blickte zur Tür, um sich zu vergewissern, dass Deviana nicht in der Nähe war. »Wenn man hübsch, liebenswert ist und zu bezaubern weiß, geht alles viel leichter.«Einige Kollegen kicherten, während andere den Kopf senkten und sich nicht einmischen wollten.Nicht weit entfernt stand Deviana erstarrt vor dem Wasserspender, ihre Flasche noch immer leer. Die Worte drangen unbarmherzig an ihre Ohren. Sie schluckte schwer, tat so, als hätte sie nichts gehört, und trat dann leise zurück – bevor die anderen merkten, dass sie da war.Am Nachmittag waren die Flüstereien im Großraumbüro nicht mehr leise.»Ich bin mir sicher,
Deviana – Blüten, Flüstern und Schatten»Deviana, schon wieder Blumen?«Der fröhliche, doch spöttische Ton schallte durch den Raum. Vom gegenüberliegenden Schreibtisch musterte Sinta den frischen Rosenstrauß, der eben geliefert wurde und nun auf Devianas Tisch stand.Deviana erstarrte, ihr Bleistift schwebte über dem Skizzenbuch. Der Duft der blassrosa Rosen erfüllte die Luft. Sie atmete tief ein und versuchte, die Wärme zu verbergen, die in ihre Wangen stieg. »Es ist nur… ein Glückwunschgeschenk für das Projekt gestern«, murmelte sie – halb Lüge, halb Verteidigung.»Glückwunsch? Hm. Und wer ist so großzügig, frage ich mich?«, kicherte Sinta, und ihre Stimme triefte mehr vor Neugierde auf Neuigkeiten als vor echter Interesse.Wenig später traf eine weitere Lieferung ein – eine luxuriöse Lunchbox, direkt auf Devianas Schreibtisch gestellt. »Bestellung für Fräulein Deviana.«Sofort drehten sich alle Köpfe. Einige männliche Kollegen pfiffen, während mehrere Frauen sich wissende Blicke zu







