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 Der Aufstieg der betrogenen Ex-Frau des Milliardärs
Der Aufstieg der betrogenen Ex-Frau des Milliardärs
Author: Miss Queen Mikayla

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last update publish date: 2026-09-06 20:17:44

Kapitel 1

„Liebling, du bist wahrhaftig ein Geschenk für diese Familie.“ Die dröhnende Stimme von Margaret Lancaster, ihrer Schwiegermutter, erfüllte den Raum. „Endlich hat Damian eine Frau gefunden, die ihm einen Stammhalter schenken kann.“

Das Lächeln auf Elenas Gesicht verschwand langsam, als sie die Stimme aus dem Inneren des Zimmers hörte. Sie hatte Damian – ihrem Ehemann seit zehn Jahren – gerade die beste Nachricht ihres Lebens überbringen wollen.

Elenas Hand umklammerte fest den Umschlag mit den Befunden der ärztlichen Untersuchung. Sie war mit ihrem vierten Kind schwanger.

Elena blieb in der Tür stehen. Ihre Augen erstarrten beim Anblick, der sich ihr bot. Eine blonde Frau mit einem perfekten Körper saß anmutig auf dem Sofa. Sie war geradezu perfekt. Es war Isabella Monroe.

Ein Topmodel, das oft die Titelseiten von Modemagazinen zierte. Und nun saß sie selbstbewusst in Elenas Haus, mitten unter ihrer Familie.

„Ach, Tante Margaret, Sie übertreiben aber“, lachte Isabella leise, ihre Stimme klang sanft und zugleich voller Genugtuung.

„Nenn mich nicht Tante, Mein Kind. Du bist jetzt meine Schwiegertochter.“

„Richtig, nenn uns Mama und Papa.“ Dieses Mal kam eine tiefe Stimme von Charles Lancaster, Elenas Schwiegervater. „Papa ist sehr glücklich. Papa hat endlich einen männlichen Erben!“

Elenas Brust zog sich zusammen. In diesem Moment wandte sich Damian zu ihr um. Als hätte er sie gerade erst bemerkt, stand er von seinem Stuhl auf und steckte beiläufig die Hände in die Hosentaschen.

„Bist du zurück?“, sagte er in einem beiläufigen Tonfall, als gäbe es an der Situation überhaupt nichts Ungewöhnliches.

Elena starrte ihn ungläubig an. Dann trat sie näher. „Damian, was hat das alles zu bedeuten?“

Isabella stand langsam auf, ging zu Damian hinüber und schlang die Arme um ihn. „Schatz, hast du es deiner Frau etwa noch nicht erzählt?“, fragte sie verwöhnt.

Elena spürte ein inneres Hämmern im Kopf. Ihre Hand krampfte sich um den Umschlag. „Damian, sag bitte irgendetwas.“

Der Mann seufzte und grinste dann spöttisch. „Elena, ich sage es dir ganz direkt. Isabella und ich sind seit zwei Jahren ein Paar. Sie hat mir etwas geschenkt, was nicht einmal du mir geben konntest.“

„Was meinst du damit?“, flüsterte Elena, während ihr das Herz in die Hose rutschte.

Damian sah sie scharf an. „Isabella hat einen Sohn zur Welt gebracht. Das ist ein Bild von meinem Sohn und Isabella; er ist erst zwei Monate alt.“

Elenas Augen weiteten sich augenblicklich vor Schreck über die Enthüllung ihres Mannes.

„Du hast mir drei Kinder geschenkt. Aber die Kinder, die du zur Welt gebracht hast, waren immer Mädchen. Du weißt doch, wie sehr ich mir einen männlichen Nachkommen gewünscht habe.“

Elena konnte nur ungläubig den Kopf schütteln.

„Und Olivia, Katty und Delya bleiben bei dir. Sie werden auch keinen einzigen Cent vom Vermögen bekommen. Elena, du weißt doch, wie die Familientradition hier funktioniert, oder? Ein männlicher Erbe ist immer wertvoller.“

„Was Damian sagt, ist wahr“, fuhr Lady Margaret fort. „Deine drei Töchter werden niemals erben. Sie sind es nicht wert. Und ich bin so dankbar, dass Isabella in Damians Leben getreten ist, um ihm einen Sohn zu schenken. Zehn Jahre Ehe, und du bringst nur drei Töchter zustande?“

Elena ballte ihre Hände zu Fäusten. „Also ... weil ich Mädchen zur Welt gebracht habe, bin ich in Ihren Augen nutzlos?“

Isabella kicherte leise. „Elena, du bist wirklich sehr verständig.“

Damian wandte sich Isabella zu und blickte sie mit Zärtlichkeit an – genau mit jenem Blick, den er sonst immer Elena geschenkt hatte. „Elena, das ist die beste Entscheidung. Ich werde dafür sorgen, dass du und deine drei Töchter ein komfortables Leben führen könnt. Ich bin sogar bereit, dir ein neues Haus zu geben, weit weg von hier.“

Ein neues Haus? Wie Müll, den man einfach wegwirft?

Elena blickte den Mann an, den sie einst so sehr geliebt hatte – den Mann, der versprochen hatte, in guten wie in schlechten Zeiten an ihrer Seite zu stehen. „Und ich?“, ihre Stimme klang zerbrechlich. „Habe ich dir jemals etwas bedeutet, Damian? Ich war diejenige, die dir all diese zehn Jahre zur Seite stand. Ich habe dir geholfen, bis du auf einer Stufe mit dem Adel warst. Und du wirfst mich einfach weg, nur deswegen?“

Damian antwortete nicht. Das war Antwort genug für Elena.

Mit zitternden Händen öffnete sie langsam den Umschlag, den sie gehalten hatte, und zog ein Blatt Papier heraus. Mit ruhiger Stimme sagte sie: „Ich wollte dir heute eigentlich sagen, dass ich schwanger bin.“

Damian zog eine Augenbraue hoch. „Schwanger?“

Elena blickte ihm direkt und unerschrocken in die Augen. „Ja, ich bin schwanger!“

Margarets Augen weiteten sich. Charles runzelte die Stirn, als wäre diese Information eine schlechte Nachricht. Isabella lächelte nur leicht, überhaupt nicht überrascht.

„Ach was, am Ende bringst du doch nur wieder ein Mädchen zur Welt!“, sagte Lady Margaret.

Elena hob das Kinn und sah ihre Schwiegermutter an.

Für einen kurzen Moment veränderte sich Damians Gesichtsausdruck. Doch bevor Elena es klar erfassen konnte, erschien ein hohnvolles Lächeln auf seinem Gesicht. „Und du glaubst, deine unbedeutende Schwangerschaft wird irgendetwas ändern?“

Elena schwieg. Ihre Tränen drohten zu fließen, doch sie hielt sie gewaltsam zurück.

Damian lachte leise und wandte sich dann an Isabella, als teilte er einen Witz mit ihr. „Deine Schwangerschaft wird meine Entscheidung niemals ändern, Elena. Isabella wird Mrs. Damian bleiben.“

Isabella lächelte Elena spöttisch an.

Elena umklammerte das Blatt Papier in ihren Händen.

Margaret verschränkte die Arme. „Wir wollen keine Zeit verschwenden. Am besten treibst du diesen Fötus in deinem Bauch ab!“

Elenas Blut kochte. „Was, wenn es ein Junge ist?“

Charles grinste. „Das kann gar nicht sein! Das Kind ist garantiert wieder ein Mädchen!“

Elena fühlte sich, als würde ihr Herz in tausend Stücke zerschmettert. Ihre Augen brannten, aber sie weigerte sich, vor ihnen Schwäche zu zeigen.

Damian trat an sie heran und blickte sie emotionslos an. „Elena, sieh es als geschäftliche Vereinbarung. Ich werde dich angemessen entschädigen. Du kannst in Frieden gehen.“

Beinahe wären ihr die Tränen gekommen, doch sie drängte sie mit aller Macht zurück. Sie würde ihnen nicht die Genugtuung geben, sie zerbrechen zu sehen.

Elena holte tief Luft und straffte die Schultern. Mit fester Hand zerriss sie das Blatt mit ihren Schwangerschaftsergebnissen.

Elena blickte Damian mit scharfem Blick an. „Du hast recht, Damian. Ich hätte dieses Haus schon längst verlassen sollen. Ich werde nicht zulassen, dass meine Kinder in einer Familie aufwachsen, die den Wert eines Menschen nur nach seinem Geschlecht beurteilt. Komm, lass uns scheiden, Mr. Damian Lancaster.“

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