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Blütenfall ohne dich
Blütenfall ohne dich
Penulis: Loreley

Kapitel 1

Penulis: Loreley
„Emma, Herr Hoffmann braucht den Projektvorschlag dringend. Es ist viel Arbeit für dich, ich weiß, aber bitte erledige es unbedingt noch vor Feierabend.“

Lena, Lukas’ Assistentin, lächelte freundlich, während sie einen dicken Stapel Dokumente auf meinen Schreibtisch legte.

Ich nahm sie wie gewohnt entgegen und sagte ruhig: „In Ordnung.“

Doch Lena schien ihre gute Laune noch nicht ausgespielt zu haben. Sie lächelte erneut: „Später habe ich mit Herrn Hoffmann noch einen gesellschaftlichen Termin. Wenn du fertig bist, leg die Unterlagen einfach auf seinen Tisch. Ach ja, und vergiss nicht, seinen Schreibtisch noch kurz aufzuräumen, bevor du gehst.“

Nachdem sie das gesagt hatte, drehte sie sich beschwingt auf ihren hohen Absätzen um und verließ das Büro mit sichtbar heiterer Stimmung.

Meine Kollegen sahen mich mitleidig an. Sie schienen gar nicht zu wissen, wie sie mich trösten sollten.

Jeder im Unternehmen wusste, dass Lukas mein Verlobter war – und dass er seine Lena unverhältnismäßig bevorzugte.

Damals hatte er sie nicht nur mit Sonderkonditionen aus einem anderen Unternehmen abgeworben und zur Leiterin der Projektabteilung gemacht, sondern ihr auch jenes Millionenprojekt anvertraut, das ich zuvor selbst nach einem Monat intensiver Vorbereitung übernommen und über viele schlaflose Nächte fast vollendet hatte.

Ich wollte mich damit nicht abfinden, doch Lukas ließ öffentlich über die Projektvergabe abstimmen.

Er war überzeugt, alle würden seine Entscheidung unterstützen – am Ende jedoch stimmten die Mitarbeiter geschlossen für mich. Nur Lena erhielt eine einzige Stimme, seine eigene.

Lukas geriet daraufhin in Rage und beschuldigte mich, im Unternehmen heimlich Verbündete zu gewinnen und Cliquen zu bilden.

Er nahm mir das Projekt nicht nur endgültig weg, sondern enthob mich auch öffentlich meines Amtes und kürzte den Lohn all jener, die mich unterstützt hatten.

Alle schluckten ihren Zorn hinunter, doch niemand wagte ein Wort zu sagen.

Später entschuldigte sich Lukas bei mir. Er behauptete, er habe nur vermeiden wollen, dass Lena Ziel von Vorurteilen oder Neid werde.

Am Anfang hatte ich ihm geglaubt.

Jetzt konnte ich nur noch darüber lachen.

Lenas geschäftliches Können reichte nicht einmal an das unserer neuen Praktikantin heran.

Ob er wirklich nur Rücksicht nehmen oder einfach seine Vorlieben ausleben wollte, war für alle Kolleginnen und Kollegen deutlich zu sehen – nur er selbst wollte es nicht eingestehen.

Von oben war ein Geräusch zu hören. Ich hob den Kopf und sah Lukas’ schlanke Gestalt am Treppenabsatz auftauchen.

Er warf nur einen flüchtigen Blick in meine Richtung, drehte sich dann ohne ein weiteres Wort um und verließ das Haus. Er trug nun einen legeren Anzug, und selbst hier unten konnte man den dezenten Duft seines Zedernparfüms wahrnehmen.

Lukas mochte Parfüm eigentlich nicht, doch diese Flasche hatte Lena ihm geschenkt.

Ich wusste, dass er es mit Absicht tat.

So war es in den letzten Jahren oft gewesen.

Anfangs hatte alles damit begonnen, dass ich einmal zufällig sah, wie Lukas und Lena sich gegenseitig eine gute Nacht wünschten. Ich konnte nicht anders, als ihn darauf anzusprechen.
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