Mag-log inIch hatte diese Worte nur gesagt, um unsere Diskussion zu beenden, doch er hatte meine Erschöpfung als Einladung verstanden.Was, wenn ich mich tatsächlich dagegen entscheiden würde? Würde ein Mann wie Damian Sterling ein „Nein“ jemals wirklich akzeptieren?Ich brauchte nicht länger als zwei Sekunden, um die Antwort zu kennen.Er musste gespürt haben, wie meine Gedanken schon wieder zu kreisen begannen, denn seine langen Finger verschränkten sich mit meinen. Sein Griff wurde fester, während er mich sanft näher zu sich zog.„Was machst du?“, murmelte ich und versuchte, meine Hand zurückzuziehen.„Arabella“, raunte er, während sein schwerer Blick sich in meinem verfing.„Was?“, fragte ich kaum hörbar.„Ich wollte einfach nur deinen Namen sagen“, murmelte er, während sein Daumen sanft über meine Fingerknöchel strich. „Arabella ... Arabella.“Mein Herz setzte einen heftigen Schlag aus, während meine Wimpern unwillkürlich flatterten.Ich hatte nie gewusst, dass mein Name so zärtlich und gl
29Als könnte er das Chaos in meinem Kopf lesen, ergriff Damian erneut das Wort. Seine Stimme sank zu einem tiefen, ruhigen Raunen.„Ich erwarte nichts von dir im Gegenzug, Arabella. Sieh es als meinen Beitrag zu deinem Neuanfang.“Seine grauen Augen hielten meinen Blick fest und strahlten eine warme, beständige Intensität aus.„Ich weiß, dass du noch immer Angst davor hast, dass deine Scheidung endgültig wird. Aber lass mich die Verantwortung für deinen Neuanfang übernehmen.“Er streckte die Hand aus. Seine langen Finger schoben die silberne Schlüsselkarte über den polierten Tisch, bis sie meine Fingerknöchel berührte.Dabei wiederholte er genau die Worte, die er Stunden zuvor im SUV zu mir gesagt hatte.„Sieh es als deine Chance, neue Erinnerungen zu schaffen ... gute Erinnerungen“, sagte er sanft. „Überlass mir die schmerzhaften Erinnerungen, Arabella. Lass mich bessere an ihre Stelle setzen.“Mein Herz setzte einen hektischen Schlag aus.Ich starrte ihn an, während ein gewaltiger
28„Hast du eine Ahnung, wie Gangster mit den Frauen umgehen, die sie für sich beanspruchen?“, schnurrte er, während seine Finger sanft meinen Nacken streiften.Seine Berührung war federleicht und doch von einer intensiven Besitzergreifung geprägt.Mein Atem stockte, während mein Herz heftig gegen meine Rippen hämmerte.„Die meisten Gangster entführen ihre Frauen“, murmelte er. Seine dunkle Stimme vibrierte direkt an meiner Haut. „Und die wenigen, die das nicht tun, schließen sie von der Welt weg. Sie behandeln sie wie wunderschöne Trophäen, die sie ganz nach ihren eigenen Vorstellungen hegen und pflegen, einzig zu ihrem persönlichen Vergnügen.“Jeder Muskel meines Körpers versteifte sich, während meine Gedanken völlig außer Kontrolle gerieten.Ich hatte Damian Sterling immer als einen ruhigen, distanzierten und einschüchternden Titanen gekannt.Er war ein Mann mit kalkulierter, beängstigender Geduld. Ein Stratege, der sich wie ein Schachgroßmeister bewegte und seinem Gegenüber stets
27Damian richtete einen eisigen, messerscharfen Blick auf Jake und gab nur einen einzigen, leisen Befehl.„Verschwinde.“„Ja, Boss!“, quietschte Jake, stellte die riesige Papiertüte auf der Konsole im Eingangsbereich ab und warf sich anschließend förmlich in den Aufzug.Die Türen glitten mit einem leisen Signalton zu und ließen Damian und mich allein in dem stillen, widerhallenden Flur zurück.Ich brachte kein einziges Wort heraus.Ich war vollkommen gedemütigt. Mein Gesicht brannte vor unerträglicher Hitze.Ich hatte seine Absichten völlig und auf spektakuläre Weise missverstanden.„Eine Geliebte?“, wiederholte Damian langsam und ließ das Wort beinahe genüsslich auf seiner Zunge zergehen, als würde er seinen Klang prüfen. „Es klingt erstaunlich interessant, wenn es aus deinem Mund kommt.“Ein unergründlicher, gefährlicher Funke lag in seinen grauen Augen.Sie wirkten dunkler als sonst. Schwer, intensiv und halb verschattet.Sein Blick glitt langsam von meinen Augen hinab und blieb e
Ich hielt meinen Blick starr auf das Beifahrerfenster gerichtet und vermied verzweifelt seinen schweren, konzentrierten Blick.„Gefällt es dir wirklich so sehr, die Skyline der Stadt anzusehen?“, fragte Damian mit samtiger, amüsierter Stimme. „Oder bin ich etwa wirklich so furchteinflößend?“„Es ist eine Stadt voller schmerzhafter Erinnerungen“, erwiderte ich leise, meine Stimme vorsichtig. „Warum sollte ich sie mögen?“Damian ignorierte bewusst den düsteren Unterton in meinen Worten und ließ ein leises Lachen hören.„Also hältst du mich nicht für furchteinflößend?“„Das habe ich nicht gesagt ...“Der Rest meines Satzes blieb mir im Hals stecken, als ich merkte, dass ich in seine Falle getappt war.Indem ich sagte, dass ich die Stadt nicht mochte, hatte ich seine Ja-oder-Nein-Frage indirekt beantwortet.Er war also nicht derjenige, vor dem ich Angst hatte.Ein kaum merkliches Lächeln breitete sich auf Damians Gesicht aus, als er meinen verlegenen Ausdruck bemerkte.„Warum nutzt du das
25Lange Zeit stand ich wie erstarrt mitten im Wohnzimmer. Kein Wort kam über meine Lippen, während mein Blick auf die Doppeltüren geheftet blieb, die Ethan hinter sich zugeschlagen hatte.„W-was soll das heißen?“, flüsterte ich in die zurückgebliebene Stille, ohne mich an jemanden Bestimmten zu wenden.Ethan war doch derjenige gewesen, der behauptet hatte, unsere Ehe sei ein Fehler. Woher kam also plötzlich dieser kindische Widerstand?„Arabella, Liebes“, sagte Caroline sanft, trat näher und nahm meine zitternde Hand in ihre. „Ich glaube, Ethan bekommt gerade Zweifel ... Vielleicht will er dich tief in seinem Inneren doch nicht verlieren.“Ich schloss die Augen und zwang mich, langsam und schmerzhaft ein- und auszuatmen.Zweifel?Nein.Der einzige Grund für Ethans Verhalten war sein aufgeblähtes Ego, das die Tatsache nicht ertragen konnte, dass ausgerechnet ich zuerst gegangen war. Er wollte mich gebrochen sehen, bettelnd und zu seinen Füßen kriechend, nur damit er sich mächtig fühle







