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überraschend

ผู้เขียน: Chantal
last update วันที่เผยแพร่: 2026-03-02 17:38:15

Ich war so sehr in meine Gedanken vertieft, dass ich die Straße überquerte, ohne auf meine Umgebung zu achten. Doch das unaufhörliche Hupen der Autos riss mich aus meiner düsteren Träumerei. Das ohrenbetäubende Quietschen von Reifen ließ mich gerade noch rechtzeitig aufblicken, um einen Zehnrad-Lkw zu sehen, der nur einen Meter von der Stelle entfernt war, an der ich stand.

Mein Gott. Ein Zehnrad-Lkw hätte mich beinahe getötet! Die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz. Mein Mund öffnete sich vor Überraschung und Unglauben. Diese Nahtoderfahrung brachte mich wieder zur Besinnung.

Egal, was passiert war – ich durfte nicht sterben und meine Mutter allein zurücklassen. Das konnte ich einfach nicht. Mir wurde klar, dass ich leben musste!

Sofort rannte ich an den Straßenrand, um mich in Sicherheit zu bringen, winkte ein herannahendes Taxi heran und stieg ein. Ich hatte eine wichtige Besorgung zu machen.

Es dauerte eine Weile, bis ich mich wieder beruhigt hatte.

Das Taxi setzte mich an meinem Ziel ab, der Lieblingskonditorei meiner Mutter. Ich wollte ihr eine Geburtstagstorte kaufen. Technisch gesehen war ihr Geburtstag gestern, aber ich hatte ihr damals keinen Kuchen gekauft – ich war zu sehr von Aces Scheidungsantrag abgelenkt gewesen.

Ich wählte eine einstöckige Schokoladentorte. Sie war an den Seiten mit Blättern und Blumen verziert, und in der Mitte stand in roter Glasur: „Alles Gute zum Geburtstag, Mama“.

Ich rief ein weiteres Taxi und schaffte es, problemlos einzusteigen, während ich die Kuchenbox in einer Hand und meinen Koffer in der anderen hielt. Da es in der Nähe einen Unfall gegeben hatte, konnte das Taxi nicht weiterfahren. Ungeduldig rutschte ich auf meinem Sitz hin und her und versuchte mich abzulenken, indem ich die Geschäfte in der Nähe beobachtete.

Meine Mutter hatte tief geschlafen, als ich sie verlassen hatte. Sie würde sich bestimmt Sorgen machen, wenn sie aufwachte und merkte, dass ich nicht neben ihr war.

Meine Gedankenblase zerplatzte, als ich sah, wie ein Motorrad vor einem nahegelegenen Juweliergeschäft anhielt. Der Fahrer und der Beifahrer kamen mir irgendwie bekannt vor.

Die Frau nahm ihren Helm ab, und zu meiner großen Überraschung erkannte ich Angela! Sie trug immer noch dasselbe Kleid wie heute Morgen, als sie mich beleidigt hatte. Der Mann neben ihr trug jedoch einen anderen Anzug und eine andere Krawatte. Ich nahm an, dass es Ace war, aber er nahm seinen Helm nicht ab, sodass ich es nicht bestätigen konnte.

Doch wer sollte dieser Mann sonst sein, wenn nicht mein untreuer Ehemann?

Ace legte beschützend einen Arm um Angelas Taille. Gemeinsam betraten sie das Juweliergeschäft. Durch die Schaufensterscheibe konnte ich sehen, dass sie Eheringe kauften.

Selbst als sie aus meinem Blickfeld verschwanden, starrte ich weiter neugierig auf die Tür des Geschäfts.

Planen sie, so schnell nach unserer Scheidung zu heiraten? Bei diesem Gedanken traf mich der Schmerz hart in der Brust.

Vergiss diesen Schmerz, Phoenix! Vergiss auch deinen Mann! Er verdient dich nicht. Ich wiederholte diesen Satz immer und immer wieder.

Nach einer Weile öffnete sich die Tür des Juweliers erneut, und das Paar trat heraus. Diesmal hielt Angela eine kleine Einkaufstasche in der Hand.

Ace stieg auf das Motorrad, Angela folgte ihm, ihre Hände fest um seine Taille geschlungen, während sie schnell auf der Motorradspur davonfuhren.

Der Stau löste sich schließlich auf, und das Taxi fuhr sanft weiter. Ein erleichtertes Seufzen entwich meinen Lippen.

Dreißig Minuten später kam ich sicher im Krankenhaus an. Ich bezahlte den Fahrer und eilte voller Vorfreude zum Eingang, meine Mutter zu sehen.

Ein sanftes Lächeln legte sich auf meine Lippen, als ich mit dem Kuchen in der einen Hand und dem schweren Koffer in der anderen zum Zimmer meiner Mutter lief. Die überschäumende Freude, sie mit einer Geburtstagstorte zu überraschen, ließ mich ihr Zimmer innerhalb einer Minute erreichen.

Zum allerersten Mal hatte ich keine Angst, ihr Zimmer zu betreten. Zuerst stellte ich meinen Koffer draußen ab, dann öffnete ich mit einer Hand die Tür und trug mit der anderen vorsichtig den Kuchen hinein, darauf bedacht, die Verzierung nicht zu beschädigen.

Ich wurde von einem leeren Bett empfangen. „Mama?“ rief ich, doch meine einzige Antwort war Stille.

„Mama?“ Ich sah mich aufmerksam im Zimmer um, um sicherzugehen, dass sie da war. Panik stieg in mir auf, und während ich mich hektisch umsah, war mir der Kuchen völlig egal.

Das Bett war leer.

„Wo bist du, Mama? Das ist nicht lustig!“ rief ich diesmal. Eine stechende Angst durchfuhr mich und nahm mir die Luft.

Plötzlich flog die Tür mit einem lauten Knall auf. Ich drehte mich um, und meine panischen Augen trafen auf Ace, der den Raum betrat. Seine steinernen Augen ruhten auf meinem bleichen Gesicht.

„Was machst du hier? Wo ist meine Mama?“ fragte ich wütend.

War er nicht gerade noch fröhlich mit Angela einkaufen? Hatte er meiner Mutter etwas angetan?

„Es tut mir leid, Phoenix“, sagte Ace mit Bedauern.

„Deine Mutter ist tot.“

Seine Worte zerbrachen meine ganze Welt.

„Das ist nicht wahr, Ace. Du lügst, oder?“ fragte ich verzweifelt und rang nach Luft.

Ich wartete darauf, dass er mir sagte, es sei ein Irrtum, dass meine Mutter noch lebte. Aber er sagte nichts weiter.

Ohne ein Wort trat er einen Schritt näher, als wollte er mich in die Arme nehmen. Seine Hände streckten sich nach mir aus, doch ich stieß sie weg und wich zurück. Vielleicht zog er sie zurück, weil er die Angst in meinen Augen sah. Seine Arme sanken kraftlos herab, während er schweigend zusah, wie ich zusammenbrach.

Ich stand am Rande des Wahnsinns.

Das ist nur ein Traum! Ja, das ist nur ein Traum! Ich wiederholte es wie ein verzweifeltes Mantra. Ich konnte nicht akzeptieren, dass meine Mutter fort war.

„Bitte beruhige dich, Phoenix“, sagte er sanft. „Es wird alles gut werden.“ Doch das half nicht, den schweren Schmerz zu lindern, der sich in meinem Herzen festgesetzt hatte, als ich begriff, dass meine Mutter gegangen war.

„Beruhigen? BERUHIGEN?! Wie soll ich das tun! Du weißt nicht, wie ich mich fühle, Ace! Es ist nicht deine Mutter, die gestorben ist!“ fauchte ich bitter und warf ihm tödliche Blicke zu. Wenn Blicke töten könnten, wäre er auf der Stelle tot gewesen.

„Du hast ein schwaches Herz, Phoenix. Überanstrenge dich nicht.“

Er klang überraschend besorgt. Was für ein Heuchler – der vorgibt, ein fürsorglicher Ehemann zu sein.

„Zur Hölle mit dir, Ace! Ich will dein Mitleid nicht!“ schrie ich wütend und stieß seine Hand weg, als er versuchte, mich zu berühren.

„Du lügst! Ich glaube dir nicht! Meine Mutter lebt. Wo hast du sie hingebracht? Sag es mir!“ forderte ich und packte seinen Kragen, zerknitterte den Stoff unter meinen Fingern.

„Sie ist gegangen“, sagte er leise.

„Das ist ein Scherz, oder?“

Meine Stimme zitterte vor Angst angesichts des mitfühlenden Blicks in seinen Augen. Ace würde mich nicht ohne Grund so ansehen. Meine Finger wurden eiskalt.

Mama war in Ordnung gewesen, als ich sie verlassen hatte. Sie würde nicht sterben, ohne ihren Geburtstagskuchen gegessen zu haben!

„Es tut mir leid, aber sie ist vor deiner Ankunft gestorben. Bevor sie starb, flüsterte sie noch deinen Namen … bis zu ihrem letzten Atemzug.“

Ace überbrachte die Nachricht so sanft wie möglich, doch keine noch so milde Stimme konnte diese erschütternde Wahrheit mildern – schon gar nicht die Stimme des Mannes, der mein Herz durch Untreue und Verrat immer wieder gequält und zerstört hatte, bis nur noch eine leere Hülle übrig war.

In dem Moment, als ich die Wahrheit seiner Worte begriff, brach meine Welt zusammen. Ein unbeschreiblicher Schmerz schnürte mein Herz zusammen. Meine Atemwege verengten sich, bis ich kaum noch Luft bekam. Mein ganzer Körper zitterte vor Schock, als ich zu Boden sank.

Das darf nicht passieren! Das darf nicht passieren! schrie ich innerlich. Ich schüttelte den Kopf und begegnete versehentlich Aces besorgtem Blick.

Seine tiefblauen Augen waren voller Mitgefühl, als er meine zusammengesunkene Gestalt auf dem Boden betrachtete.

Er wollte mir helfen aufzustehen, doch ich warf ihm einen mörderischen Blick zu, der ihn zurückweichen ließ. Ich konnte alleine aufstehen – ohne die Hilfe meines ehebrecherischen Mannes.

Ich stand auf und ging zum Sofa, auf dem Mama gestern gesessen hatte. Als ich mich an ihr Aussehen erinnerte, wollte ich weinen, doch meine Tränen weigerten sich zu fließen.

Stattdessen zog sich meine Brust zusammen, und ich verlor allmählich den Kampf, die Augen offen zu halten. Ich begann im Stehen zu schwanken. Alles wurde verschwommen, und die kalte Luft der Klimaanlage fühlte sich an wie tausend Nadeln, die meinen Körper durchbohrten.

Sterbe ich gerade?

„Phoenix! Phoenix! Geht es dir gut?“ Aces panische Stimme drang an meine Ohren.

Erschrocken drehte ich mich um, und meine Stirn stieß versehentlich gegen sein Kinn. Ich stöhnte vor Schmerz auf, als ein stechender Schmerz durch mein Gesicht schoss. Doch dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu den tausend Nadeln, die unaufhörlich mein Herz durchbohrten.

Ich war so sehr damit beschäftigt, nicht zu stürzen, dass ich Ace hinter mir überhaupt nicht bemerkt hatte. Warum folgte er mir überhaupt? Er liebte mich nicht.

Die einzige Person, die mich liebte, war Mama – und sie war fort.

Ich wandte mich wieder dem Sofa zu und unterdrückte ein Schluchzen.

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