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Dennis Bauers abgedrehtes Leben
Dennis Bauers abgedrehtes Leben
작가: Dagny

Kapitel 1

작가: Dagny
Gegen elf Uhr abends.

Ich war im Park unterhalb der Wohnung meines Bruders joggen.

Plötzlich hörte ich aus einem Gebüsch das Rascheln und Geflüster eines Mannes und einer Frau.

„Karl, bist du eigentlich zu irgendetwas zu gebrauchen? Du sagst, zu Hause funktioniert es nicht, also komme ich mit dir hierher, und jetzt bist du immer noch so?“

Als ich das hörte, erkannte ich sofort die Stimme meiner Schwägerin – war das nicht Emma?

Mein Bruder und meine Schwägerin waren doch zum Essen ausgegangen. Wie konnten sie jetzt im Park sein – und dann auch noch im Gebüsch?

Obwohl ich noch nie in einer Beziehung gewesen war, hatte ich schon einiges über sexuelle Vorlieben gehört – mir war sofort klar, dass die beiden hier draußen den Kick suchten.

Ich hätte nie gedacht, dass Karl und Emma so drauf sind. Im Park … das war ja wohl extrem.

Ich konnte nicht anders, und ich wollte näher heran und heimlich zuhören.

Emma war wirklich hübsch, und ihre Figur war fantastisch.

Ihre Stimme so zu hören, davon hatte ich heimlich schon lange geträumt.

Auf Zehenspitzen schlich ich zum Gebüsch und streckte vorsichtig den Kopf hinaus.

Da sah ich, wie Emma auf meinem Bruder Karl Gruber saß. Sie war mir zwar mit dem Rücken zugewandt, aber die Linie ihres Rückens war einfach unglaublich schön.

Mir wurde schlagartig der Mund trocken, und ein heißes Ziehen ging mir durch den Unterbauch.

Bei so einer verführerischen Frau bekam Karl es trotzdem nicht richtig hin. „Emma, ich … irgendwie klappt es immer noch nicht.“

Emma fuhr ihn wütend an. „Du bist echt nicht mehr zu retten. Kaum fünfunddreißig und schon so – wozu brauche ich dich da überhaupt noch?“

„Auch wenn du keinen hochkriegst, könntest du mir wenigstens irgendetwas Nützliches liefern – aber nichts! Wie soll ich so ein Kind kriegen?“

„Wenn das so weitergeht, suche ich mir jemand anderen!“

„Du willst vielleicht kein Vater werden, aber ich will auf jeden Fall Mutter werden.“

Wütend zog Emma ihre Hose hoch und stapfte davon.

Ich erschrak so sehr, dass ich mich hastig umdrehte und davonlief.

Kurz nachdem ich wieder in meinem Zimmer war, hörte ich, wie Emma auch zurückkam.

Sie knallte die Tür hinter sich zu, und in mir machte es kurz klick.

Ich klopfte mir heimlich auf die Brust und dachte, wie knapp das gewesen war. Ich hätte nie gedacht, dass das Eheleben von Karl und Emma so wenig harmonisch war.

Es heißt, Frauen sind mit Anfang dreißig am schärfsten drauf. Bei Emma sah man sofort: Die war richtig sexuell frustriert – komplett unbefriedigt. Mit dem schmächtigen Körper von Karl – wie sollte er sie je zufriedenstellen?

Mit mir ginge das bestimmt besser – dachte ich erschrocken.

Pf, pf, pf! Was dachte ich da bloß? Emma ist doch meine Schwägerin – wie konnte ich nur in ihre Richtung denken?

Auch wenn Karl und ich nicht leibliche Brüder sind, sind wir einander näher als richtige Brüder.

Ohne Karl wäre ich nie an der Uni gelandet.

Also durfte ich mir auf keinen Fall Hoffnungen in Richtung Emma machen.

Während ich mich noch in diesen wirren Gedanken verlor, hörte ich plötzlich aus dem Nachbarzimmer ein leises, erregtes Stöhnen.

Sofort legte ich das Ohr an die Wand und lauschte.

Dieses erregte Atmen war eindeutig. Emma … machte es sich tatsächlich selbst.

Mein ganzer Körper fühlte sich plötzlich heiß und unruhig an.

Ich hielt es nicht mehr aus. Ich machte es mir selbst.

Am Ende verschmolzen die Geräusche von beiden Seiten der Wand zu einem einzigen Klang.

Diese merkwürdige Übereinstimmung ließ meine Fantasie erneut mit mir durchgehen.

Ich dachte insgeheim, dass es mit mir für sie ganz anders wäre.

Aber das war natürlich völlig unmöglich.

Zwischen uns stand nun einmal Karl.

Ich konnte Karl so etwas nicht antun.

Ich zog meine benutzte Unterhose aus, legte sie draußen im Bad zur Seite und nahm mir vor, sie am nächsten Morgen zu waschen.

Dann legte ich mich ins Bett und schlief ein.

Ich schlief an diesem Tag bis kurz nach neun. Als ich aufstand, war Karl schon zur Arbeit gegangen, und in der Wohnung waren nur noch Emma und ich.

Emma war in der Küche und machte Frühstück.

Sie trug ein Trägernachthemd aus reiner Seide, und ihre üppige Figur war vor meinen Augen kaum verhüllt.

Besonders ihr Busen ließ mir wieder den Mund trocken werden.

„Dennis, du bist ja auch wach. Wasch dich schnell, dann frühstücken wir“, rief Emma, als sie mich sah.

Ich war erst seit ein paar Tagen hier, mit Emma noch nicht richtig vertraut und fühlte mich ziemlich unwohl.

Also murmelte ich nur ein knappes „Hm“ und ging ins Bad.

Während ich mich wusch, fiel mir plötzlich ein, dass meine Unterhose von gestern Abend noch hier lag.

Emma war früher aufgestanden als ich – hatte sie sie etwa schon gesehen?

Ich schaute hastig zur Ablage – und erstarrte. Meine Unterhose war weg.

Während ich noch überall suchte, hörte ich plötzlich hinter mir Emmas Stimme: „Such nicht weiter, ich habe sie für dich gewaschen.“

Ich wurde auf einen Schlag knallrot vor Scham.

Die Unterhose trug noch Spuren von gestern Abend. Wenn Emma sie gewaschen hatte, musste sie doch alles gesehen haben.

Das war einfach viel zu peinlich.

Emma stand mit vor der Brust verschränkten Armen da und sah mich mit einem schmalen Lächeln an, als wäre nichts gewesen. „Dennis, hast du gestern Abend vielleicht irgendetwas gehört?“

Ich schüttelte den Kopf wie verrückt. Ich durfte auf keinen Fall zugeben, dass ich gehört hatte, wie sie allein so etwas gemacht hatte.

„N-nein, ich habe nichts gehört.“

„Wirklich? Du hast keine seltsamen Geräusche aus meinem Zimmer gehört?“

Sie wollte mich ganz klar testen.

„Ich war gestern schon kurz nach zehn im Bett, ich habe wirklich nichts mitbekommen.“

Kaum hatte ich das gesagt, suchte ich das Weite.

Ich wusste selbst nicht, warum – aber vor Emmas Fragen fühlte ich mich unglaublich ertappt, und mein Blick zog es immer wieder unwillkürlich zu ihrem Busen.

Es war, als wäre ich wie verhext.

Ich setzte mich an den Esstisch und aß mit gesenktem Kopf, war aber eigentlich gar nicht bei der Sache, denn Emma kam schon bald herüber und setzte sich direkt neben mich.

Ich fragte mich, was sie da eigentlich vorhatte. Früher hatten wir beim Essen immer einander gegenübergesessen – warum setzte sie sich auf einmal neben mich?

Während ich mir noch alles Mögliche ausmalte, stupste Emma mich plötzlich ganz leicht mit dem Finger am Arm an.

Sofort fuhr mir ein Kribbeln durch den ganzen Körper, als hätte mich jemand unter Strom gesetzt.

Ich dachte, dass sich eine Berührung von einer Frau also so anfühlt.

Das kam mir total verrückt vor.

„Dennis, du scheinst ja richtig Angst vor mir zu haben, oder?“

„Nein, ich bin nur noch nicht so vertraut mit dir, deshalb bin ich ein bisschen gehemmt.“

„Zwischen Menschen läuft es doch immer ähnlich – am Anfang kennt man sich nicht, und dann wird man vertraut. Gerade weil wir uns noch nicht so gut kennen, sollten wir mehr miteinander reden. So kommt man sich schneller näher.“

„Dennis, weißt du, was für einen Mann und eine Frau der schnellste und effektivste Weg ist, sich besser kennenzulernen?“

Ich wusste nicht, ob ich mir das nur einbildete, aber ich hatte das Gefühl, dass Emma mir da etwas andeuten wollte.

Mir wurde ganz anders, und an Essen war überhaupt nicht mehr zu denken.

Ich war zugleich aufgeregt und unsicher und wollte unbedingt wissen, was sie damit meinte.

Also fasste ich mir ein Herz und fragte: „Emma, was ist das denn?“

„Sex haben“, sagte Emma ganz direkt und sah mich mit ihren leuchtenden Augen an.

Ich verschluckte mich fast.

In Gedanken fragte ich mich, warum sie so etwas ausgerechnet zu mir sagte. Sie war doch meine Schwägerin – ich konnte so etwas mit ihr doch überhaupt nicht machen.

Wollte sie etwa wirklich etwas von mir?

Weil mein Bruder nicht konnte, setzte sie jetzt ihre Hoffnung auf mich?

Nein, auf keinen Fall – ich durfte meinem Bruder so etwas nicht antun.

Ich zog meinen Stuhl hastig ein Stück zur Seite. „Emma, mach bitte keine solchen Witzen. Wenn das jemand hört, gibt es nur Missverständnisse.“

Emma lachte auf, als sie mein Gesicht sah. „Na gut, dann sag jetzt ehrlich, hast du gestern Abend etwas gehört oder nicht? Wenn du mir das immer noch nicht gestehst, dann müssen wir zwei uns wohl noch ein bisschen körperlich unterhalten.“

Ich bekam es richtig mit der Angst zu tun – so durfte das nicht weitergehen. Also sagte ich ängstlich: „Emma, ich habe gestern Abend tatsächlich ein paar Geräusche gehört, aber das war keine Absicht.“

„War das mein Stöhnen? Hat es sich gut angehört?“, fragte sie tatsächlich.

Ich wurde knallrot, mein Herz schlug mir bis zum Hals, und ich wusste wirklich nicht, worauf ich antworten sollte.

In diesem Moment klopfte es draußen an der Tür, und ich rannte hin, als hätte man mir einen Ausweg hingehalten.

Als ich die Tür öffnete, stand davor eine groß gewachsene, schlanke Frau.

Sie war hübsch, mit einer sehr weiblichen, kurvigen Figur, fast wie eine Schauspielerin.

Sie sah mich mit großen, dunklen Augen an und fragte: „Wer bist du denn?“

Ich war genauso verwundert. „Und wer bist du?“

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