DIE VERBOTENE ETAGE DES MILLIARDARS

DIE VERBOTENE ETAGE DES MILLIARDARS

last updateZuletzt aktualisiert : 23.09.2026
Von:  JacintaGerade aktualisiert
Sprache: Deutsch
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Zusammenfassung

Power-Fiction

Schmerzliche Romanze

Ostasiatische Fantasy

CEO

Mafia

Arrogant

Zweite Chance

One-Night-Stand

Plot Twist

Der dreißigste Stock existiert nicht. Aber die Wahrheit, die er verbirgt, könnte ein Imperium zerstören. An ihrem ersten Tag bei Blackthorn Corporation entdeckt Aria Bennett einen geheimen Stock und eine Frau, die vor sieben Jahren gestorben sein soll: die Ehefrau des Milliardärs Damien Blackthorn. Bevor Aria fliehen kann, stellt Damien sie. Seine Lösung: ein Vertrag. Sie wird seine falsche Verlobte oder sie verliert alles. Doch Damien weiß nicht, dass Aria längst Teil seines Spiels ist. Sie kam nicht zufällig in seinen Konzern. Seit sieben Jahren sucht sie den Mann, der ihre Familie zerstört hat. Und sie glaubt, ihn gefunden zu haben. Doch je näher Aria Damien kommt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Rache und Verlangen. Zwischen Wahrheit und Lüge. Denn in den Schatten der Blackthorns lauert ein Feind, der bereit ist, jedes Geheimnis mit Blut zu bezahlen. Der gefährlichste Ort im Blackthorn Tower ist nicht der Stock, der verborgen wurde. Es ist das Stockwerk, auf dem die Wahrheit wartet. Eine fesselnde Billionärs-Romance voller verbotener Gefühle, tödlicher Geheimnisse und einer Liebe, die überleben muss koste es, was es wolle.

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Kapitel 1

Kapitel 1: Die Etage, die es nicht gibt

Der Aufzug roch nach neuem Teppich und teurem Parfüm.

Aria Bennett stand zwischen zwei Männern in maßgeschneiderten Anzügen, den Blick stur auf die sich ändernden Zahlen über der Tür gerichtet. Siebzehn. Achtzehn. Neunzehn. Ihr Herz klopfte so laut, dass sie sicher war, die Männer könnten es hören.

Ihr erster Tag bei Blackthorn Corporation.

Sie trug die einzige Bluse, die keine Flecken hatte, und einen Blazer, den sie auf einem Secondhand-Markt gefunden hatte. Er war einen Tick zu groß. Aber niemand würde auf die Idee kommen, dass die neue Junior-Architektin sich ihre Arbeitskleidung nicht leisten konnte.

Reiss dich zusammen, befahl sie sich. Du bist hier, um zu arbeiten. Nicht mehr.

Der Fahrstuhl stoppte auf Ebene 25. Ein Mann mit silbernem Haar stieg ein, musterte sie kurz und wandte sich ab. Aria zwang ihre Schultern nach hinten. Sie hatte diesen Blick gesehen – das taxierende Abschätzen, ob sie hierher gehörte. Sie war es gewohnt.

„Architektur", sagte eine Stimme hinter ihr.

Aria drehte sich um. Ein junger Mann mit Brille lächelte sie an. „Entschuldigung, ich habe Ihr Badge gesehen. Neue Abteilung?“

„Ja. Heute ist mein erster Tag."

„Willkommen im Wolkenkratzer der tausend Geheimnisse." Er zwinkerte. „Blackthorn Tower hat mehr versteckte Räume als ein Spukschloss. Pass auf, dass du nicht in der falschen Etage landest."

Aria lächelte höflich. „Danke für den Tipp."

Der Mann stieg auf 30 aus. Die Tür schloss sich.

Allein.

Sie atmete tief durch. Der Spiegel an der Aufzugswand zeigte ihr blasses Gesicht, die dunklen Ringe unter den Augen. Sie hatte letzte Nacht kein Auge zugetan. Die Erinnerungen waren wieder hochgekommen – ihr Vater, wie er am Küchentisch saß, die Hände zitternd, als die Polizei kam. Die Zeitungsartikel. Bennett-Bauunternehmen in milliardenschwerem Betrugsskandal verwickelt. Die Überschrift hatte sich in ihr Gedächtnis eingebrannt.

Sieben Jahre.

Sieben Jahre, seit ihr Leben in Scherben lag.

Und der Mann, der dafür verantwortlich war, arbeitete genau hier. Damien Blackthorn. Der CEO. Der Mann, der ihren Vater in den Ruin getrieben hatte.

Aria schloss die Augen. *Nicht jetzt. Du bist hier, um neu anzufangen. Vergiss die Vergangenheit.*

Der Aufzug ruckte leicht und beschleunigte wieder. Die Zahlen stiegen – 35, 36, 37.

Dann geschah etwas Seltsames.

Die Zahl 38 leuchtete auf. Hielt. Aber der Aufzug bremste nicht. Er wurde langsamer, aber die Anzeige sprang weiter – auf 39.

Aria runzelte die Stirn. Sie war sich sicher, dass es nur bis 38 ging. So stand es im Gebäudeplan, den sie gestern studiert hatte. Blackthorn Tower hatte 38 Stockwerke. Offiziell.

Die Tür öffnete sich.

Schwarz.

Absolutes Schwarz.

Kein Notlicht. Keine Orientierung. Nur Leere.

Aria drückte den „Tür zu"-Knopf. Nichts. Die Anzeige blinkte. *STÖRUNG*.

„Hallo?", rief sie. Ihre Stimme hallte. Der Raum hinter der Tür musste groß sein – vielleicht ein Lager. Aber warum kein Licht?

Sie tastete nach ihrem Handy, schaltete die Taschenlampe ein. Der Lichtkegel fiel auf blanken Betonboden. Kein Regal. Keine Kartons. Nur eine leere Etage, die nicht existieren durfte.

Und dann sah sie es.

Ein Dutzend Schritte entfernt: eine Tür aus Stahl. Kein Türgriff. Nur ein Zahlenschloss und ein kleiner roter Lichtsensor.

Arias Herz setzte einen Schlag aus.

Geh zurück. Ruf den Sicherheitsdienst. Das ist nicht dein Problem.

Aber ihre Füße bewegten sich nicht.

Die Stahltür war makellos. Kein Fingerabdruck. Kein Kratzer. Sie sah aus, als wäre sie gestern erst eingebaut worden – aber die Etage? Der Betonboden war mit einer feinen Staubschicht bedeckt, die darauf hindeutete, dass hier lange niemand gewesen war.

Ihr Verstand arbeitete fieberhaft. Warum gab es einen Stock, der nicht in den Bauplänen stand? Warum eine Tür ohne Klinke?

Das rote Licht am Sensor blinkte.

Warte.

Aria beugte sich vor. Der Sensor war warm. Jemand hatte ihn kürzlich benutzt.

Runter. Dreh um. Geh.

Stattdessen hob sie die Hand.

Ihre Finger schwebten über dem Sensor.

Was tust du da, Aria?

Ein Geräusch. Hinter ihr.

Sie fuhr herum.

Nichts.

Nur der leere Fahrstuhl, der immer noch offen stand.

Das rote Licht blinkte schneller.

Entscheide dich.

Sie drückte zu.

Der Sensor leuchtete grün auf. Ein leises Klicken. Die Stahltür schwang lautlos nach innen.

Der Lichtkegel ihrer Taschenlampe fiel in einen schmalen Korridor. Weiße Wände. Weißer Boden. Kein Staub. Und am Ende des Gangs – eine zweite Tür. Aus Glas. Dahinter schimmerte schwaches, blaues Licht.

Aria schluckte. Das ist verrückt. Du wirst gefeuert. Oder verhaftet. Oder beides.

Aber sie konnte nicht anders.

Die Neugier brannte in ihrer Brust. Derselbe Impuls, der sie als Kind in verbotene Keller getrieben hatte. Derselbe Impuls, der sie vor sieben Jahren die Wahrheit hatte finden lassen – und der sie alles gekostet hatte.

Diesmal wird es anders sein, flüsterte eine Stimme in ihr. *Diesmal findest du nichts, was dich zerstören kann.

Sie ging.

Ihre Schritte waren unhörbar auf dem weichen Boden. Der Gang war steril, fast klinisch. Keine Bilder an den Wänden. Keine Nummern. Nur weiße Paneele, in regelmäßigen Abständen von schmalen Lüftungsschlitzen unterbrochen.

Das Glas der Tür am Ende reflektierte ihr Gesicht. Sie sah blass aus, fast geisterhaft im blauen Licht dahinter.

Aria drückte die Tür auf.

Und erstarrte.

Der Raum war ein Krankenzimmer.

Ein einzelnes Bett in der Mitte, umgeben von Monitoren, Infusionen und Maschinen, deren Zweck sie nicht kannte. Schläuche verliefen unter der Decke. Luft flüsterte durch Beatmungsgeräte.

Und in diesem Bett eine Frau.

Schlafend. Oder bewusstlos. Ihr Gesicht war friedlich, die Hände auf der weißen Decke gefaltet. Sie sah aus wie eine Statue. Makellos. Unwirklich.

Aria trat näher.

Die Frau war schön – langes, dunkles Haar, das auf dem Kissen ausgebreitet lag, geschlossene Augen mit langen Wimpern, eine zarte Nasenspitze. Sie konnte nicht älter als Mitte dreißig sein.

Aria beugte sich hinab.

Du kennst sie, flüsterte etwas in ihr.

Aber woher?

Sie musterte das Gesicht. Die Züge kamen ihr seltsam bekannt vor, wie ein Bild, das sie irgendwo gesehen hatte. In einer Zeitung vielleicht. Oder einem Buch.

Sie suchte nach einem Namensschild. Nichts.

Nur die Monitore, die einen gleichmäßigen Puls anzeigten.

Und dann sah Aria es.

Neben dem Bett, auf dem Nachttisch, ein Foto in einem silbernen Rahmen.

Ein Mann und eine Frau. Hochzeitsfoto.

Der Mann hatte dunkles Haar und durchdringende graue Augen. Ein Lächeln, das kalt war, selbst auf dem Bild. Sie kannte dieses Gesicht aus unzähligen Wirtschaftsmagazinen und Zeitungsartikeln.

Damien Blackthorn.

Die Frau an seiner Seite trug ein weißes Kleid – und es war dieselbe Frau, die jetzt in diesem Bett lag.

Aria schlug die Hand vor den Mund.

Das ist seine Frau. Die vor sieben Jahren gestorben ist.

Ihr Herz raste. Das war unmöglich. Die Nachrichten hatten damals wochenlang darüber berichtet. Celeste Blackthorn, die schöne Gattin des Bau-Magnaten, bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Beerdigung. Pressekonferenz. Tränen vor der Kamera.

Und jetzt lag sie hier.

Lebendig.

In einer Etage, die es nicht gab.

Hinter einer Tür ohne Klinke.

In einem Gebäude, das Damien Blackthorn gehörte.

Aria taumelte zurück. Ihre Hand stieß gegen einen Ständer. Eine Infusion schwankte.

Raus hier. Sofort.

Sie drehte sich um.

Und stand direkt vor Damien Blackthorn.

Er war größer, als sie erwartet hatte. Sein Anzug war makellos, die Krawatte perfekt gebunden. Seine grauen Augen musterten sie mit einer Kälte, die ihr den Atem raubte.

„Was machen Sie hier?", fragte er leise.

Seine Stimme war sanft. Gefährlich sanft.

Aria öffnete den Mund. Kein Ton kam heraus.

„Ich habe Sie gefragt", wiederholte er. Einen Schritt näher. Sie wich zurück, stieß gegen das Bett.

„Ich … der Aufzug … er hat auf 39 gehalten. Es gab eine Störung …"

„Die neununddreißigste Etage existiert nicht." Er sagte es ohne Emotion. „Sie waren nie hier. Ist das klar?"

Aria nickte stumm.

Aber Damien Blackthorn lächelte nicht. Stattdessen griff er in die Innentasche seines Jacketts und zog ein Blatt Papier hervor. Es war bereits gefaltet.

„Unterschreiben Sie das", sagte er.

„Was ist das?"

„Eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Sie vergessen alles, was Sie gesehen haben. Sie erwähnen diese Etage nie wieder. Sie sprechen mit niemandem darüber." Er hielt ihr einen Stift hin.

Aria starrte auf das Dokument. Ihre Finger zitterten.

„Und wenn ich nicht unterschreibe?"

Damien Blackthorns Lächeln war kalt wie Stahl.

„Dann werden Sie heute Abend erfahren, wie viel Macht ein Blackthorn wirklich hat."

Der Fahrstuhl hinter ihm schloss sich mit einem leisen Zischen.

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