LOGINDrei Jahre lang hat Kendra Ree alles für ihren Ehemann Richard Thompson gegeben. Sie schenkte ihm ihre Liebe, ihre Unterstützung und half ihm, das Milliardärs-Imperium aufzubauen, das er stolz sein Eigen nannte. Dann erwischte sie ihn beim Fremdgehen mit ihrer besten Freundin. Nach der Demütigung und den Scheidungspapieren ging Kendra, entschlossen, alles zurückzuholen, was sie für ihn geopfert hatte. Was Richard nie erwartet hatte: Die Frau, die er weggeworfen hatte, war die versteckte CEO der mächtigen Reens Group. Während sein Geschäft zusammenbricht und die Reue ihn langsam zerfrisst, erkennt Richard, dass er die einzige Frau verloren hat, die ihn jemals wirklich geliebt hat. Verzweifelt um eine zweite Chance bittet er auf Knien um ihre Verzeihung. „Ich weiß, dass ich dich verletzt habe, Kendra, aber ich kann das wieder gutmachen. Komm zu mir zurück.“ Bevor Kendra antworten kann, tritt ein anderer Mann vor. Knox Thompson, Richards entfremdeter älterer Bruder, legt seinen Arm um Kendras Taille und grinst. „Sie kommt nicht zurück, Bruder. Die Frau, die du weggeworfen hast? Sie gehört jetzt mir.“
View MoreIm dritten Jahr ihrer Ehe entdeckte Kendra Thompson, dass ihr Ehemann sie betrog.
Nicht nur das – sie fand heraus, dass er sie mit ihrer besten Freundin betrog. Der Frau, der sie mehr als jedem anderen vertraut hatte. Der Frau, die an ihrem Hochzeitstag neben ihr gestanden, gelächelt und ihren Brautstrauß gehalten hatte, während sie versprach, immer für sie da zu sein. Kendra stand wie erstarrt vor der verschlossenen Schlafzimmertür in der geheimen Villa und hörte jedes Wort, das sie sagten. Ihr Herz schlug heftig gegen ihre Rippen, jeder Atemzug tat weh, sie wusste nicht, wie sie das alles verkraften sollte. Sie war ihm dorthin gefolgt, nachdem Wochen des Misstrauens vergangen waren. Die späten Nächte. Die geheimen Telefonate. Die seltsamen Ausreden. Der Lippenstiftfleck, den sie an seinem Hemd gefunden hatte. Jedes Mal, wenn sie ihn damit konfrontierte, hatte Richard die Geschichte verdreht, bis sie sich am Ende entschuldigte. Die Stimmen hinter der Tür ließen ihr Blut gefrieren. „Was, wenn deine Frau von uns erfährt?“, hörte sie eine Frauenstimme nervös fragen. Kendra erkannte die Stimme sofort – das war die Stimme ihrer besten Freundin. Ihre Nägel gruben sich in ihre Handflächen, während sie auf Richards Antwort wartete. Dann hörte sie ihn lachen. „Ach, die dumme Kuh?“, sagte Richard gleichgültig. „Sie liebt mich viel zu sehr, um wütend zu werden.“ Die Worte trafen sie wie ein Schlag in die Brust, und ihre Augen füllten sich sofort mit Tränen. Er hatte sie gerade dumm genannt – sie hatte ihn richtig verstanden. Im Zimmer kicherte ihre beste Freundin. „Sie ist wirklich besessen von dir. Hab ich dir schon erzählt, dass sie neue Immobilien kaufen will? Sie hat sogar gesagt, sie würde sie auf deinen Namen legen.“ Beide lachten. „Genau“, sagte Richard. „Sie liebt mich so sehr, dass sie alles für mich tun würde. Gott, ist die dumm.“ Wieder dumm! Kendras Lippen zitterten. Nach allem, was sie für ihn getan hatte? Nachdem sie Jahre ihres Lebens für ihn geopfert hatte? Sie presste eine Hand vor den Mund, um keinen Laut von sich zu geben. „Wann wirst du es ihr sagen?“, fragte ihre beste Freundin. Richard schwieg einen Moment. Dann antwortete er lässig: „Ich werde es ihr irgendwann sagen.“ Seine Stimme klang völlig unbesorgt – es war ihm egal. „Sobald alles bereit ist.“ Kendra spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Alles? Was meinte er damit? Dann fuhr er fort: „Außerdem will Oma ein Urenkelkind.“ Kendras ganzer Körper erstarrte. „Und du bist noch nicht bereit für Kinder“, sagte er zu der anderen Frau. Ein leises Lachen folgte. „Also sobald Kendra schwanger wird und das Kind zur Welt bringt, schmeiße ich sie raus.“ Die Welt blieb stehen. Kendra konnte nicht atmen. Mehrere Sekunden starrte sie einfach nur auf die Tür. Ihr Verstand weigerte sich, zu verarbeiten, was sie gerade gehört hatte. Er plante, sie zu benutzen – ihren Körper, ihre Liebe, sie als Gebärmaschine, um dann sein Kind zu bekommen und sie danach wie Müll wegzuwerfen. Tränen strömten unkontrolliert über ihre Wangen. All die Jahre hatte sie seinen Lügen geglaubt. Als er sagte, sie sollten noch mit Kindern warten, hatte sie zugestimmt. Als er sagte, er wolle sich zuerst auf die Expansion der Firma konzentrieren, hatte sie ihn unterstützt. Wenn er bis spät arbeitete, hatte sie auf ihn gewartet. Wenn er betrunken nach Hause kam, hatte sie sich um ihn gekümmert. Wenn Leute seine Absichten in Zweifel zogen, hatte sie ihn verteidigt. Bevor Richard sie kennengelernt hatte, hatte er nichts gehabt – kein Geld, keine Verbindungen. Sie war es gewesen, die ihm geholfen hatte, seine Karriere aufzubauen. Sie hatte ihren Platz in der Firma ihres Vaters aufgegeben und ihn zum CEO gemacht. Sie hatte die Verbindungen ihrer Familie genutzt, um ihm Türen zu öffnen. Sie hatte in seine Träume investiert. Sie hatte ihm alles anvertraut, was sie hatte. Und jetzt saß er in einer geheimen Villa mit ihrer besten Freundin und besprach, wie er ihr Leben am besten zerstören konnte. Das Lachen hinter der Tür ging weiter. Keiner von beiden ahnte, dass sie draußen stand und zuhörte. Kendra senkte den Kopf, ein Schluchzen drohte auszubrechen, aber sie biss sich so fest auf die Unterlippe, dass sie Blut schmeckte. Langsam beugte sie sich hinunter und streifte ihre High Heels ab. Der kalte Boden drückte gegen ihre nackten Füße, während sie die Schuhe in einer Hand hielt. Vorsichtig trat sie rückwärts. Ihr Herzschlag donnerte in ihren Ohren. Eine falsche Bewegung und sie würden sie hören – aber zum Glück bemerkte keiner von ihnen etwas. Als sie endlich das Ende des Flurs erreichte, drehte sie sich um und eilte hinaus. Es waren keine Dienstmädchen da, keine Wachen, denn die Villa war geheim. Richard hatte sie wahrscheinlich extra ausgewählt, weil ihn dort niemand stören würde. Kendra erreichte ihr Auto und stieg ein. In dem Moment, als die Tür zufiel, brach sie in Tränen aus. Ein Schluchzen entkam ihren Lippen. Ihre Hände zitterten heftig, während sie das Lenkrad umklammerte. Sie saß einfach nur da, weinte und versuchte zu begreifen, wie ihr Leben so schnell zerbrochen war. Vor zwei Tagen hatte sie noch eine Überraschungsreise zum Jahrestag für Richard geplant. Doch er hatte mit ihrer besten Freundin geschlafen, während sie Flüge buchte. Ein bitteres Lachen entwich ihr. Wie erbärmlich, dumm und blind sie gewesen war. Sie startete den Motor. Die Villa verschwand hinter ihr, während sie hinausfuhr. Die Straßen waren fast leer, die Straßenlaternen verschwammen durch ihre Tränen. Sie wusste nicht, wohin sie fuhr – sie fuhr einfach weiter. Das war besser, als dort zu bleiben. Dann klingelte ihr Telefon. Das Geräusch erschreckte sie. Sofort hielt sie am Straßenrand an und holte das Handy aus ihrer Tasche. Ihre Brust hob und senkte sich rasch. Das Telefon klingelte weiter. Es war eine unbekannte Nummer. So kaputt, wie sie war, wollte sie nicht rangehen. Doch ihr Zeigefinger wischte über den grünen Button. „Hallo?“ Ihre Stimme brach. „Spreche ich mit Mrs. Thompson?“, fragte ein Mann. „Ja.“ „Hier ist Anwalt Harris.“ Kendra runzelte die Stirn. Sie kannte niemanden mit diesem Namen. „Ich möchte Ihnen mitteilen, dass die Eigentumspapiere fertig sind.“ Eigentumspapiere? Sie wischte sich über das Gesicht und drückte das Telefon ans Ohr. „Welche Eigentumspapiere?“ Es gab eine kurze Pause, bevor er antwortete: „Die Übertragungsdokumente, die Ihre Mutter vor ihrem Tod angefordert hat, sind bereit…“ Kendra erstarrte. Ihre Mutter hatte Immobilien? Sie wusste eigentlich kaum etwas über ihre Mutter, weil sie bei ihrem Vater gelebt hatte. Ihre Eltern hatten sich getrennt, als sie erst fünf Jahre alt war. „Ich habe vor drei Tagen mit Ihnen gesprochen“, fuhr der Anwalt fort. „Ihre Mutter hat verfügt, dass alle ihre Vermögenswerte auf Ihren Namen übertragen werden.“ Kendra umklammerte das Telefon fester. Der Anwalt fuhr fort: „Ihr Land, ihre Investitionen, Anwesen, Fahrzeuge, Unternehmensanteile… alles.“ Frische Tränen füllten ihre Augen. Ihre Mutter war seit zwei Monaten tot. Ihr Vater war vor drei Jahren gestorben, und heute Nacht hatte sie entdeckt, dass ihr Ehemann sie nie geliebt hatte. Die Einsamkeit war überwältigend. „Mrs. Thompson?“ Sie blinzelte. „Ja.“ „Es tut mir leid, dass ich so spät anrufe. Ich brauche nur noch eine Klärung zu einem Detail, bevor wir alles abschließen.“ Kendra schluckte schwer. „Sagen Sie.“ „Haben Sie Kinder?“ Ihr Herz setzte einen Schlag aus, bevor sie antwortete: „Nein.“ Der Anwalt räusperte sich. „Möchten Sie einen Prozentsatz der Vermögenswerte Ihrem Ehemann zuweisen?“ „Nein. Alles bleibt auf meinen Namen“, sagte sie scharf. Hätte sie nicht herausgefunden, dass ihr Mann sie betrog, wäre sie bereit gewesen, ihm alles zu geben. „Sind Sie sicher, Mrs. Thompson?“, fragte der Anwalt. „Ja.“ Das war das Letzte, was sie sagte, bevor das Gespräch endete. Kendra starrte auf den dunklen Bildschirm und legte das Telefon langsam beiseite. Sie startete das Auto erneut. Ihre Tränen hörten auf zu fließen – was der Anwalt gesagt hatte, ließ den Schmerz ein wenig nachlassen. Eine Stunde später bog sie in die Auffahrt des Anwesens ein. Der Anblick von Richards Auto auf dem Parkplatz zog sofort ihre Aufmerksamkeit auf sich. Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. Er war schon zu Hause? Wie? Sie zog ihre Absätze an, stieg aus und ging hinein. Sie nahm den Aufzug, um dem Personal aus dem Weg zu gehen – das Letzte, was sie wollte, war, dass jemand sie in diesem Zustand sah. Als sich die Aufzugstüren öffneten, trat sie in das Penthouse. Und erstarrte sofort. Richard saß im Wohnzimmer. Sein Blick traf sie im selben Moment. „Wo kommst du her?“, fragte er kalt, als hätte er sich Sorgen gemacht, weil sie so spät nach Hause kam. Seine Stimme war kalt und befehlend – dieselbe Stimme, die einst ihr Herz höher schlagen ließ. Jetzt machte sie ihr nur noch übel. Kendra sah ihn an. Das war derselbe Mann, der sie dumm genannt hatte, der Mann, für den sie alles geopfert hatte, der Mann, der ihr Vertrauen verraten hatte. Ein bitteres Lächeln streifte ihre Lippen. „Das geht dich nichts an.“ Richards Gesicht verdüsterte sich sofort. Sie drehte sich um, um nach oben zu gehen, und plötzlich schoss seine Hand hervor. Seine Finger umschlossen fest ihr Handgelenk. Schmerz schoss durch ihren Arm, und Kendra zuckte zusammen und blieb stehen. Langsam sah sie auf seine Hand und dann wieder zu ihm hoch. Sein Kiefer war angespannt, und seine Augen waren voller Wut. „Ich habe gefragt“, knurrte er und zog ihren Griff fester, „wo kommst du her?“Richards Finger schlossen sich fester um die Dokumente. Sein Gesicht verdüsterte sich mit jeder Seite, die er umblätterte. Das Selbstvertrauen, das ihn stets umgeben hatte, begann zu bröckeln.„Kendra. Was genau versuchst du hier? Denn ich habe deine Freundin gewählt und du…“Kendra verschränkte die Arme. „Nein, nein. Wenn du lieber die ganze Welt statt mich wählst, werde ich trotzdem tun, was ich will.“ Sie unterbrach ihn mit einem Lächeln.„Ich hole mir einfach zurück, was mir gehört. Die Firma, die Investitionen, die Anteile… die waren von Anfang an nie deins.“Freya blickte nervös zwischen ihnen hin und her. „Richard, wovon redet sie? Bring sie zum Schweigen. Du hast ihr alles gegeben, inklusive des Geldes, mit dem sie ihr Geschäft angefangen hat.“Kendra lächelte. Sie hatte Freya nicht die ganze Geschichte erzählt, nur ein paar sorgfältig ausgewählte Teile.Richards Aufmerksamkeit blieb auf Kendra gerichtet. „Das würdest du nicht wagen. Du hast versprochen, es nie zurückzunehmen.
Richards Hand erstarrte an Freyjas Taille, und Freyja löste sich aus dem Kuss.Freyjas Gesicht verlor alle Farbe, als sie Kendra sah. Sie stand von seinem Schoß auf, und Richard erhob sich sofort von seinem Stuhl.„Kendra—“Kendra starrte die beiden einfach an. Der Anblick vor ihr hätte ihr das Herz brechen müssen. Hätte sie das gestern Abend gesehen, wäre sie zusammengebrochen und hätte wie ein Baby geweint, sich selbst in Frage gestellt, ihren Wert in Frage gestellt, sich gefragt, was sie falsch gemacht hatte.Aber jetzt empfand sie nur Ekel. Ihre Augen glitten langsam über sie.Freyjas Lippenstift war verschmiert und Richards Krawatte saß schief.Sie konnte es immer noch nicht glauben – das waren dieselben Menschen, die sie monatelang wie eine Närrin behandelt hatten.Ein Lächeln erschien langsam auf ihren Lippen. „Macht weiter, warum habt ihr aufgehört? Oh, wegen mir?“Dieses eine Wort schockierte sie.Richard runzelte die Stirn. „Kendra?“Sie trat vollständig ins Büro und schloss
Richard packte Kendras Handgelenk und zog sie ins Schlafzimmer.Sie stolperte von der Wucht nach vorne, fing sich gerade noch, bevor sie fallen konnte, und die Tür knallte hinter ihnen zu.„Was sollte das da draußen?“, forderte Richard, seine Stimme scharf vor Wut. „Was für einen Auftritt hast du da abgezogen?“Kendra glättete langsam ihr Kleid und hob das Kinn.„Ich habe genau das gesagt, was ich meinte, und du hast es sehr gut gehört“, sagte sie. Sein Kiefer spannte sich an.„Du hast mich vor meiner Familie bloßgestellt.“Ein bitteres Lachen entwich ihren Lippen. „Bloßgestellt?“, wiederholte sie. „Du hast sie belogen, Richard. Du hast dagestanden und mich zur Bösewichtin gemacht. Du hast allen erzählt, ich hätte Angst vor einem Kind, obwohl du derjenige warst, der nie eines wollte.“Überraschung huschte über sein Gesicht.Einen Moment lang sah er wirklich sprachlos aus.Kendras Augen brannten, doch sie weigerte sich, die Tränen fallen zu lassen.„Dachtest du, ich würde es nicht hera
In dem Moment, als Richard merkte, wie fest er ihr Handgelenk umklammerte, veränderte sich sein Gesichtsausdruck.Seine Finger lockerten sich sofort.„Habe ich dir wehgetan?“, fragte er, und seine Stimme wurde sanfter. „Es tut mir leid. Ich war besorgt. Du bist einfach aus dem Anwesen gegangen, ohne jemandem Bescheid zu sagen.“Kendra starrte ihn an. Die Sorge in seinen Augen ließ ihren Magen sich umdrehen. Was für ein talentierter Lügner.Vor nur wenigen Stunden hatte sie vor einer verschlossenen Tür gestanden und zugehört, wie er mit ihrer besten Freundin Pläne schmiedete.Und jetzt stand er hier und sah sie an, als wäre sie der wichtigste Mensch in seinem Leben.Die Heuchelei machte sie krank. Ohne ein Wort zu sagen, riss sie ihre Hand von ihm fort.Richard runzelte die Stirn. „Ken…“Seine Stimme wurde leiser. „Es tut mir leid.“Kendra blieb stumm. „Ich hätte dich nicht so greifen dürfen. Das war nicht meine Absicht.“Er trat einen Schritt näher. „Es tut mir wirklich leid.“Bevor s

















