Blitzhochzeit: Mein Mann ist Milliardär!

Blitzhochzeit: Mein Mann ist Milliardär!

Oleh:  Lia LoringBaru saja diperbarui
Bahasa: Deutsch
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Nachdem ihr Verlobter sie auf grausame Weise betrogen hatte, traf Violet Kinsey eine Entscheidung, mit der niemand rechnete: Sie heiratete kurzerhand einen anderen Mann. Alle machten sich über sie lustig. Ausgerechnet sie ließ den Erben der Familie Dempsey stehen und nahm stattdessen einen armen Schlucker zum Mann. Doch dieser angebliche arme Schlucker entpuppte sich plötzlich als jener geheimnisvolle reichste Mann, der gerade aus dem Ausland zurückgekehrt war, um zu investieren. Und es kam noch schlimmer: Er war der Onkel ihres ehemaligen Verlobten. Violet fühlte sich hintergangen. Wütend schwor sie sich, diese Ehe sofort wieder zu beenden. Doch ihr Mann drängte sie gegen die Wand. Sein Blick blieb ruhig. Ohne mit der Wimper zu zucken, sagte er: „Das bin nicht ich. Er hat sein Gesicht nach meinem operieren lassen.“ Violet sah in das makellose Gesicht ihres Mannes. Und glaubte ihm. „Mit jemandem aus der Familie Dempsey dasselbe Gesicht zu haben, bringt wirklich nur Unglück.“ Am nächsten Tag erstarrten alle vor Schock. Der Erbe der Familie Dempsey wurde aus der Familie verstoßen. Über Nacht verlor er alles. Und der reichste Mann trug von da an eine Maske, nur um sein viel zu schönes Gesicht zu verbergen.

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Bab 1

Kapitel 1

Violet Kinsey heiratete.

Doch der Bräutigam war nicht Joseph Dempsey, ihr Verlobter. Nicht der Mann, den sie seit acht Jahren liebte.

Es war ein Fremder.

Ein Mann, den sie vor weniger als fünf Minuten zum ersten Mal gesehen hatte. Sie kannte von ihm kaum mehr als ein paar dürre Angaben auf einem Blatt Papier.

„Noch können Sie es sich anders überlegen.“

Im Wartebereich des Standesamts warf der Mann ihr einen spöttischen Seitenblick zu. Er saß lässig da, beinahe so gleichgültig, als ginge ihn diese Hochzeit nichts an.

Violet knetete den Saum ihres Kleides. Der Stoff zerknitterte unter ihren Fingern. In ihrem Kopf erschien wieder Josephs kaltes, erbarmungsloses Gesicht.

Vor drei Tagen lud Joseph sie plötzlich zum Abendessen ein.

Sonst mied er sie wie die Pest. Als sein Anruf kam, glaubte Violet noch naiv, ihre acht Jahre voller Hingabe hätten endlich eine Antwort bekommen.

Sie machte sich sorgfältig zurecht und erschien pünktlich zu der Verabredung.

Doch dort wartete nicht nur Joseph auf sie.

Neben ihm saß Leila Kinsey im Rollstuhl. Ihre Finger waren fest mit seinen verschränkt. Ihr Lächeln war süß wie Honig.

Leila Kinsey.

Ihre Cousine.

Violet begriff kaum, was zwischen den beiden lief, da ließ Joseph bereits die nächste Bombe platzen.

„Gib Leila deine Niere. Dann heirate ich dich.“

Violet fühlte sich, als schlug ein Blitz direkt in sie ein. Ungläubig starrte sie Joseph an.

Doch Josephs Blick blieb kalt. In seinen Augen lag nichts als Abscheu.

Vor ihm stand nicht seine Verlobte. Nicht die Frau, die sich acht Jahre lang um ihn kümmerte.

In seinen Augen war sie eher eine Feindin.

Eisige Kälte kroch Violet bis ins Herz.

Sie und Joseph waren einander schon als Kinder versprochen worden. Als sie mit sechzehn nach Falkenstadt zurückkehrte, verliebte sie sich hoffnungslos in ihn.

In diesen acht Jahren lernte sie, einen Haushalt zu führen, nur um später gut für ihn sorgen zu können.

Sie lernte Klavier, Schach, Kalligrafie und Malerei, nur um eines Tages eine würdige Ehefrau an seiner Seite zu sein.

Sie wusste, wie sehr er sie verachtete.

Und doch liebte sie ihn weiter.

Wie eine Motte flog sie immer wieder ins Feuer.

Alles nur für den Tag, an dem er endlich ihre Güte sah und sie aus freien Stücken heiratete.

Doch die Wirklichkeit schlug ihr hart ins Gesicht.

Joseph liebte sie nicht.

Schlimmer noch: Er liebte ausgerechnet ihre Cousine.

Um seine Geliebte zu retten, war er sogar bereit, sich selbst zu erniedrigen und eine Frau zu heiraten, die er zutiefst verachtete.

Er wusste genau, wie sehr Violet sich wünschte, seine Frau zu werden.

Und trotzdem bot er ihr diesen Wunsch wie eine Ware an.

Das war keine Gnade.

Das war Demütigung.

Pure, eiskalte Demütigung.

All ihre Liebe verwandelte sich in Hass.

In diesem Moment wollte sie die beiden am liebsten vernichten.

Doch sie konnte nicht einmal sich selbst schützen.

In jener Nacht hallten Josephs eiskalte Worte immer wieder in ihren Ohren nach.

„Ich verhandle nicht mit dir. Ich teile es dir nur mit. Wenn du nicht zustimmst, sorge ich dafür, dass du nicht einmal den Platz als Frau Dempsey bekommst.“

Violet ballte die Hände zu Fäusten. Ihre Finger pressten sich gegen den kalten Stuhl.

Drei Tage waren vergangen. Doch sobald sie daran dachte, kochten Wut und Verzweiflung wieder in ihr hoch.

Sie wusste genau, dass Joseph keine leeren Drohungen aussprach.

Als künftiger Erbe der mächtigsten Familie Falkenstadts besaß er gewaltigen Einfluss. Er hatte mehr als genug Mittel, um sein Ziel zu erreichen.

Wahrscheinlich machte er ihr dieses Angebot nur aus Rücksicht auf seinen Großvater Mike Dempsey.

Sonst hätte er sich gar nicht erst die Mühe gemacht, ihre Niere gegen eine Ehe einzutauschen.

Er hätte sie direkt auf den Operationstisch zerren lassen.

Deshalb musste Violet heiraten, wenn sie sich schützen wollte.

Nur so konnte sie Joseph den Weg abschneiden.

Violet schluckte. Dann sagte sie mit fester Stimme: „Nein. Ich bereue nichts.“

Danach hob sie den Kopf und sah den Mann neben sich an.

Der Mann hieß Isaac Dempsey.

Er trug denselben Nachnamen wie Joseph.

Violet hatte die Unterlagen gelesen, die ihr die Heiratsvermittlung schickte. Isaac hatte mit der Familie Dempsey nichts zu tun. Er war nur ein ganz gewöhnlicher Angestellter.

Die einzige Verbindung bestand darin, dass seine Firma zur Dempsey-Gruppe gehörte.

Doch dieser Mann, dessen Lebenslauf völlig unscheinbar wirkte, besaß ein Gesicht, das einen auf den ersten Blick aus dem Gleichgewicht brachte.

Er war groß. Seine Schultern waren breit, seine Taille schmal. An ihm wirkte alles so vollkommen, dass man kaum einen Makel fand.

Als Violet ihn zum ersten Mal sah, hielt sie ihn beinahe für den CEO eines börsennotierten Konzerns.

„Fräulein Kinsey.“

Violets prüfender Blick war zu offensichtlich. Isaac hob leicht die Mundwinkel. Seine Stimme klang frech, tief und gefährlich lässig.

Sie ging einem direkt unter die Haut.

Violet kam abrupt zu sich. Verlegen strich sie sich eine Haarsträhne an der Schläfe zurecht, um ihre heißen, geröteten Wangen zu verbergen.

Isaac beobachtete ihre unbeholfene Geste. In seinen Augen lag ein Lächeln, doch es erreichte nicht die Tiefe seines Blicks.

„Erinnern Sie sich noch an unsere drei Regeln?“

„Ja.“

Unter Isaacs Blick sprach Violet jedes Wort deutlich aus.

„Die Ehe gilt für drei Jahre. Während dieser Zeit mischen wir uns nicht in das Privatleben des anderen ein. Wir verlieben uns nicht ineinander. Findet einer von uns die wahre Liebe, wird die Ehe sofort beendet.“

Isaac nickte zufrieden.

Violet verstand nicht ganz. „Herr Dempsey, warum fragen Sie plötzlich danach?“

Isaac rieb gemächlich die Fingerspitzen aneinander. Dann senkte er leicht den Kopf.

Am äußeren Augenwinkel zeigte sich ein dunkelroter Leberfleck. Fast wie eine Träne.

„Ich habe Angst, dass Sie sich in mich verlieben.“

Violet war für einen Moment sprachlos.

Sie atmete mehrmals tief durch. Dann lächelte sie bitter.

„Keine Sorge. Für Männer habe ich nichts mehr übrig.“

In Zukunft liebte sie niemanden mehr.

Einmal so verletzt zu werden, reichte für ein ganzes Leben.

Isaac zog eine Augenbraue hoch. Seine schwarzen Augen wirkten wie verschüttete Tinte. Dunkel, tief und kaum zu durchschauen.

Erst nach einem kurzen Moment hob er zufrieden das Kinn.

„Gut. Dann gehen wir.“

Der Themenwechsel kam so plötzlich, dass Violet eine halbe Sekunde lang erstarrte.

Dann begriff sie, dass sie an der Reihe waren.

Sie stand auf. In diesem Moment ging ein frisch verheiratetes Paar mit der Urkunde in der Hand an ihnen vorbei. Beide lächelten so glücklich, dass das Strahlen bis in ihre Augen reichte.

Violets Blick verdunkelte sich.

Mehr als einmal malte sie sich aus, wie sie und Joseph gemeinsam ihre Heiratsurkunde entgegennahmen.

Selbst auf dem Weg zu Isaac zögerte sie noch. Immer wieder fragte sie sich, ob sie diese Ehe wirklich eingehen sollte.

Doch kaum erreichte sie das Café, rief Joseph an.

Am Telefon fragte er ungeduldig: „Wann kommst du ins Krankenhaus, um zu unterschreiben?“

Als Violet diese Worte hörte, merkte sie, dass sie nicht einmal mehr wütend war.

Sie wollte fast lachen.

War Joseph wirklich so sicher, dass sie alles opferte, nur um ihn zu heiraten?

In diesem Moment verschwand ihr letztes Zögern.

Ihr Entschluss wurde nur noch fester.

„Was ist los?“

Isaacs Stimme holte Violet aus ihren Erinnerungen zurück.

Sie senkte den Blick. Dann atmete sie langsam aus.

Ein feuchter Schimmer lag in ihren Augenwinkeln. Doch ihr Blick war klar.

„Nichts.“

Von heute an hatten Joseph und sie nichts mehr miteinander zu tun.

Als Violet daran dachte, fühlte sie sich unerwartet erleichtert.

Isaac merkte, dass die junge Frau vor ihm schwere Sorgen mit sich trug. Doch er fragte nicht weiter.

Er brauchte eine Ehefrau.

Die Heiratsvermittlung empfahl ihm Violet.

Sie wurden sich schnell einig. Keiner von beiden erwartete viel von der Zukunft. Also musste auch keiner nach der Vergangenheit des anderen fragen.

Eine halbe Stunde später hielten sie ihre Heiratsurkunden in der Hand.

Als Violet die Urkunde sah, legte sie unbewusst eine Hand auf die Stelle ihrer Niere. Leise atmete sie auf.

Mit dieser Heiratsurkunde konnte Joseph sie nicht mehr zwingen, ihre Niere gegen eine Ehe einzutauschen.

Vorerst war sie sicher.

Aber ...

Als Violet an ihre Eltern dachte, senkten sich ihre langen Wimpern.

Sie erzählte niemandem von dieser Ehe.

Nicht einmal ihren Eltern.

Doch der größte Wunsch ihrer Eltern war immer, dass sie Joseph heiratete.

Seit die Familie Kinsey plötzlich in Schwierigkeiten geriet und von einer der vier großen Familien Falkenstadts zu einer unbedeutenden drittklassigen Familie abstürzte, wurde dieser Wunsch beinahe krankhaft.

Tag für Tag hofften ihre Eltern nur noch darauf, dass Violet Joseph heiratete und die Familie Kinsey zurück in den Kreis der vier großen Familien führte.

Wenn ihre Eltern erfuhren, dass sie irgendeinen gewöhnlichen Mann geheiratet hatte, würden sie außer sich sein.

„Als Nächstes besuchen wir Ihre Eltern.“

Isaac steckte die Heiratsurkunde achtlos in die Tasche. Dann hob er das Handgelenk. Unter dem weißen Hemdsärmel kam eine goldene Uhr zum Vorschein.

Auch wenn es nur eine Scheinehe war, mussten gewisse Formen gewahrt bleiben.

Violet erschrak zutiefst.

„J-jetzt sofort?!“

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