LOGIN*Drei Jahre lang half ich Jason Carter, seinen Hockeytraum zu verwirklichen.* Dann, in der Nacht, als er seinen Profivertrag unterschrieb, demütigte er mich vor der ganzen Universität und ging mit einer Reicheren, Schöneren, Nützlicheren. Ich hätte weitermachen sollen. Stattdessen machte ich einen Deal mit dem Mann, den Jason am meisten hasst. *Ryder Kingsley.* Der eiskalte Kapitän der Uni-Mannschaft. Gnadenlos. Arrogant. Und der Einzige, der mir helfen kann, Jason alles zu nehmen, was ihm wichtig ist. Unsere Abmachung ist einfach: Fake-Dates, inszenierte Küsse und genug öffentliche Zuneigung, um meinen Ex in den Wahnsinn zu treiben. Doch Rache ist nie einfach. Je länger ich mit Ryder zusammen bin, desto mehr erkenne ich, dass der Mann mit den eisblauen Augen selbst von Dämonen gejagt wird und dass unser Spiel längst nicht mehr nur um Jason geht. Denn eine verschüttete Wahrheit verbindet unsere Familien. Eine Wahrheit, die alles zerstören kann, was wir aufgebaut haben. Und plötzlich weiß ich nicht mehr, wer der Feind ist und wer der Einzige, der mich retten kann.
View MoreIch starrte auf das Gesicht der Frau, die mir gegenübersaß.Es war nicht meine Mutter. Die Linien waren zu tief, die Augen zu müde. Aber die Ähnlichkeit war unheimlich. Jemand hatte sie ausgesucht, um mich zu verunsichern. Oder sie hatte sich selbst ausgesucht.„Sie sind nicht meine Mutter", sagte ich. Meine Stimme war flach.Marlowe lächelte. Es war ein freundliches Lächeln, aber eines, das man sich antrainiert hatte. „Nein, das bin ich nicht. Aber ich kenne deine Mutter seit zwanzig Jahren."„Wo ist sie?"„Das wissen wir nicht." Sie schob den Ordner zur Seite und legte die Hände flach auf den Tisch. „Aber wir wissen, dass sie in der Stadt ist. Und dass sie Jason Carter Senior getötet hat."„Sie haben keine Beweise."„Wir haben ein Video, das dich zeigt, wie du seine Zelle betrittst."„Das bin nicht ich."„Das weiß ich." Marlowe sah mich an. Ihre Augen waren klar, ohne Bluff. „Ich weiß, dass
Die Worte von Vera hingen noch in der Luft, als mein Vater den Hof betrat.„Das ist ihre Mutter", sagte Vera. „Clara. Sie hat Jasons Tod inszeniert."Mein Vater blieb stehen. Sein Gesicht wurde blass. Er sah Vera an, dann mich.„Das ist nicht möglich", sagte er. „Clara ist tot. Sie ist vor zwanzig Jahren gestorben."Irgendetwas an seinem Tonfall verriet mich. Es war nicht Überzeugung. Es war Unsicherheit.„Du weißt, dass sie lebt", sagte ich leise.Er sah mich an. In seinen Augen war etwas, das ich nicht benennen konnte. Angst. Scham. Oder Erleichterung.„Aurora..."„Du weißt es die ganze Zeit, oder?"Ich trat einen Schritt näher. Ryder wollte mich festhalten, aber ich schüttelte seine Hand ab.„Du hast mich belogen. Du hast mir gesagt, sie sei bei einem Autounfall gestorben. Du hast mich zwanzig Jahre lang an ihrem Grab stehen lassen."„Du musst verstehen..."„Ich m
Ich schlief nicht. Der Bauernhof lag still unter dem grauen Morgenlicht. Irgendwo krähte ein Hahn, und in der Ferne hörte ich das Brummen eines Traktors. Der Geruch nach Heu und kaltem Metall hing in der Luft, vermischt mit dem Staub der alten Scheune, in der wir die Nacht verbracht hatten. Ryder schlief neben mir auf einer alten Decke. Sein Gesicht war entspannt, aber seine Hand lag noch immer um den Kassettenrekorder, den er seit Stunden nicht losgelassen hatte. Ich stand leise auf und ging nach draußen. Vera saß auf der Veranda des Bauernhauses, eine Tasse Kaffee in der Hand. Vor ihr auf dem Tisch lagen drei Dinge: eine Pistole, ein Handy, und ein alter Aktenschuber aus Metall. „Du schläfst nicht", sagte sie, ohne aufzusehen. „Ich habe zu viel im Kopf." „Das kenne ich." Ich setzte mich ihr gegenüber. Mein ganzer Körper schmerzte von der Nacht, de
Drei Schläge an die Stahltür. Nichts weiter. Die Stille danach war schwerer als alles, was ich jemals gehört hatte.Ryder bewegte sich zuerst. Er stellte sich zwischen mich und die Tür, als könnte er mich mit seinem Körper schützen.„Das ist nicht deine Mutter", sagte er. „Das kann sie nicht sein. Sie ist tot."„Ich weiß." Meine Stimme zitterte nicht. Das überraschte mich selbst. „Ich weiß, dass sie tot ist. Ich habe die Aufnahme gehört."„Dann wer ist das?"Die Stimme von draußen kam wieder. Diesmal lauter, drängender.„Aurora, ich verstehe, dass du Angst hast. Aber ich muss mit dir reden. Es ist wichtig. Es geht um deine Sicherheit."Ich kannte jede Nuance dieser Stimme. Die Art, wie sie bestimmte Silben zog. Der leichte Rhythmus am Ende eines Satzes. Es war unmöglich, aber es war da.„Wer sind Sie?", rief ich. Meine Stimme hallte in dem Lagerraum.„Das weißt du. Du weißt es. Du hast mich au






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