LOGINElowen Veyra hat vierundzwanzig Tage, um den arrogantesten Star des Eishockeys in einen Weihnachtsliebling zu verwandeln. Dumm nur, dass Rhyden Vale lieber ihre Karriere ruinieren würde, als zu kooperieren. Doch als aus einer Fake-Beziehung echtes Verlangen wird, droht eine verschneite Nacht in der Lodge der Frostwolves alles zu enthüllen, was sie so verzweifelt nicht zu fühlen vorgeben. Dann verwandelt ein gefährliches Geheimnis ihre Weihnachtsromanze in ein Spiel, das keiner von beiden verlieren darf. Sich in Rhyden zu verlieben, war nie Teil des Plans. Seine Geheimnisse zu überleben, könnte noch schwerer werden.
View More**Elowens Perspektive**Mein erster Instinkt war, meine Koffer zu packen und wegzurennen. Aber dann dachte ich an Leos Gesicht, als Rhyden ihm die Schlittschuhe schnürte, und an die hunderten Kinder, die auf diese Spendenaktion angewiesen waren. Ich drückte die Kugel in meiner Hand und biss die Zähne zusammen. Ich würde nicht klein beigeben.Am nächsten Tag um die Mittagszeit rollte der Teambus durch die großen eisernen Tore der Everpine Lodge. Der Ort war atemberaubend. Eingebettet in schneebestäubte Kiefernberge, leuchtete die gewaltige Holzlodge unter tausenden warmer Lichterketten. Riesige Kränze hingen von jedem Balkon, Girlanden wanden sich um die Baumstammpfeiler, und der Duft von frischem Kiefernholz und Zimt erfüllte die klare Luft.Für einen kurzen Moment vergaß ich die Drohung.Dann kam die Rezeption.„Was heißt das, uns fehlt ein Zimmer?“, fragte ich und starrte Vespera ungläubig an.„Im Haupttrakt ist ein Rohr geplatzt“, sagte Vespera mit einem Seufzer und rieb sich die S
**Elowens Perspektive**Ein falscher Kuss sollte die Öffentlichkeit überzeugen. Stattdessen überzeugte er mich davon, dass es die schwerste Lüge meines Lebens werden würde, so zu tun, als hasste ich Rhyden Vale.Die Blitzlichter feuerten noch immer in meinen Augen, helle weiße Funken, die durch die kühle Nachmittagsluft auf dem Northvale Outdoor Christmas Market schnitten.„Näher zusammen, ihr beiden!“, rief ein Fotograf vom *Daily Sports* und gestikulierte in unsere Richtung. „Haltet Händchen! Seht aus, als mögt ihr euch tatsächlich!“Rhyden zögerte keine Sekunde. Seine großen, warmen Finger glitten in meine, sein Griff war fest und sicher. Er verschränkte unsere Finger, sein behandschuhter Daumen strich über meinen Handrücken, auf eine Art, die viel zu selbstverständlich und geübt wirkte.„Entspann dich, Weihnachtsmädchen“, murmelte Rhyden und zog mich ein Stück näher, sodass meine Schulter gegen seinen schweren Wollmantel drückte. „Du bist steif wie ein Brett. Lächle, als wärst du
**Elowens Perspektive**Die Frau, die angeheuert worden war, um das öffentliche Image des Teams zu retten, sollte jetzt ihr eigenes Leben ruinieren.„Du wirst so tun, als wärst du Rhyden Vales Freundin“, sagte Vespera tonlos.Ich knallte das ausgedruckte Foto von letzter Nacht auf ihren Glasschreibtisch und ignorierte ihre irre Aussage komplett. „Hast du ein Wort von dem gehört, was ich gerade gesagt habe? Sieh dir dieses Bild an! Jemand hat das von innerhalb unseres Netzwerks an meinen privaten Account geschickt. Rhyden steht vor drei Jahren vor der Everpine Lodge neben einem Haufen gestohlenem Spendengeld!“Vespera zuckte nicht einmal. Sie nahm das Foto, schob es in ihren Aktenvernichter und sah zu, wie das Papier zu Konfetti wurde.„Hey!“, rief ich.„Hör mir jetzt ganz genau zu, Elowen“, sagte Vespera und beugte sich mit todernster Miene über den Schreibtisch. „Du fragst nicht nach Everpine. Du ermittelst nicht wegen dieses Fotos. Und du postest verdammt noch mal kein einziges Wort
**Elowens Perspektive**Rhyden Vale war eine Plage, eine Plage, die in einem neonpinken Pullover mit einem tanzenden Lebkuchenmann mit Sonnenbrille viel zu gut aussah.„Was ist das?“, verlangte ich zu wissen und zeigte auf seine Brust, als er mit einem dampfenden Pappbecher Kaffee in den Medienraum spazierte.„Ein festliches Statement, Weihnachtsmädchen“, sagte Rhyden, nahm einen langsamen Schluck und grinste mich über den Rand hinweg an. „Du hast ‚Weihnachtspullover‘ gesagt. Du hast nicht gesagt, welcher.“„Ich habe um halb acht Uhr morgens einen maßgeschneiderten tannengrünen Rollkragenpullover mit dezenter Schneeflockenborte auf deine Bank gelegt!“ Ich trat auf ihn zu, mein Klemmbrett zitterte fast in meiner Hand. „Wo ist der?“„Er hat einen plötzlichen und tragischen Espresso-Unfall erlitten“, sagte Rhyden geschmeidig, seine haselnussbraunen Augen funkelten vor purem Übermut. „Wirklich tragisch. Also musste ich improvisieren. Was, magst du keinen Lebkuchen?“„Das hast du mit Absic











