LOGINIm Herrenhaus herrschte geschäftiges Treiben. George empfing heute einige seiner Geschäftspartner. Er gab den Hausmädchen und auch Olivia Anweisungen.
„Meine Gäste treffen gegen 12 Uhr mittags ein. Sei bereit und sorge dafür, dass alles perfekt vorbereitet ist. "Kein Fehler“, sagte George.
„Okay!", antwortete Olivia mit einem warmen Lächeln, das George ein wenig verunsicherte. Seit dem Vorfall war Olivia unterwürfig und gehorsam gewesen. Vielleicht hatte sie ihre Lektion gelernt, dachte er sich.
George gab ihr einen liebevollen Kuss, bevor er den Raum verließ.
Doch tief in ihrem Inneren, hinter diesem Lächeln, hegte Olivias verhärtetes Herz Fluchtgedanken. Und heute war der Tag dafür gekommen. Sie betrachtete die Liste, die Ella ihr gegeben hatte. Sie war ihre Eintrittskarte in die Freiheit.
Das Geräusch der sich öffnenden Tür ließ Olivias Herz einen Sprung machen. Sie schob den Zettel hastig unter ihren Oberschenkel, als sie sah, wie George den Raum betrat.
George bemerkte die leichte Veränderung ihres Gesichtsausdrucks. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er.
„Mir geht es gut“, sagte Olivia und fasste sich wieder.
„Hast du etwas vergessen?“, fragte sie.
„Ja, ich habe ein wichtiges Dokument für heute vergessen.“ Er kramte in der Schublade und holte einen blauen Aktenordner hervor.
„Sei vor elf Uhr fertig, Schatz“, sagte er, während er den Raum verließ.
„Okay, ich liebe dich“, sagte Olivia leise.
Gegen zwölf Uhr mittags traf Georges Geschäftspartner nach und nach ein. Olivia und George begrüßten sie und führten sie in seinen privaten Salon.
„Sagella, sie soll die Getränke bringen“, flüsterte er ihr sanft ins Ohr. Seine Arme legten sich um sie. In den Augen aller waren sie das perfekte Paar.
Olivia nickte und ging. Sie begab sich direkt in die Küche, um Ella zu suchen.
„Es ist so weit“, sagte sie voller Eifer zu Ella.
„Henry hat heute Dienst am Tor und er ist mein...“ Ella errötete leicht. Olivia begriff sofort und lachte.
„Du musst ihm nur sagen, dass Mr. George vergessen hat, den Wein zu besorgen, und dass ich ihn jetzt hole“, erklärte Ella und legte den Plan strategisch dar. Olivia sah sie besorgt an. „Machen Sie sich keine Sorgen, ich halte das schon aus. "Das hätte ich eigentlich schon vor langer Zeit tun sollen“, sagte Ella und hielt Olivias Hand.
Olivia ging zu George und erklärte ihm die ganze Situation. Er bemühte sich sehr, seinen Zorn zu beherrschen. „Ich werde dafür sorgen, dass sie es rechtzeitig bekommt, und in der Küche nachsehen, ob alles glatt läuft", sagte Olivia und küsste ihn auf die Wange.
Da sich die Situation mit dem Wein bereits zu einem Problem entwickelt hatte, gab sie Olivia grünes Licht für die Besorgung.
„Wie ist es gelaufen?“, fragte Ella. Sie war nervös . Da sie den Plan ausgearbeitet hatte, löste jeder einzelne Schritt bei ihr neue Panikwellen aus.
„Du hast die Liste dabei, oder?“, fragte Ella. Olivia nickte.
„Ich wünsche dir viel Glück“, sagte Ella.
Glücklicherweise musste Olivia keinen Überwachungskameras ausweichen – der Plan war also eigentlich einfach –, doch sie war dennoch sehr nervös.
Als Olivia das Tor erreichte, stellte sie fest, dass die Sicherheitsvorkehrungen dort verstärkt worden waren. Ohne Georges Erlaubnis durfte sie das Gelände nicht verlassen. Sie fasste sich ein Herz und ging auf die Wachen zu.
„Öffnet das Tor, ich muss schnell Wein holen“, sagte sie bestimmt.
„Tut mir leid, gnädige Frau, aber der Chef hat uns keine Anweisung gegeben, Sie das Gelände verlassen zu lassen“, sagte einer der Wachmänner.
Olivia holte die Liste hervor, die Ella ihr gegeben hatte.
„Das sind die Dinge, die ich besorgen soll; die Gäste warten. "Oder ihr könnt ihn anrufen und nachfragen.“ Bei diesem letzten Satz geriet sie innerlich in Panik, auch wenn sie äußerlich ruhig blieb.
Der Wachmann griff zu seinem Funkgerät; Olivia beobachtete ihn voller Angst. Was, wenn er tatsächlich George anrief? Doch gerade als er etwas sagen wollte, warf der Wachmann neben ihm ein: „Der Chef ist bei Gästen, er möchte sicher nicht gestört werden.“
Olivia atmete unauffällig auf.
„Wenn *ich* "Was gesagt hätte, hättet ihr meinen Rat sicher falsch aufgefasst“, sagte Olivia selbstbewusst.
Henry kehrte gerade noch rechtzeitig an seinen Posten zurück. Er überprüfte die Liste, und sie ließen Olivia sofort passieren. „Sollte so etwas noch einmal vorkommen, sorge ich dafür, dass ihr gefeuert werdet“, sagte Olivia streng.
„Genau Frau, ich werde jemanden abstellen, der Sie begleitet“, sagte Henry. Olivia sank das Herz in die Hose. Sie hatte sich schon als Siegerin gefühlt.
„Das ist nicht nötig, der Supermarkt ist nicht weit von hier“, versuchte Olivia, sie zu überzeugen, doch sie lehnten kategorisch ab.
„John, Maxwell, ihr seid für ihre Sicherheit verantwortlich“, sagte Henry.
Da ihr keine andere Wahl blieb, musste Olivia einwilligen.
„Hilf mir, den Wein zu suchen; ich muss kurz auf die Toilette“, sagte sie zu Maxwell. John klebte förmlich an ihr.
„Entschuldigung“, sagte sie zu einer der Verkäuferinnen.
„Genau, brauchen Sie etwas?“, fragte diese.
„Bitte, können Sie mir die Toilette zeigen? "Ich habe einen weiblichen Notfall“, sagte Olivia laut, damit die Sicherheitsleute es hören konnten.
„Oh, folgen Sie mir bitte“, sagte die Frau, die sofort begriff. John wollte ihr folgen, doch Olivia hielt ihn auf.
„Willst du mir etwa beim Ausziehen zusehen?“, fragte Olivia und warf ihm einen vielsagenden Blick zu. Er trat zurück, blieb aber an der Tür stehen.
Die beiden Frauen gingen auf die Toilette. Kurz darauf kam die Verkäuferin wieder heraus.
„Wo ist meine Chefin?“, fragte John.
„Sie hat ihre Kleidung stark beschmutzt. "Ich muss ihr eine Binde holen“, sagte die Frau, ohne mit der Wimper zu zucken.
Die Auskunft war ihm zu vage; er ließ die Verkäuferin gehen. Sie kam mit einer kleinen Nylontüte zurück.
Wenige Minuten später trat eine junge Frau in der Uniform des Supermarkts aus der Toilette; sie hatte den Kopf gesenkt und umklammerte fest eine kleine Nylontüte.
Sie ging an den Sicherheitsleuten vorbei, ohne sie anzusehen.
Olivias Herz hämmerte gegen ihre Brust.
Nicht aufsehen. Nicht rennen. Einfach weitergehen.
Sie zwang sich, ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten, bis sie zwischen den Regalgängen verschwand.
John wartete eine Weile; Maxwell, der losgegangen war, um den Wein zu holen, gesellte sich zu ihm.
„Sie ist noch nicht zurück“, stellte er fest.
„Nein“, antwortete John.
„Irgendetwas stimmt hier nicht – geh nachsehen“, befahl er.
Sie gingen zur Toilette und überprüften jede Kabine, konnten Olivia jedoch nicht finden.
„Sie ist weg“, sagten sie, völlig außer sich.
Maxwell packte die Frau, die Olivia hinein begleitet hatte.
„Ich frage dich nur ein einziges Mal – sag mir besser die Wahrheit“, sagte John streng. Die Frau zitterte bereits vor Angst.
„Wo ist sie?“, schrie John. Seine Stimme erregte die Aufmerksamkeit der Leute. Kunden drängten sich um sie herum.
„Ich weiß es nicht. Sie hat mich nur gebeten, ihr etwas zum Wechseln zu geben und ihr zu helfen, ihre Sachen zu entsorgen. "Das ist alles, was ich weiß“, rief die Frau unter inständigem Flehen. John erinnerte sich an die Frau, die an ihm vorbeigegangen war, und begriff, dass Olivia sich als Angestellte verkleidet hatte, um zu entkommen. Sie rannten aus dem Supermarkt und überlegten, welchen Weg sie einschlagen sollten, um sie zu finden.
„Wir müssen sie finden, sonst sind wir erledigt“, sagte Maxwell und fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
„Lass uns hier langgehen; zu Fuß kommt sie nicht weit“, sagte John. Sie liefen los und suchten jeden Winkel ab. John entdeckte in der Ferne eine Gestalt und gab Maxwell ein Zeichen. Sie rannten auf die Person zu.
Olivia ging so schnell sie konnte. Sie hatte kein Geld bei sich. Außerdem war die Gegend für Taxis kaum zugänglich.
Sie hörte näherkommende Schritte und drehte sich um. Ihr Herz raste, als sie Maxwell und John auf sich zulaufen sah. Ohne nachzudenken, rannte sie los. Sie konnte hören, wie die Schritte hinter ihr näher kamen.
Olivia lief schneller.
Es war ihr egal, wohin die Straße führte.
Es war ihr egal, was vor ihr lag.
Sie hatte
nur einen Gedanken: Sie durfte sich auf keinen Fall erwischen lassen. Sie würde niemals in dieses Haus zurückkehren.
Im Herrenhaus herrschte geschäftiges Treiben. George empfing heute einige seiner Geschäftspartner. Er gab den Hausmädchen und auch Olivia Anweisungen.„Meine Gäste treffen gegen 12 Uhr mittags ein. Sei bereit und sorge dafür, dass alles perfekt vorbereitet ist. "Kein Fehler“, sagte George.„Okay!", antwortete Olivia mit einem warmen Lächeln, das George ein wenig verunsicherte. Seit dem Vorfall war Olivia unterwürfig und gehorsam gewesen. Vielleicht hatte sie ihre Lektion gelernt, dachte er sich.George gab ihr einen liebevollen Kuss, bevor er den Raum verließ.Doch tief in ihrem Inneren, hinter diesem Lächeln, hegte Olivias verhärtetes Herz Fluchtgedanken. Und heute war der Tag dafür gekommen. Sie betrachtete die Liste, die Ella ihr gegeben hatte. Sie war ihre Eintrittskarte in die Freiheit.Das Geräusch der sich öffnenden Tür ließ Olivias Herz einen Sprung machen. Sie schob den Zettel hastig unter ihren Oberschenkel, als sie sah, wie George den Raum betrat.George bemerkte die leicht
Olivia öffnete langsam die Augen.Einen Moment lang wusste sie nicht, wo sie war. Der Raum war ihr fremd, und ihr Körper fühlte sich schwach und schwer an.Sie drehte den Kopf und sah George und Mrs. Sharon in der Nähe stehen.George bemerkte sofort, dass sie wach war.Er drehte sich um und rief nach dem Arzt.Der Arzt kam kurz darauf herein und untersuchte Olivia. Nachdem er ihren Zustand überprüft hatte, wandte er sich an eine Krankenschwester.„Bitte versorgen Sie die Verbrennung an Ihrer Hand.“Die Schwester nickte und begann, sich um Olivias verletzte Hand zu kümmern.George starrte auf den Verband.„Wie hast du dich verbrannt?“, fragte er.„Deine gnädige Mutter hat mir heißen Brei über die Hand geschüttet“, sagte Olivia mit schwacher, emotionsloser Stimme.Mrs. Sharons Gesichtsausdruck verhärtete sich augenblicklich.„Du kleine …“ Sie hielt inne, gekränkt von Olivias Tonfall.George wandte sich seiner Mutter zu.„Warum hast du das getan?“ Seine Frage kam für alle überraschend. O
Olivia wurde durch das Knurren ihres Magens geweckt. Ihr war aufgefallen, dass sie in letzter Zeit mehr gegessen hatte als sonst.Olivia war gerade auf dem Weg in die Küche, um das Frühstück zuzubereiten, als sie hörte, wie sich die Haustür öffnete.Sie drehte sich um und sah ihre Schwiegermutter, Mrs. Sharon, zusammen mit ihrer Tochter Cleopatra hereinkommen.Olivia lächelte sofort.„Guten Morgen, Mama. "Guten Morgen, Cleo.“Keine der beiden Frauen antwortete.Mrs. Sharon ging direkt an ihr vorbei, als hätte Olivia gar nichts gesagt.Cleopatra folgte ihr und musterte Olivia dabei demonstrativ von Kopf bis Fuß.Olivia zwang sich dennoch zu einem Lächeln und folgte den beiden.„Mama, Cleo, ihr habt mir gar nicht gesagt, dass ihr kommt“, sagte sie herzlich.„Soll ich etwa einen Brief schreiben, bevor ich komme?“, fragte Mrs. Sharon und bewahrte dabei ihre elegante Gelassenheit.„Wie oft habe ich dir gesagt, dass du mich nicht ‚Mama‘ nennen sollst? "Für dich bin ich Mrs. Sharon.“„Und fü
George sah sie mit spöttischem Blick an.„Sie ist Hausfrau“, sagte George beiläufig.„Ich bin Technikexpertin“, entgegnete Olivia sofort. Am Tisch stand es still. Georges Miene verändert sich.„Wirklich? "Was halten Sie von dem selbstfahrenden Auto, das Fintech kürzlich auf den Markt gebracht hat?“, fragte Mr. Joshua. Diese Frage weckte das Interesse des ebenfalls am Tisch sitzenden CEO von Fintech.Olivia erläuterte die Schwachstellen des Systems und schlug eine effizientere Methode zur Integration der Technologie vor. Ihre detaillierten Ausführungen ließen alle sprachlos zurück – besonders die beiden Damen, die sie zuvor herablassend behandelt hatten.„Brillant“, sagte der CEO von Fintech und klatschte Beifall.„Mr. George, Ihre Frau ist großartig. "Die Details sind absolut präzise“, lobte Mr. Joshua.„Falls Sie sich jemals entscheiden sollten zu arbeiten, würde meine Firma Sie gerne einstellen.“ Der CEO von Fintech reichte ihr seine Visitenkarte.„Dazu besteht kein Anlass“, lehnte
Sie rang nach Luft, während der Mann, den sie geheiratet hatte, seine Hand an ihrem Hals fester hielt. Panik überrollte sie.„George … du tust mir weh“, brachte sie mühsam hervor. Ihr Körper zitterte vor Anspannung. Sie hatte das Gefühl, jeden Moment zusammenbrechen zu müssen.„Wie kannst du es wagen, mich infrage zu stellen? Wer hat dir das Recht dazu gegeben?“, sagte George.Olivia brachte jedoch kein Wort heraus. Sie versuchte verzweifelt, Georges Hand von sich zu lösen, doch er war zu stark. Gerade als sie glaubte, es nicht mehr aushalten zu können, klingelte sein Telefon.Der Blick auf das Display veranlasste ihn, sie loszulassen. Er nahm das Gespräch entgegen. Olivia sank zu Boden und versuchte, wieder ruhig zu atmen. Ihr Gesicht war gerötet, und Tränen liefen ihr über die Wangen.„Bring dich in Ordnung. Wir haben eine Einladung zum Abendessen. Sei in dreißig Minuten fertig“, sagte er. „Es macht mir keinen Spaß, dich so zu sehen. Ich bringe dir nur bei, wie man eine anständige E







