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Kapital 4

Penulis: Fàvy Hartwell
last update Tanggal publikasi: 2026-06-28 02:04:32

Die Polizisten betraten das Büro wie Schatten in Anzügen. Zwei Männer, einer älter mit grauen Schläfen, der andere jung und scharfäugig.

Alexander stellte sich schützend vor mich, seine Hand fest auf meinem Rücken. „Meine Mitarbeiterin hat nichts damit zu tun. Sie war die ganze Nacht bei mir.“ Die Worte waren klar und autoritär, doch ich spürte die Anspannung in seinem Körper.

Der ältere Beamte nickte höflich, doch sein Blick blieb misstrauisch. „Herr Voss, wir müssen Frau Reyes trotzdem befragen. Es gibt Aufnahmen und Zeugenaussagen.“ Sie führten mich in einen separaten Raum. Alexander wollte mitkommen, doch sie lehnten ab. Allein mit den Männern fühlte ich mich klein und ausgeliefert. Sie zeigten mir Fotos des toten Kollegen. Blut auf dem Schreibtisch, ein Messer in der Brust. Mir wurde übel.

„Wo waren Sie letzte Nacht zwischen elf und zwei Uhr?“ Ich erzählte die Wahrheit, ohne Details unserer Intimität. Bei Alexander im Penthouse. Sie notierten alles, fragten nach Zeugen, nach Motiven. „Ihr Kollege hatte Zugriff auf sensible Daten. Und Sie wurden mit ihm gesehen, wie Sie spät arbeiteten.“ Die Andeutung hing schwer im Raum. Ich verteidigte mich ruhig, doch innerlich brodelte die Angst.

Nach einer Stunde durfte ich gehen. Alexander wartete draußen, sein Gesicht eine Maske aus Eis. „Sie haben nichts gegen dich in der Hand. Ich habe die besten Anwälte eingeschaltet.“ Er zog mich in eine Umarmung, direkt vor den Augen der Polizei. Die Geste war öffentlich und besitzergreifend. Später im Auto, auf dem Weg zu seinem Penthouse, brach die Anspannung aus mir heraus. „Warum passiert das alles? Wer will mir schaden?“

Er fuhr mit einer Hand, die andere lag auf meinem Knie. „Mein Rivale. Ein Mann namens Viktor Lang. Er hat schon einmal versucht, mich zu zerstören. Damals hat er meine Verlobte manipuliert. Jetzt benutzt er dich.“ Reue lag schwer in seiner Stimme. „Ich hätte dich fernhalten sollen. Aber ich konnte nicht. Du bist das Erste, was sich echt anfühlt.“

Im Penthouse zog er mich sofort ins Schlafzimmer. Die Leidenschaft war diesmal verzweifelt, fast wütend. Er riss mir die Kleidung vom Leib, küsste jeden Zentimeter meiner Haut, als wollte er die Angst wegbrennen. Auf dem Bett kniete er sich zwischen meine Beine, leckte und saugte mich, bis ich laut seinen Namen schrie. Dann drehte er mich um, zog meine Hüften hoch und drang hart ein. Jeder Stoß war eine Bestätigung. „Du gehörst mir. Ich lasse nicht zu, dass sie dich nehmen.“ Die Worte trieben mich zum Höhepunkt, und er folgte kurz darauf, ergoss sich tief in mir.

Danach lagen wir verschlungen da. Er streichelte meinen Bauch, fast nachdenklich. „Wenn das hier vorbei ist, ändere ich alles. Keine Kälte mehr. Keine Mauern.“ Die Reue in seinen Augen war tief. Zum ersten Mal glaubte ich, den wahren Alexander zu sehen, den Mann, der unter dem Imperium litt.

Die nächsten Tage waren ein Wirbel aus Arbeit und versteckten Momenten. Ich arbeitete von zu Hause aus, unter seinem Schutz. Er schickte Sicherheitsleute, regelte die Schulden endgültig und grub tiefer in Viktors Machenschaften. Abends kehrte er zurück, und unsere Nächte waren voller Glut. Einmal nahm er mich gegen die große Fensterfront, die Stadt unter uns ausgebreitet. Mein Körper presste sich gegen das kühle Glas, während er von hinten in mich stieß. Die Höhe, die Gefahr, seine Hände auf meinen Brüsten. Es war berauschend.

Doch die Schatten holten uns ein. Eine E-Mail erreichte mich anonym. „Du bist schwanger. Und es wird ihn zerstören.“ Der Test, den ich heimlich machte, bestätigte es. Positiv. Panik und Freude mischten sich. Wie sollte ich es ihm sagen, mitten in diesem Chaos?

An einem Abend konfrontierte ich ihn. Wir saßen auf der Terrasse, Wein in den Händen. „Alexander, ich bin schwanger.“ Er erstarrte. Dann zog er mich auf seinen Schoß, küsste mich zärtlich. Tränen glänzten in seinen Augen, etwas, das ich nie erwartet hätte. „Ein Kind. Mit dir.“ Die Reue wich einer vorsichtigen Hoffnung. „Ich werde ein besserer Mann sein. Für euch beide.“

Doch der nächste Morgen brachte den nächsten Schlag. Viktor Lang tauchte persönlich auf, in der Lobby des Gebäudes. Ein großer Mann mit narbigem Gesicht und kaltem Lächeln. „Alexander, alter Freund. Deine neue Spielgefährtin ist reizend. Und sie trägt dein Erbe in sich.“ Woher wusste er es?

Alexander schob mich hinter sich. „Verschwinde, Viktor. Das endet hier.“ Ein Kampf brach aus, nicht physisch, sondern mit Worten und Drohungen. Viktor lachte. „Deine Verlobte hat damals nicht nur dich verraten. Sie hat mir alles über deine Schwächen erzählt. Und Elena ist deine größte Schwäche.“

Sicherheitsleute trennten sie. Später im Penthouse explodierte Alexander. Er zerbrach ein Glas, Reue und Wut im Gesicht. „Ich habe sie damals nicht beschützt. Und jetzt setze ich dich derselben Gefahr aus.“ Er fiel vor mir auf die Knie, umarmte meinen Bauch. „Verzeih mir. Ich liebe dich, Elena. Auf meine verdrehte Art.“

Die Worte trafen mich tief. Ich zog ihn hoch, küsste ihn. Wir liebten uns auf dem Boden, langsam und emotional. Jede Berührung war ein Versprechen. Seine Hände auf meinem noch flachen Bauch, sein Mund überall. Der Höhepunkt kam wie eine Erlösung.

Doch als wir erschöpft dalagen, summte sein Telefon. Eine Nachricht. „Der nächste Tote wird in deinem Bett liegen. Grüße an die werdende Mutter.“

Alexander sprang auf, rief seine Leute. Die Überwachungskameras zeigten einen Eindringling im Gebäude. Schritte näherten sich der Tür. Er schob mich ins Badezimmer. „Bleib hier. Ich regle das.“

Die Tür zum Penthouse krachte auf. Schüsse fielen. Mein Herz blieb stehen. War das das Ende? Oder der Beginn von etwas noch Dunklerem?

Ich presste die Hand auf meinen Bauch und betete, dass wir alle überleben würden. Alexander hatte seine Reue gezeigt. Nun musste er sie beweisen.

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