LOGINKapitel 4: Schatten der Konkurrenz
Elara betrat die Büroetage von Aero Industries und spürte sofort die vertraute Mischung aus Ordnung, Luxus und Macht, die sich wie eine unsichtbare Decke über die gesamte Etage legte. Sie war nun seit mehreren Wochen Aero’s private Assistentin – die Aufgaben hatten sich intensiviert, die Erwartungen erhöht, doch sie hatte sich bewährt. Jeden Tag lernte sie mehr, beobachtete, analysierte und hielt Schritt. „Guten Morgen, Elara.“ Aero’s Stimme erreichte sie, während er aus seinem Büro trat. Er wirkte wie immer makellos: perfekt gestylte Haare, dunkler Anzug, Haltung wie ein Mann, der sich jeder Situation bewusst ist. Sie spürte sofort die bekannte Mischung aus Nervosität und Faszination, die sie jedes Mal überkam, wenn er den Raum betrat. „Guten Morgen, Herr Aero.“ Sie antwortete ruhig, während sie ihre Mappe eng an sich presste. „Ich hoffe, der heutige Tag wird produktiv“, sagte er, seine Augen kurz prüfend auf ihr Gesicht gerichtet. Dann wandte er sich ab, um sich in seinem Büro einzuschließen. Elara atmete einmal tief durch. Sie wusste, dass ihre Aufgaben heute anspruchsvoll werden würden, doch sie fühlte sich bereit. ⸻ Kaum hatte sie sich an ihren Schreibtisch gesetzt, hörte sie die leise, singende Stimme von Selina: „Oh, hallo Elara! Schon früh da, wie immer.“ Selina kam auf sie zu, freundlich lächelnd, die Bewegungen elegant, die Haare perfekt gestylt. Doch Elara bemerkte sofort etwas Untergründiges: ein kurzer Blick auf Aero’s Büro, ein kaum merkliches Zucken in den Lippen, eine Spannung in der Haltung. Es war Eifersucht, und sie konnte sie spüren. „Guten Morgen, Selina“, antwortete Elara höflich, während sie die Augen nicht von den Unterlagen ließ. „Ich hoffe, Sie fühlen sich hier inzwischen wohl. Aero ist ja… anspruchsvoll.“ Selina’s Lächeln war zu perfekt, fast süßlich. „Aber man gewöhnt sich daran.“ Elara nickte knapp, spürte die subtile Konkurrenz, die sich wie ein kalter Schatten zwischen ihnen ausbreitete. Sie wusste, dass Selina seit Jahren im Unternehmen war und Aero schon lange kannte. Es war klar, dass Selina sie als Bedrohung sah. ⸻ Die Vormittagsstunden vergingen in einem Strom aus Telefonaten, E-Mails, Meetings und Dokumenten. Elara spürte, wie Selina immer wieder kleine Bemerkungen einfügte, die Aero subtil auf sie lenkten: „Vielleicht könnte Herr Aero das selbst prüfen, wenn Sie gerade beschäftigt sind, Elara?“ oder „Ich könnte helfen, wenn Sie Unterstützung brauchen.“ Elara behielt die Ruhe. Nicht reagieren. Professionalität wahren. Sie konzentrierte sich auf ihre Aufgaben, während sie innerlich jede Nuance analysierte. Aero selbst bemerkte die Spannungen zwischen den beiden, doch er ließ Selina nicht zu nahe an sich heran. ⸻ Später, während eines kurzen Meetings im Besprechungsraum, standen alle um einen großen Glastisch. Aero sprach präzise, schnell, seine Stimme ruhig und durchdringend. Selina war nahe bei ihm, versuchte sich durch kleine Bemerkungen und Lächeln hervorzutun, doch Aero richtete seine volle Aufmerksamkeit auf Elara. „Elara, ich möchte, dass Sie die Präsentation für den Vorstand vorbereiten“, sagte er, seine Augen kurz auf sie gerichtet. „Ich vertraue darauf, dass Sie es effizient und fehlerfrei erledigen.“ Elara nickte, fühlte das bekannte Ziehen in der Brust. Vertrauen von Aero zu bekommen war ein Privileg, aber auch eine Herausforderung. Selina verzog die Lippen leicht, spürbar frustriert über die Bevorzugung, und Elara konnte das kaum übersehen. ⸻ Während der Mittagspause sprachen Selina und Elara zusammen in der Cafeteria. Selina wirkte freundlich, doch die Eifersucht blitzte immer wieder durch kleine Spitzen: „Es muss toll sein, so nahe an Aero zu arbeiten, oder?“ fragte Selina, die Stimme süßlich, die Augen jedoch wachsam. „Es ist anspruchsvoll, aber ich lerne viel“, antwortete Elara diplomatisch. „Er ist ein schwieriger, aber fairer Chef.“ „Fair… hm, ja“, murmelte Selina, während sie das Tablett auf den Tisch stellte. „Ich frage mich manchmal, wie man diesen Perfektionismus aushält.“ Elara nickte, hielt die Konversation neutral, spürte jedoch, wie die subtile Rivalität zwischen ihnen wuchs. Selina war clever, charmant und wusste genau, wie sie Aero beeindrucken konnte – doch Aero schien ungerührt. ⸻ Am Nachmittag setzte sich Aero wieder zu seinem Schreibtisch, Elara bereits vorbereitet mit Unterlagen, Kalender und Notizen. Er lehnte sich zurück, musterte sie kurz und sagte: „Sie haben sich bisher sehr gut geschlagen, Elara. Ihre Effizienz und Ihr Timing sind bemerkenswert.“ Elara spürte, wie sich Wärme und Stolz mit Nervosität mischten. Er lobt mich… er vertraut mir. „Danke, Herr Aero“, sagte sie leise, doch bestimmt. „Gut. Ich möchte, dass Sie weiterhin meine rechte Hand bleiben – in allen Belangen. Nicht nur heute, sondern auch langfristig. Ihre Position ist privilegiert, aber sie ist auch herausfordernd.“ Elara nickte. „Ich verstehe. Ich werde mein Bestes geben.“ Selina beobachtete aus dem Augenwinkel jede Bewegung, jedes Wort. Ihre Hände legten sich nervös auf den Tisch, die Lippen zu einem gezwungenen Lächeln verzogen. Aero schien sie kaum zu beachten, doch die Spannung in der Luft war spürbar. ⸻ Am Ende des Tages kehrte Elara nach Hause zurück, erschöpft, aber mit einem wachsenden Gefühl von Stolz und Verantwortung. Auf dem Heimweg dachte sie über Selina nach, über Aero, über die Machtspiele, die subtil zwischen ihnen allen stattfanden. Zu Hause erzählte sie Mina von den Spannungen, von Selina’s unterschwelliger Eifersucht, und Mina schüttelte lachend den Kopf: „Also Aero zieht immer noch dein Augenmerk an, aber Selina spielt auch ihr Spiel? Das wird interessant. Sei vorsichtig, Elara.“ Elara nickte, wusste, dass dies nur der Anfang eines komplizierten Spiels war. Aero war mächtig, Selina ehrgeizig und eifersüchtig – und sie selbst musste lernen, ihre Position zu halten, ihre Gefühle zu kontrollieren und gleichzeitig ihre eigenen Ambitionen zu wahren.Kapitel 62 – Hinweise und ZweifelAeroJede Sekunde fühlte sich an wie ein Schlag. Elara war verschwunden, und obwohl ich ihre Präsenz noch schwach spürte, war sie verschwunden, als hätte die Welt sie verschluckt. Mein Wolf brüllte, wild, ungeduldig, voller Panik und Zorn, doch ich zügelte ihn. Jede Aktion musste überlegt, präzise sein. Kein Fehler. Nicht jetzt.Kaelen und die Beta hatten sich entlang der möglichen Fluchtwege positioniert, jede Straße, jede Gasse, jeder Schatten überwacht. Doch selbst mit ihrem scharfen Blick, mit der Kraft des Rudels, war Elara verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf heulte innerlich. Ich konnte spüren, dass sie in Sicherheit war – zumindest teilweise. Irgendetwas in der Luft sagte mir das. Aber wo? Wer? Warum?„Alpha… wir haben etwas“, meldete Kaelen nach einer Minute, die sich wie Stunden anfühlte. „Ein Hinweis. Keine direkte Spur… aber eine Präsenz. Schwach, aber stabil. Nordöstlich von hier, abgelegene Gegend. Keine Zerstörung, kein Kampf, nur…
Kapitel 61 – Die Jagd nach ElaraAeroDie Minuten dehnten sich wie Stunden. Jeder Atemzug fühlte sich an wie ein Gewicht auf meiner Brust, mein Herz raste, mein Wolf war vollständig entfesselt. Elara war verschwunden. Verschwunden! Und ich konnte spüren, wie die Gefahr in der Luft hing, unsichtbar, aber deutlich – bedrohlich.„Kaelen! Beta! Ich brauche jede Information, jeden Hinweis, sofort!“ Ich rannte die Straße entlang, die Hände um das Telefon geklemmt, die Augen wie ein Falkenblick über die Umgebung. Jede Ecke, jede Gasse, jede Abweichung im Boden, jeder Schatten konnte ein Hinweis sein. Mein Wolf war in Alarmbereitschaft, spürte jede Bewegung, jede Veränderung, jede noch so kleine Unregelmäßigkeit in der Umgebung.Kaelen antwortete hektisch. „Alpha… wir scannen alles, jede Kamera, jeden Zugang. Keine Hinweise, außer dass sie von der Insel verschwunden ist. Aber…“ Seine Stimme stockte, und ich konnte die Anspannung spüren, die er kaum verbergen konnte. „…irgendetwas stimmt nicht
Kapitel 60 – Gefangen, aber beschütztElaraAlles geschah zu schnell. Ein starker Ruck, kalte Hände, die mich packten, ein kurzer Schmerz, ein Schrei, den ich kaum kontrollieren konnte – und plötzlich war ich weg. Weg von meinem sicheren Paradies, weg von Aero, weg von allem, was ich kannte.Panik brach in mir aus, wild, ungestüm. Mein Wolf war sofort wach, sprang an die Oberfläche meines Bewusstseins, jaulte, schnappte nach jeder Bewegung. Ich trat, schrie, versuchte zu entkommen, doch alles war zu stark, zu schnell. Ich spürte die Professionalität des Mannes, der mich hielt – hart, effizient, keine Zögern, keine Emotionen außer der Pflicht.„Wer… wer sind Sie? Was… was passiert hier?“, keuchte ich, mein Herz raste, mein Atem schwer.Keine Antwort. Nur der Fahrtwind, das Dröhnen des Motors, das Rattern eines unruhigen Fahrzeugs über unebenen Boden. Ich konnte kaum sehen, die Sonne verschwand hinter Wolken, und das Adrenalin schoss durch meinen Körper.Mein Wolf schrie, wild, aggressi
Kapitel 59 – Die Jagd beginntAeroJede Faser meines Körpers schrie Alarm. Elara war verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf war in vollster Alarmbereitschaft. Ich spürte das Brummen der Panik tief in meiner Brust, spürte die Instinkte, die mich trieben, jede Sekunde, jede Entscheidung, jeden Atemzug.Die Landung auf dem Festland hatte keine Zeit verschwendet. Kaelen und das Rudel warteten bereits am kleinen Hafen, die Augen wachsam, die Sinne angespannt, als hätten sie die Gefahr gespürt, bevor sie sichtbar wurde. Ich sprang von Bord, spürte den harten Asphalt unter meinen Füßen, das Dröhnen des Motors in meinem Rücken. Jeder Schritt war präzise, geplant, kein Moment verschenkt.„Wo ist sie?“ Meine Stimme war scharf, aber kontrolliert, ein Alpha-Befehl, der das Rudel sofort in Bewegung setzte. Ich spürte, wie Kaelen und die Beta auf meine Energie reagierten, ihre eigenen Kräfte bündelten. Jeder Instinkt aktiviert. Jeder Muskel bereit.Kaelen meldete sich sofort: „Keine Sichtungen in
Kapitel 58 – Aero verlässt die InselAeroDie Wut in mir brannte heißer als die Sonne über dem Meer. Elara war verschwunden. Verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf brüllte, und jede Faser meines Körpers war auf Alarm gestellt.Doch ein Blick auf die Realität brachte mich zurück in den Moment: Ich war auf einer Insel. Eingeschränkt, begrenzt. Kein Auto, kein sofortiger Zugang zum Festland. Alles verzögerte mich. Jede Sekunde zählte. Ich konnte nicht zögern.Mein Blick flog über das Wasser, die kleinen Boote im Hafen, die Helikopterplattform auf der Nachbarinsel. Ich musste schnell handeln. Ich musste herausfinden, wie ich sie erreichen konnte, bevor die Minuten sie zu weit weg trugen.„Kaelen, hör mir zu“, knurrte ich ins Telefon, die Stimme ein scharfer Befehl. „Ich brauche sofort alle verfügbaren Transportmittel. Boote, Hubschrauber, alles. Ich verlasse die Insel innerhalb der nächsten fünf Minuten. Keine Verzögerungen. Verstanden?“Kaelen reagierte sofort, hektisch, aber effizient
Kapitel 57 – Aero jagt das UnbekannteAeroDie Sonne brannte auf die Terrasse, das Meer glitzerte friedlich, als ich endlich das Telefonat mit dem Beta beendete. Ein kurzer Austausch, Routine. Doch selbst während ich sprach, spürte ich diese unterschwellige Unruhe in mir. Ein Instinkt, der nicht durch Worte erklärbar war.Ich senkte das Telefon, lehnte mich zurück und blickte über den Strand. Mein Blick wanderte zum Wasser, zu Elara, die ein Stück entfernt im flachen Meer stand, ihre Arme ausgebreitet, das Gesicht in der Sonne, den Kopf leicht zurückgeworfen.Ein Bild des Friedens. Ein Paradies. Und doch… etwas stimmte nicht.Mein Wolf meldete sich sofort. Ein leises Zucken, ein Kribbeln entlang meiner Wirbelsäule, ein dumpfes Warnsignal. Ich hob die Hand, wollte rufen – da war sie nicht mehr.„Elara?“ Meine Stimme hallte über die Terrasse, aber ich erhielt keine Antwort. Mein Herz setzte einen Schlag aus.Mein Blick raste über den Strand, das Wasser, die Treppe zum Haus. Keine Bewegu