Beranda / Fantasy / Der Verschleierte Rachefeldzug / Kapitel 5: Die Schattenauktion

Share

Kapitel 5: Die Schattenauktion

Penulis: Blossom writes
last update Tanggal publikasi: 2026-03-25 19:44:55

Eleanor richtete die schwarze Seidenmaske, die die obere Hälfte ihres Gesichts bedeckte, während die feine Spitze leicht über ihre Haut kratzte. Das gedämpfte Licht des unterirdischen Auktionshauses warf lange Schatten über den Marmorboden, und die Luft roch nach teurem Parfüm und Geheimnissen.

Die letzten drei Tage hatte sie sich auf diesen Moment vorbereitet – Marcus’ Bewegungen verfolgt, seinen Assistenten bestochen und schließlich die Einladung zu dieser exklusiven Veranstaltung in seiner Schreibtischschublade entdeckt.

Die Black-Lotus-Auktion.

Ein Ort, an dem die Elite mit Dingen handelte, die man bei Tageslicht nicht kaufen konnte.

Und heute Abend standen Marcus’ private Finanzunterlagen auf dem Programm.

Eleanor strich ihr figurbetontes schwarzes Kleid glatt und trat tiefer in die Menge, ihre Absätze klackten leise auf dem Boden. Die Anwesenden waren eine Mischung aus maskierten Gesichtern – Politiker, Kriminelle und Milliardäre, alle verborgen hinter falschen Lächeln.

Sie musste sich einfügen.

Ein Kellner kam mit einem Tablett Champagnergläser vorbei. Sie nahm eines und nippte langsam daran, während sie den Raum musterte.

Wo würden sie die Unterlagen aufbewahren?

Eine tiefe Stimme erklang hinter ihr, so nah, dass sie den warmen Atem an ihrem Ohr spüren konnte.

„Suchen Sie etwas, Mrs. Blackwood?“

Eleanor erstarrte.

Langsam drehte sie sich um – und stand einem Mann gegenüber, der in seinem maßgeschneiderten Anzug wie die Verkörperung der Sünde wirkte.

Groß. Dunkles Haar. Durchdringende graue Augen, die sie förmlich zu durchschauen schienen.

Und ein Nachname, den sie nie wieder hören wollte.

Blackwood.

Doch das war nicht Marcus.

Dieser Mann war jünger, schärfer, mit einem Lächeln, das Ärger versprach.

Eleanor zwang ihre Stimme zur Ruhe. „Kenne ich Sie?“

Er legte den Kopf leicht schief und musterte sie. „Damien Blackwood. Marcus’ entfernter Cousin.“

Ihr Griff um das Glas wurde fester. Marcus hatte nie einen Cousin erwähnt.

Damiens Lächeln vertiefte sich. „Ah. Also hat er nichts von mir erzählt. Typisch.“

Eleanor verengte die Augen. „Was wollen Sie?“

„Helfen.“

Sie schnaubte leise. „Warum sollte ein Blackwood mir helfen?“

Damien beugte sich näher, seine Stimme ein Flüstern. „Weil ich Marcus mehr hasse als Sie.“

Eleanor hielt den Atem an.

Bevor sie antworten konnte, dimmte sich das Licht, und ein Scheinwerfer erhellte die Bühne in der Mitte. Eine Frau in einem roten Kleid trat vor, ihr Lächeln scharf.

„Meine Damen und Herren, willkommen zur heutigen Auktion. Beginnen wir.“

Eleanor wandte sich wieder zu Damien um, doch er war bereits auf dem Weg, warf ihr nur ein Wort über die Schulter zu.

„Folgen Sie mir.“

Sie zögerte.

Das konnte eine Falle sein.

Aber wenn er ihr wirklich helfen konnte, an Marcus’ Unterlagen zu kommen…

Sie folgte ihm.

Damien führte sie durch eine versteckte Tür hinter einem Samtvorhang, einen schmalen Flur entlang, dessen Wände mit antiken Spiegeln gesäumt waren. Ihre Spiegelbilder verzerrten sich im Glas, wie Geheimnisse, die sich wanden.

Am Ende des Ganges blieb er vor einer verschlossenen Tür stehen.

„Sie wollen Marcus’ Dateien?“, fragte er und zog einen Schlüssel aus der Tasche.

Eleanor nickte.

Damien schloss die Tür auf und stieß sie auf. Dahinter lag ein kleiner Raum mit einem einzigen Schreibtisch – darauf eine Mappe mit der Aufschrift Blackwood Holdings: Vertraulich.

Eleanors Puls raste.

Sie griff danach, doch Damien hielt ihr Handgelenk fest. Sein Griff war bestimmt, seine Finger warm auf ihrer Haut.

„Bevor Sie hineinschauen“, sagte er leise, „stellen Sie sich eine Frage.“

Sie schluckte. „Welche?“

Seine grauen Augen bohrten sich in ihre.

„Sind Sie bereit zu sehen, was Ihr Ehemann wirklich ist?“

Eleanors Herz hämmerte. Sie zog ihr Handgelenk zurück und schlug die Mappe auf.

Die erste Seite war ein Foto.

Marcus, neben einem Mann mit kalten Augen und einem vertrauten silbernen Ring.

Ihr Atem stockte.

Derselbe Ring, den ihr Vater trug.

Sie blätterte weiter – ein Vertrag, unterschrieben von Marcus. Darin wurde eine Partnerschaft mit einem Mann namens Victor Kane beschrieben.

Eleanors Hände zitterten. Victor Kane war ein Name, den sie bei gesellschaftlichen Dinnern hatte flüstern hören – ein Mann, dem alles Mögliche nachgesagt wurde, von illegalen Waffengeschäften bis hin zu Menschenhandel.

Damien trat näher, sein Blick auf den Vertrag gerichtet.

„Marcus hat nicht nur Sie verraten“, sagte er leise. „Er hat alle verraten.“

Eleanor sah zu ihm auf, ihre Stimme kaum hörbar. „Warum zeigen Sie mir das?“

Damiens Lächeln verschwand, ersetzt durch seltene Ernsthaftigkeit.

„Weil ich Ihre Hilfe brauche, um ihn zu Fall zu bringen.“

Eleanor erstarrte.

„Ihn zu Fall bringen?“

Damien nickte. „Marcus ist gefährlich. Gefährlicher, als Sie denken. Aber zusammen können wir ihn entlarven.“

Eleanors Gedanken rasten. Das war mehr als Untreue. Das war… Verrat auf einer ganz anderen Ebene.

„Warum sollte ich Ihnen vertrauen?“

Damien lehnte sich gegen den Schreibtisch und verschränkte die Arme.

„Das sollten Sie nicht. Aber haben Sie wirklich eine Wahl?“

Eleanor blickte wieder auf die Mappe. Das Foto von Marcus und Victor Kane starrte sie an, ihre Lächeln spöttisch.

Sie wusste, dass Damien recht hatte.

Sie hatte keine Wahl.

„Gut“, sagte sie und klappte die Mappe zu. „Was machen wir?“

Damiens Lächeln kehrte zurück.

„Zuerst verschwinden wir von hier, bevor Marcus merkt, dass die Unterlagen fehlen.“

Eleanor nickte und drückte die Mappe an ihre Brust.

Als sie den Raum verließen, blieb Damien an der Tür stehen und sah über die Schulter zu ihr zurück.

„Noch etwas“, sagte er leise.

„Was?“

„Vertrauen Sie Ihrem Vater nicht.“

Eleanors Atem stockte.

„Warum nicht?“

Damiens graue Augen verdunkelten sich.

„Weil er Sie Ihr ganzes Leben lang belogen hat.“

Eleanors Handy vibrierte in ihrer Clutch. Mit zitternden Händen zog sie es heraus.

Eine Nachricht von ihrem Vater:

Triff mich im Penthouse. Wir müssen reden.

Und darunter eine weitere Nachricht von der unbekannten Nummer:

Geh nicht hin.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 181 – Das Hauptbuch

    Die Zentrale des Schleiers war in fieberhafte Aktivität versetzt. Monitore leuchteten, Nachrichten liefen über die Bildschirme, Telefone klingelten. Eleanor stand in der Mitte des Raumes, die Arme verschränkt, und beobachtete das Chaos, das ihre Worte ausgelöst hatten. „Alle Nachrichtensender berichten über dich“, sagte Juna, die an einem Rechner saß. „Die Kommentare sind geteilt, aber die meisten feiern dich. Eleanor nickte, ohne eine Miene zu verziehen. Sie wusste, dass Jubel schnell in Vergessenheit geraten konnte. Was zählte, waren die Beweise. Und die hatte sie noch nicht geliefert. Damien trat neben sie. „Du willst jetzt schon nachlegen?“ „Es gibt keinen besseren Zeitpunkt. Solange die Welt auf uns schaut, würde jede neue Information doppelt so viel Gewicht haben. „Und was hast du vor?“ „Du wirst es gleich sehen.“ Sie ging zu ihrem Rechner, dem einzigen Gerät in

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 180 – Die letzte Maske

    Die Zentrale des Schleiers war still, als die Übertragung begann. Auf dem Hauptbildschirm saß der Architekt hinter einem schlichten Tisch, neben ihm Marcus, die Züge angespannt, die Hände zu Fäusten geballt. Eleanor stand vor dem Monitor, die Arme verschränkt, und sie spürte, wie sich in ihrer Brust etwas zusammenzog. Damien trat leise hinter sie. „Du musst dir das nicht ansehen.“ „Doch. Ich will wissen, was er vorhat.“ Auf dem Bildschirm begann der Architekt zu sprechen, ruhig wie ein Lehrer, der eine Lektion erteilt. Er sprach über die Maske, die er Marcus aufgesetzt hatte, über die Jahre der Inszenierung, in denen Marcus nur eine Galionsfigur gewesen war. Eleanor hörte zu, aber mit jedem Satz wuchs in ihr eine Unruhe. Das war nicht ihr Sieg. Das war die Rache eines anderen Mannes an einem anderen Werkzeug. Es fehlte etwas. Es fehlte sie. „Damien“, sagte sie leise, „ich bin es leid zuzusehen

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 179 – Liebende im Sturm

    Das Messer in ihrer Hand fühlte sich leicht an, fast wie eine Verlängerung ihres Arms. Eleanor hatte nie kämpfen gelernt, nicht wirklich. Aber in diesem Moment wusste ihr Körper, was zu tun war. Der erste Angreifer kam von links. Sie trat zur Seite, ließ ihn vorbeistolpern und stieß ihm die Klinge in den Oberschenkel. Er schrie auf und ging zu Boden. Der zweite zögerte. Das war sein Fehler. Aus dem Schatten löste sich eine Gestalt. Damien. Er bewegte sich schnell, zielgenau. Ein Schlag gegen den Hals des Mannes, ein zweiter gegen sein Handgelenk. Die Waffe fiel klirrend zu Boden. „Lauf!“, rief Damien. Eleanor rannte. Sie hörte Schritte hinter sich, aber sie drehte sich nicht um. Sie vertraute darauf, dass Damien sie deckte. Am Ende der Kaimauer stand ein alter Lieferwagen, die Hintertür offen. Darin lag Gerald, mit Klebeband gefesselt, aber lebend. Sie riss das Band vo

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 178 – Das Monster im Inneren

    Die Nacht war ruhig, als Eleanor die erste Meldung erhielt. Sie saß in ihrem provisorischen Büro, vor sich einen Stapel Papierakten, als das Feldtelefon summte. „Direktorin?“, sagte Junas Stimme, scharf und atemlos. „Wir haben einen Toten. Victor Almeida, unser Kurier in Lissabon. Er wurde heute Morgen gefunden. Offiziell ein Verkehrsunfall.“ Eleanor spürte, wie sich ihr Nacken verspannte. „Ein Unfall?“, fragte sie. „Die Spuren sehen falsch aus. Seine Bremsschläuche waren durchtrennt. Aber es wurde als Unfall gemeldet, damit niemand genauer hinsieht.“ Sie legte auf und blieb einen Moment sitzen. Ein kurzer, kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Eine Stunde später rief Juna zurück. Ein zweiter Toter, eine Agentin in Warschau, ertrunken in ihrem Bad. Auch sie war als Unfall deklariert worden. Die dritte Meldung kam am nächsten Morgen. Ein ehemaliger Schleier-Mita

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 177 – Risse

    Die Pistole lag in der obersten Schublade, als Marcus die Hand darauf legte. Für einen Moment spürte er das kalte Gewicht des Metalls unter seinen Fingern. Er drückte die Schublade wieder zu und stand auf.Er würde sie nicht benutzen. Nicht so.Der Architekt wollte ihn als Werkzeug. Cassandra hatte ihn als Trittleiter benutzt. Eleanor hatte ihn gedemütigt. Aber niemand würde ihn noch einmal übersehen.Er ging zum Fenster und starrte hinaus auf die Stadt. Irgendwo dort draußen lauerte sein Feind, vielleicht mehrere Feinde. Er kannte nicht ihre Pläne, aber er würde lernen, das Spiel zu spielen.Sein Telefon summte. Eine Nachricht von Cassandra, scheinbar harmlos.„Ich habe das Abendessen vorbereitet. Wann kommst du nach Hause?“Er las die Worte zweimal und suchte nach einem Unterton. Es war nichts zu finden. Zu perfekt. Sie war zu perfekt.„In einer Stunde“, schrieb er zurück.Er legte das Telefon in die

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 176 – Der Marionettenkönig

    Das Büro war zu groß für einen einzelnen Mann. Die hohen Decken, die Glasfront, die den Blick über die ganze Stadt freigab, die Kunstwerke an den Wänden, für die andere ein Vermögen bezahlt hätten. Marcus Hayes stand am Fenster und sah auf die Lichter von Manhattan. Aber er sah sie nicht. Er sah nur die Schlagzeilen, die sich in seinem Kopf wiederholten.„Propagandamaschine enttarnt. Millionenfach betrogen. Hayes zieht sich zurück.“Er hatte sich zurückgezogen. Nicht weil er wollte, sondern weil er musste. Der Druck war zu groß geworden, die Fragen zu viele, die Beweise zu erdrückend.Aber er würde zurückkehren. Er musste nur die richtigen Verbindungen aktivieren. Die anonymen Geldgeber, die ihn in den letzten Monaten unterstützt hatten, die Kontakte, die er in Regierungen und Geheimdiensten aufgebaut hatte. Jemand würde ihn retten. Das war immer so gewesen.Er griff zum Telefon und wählte die Nummer, die er für Notfälle reserviert hatte

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 4: Der Schleier der Geheimnisse

    Das laute Klopfen an Eleanors Penthouse-Tür wurde stärker und riss sie aus ihren Gedanken. Zögernd zog sie ihren Bademantel enger um sich.Wer könnte um diese Uhrzeit hier sein?Dann erklang eine vertraute Stimme durch die Tür – tief, warm und voller Besorgnis.„Eleanor? Mach auf. Ich bin’s.“Ihr V

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 3: Aus der Asche zum Phönix

    Die kalte Nachtluft traf Eleanor ins Gesicht wie eine Ohrfeige, als sie aus dem Anwesen der Blackwoods taumelte. Ihr smaragdgrünes Kleid flatterte hinter ihr her, der zarte Stoff verfing sich in den Rosenbüschen, während sie hastig den gepflegten Weg hinuntereilte. Das ferne Summen der Gala verklan

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 2: Zerbrochenes Glas und gebrochene Versprechen

    Eleanor stand im funkelnden Ballsaal, die Samtschachtel schwer in ihrer Hand. Der letzte Schlag von Mitternacht hing noch in der Luft. Die Feier wirbelte um sie herum, doch sie fühlte sich, als wäre sie unter Wasser, bewegte sich in Zeitlupe. Ihr Blick war auf die großen Türen gerichtet, wartend da

  • Der Verschleierte Rachefeldzug   Kapitel 1: Die Gala vor dem Sturm

    Das Anwesen der Blackwoods leuchtete wie ein Juwel vor dem dunklen Himmel von New York. Jedes Fenster strahlte hell, und das Geräusch von Lachen und klirrenden Gläsern schwebte durch die Nachtluft. Drinnen bewegte sich Eleanor Hayes durch den überfüllten Ballsaal, ihr smaragdgrünes Kleid wirbelte u

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status