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Ch 4

Author: Gafa author
last update publish date: 2026-07-23 14:45:42

„Adrian blieb regungslos vor dem Herrenbekleidungsgeschäft stehen.

Das Hemd, das er noch in der Hand hielt, glitt langsam aus seinen Fingern und fiel zu Boden, ohne dass er es überhaupt bemerkte.

Sein leerer Blick war auf Devianas Rücken gerichtet, während sie sich mit festen Schritten entfernte – ohne auch nur einen Moment zu zögern.

Als hätte sie ihn...

wirklich verlassen.

Als hätte sie ihn...

tatsächlich vergessen.

Wut und Frustration brandeten in seiner Brust auf wie gewaltige Wellen, die gegen schroffe Felsen schlugen.

Doch unter all diesen Gefühlen gab es eines, das alles andere überragte.

Verlust.

„Ich werde dich nicht einfach gehen lassen, Deviana!“

Adrians raue, von Emotionen erfüllte Stimme hallte durch die ganze Straße.

Einige Passanten drehten sich nach ihm um.

Doch das war ihm völlig gleichgültig.

Der Stolz und die Würde, auf die er sein ganzes Leben lang so stolz gewesen war...

waren endgültig zerbrochen.

Wie Glasscherben, die verstreut auf der Straße lagen.

Gerade als er Deviana hinterherlaufen wollte...

blieb er plötzlich stehen.

Er sah jemanden.

Einen Mann.

Groß.

Schlank, aber kräftig gebaut.

Mit einem ruhigen Gesichtsausdruck.

Er trug einen perfekt geschneiderten schwarzen Anzug, der ihm eine natürliche Ausstrahlung und eine außergewöhnlich elegante Präsenz verlieh.

Neben ihm stand ein luxuriöses metallgraues Auto.

Doch was Adrians Herz wirklich zerriss, war...

Deviana trat mit einem sanften Lächeln auf den Mann zu.

Dieses Lächeln...

das früher nur Adrian gegolten hatte.

Es fühlte sich an, als würde Adrians Herz einen Schlag aussetzen.

„Wer... ist dieser Mann...?“, murmelte er leise.

Er blieb wie angewurzelt stehen.

Seine Fäuste ballten sich so fest, dass seine Knöchel weiß wurden.

Seine Augen verengten sich, und seine Wut verwandelte sich langsam in brennende Eifersucht.

Deviana stand diesem Mann unglaublich nah.

Der Mann öffnete ihr höflich die Autotür.

Anschließend legte er ihr sanft eine Hand auf den Rücken, während sie einstieg.

Diese einfache Geste...

fühlte sich für Adrian an wie ein scharfes Messer, das sich tief in seine Brust bohrte.

„Unmöglich...“

Sein Atem wurde schwer.

Seine Kehle war wie ausgetrocknet.

In seinem ganzen Leben...

hatte Adrian sich noch nie von irgendjemandem bedroht gefühlt.

Doch heute...

nahm dieser Fremde ihm etwas weg, von dem er immer geglaubt hatte, dass es allein ihm gehörte.

Mit schnellen Schritten ging er zu Sham zurück, der noch immer neben ihrem Wagen wartete.

„Hast du diesen Mann gesehen?“, fragte Adrian mit scharfer Stimme.

Sham schluckte schwer, bevor er antwortete.

„Es tut mir leid, Sir. Ich hatte noch keine Gelegenheit, Nachforschungen über ihn anzustellen. Aber er scheint kein gewöhnlicher Mensch zu sein. An seiner Kleidung, dem Wagen, den er fährt, und vor allem an der Art, wie er Miss Deviana behandelt... sie wirken sich sehr nahe.“

„Sehr nahe?“

Adrians Stimme wurde plötzlich lauter.

„Bist du dir sicher?“

„Wie nahe stehen sie sich?“

„Sind sie schon lange zusammen?“

„I-ich weiß es noch nicht genau, Sir. Aber... sie wirken unglaublich vertraut miteinander. Vielleicht... sind sie mehr als nur Freunde.“

Bang!

Mit voller Wucht schlug Adrian mit der Hand auf die Motorhaube des Wagens.

Das dumpfe Geräusch hallte durch die Umgebung.

Sein Gesicht war vor Zorn gerötet.

„Wie...“

„Wie kann sie ohne mich so glücklich sein?“

Er holte tief Luft und versuchte, den Sturm in seinem Inneren zu beruhigen.

Doch je mehr er sich beherrschen wollte...

desto chaotischer wurden seine Gedanken.

Immer wieder erschien vor seinem inneren Auge das Bild von Deviana, die einen anderen Mann anlächelte.

Bis er beinahe die Kontrolle verlor.

„Sie versucht nur, mich eifersüchtig zu machen!“

„Das alles ist nur ein Schauspiel!“

„Deviana kann unmöglich so schnell über mich hinweg sein!“

„Sie kann mich nicht einfach vergessen!“

Adrian sprach immer weiter.

Als würde er verzweifelt versuchen, sich selbst zu überzeugen.

Doch...

je mehr Worte seine Lippen verließen...

desto mehr klangen sie wie leere Ausreden.

Der luxuriöse Wagen setzte sich langsam in Bewegung.

Mit ihm verschwanden Deviana und der unbekannte Mann aus seinem Blickfeld.

Adrians Augen folgten dem Auto.

Als hoffte er, Deviana hinter den getönten Scheiben noch einmal zu sehen und sie zu sich zurückholen zu können.

Doch in Wahrheit...

konnte er nichts anderes tun, als regungslos stehen zu bleiben.

Wie ein Besiegter.

Sham durchbrach schließlich das Schweigen.

„Sir... soll ich Nachforschungen über diesen Mann anstellen? Ich kann alles über ihn herausfinden.“

Adrian nickte langsam.

Sein Kiefer war noch immer angespannt.

„Finde alles heraus.“

„Seinen Namen.“

„Seine Vergangenheit.“

„Wie er Deviana kennengelernt hat.“

„Ich will alles wissen.“

„Jawohl, Sir.“

Adrian stieg in den Wagen.

Mit einem lauten Knall schlug er die Tür zu.

Die Wut war ihm noch immer deutlich ins Gesicht geschrieben.

Im Wageninneren...

beugte er sich nach vorne und massierte sich die Schläfen.

Warum...

tat das alles so weh?

Sein Blick fiel auf sein Spiegelbild im Fenster.

Die Augen, die einst voller Selbstsicherheit gewesen waren...

waren nun nur noch erfüllt von...

Wut.

Eifersucht.

Und Zweifel.

„Habe ich sie...“

„wirklich verloren?“

Diese Frage hallte immer wieder in seinem Kopf wider.

Wie ein Flüstern, das ihn nicht mehr losließ.

Langsam fuhr der Wagen davon und ließ die Straße hinter sich, auf der sein Stolz endgültig zerbrochen war.

Doch sein Herz...

war dort geblieben.

Bei Deviana...

und bei dem unbekannten Mann, der nun den Platz einzunehmen schien, den Adrian einst für seinen alleinigen hielt.

Während der gesamten Rückfahrt...

blickte Adrian schweigend aus dem Fenster.

Seine Augen waren kalt und durchdringend.

„Wenn du glaubst, dass ich aufgebe, nur weil jetzt ein anderer Mann an deiner Seite ist, Deviana...“

„Dann irrst du dich gewaltig.“

Er sprach leise.

Dann fügte er mit noch tieferer, aber unerschütterlich entschlossener Stimme hinzu:

„Ich werde dich zurückgewinnen.“

„Und ich werde nicht zulassen, dass irgendein Mann...“

„mir im Weg steht.“

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