LOGINAus Siennas PerspektiveDie Morgensonne durchbrach den kühlen Nebel über den grasbewachsenen Hügeln, doch von der friedlichen Landluft war nichts mehr zu spüren.Alexander stand mit einer Schiedsrichterpfeife auf dem Rasen vor dem Haus und legte die strengen Regeln für das große Outdoor-Turnier fest. Die Herausforderung bestand aus einem langen Hindernisparcours quer über das Anwesen, dem Lösen praktischer Rätsel und dem Bewältigen körperlicher Aufgaben, ohne Handys zu benutzen oder das Personal um Hilfe zu bitten.In dem Moment, als ich erfuhr, dass Dominic im gegnerischen Team war, entbrannte mein Kampfgeist mit voller Wucht.„Ich werde dich heute vernichten, Mr. Kane“, verkündete ich und band mein langes Haar zu einem straffen Pferdeschwanz zusammen.Dominic grinste und verschränkte seine breiten Arme vor seiner dunklen Sportjacke. „Sienna, ich bin weit über kindische Spielchen hinausgewachsen. Ich mache nur mit, um ein guter Gastgeber zu sein.“„Ach wirklich?“, lachte Alexander la
Dominics PerspektiveIch war völlig überrascht, wie sehr es mir Spaß machte, gemeinsam mit Sienna an diesem Projekt für einen Gemeinschaftsraum zu arbeiten.Bevor ich mich versah, widmete ich diesem kleinen Entwurf genau dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit, die ich normalerweise für milliardenschwere Unternehmensübernahmen aufbrachte. Ich saß am hölzernen Esstisch in Alexanders Haus, breitete unsere Unterlagen aus und klopfte mit meinem Stift schnell gegen die Tischplatte.Allerdings sorgten unsere unterschiedlichen Arbeitsstile für ständige, urkomische Spannungen zwischen uns.Ich wollte jedes einzelne praktische Detail, jede Kostenkalkulation und jeden baulichen Sicherheitsbericht recherchieren, bevor ich auch nur eine einzige Entscheidung traf. Sienna hingegen wollte sich ganz auf die warme Atmosphäre, den emotionalen Zweck der Räume und darauf konzentrieren, wie sich die jungen Schüler tatsächlich fühlen würden, wenn sie durch die Eingangstür traten.Unsere Meinungsverschi
Aus Siennas PerspektiveDie Morgensonne strömte durch die breiten Glasfenster von Alexanders Frühstückszimmer.Ich stellte meine Teetasse ab und blickte meinen Mann direkt über den Holztisch hinweg an. Ich würde nicht zulassen, dass er diese Idee fallen ließ.„Dom, du kannst mir helfen, das Gebäude für das Mentoring-Programm meiner Mutter zu entwerfen“, drängte ich und beugte mich mit einem strahlenden Funkeln in meinen dunklen Augen vor. „Es muss keine riesige unternehmerische Verpflichtung sein. Du kannst einfach Ideen für einen warmen, einladenden Gemeinschaftsraum skizzieren.“Dominic versteifte sich auf seinem Stuhl und rieb sich mit zögerndem Stirnrunzeln das Kinn.„Sienna, ich habe seit über zehn Jahren kein richtiges Gebäude mehr entworfen“, wehrte sich Dominic, wobei seine tiefe Stimme einen leisen Anflug von Zweifel verriet. „Einen alten, aufgegebenen Traum wieder aufzugreifen, wird mich nur an alles erinnern, was ich opfern musste, als mein Vater starb.“„Das wird es nicht,
Dominics PerspektiveMir fiel auf, dass Sienna immer stiller wurde, als die Sonne hinter den grünen Hügeln versank.Sie stand in der Ecke der hölzernen Veranda und klopfte mit den Fingern leicht gegen ihr kaltes Glas Wasser. Eine tiefe, beschützende Sorge regte sich in meiner Brust. Ich wusste, dass Sienna einen Großteil ihrer Jugend damit verbracht hatte, sich mit Frauen zu vergleichen, die mühelos in wohlhabende, elitäre Gesellschaftskreise passten. Ich befürchtete, dass meine langjährige Vertrautheit mit Celestine ihr das Gefühl gegeben hatte, fehl am Platz oder unsicher zu sein.Ich löste mich von Alexander und trat auf die Veranda hinaus, wo mir die kühle Abendluft über das Gesicht strich.„Ist alles in Ordnung, meine Kleine?“, fragte ich leise, trat hinter sie und legte meine Arme um ihre Taille.Sienna lehnte ihren Kopf gegen meine Brust und atmete leise und tief aus.„Mir geht es gut, Dom“, murmelte sie, drehte sich in meinen Armen um und blickte in meine dunklen Augen. „Ich b
Aus Siennas PerspektiveDie Stille auf der steinernen Auffahrt lag schwer und bedrückend in der Luft.Dominic stand wie angewurzelt neben dem schwarzen SUV, seinen dunklen Blick fest auf die Frau im weißen Leinenkleid gerichtet.Sie stieg mit einer mühelosen, eleganten Anmut die Verandatreppe hinunter. Ein strahlendes, warmes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, sobald sie uns sah.„Celestine?“, sprach Dominic schließlich, wobei seine tiefe Stimme rau und völlig fassungslos klang.„Hallo, Dom“, sagte sie leise und trat einen Schritt vor, um ihn kurz und herzlich zu umarmen. „Es ist schon sehr lange her.“Das war Celestine Vale. Sie war eine alte Freundin aus Studienzeiten, die einst im engsten Kreis um Dominic gestanden hatte.Celestine wandte sich mir zu, ihre blauen Augen strahlten aufrichtige Freundlichkeit aus, als sie mir die Hand reichte.„Du musst Sienna sein“, sagte Celestine herzlich und schüttelte meine Hand mit festem, aufrichtigem Griff. „Es ist so wunderbar, dich
Aus Siennas SichtDie ganze Woche über musste ich ständig an Alexanders Einladung denken.Dominic hatte mir erzählt, dass bei dem bevorstehenden Treffen auf dem Land viele Leute dabei sein würden, die ihn schon kannten, lange bevor er zu dem furchterregenden, mächtigen Milliardär wurde, den heute alle fürchteten. Meine Neugier wuchs ins Unermessliche. Ich wollte unbedingt mehr über die jüngere, ungezwungene Seite meines Mannes erfahren, von der ich bisher nur aus lustigen Geschichten aus seiner Studienzeit gehört hatte.„Ich warne Sie schon jetzt, Mrs. Kane“, sagte Dominic und lehnte sich gegen den Türrahmen des Schlafzimmers, während ich meine Kleidung in einen großen Lederkoffer faltete. „Meine alten Freunde haben null Respekt vor meinem Titel als Unternehmenschef. Sie werden Ihnen wahrscheinlich jede einzelne peinliche Sache erzählen, die ich mit zwanzig angestellt habe.“„Gut“, grinste ich und warf ein elegantes Seidenkleid in meine Tasche. „Ich habe vor, mir ausführliche Notizen







