LOGINMein Stiefvater sollte eigentlich nie mein Mitbewohner werden. Daniel Walker ist in meinem Leben, seit ich zehn bin – der Mann, der mich aufgezogen, beschützt und immer wie seine eigene Tochter behandelt hat. Dann wurde ich einundzwanzig. Meine Mutter reiste nach Europa. Und Daniel zog in mein Penthouse. Plötzlich sah ich den Mann hinter der Rolle, die ich schon immer gekannt hatte. Den Mann, der eifersüchtig wurde, wann immer mir ein anderer Mann zu nahekam. Besonders Ethan, mein attraktiver Nachbar, der etwas von mir wollte. Daniel behauptete, er wolle mich nur beschützen. Aber ich wusste es besser. Die Art, wie er mich ansah, war nicht mehr väterlich. Sie war verboten. Und als wir schließlich die Grenze überschritten, gab es kein Zurück mehr. In der Öffentlichkeit ist er noch immer mein Stiefvater. Hinter verschlossenen Türen ist er der Mann, nach dem ich mich unaufhörlich verzehre. Doch die Zeit für unser Geheimnis läuft ab. Meine Mutter kommt nach Hause. Jemand weiß, was wir getan haben. Und schon bald werde ich mich entscheiden müssen zwischen der Familie, in die ich hineingeboren wurde … und dem verbotenen Mann, den ich niemals begehren sollte.
View MoreEmilys SichtweiseDas grüne Aufnahmelicht an der Wandkonsole brannte wie ein anklagendes Auge in den dunklen Raum.„Daniel? Emily?“, hallte Victorias scharfe, ungeduldige Stimme glasklar aus den Surround-Sound-Lautsprechern der Suite. „Warum ist der Bildschirm schwarz? Was ist da los?“Panik brach aus wie ein Stromschlag.In einer furchterregend verschwommenen Bewegung hechtete Daniel vom Bett. Er tauchte über den Hartholzboden, schnappte sich in einem einzigen schnellen, verzweifelten Schwung die schwere Seidendecke von der Matratze und warf sie über meinen nackten Körper. Bevor die Weitwinkelkamera den Raum fokussieren konnte, knallte seine massive Hand direkt über die Linse des Wandpanels.Ich krabbelte unter der Decke hervor, mein Herz hämmerte so heftig gegen meine Rippen, dass ich dachte, es würde platzen. Ich schnappte mir die Smart-Panel-Fernbedienung mit feuchten, zitternden Fingern vom Nachttisch und drückte hektisch auf das Symbol für Kamera Aus.Das grüne Licht erlosch und
Emilys SichtweiseMein Mund wurde trocken. Vollkommen, absolut trocken, als hätte ich eine Handvoll Baumwolle verschluckt. Daniels Erektion hing da, unmöglich dick, die Haut straff und bereits dunkel von der Blutzufuhr, die seinen Schaft unter meinem Blick zucken – tatsächlich verdammtes Zucken – ließ.Ich konnte nicht wegsehen.„Emily.“ Seine Stimme war wie Kies. Eine Warnung. Oder vielleicht eine Einladung. Ich konnte es noch immer nicht sagen.Meine Brustwarzen bohrten sich gegen die Spitze meines BHs, so hart, dass sie schmerzten. Zwischen meinen Oberschenkeln klebte meine dünne String-Panty bereits an meiner Spalte; der Stoff wurde feucht und schmiegsam.„Sag etwas“, hauchte Daniel, während seine Finger sich noch immer in meine Hüftknochen gruben. Er hatte keine Anstalt gemacht, sich zu bedecken. Nicht einen Zentimeter.Ich hob mein Kinn. Traf seinen Blick. Diese dunklen, verhängten Augen, die meine Fantasien verfolgt hatten, seit ich achtzehn war.Drei Jahre. Drei Jahre voller g
Emilys SichtweiseIch habe kein Auge zugetan, nachdem dieser Schatten sich von meiner Tür entfernt hatte.Am nächsten Abend ergoss sich ein gewaltiger Sommersturm über Charlotte. Schwerer Regen peitschte heftig gegen das bodentiefe Glas des Penthouses, und der vierundfünfzigste Stock versank in dunkelgrauen Wolken und den Blitzen eines entfernten Gewitters.Die Luft im Penthouse 54A war erstickend dick.Seit dem Morgen schlichen Daniel und ich umeinander herum wie zwei aufgeladene Teilchen im Vakuum. Jeder gemeinsame Blick war aufgeladen; jedes Mal, wenn er im Flur an mir vorbeiging, fühlte sich die Hitze, die von ihm ausging, wie eine körperliche Ohrfeige an.Um sieben Uhr abends summte mein Handy auf der marmornen Kücheninsel.Ich hob es auf. Eine Nachricht von Ethan Reed blitzte auf dem Bildschirm auf:Hab eine Flasche Wein für heute Abend besorgt. Roof-Lounge in 20 Minuten? Sag Bescheid, Nachbarin.Ich starrte auf den Bildschirm, mein Herz schlug in einem unregelmäßigen Rhythmus g
Emilys SichtweiseDer Campus war ein einziger verschwommener Fleck. Zwischen der Ausgabe der Lehrpläne und den Einführungsveranstaltungen an der Bellmont-Universität blieb mein Kopf in der vierundfünfzigsten Etage des VUE-Towers gefangen. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich Daniel ohne Hemd an der Marmorplatte stehen, seine sturmgrauen Augen dunkel vor Beherrschung.Ich bin ein Mann, Emily … und wenn du diese Grenzen weiter austetest, wirst du sehr schnell herausfinden, dass ich nicht so geduldig bin, wie du denkst.Gegen acht Uhr abends machte ich mich auf den Rückweg zum Penthouse – erschöpft und gleichzeitig völlig aufgewühlt.Die Türen des privaten Aufzugs öffneten sich im vierundfünfzigsten Stock. Als ich in den ruhigen Vorraum trat, stieß ich fast mit einem Typen zusammen, der eine Schachtel mit Essen zum Mitnehmen hielt.„Oha – tut mir leid!“, sagte er, griff nach meinem Unterarm und stützte mich.Ich sah auf. Er war groß, vielleicht zweiundzwanzig, mit unordentliche





