LOGINWir fuhren, so schnell der Wagen hergab.Ryder hatte die Hände auf dem Lenkrad, die Knöchel weiß. Er sagte nichts, und ich sagte nichts, aber die Stille war belebter als jedes Gespräch unsere Atemzüge, der Motor, das gleichmäßigeNarben der Straße, die uns trennte.„Wie Heizlanzer macht es.“ Meine reden klang disharmonisch, als käme jemand anders.„Sie arbeitet in der Dunkle Kammer.“ Ich sah auf das Fenster des alten Handys. Keine Räche. Keine Spuren. „Aber Sie wissen, daran. Dass wir wissen, wohingelangen sollen. Sie sind sie.Ryder biss die Kiefern zusammen. „Wenn mir ihneinbringen, diese Hals spricht. Icht es, auf Normenfluss zu fallen? „Sie hat wahrscheinlich einen Erreiter, odder sie brach wieder hin.Er sah die, eine Sekunde lang, ich spürte es in dem, bevor er den Länder hatte.Wir fuhren vor der Dunkelkammer und: Ein einstöckiges Haus aus Backstein, auf dem Pissteil mit der Schrift.„Ach
Olivia hielt das Tablet in der Hand, als wäre es eine Trophäe.Auf dem Display war mein Email Posteingang offen. Sie drehte das Gerät zu mir, damit ich die Dateien sehen konnte. Der Ordner hieß Sicherung. Darin lag die Aufnahme von Jason. Die Stimmen von Jason Carter Senior, von Elias Vanderfeld und von Jason Carter Junior. Alles, was wir hatten.Sie tippte auf den Papierkorb und dann auf Papierkorb leeren.Ein Fenster sprang auf. Sollen diese Nachrichten endgültig gelöscht werden?Olivia sah mich an. Ihr Lächeln war breit und kalt.„Soll ich?“, fragte sie.„Fass das nicht an“, sagte ich.Sie tippte auf Löschen.Die Dateien verschwanden. Ein kurzes Wischen, ein leiser Ton, und der Ordner war leer.„Nein“, flüsterte ich.Olivia drehte das Tablet wieder zu sich und scrollte durch mein Konto.„Dein Passwort war nicht schwer zu erraten, Aurora. Dein Geburtstag und der Name deines
Ich konnte nicht still sitzen, als Ryder die Tür schloss.„Spiel es ab“, sagte ich. „Du musst es hören, bevor wir irgendetwas anderes tun.“Er ließ den Schlüssel auf den Tisch fallen und trat näher. Ich hielt ihm mein Handy hin, die Aufnahme bereits gestartet.„Setz dich“, sagte er.Ich setzte mich nicht. Ich lief am Küchentisch entlang, während die ersten Worte erklangen.„Ich muss mit dir reden.“Jasons Stimme, unsicher, betrunken, zerstört. Durch den Lautsprecher klang er noch kleiner, als er in Wirklichkeit war.Ryder stand stocksteif. Sein Gesicht war eine Maske, undurchdringlich. Er hörte zu, ohne mit der Wimper zu zucken.„Mein Vater hat die Anweisung gegeben. ‚Mach ihn fertig‘, hat er gesagt. Und ich habe es gewusst.“Ich beobachtete Ryder. Bei diesen Worten schloss er für einen Moment die Augen.„Anwälte. Polizisten. Zeugen, die bezahlt wurden, um zu schweigen. Und dein Vater
Die Wohnung roch nach fremdem Leben. Nach Vanillekerzen und geliehener Zeit. Meine Freundin Mira hatte mir ihren Schlüssel gegeben, ohne viele Fragen zu stellen, nur mit einem Blick, der sagte: „Wir reden später.“ Ich hatte ihre Couch bezogen, meine Tasche in die Ecke gestellt und das Gefühl gehabt, nirgendwo zu sein. Ich saß am Küchentisch, den USB-Stick in der Hand, und starrte auf das Nichts zwischen den Wänden. Das Video von Sebastian. Die Stimme von Jason Carter Senior. Der Schatten mit der Uhr meines Vaters. Drei Teile eines Puzzles, das mir langsam den Boden unter den Füßen wegnahm. Mein Handy lag auf dem Tisch. Ryders Nummer war noch da, aber ich hatte ihm seit dem Waldhaus nicht geschrieben. Er hatte gesagt, wir müssen Abstand halten, bis die Meisterschaft vorbei ist. Ich hatte genickt, obwohl mein Herz Nein geschrien hatte. Es klopfte. Ich zuckte zusammen. Mira war auf
Ich wachte auf, und das Bett war leer.Der Schlag in meiner Brust kam sofort. Er war weg. Er hatte mich im Wald zurückgelassen, ohne Auto, ohne Handyempfang, ohne Erklärung.Ich riss die Decke weg, rannte zum Fenster und sah nach draußen. Sein Auto stand noch da. Die Fahrertür war offen.Dann ging die Haustür auf. Ryder kam herein, zwei Pappbecher Kaffee in der einen Hand, eine Papiertüte in der anderen.Er blieb stehen, als er mich sah. „Du bist wach.“„Wo warst du?“„Im Dorf. Brötchen holen. Ich habe dir einen Kaffee mitgebracht.“Ich stand immer noch am Fenster und atmete schwer. „Ich dachte, du hättest mich verlassen.“Ryder stellte die Tassen auf den Tisch. Er kam langsam näher.„Ich lasse dich nicht zurück“, sagte er. „Das habe ich dir gesagt.“„Menschen sagen viel.“„Dann schau mich an und sag mir, ob du mir glaubst.“Ich sah ihn an. Sein Gesicht war müde, abe
Ich wache auf, weil mein Hals schmerzt.Einen Moment lang weiß ich nicht, wo ich bin. Die Decke über mir ist aus dunklem Holz, die Luft riecht nach Staub und kaltem Kamin. Ich liege in einem Bett, das nicht meins ist, unter einer Decke, die nach fremdem Waschmittel riecht.Dann höre ich ein Geräusch.Atmen.Ich drehe den Kopf. Neben dem Bett, auf dem Boden, liegt Ryder. Er hat sich in eine Decke gewickelt, den Arm unter dem Kopf, das Gesicht zur Tür gerichtet. Er schläft so leicht, dass sich seine Brust kaum hebt.Er hat mir sein Bett gegeben.Ich setze mich auf und sehe mich um. Der Raum ist klein. Ein Fenster mit zugezogenen Vorhängen, ein Stuhl, ein Tisch mit einer Lampe. Keine Bilder, keine persönlichen Gegenstände. Ein Versteck, kein Zuhause.Ich versuche mich zu erinnern, wie wir hierhergekommen sind.Die Fahrt war lang. Ryder hat nicht geredet, nur das Lenkrad umklammert und Nebenstraßen genomme







