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Kapitel 7: Der Krieg im Vorstand

ผู้เขียน: Jacinta
last update วันที่เผยแพร่: 2026-06-25 03:02:15

Aria stand im Flur vor dem Vorstandszimmer und versuchte, ihr Herzklopfen zu ignorieren.

Victoria Lane hatte sie heute Morgen angerufen. Mr. Blackthorn möchte, dass Sie an der Vorstandssitzung teilnehmen. Als seine Verlobte und als neue leitende Architektin des Blackthorn Tower-Projekts.

Aria hatte keine Wahl gehabt.

Jetzt stand sie vor der schweren Eichentür, hinter der sich die mächtigsten Männer und Frauen der Stadt versammelten. Sie trug eines der neuen Kostüme, die Damien hatte liefern lassen eine schlichte, marineblaue Jacke mit einer schmalen weißen Bluse. Es saß perfekt. Zu perfekt.

Sie atmete tief durch und öffnete die Tür.

Der Raum war größer, als sie erwartet hatte. Ein langer Tisch aus poliertem Mahagoni, umgeben von fünfzehn Ledersesseln. Die meisten waren besetzt. Männer in dunklen Anzügen, zwei Frauen in teuren Kostümen. Alle Augen richteten sich auf sie.

Und am Kopf des Tisches – Damien.

Er saß aufrecht, die Hände auf der Tischplatte gefaltet. Sein Anzug war makellos, sein Gesicht ausdruckslos. Aber als er sie sah, zuckte etwas in seinen Augen Überraschung? Oder Zustimmung?

„Fräulein Bennett", sagte er. Seine Stimme war ruhig, aber sie füllte den Raum. „Setzen Sie sich. Wir haben gerade begonnen."

Aria nahm den einzigen freien Platz direkt neben ihm. Sie spürte die Blicke der Vorstandsmitglieder auf sich. Prüfend. Feindselig.

„Wie ich bereits sagte", fuhr Damien fort, ohne sie weiter zu beachten, „die Übernahme von Sterling Construction ist abgeschlossen. Wir haben die Mehrheit der Anteile erworben. Sterling gehört ab sofort zu Blackthorn Corporation."

Ein Raunen ging durch den Raum.

Ein älterer Mann am anderen Ende des Tisches – graues Haar, scharfgeschnittene Gesichtszüge – lehnte sich vor. „Das war nicht abgestimmt, Blackthorn. Der Vorstand hätte"

„Der Vorstand wurde informiert", unterbrach Damien ihn kalt. „Nicht gefragt."

Der Mann wurde rot. „Das ist ein Affront gegen dieses Gremium. Sie können nicht einfach"

„Ich kann", sagte Damien leise. Und mit einer Stimme, die plötzlich scharf wurde: „Weil ich die Aktienmehrheit halte. Weil ich dieses Unternehmen aufgebaut habe. Und weil ich keine Genehmigung brauche, um zu handeln, während Sie hier sitzen und diskutieren."

Die Stille war drückend.

Aria sah, wie mehrere Vorstandsmitglieder unruhig auf ihren Stühlen rutschten. Der ältere Mann presste die Lippen zusammen, sagte aber nichts.

Er hat Angst vor ihm, dachte Aria. Sie haben alle Angst vor ihm.

Ein anderer Mann jünger, mit einer goldenen Uhr am Handgelenk meldete sich zu Wort. „Die Frage ist nicht, ob Sie das Recht dazu haben, Damien. Die Frage ist, ob es klug war. Sterling hat Verbindungen zur Staatsanwaltschaft. Wenn die Ermittlungen"

„Die Ermittlungen gegen Sterling sind eingestellt", unterbrach Damien ihn. „Seit gestern."

„Woher wissen Sie das?"

„Weil ich den zuständigen Richter gestern Abend getroffen habe." Damien lächelte ein dünnes, kaltes Lächeln. „Er war sehr überzeugend."

Wieder Stille.

Aria beobachtete Damien aus dem Augenwinkel. Er sprach mit einer Ruhe, die unheimlich war. Kein Zögern. Keine Unsicherheit. Er war der absolute Herrscher in diesem Raum.

So muss er auch meinen Vater zerstört haben, dachte sie. *Kalt. Berechnend. Ohne eine Spur von Mitleid.

Aber tief in ihr regte sich etwas anderes. Etwas, das sie nicht benennen konnte. Bewunderung? Nein. Das durfte nicht sein.

Der Vorstandsvorsitzende ein Mann mit silbernem Haar und einer Brille räusperte sich. „Es gibt noch einen weiteren Punkt, den wir besprechen müssen, Damien. Ihre persönliche Situation."

Damien hob eine Augenbraue. „Welche persönliche Situation?"

„Ihre … Verlobung." Der Mann warf Aria einen kurzen Blick zu. „Die Presse berichtet seit Tagen darüber. Es gibt Spekulationen, dass es sich um eine Inszenierung handelt."

Arias Herz setzte einen Schlag aus.

Damien lehnte sich zurück. Seine Hand glitt über den Tisch und legte sich auf ihre. Die Berührung war warm. Fest. Kontrolliert.

„Fräulein Bennett ist meine Verlobte", sagte er. „Wenn Sie daran zweifeln, können Sie uns gerne zu einem Abendessen einladen. Aber verschwenden Sie nicht meine Zeit mit Gerüchten."

Der Vorstandsvorsitzende runzelte die Stirn. „Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass Ihre Verlobte eine Verbindung zu einem früheren Skandal hat. Ihr Vater"

„Ihr Vater wurde verurteilt", unterbrach Damien ihn scharf. „Sie nicht. Und ich dulde keine Andeutungen, dass meine Verlobte in irgendeiner Form schuldig ist."

Aria spürte, wie ihr Mund trocken wurde. Er verteidigt mich?

Der Vorstandsvorsitzende zögerte. Dann nickte er langsam. „Gut. Dann ist das geklärt."

Die Sitzung dauerte noch eine Stunde. Aria saß still daneben, während Damien Punkt für Punkt abarbeitete. Er war unerbittlich. Jeden Einwand zerschmetterte er mit Fakten. Jeden Angriff parierte er mit kalter Logik.

Als die Sitzung endete, verließen die Vorstandsmitglieder den Raum mit gesenkten Köpfen. Nur der ältere Mann mit dem grauen Haar – der, der zuerst protestiert hatte – blieb kurz stehen. Er warf Aria einen langen, seltsamen Blick zu.

Dann ging er.

Aria stand auf. Ihre Beine zitterten.

„Sie haben sich gut gehalten", sagte Damien hinter ihr.

Sie drehte sich um. Er stand am Fenster, den Blick auf die Stadt gerichtet.

„Sie haben mich verteidigt", sagte sie leise. „Warum?"

Er drehte sich zu ihr um. Seine grauen Augen waren undurchdringlich.

„Weil Sie zu mir gehören. Und niemand greift an, was mir gehört."

Es klang wie ein Besitzanspruch. Kalt. Berechnend.

Aber für einen Moment nur einen Moment glaubte Aria, etwas anderes in seinen Augen zu sehen. Etwas, das fast wie Besorgnis aussah.

Dann war es verschwunden.

„Kommen Sie", sagte er. „Wir haben noch viel zu tun."

Aria folgte ihm. Aber in ihrem Kopf drehte sich alles.

Er verteidigt mich. Er weiß, wer ich bin. Und trotzdem verteidigt er mich.

Was ist das für ein Spiel?

In diesem Moment wusste sie eines: Sie musste vorsichtig sein. Sehr vorsichtig.

Weil sie nicht nur gegen ihn kämpfte.

Sie kämpfte auch gegen das Gefühl, das sich langsam in ihrer Brust ausbreitete.

Ein Gefühl, das sie nicht haben durfte.

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