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Kapitel 16

Auteur: Anatory
last update Date de publication: 2026-08-06 00:50:21

Das Zimmer schien plötzlich zu klein, die Luft zu dick, geladen mit einer Spannung, die alles erstickte. Pedro blinzelte mehrfach, als ob die Realität vor ihm eine Illusion wäre, geboren aus Alkohol und Müdigkeit. Sein Körper, noch angespannt von der übrig gebliebenen Erregung, versteifte sich auf ganz andere Weise eine kalte Panik durchfuhr ihn wie ein elektrischer Schlag. Er richtete sich ruckartig auf, zog hastig seine Hose über die Hüften, seine Finger zitterten am Reißverschluss. Der zerk
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  • Der freund Meines Vaters    Du wolltest, dass ich dir dazu gratuliere, dass du mit meinem Vater schläfst?

    Sofia näherte sich der Menge am Pool, das Herz schlug so heftig, dass sie das Gefühl hatte, jeder könne es hören. Die Musik dröhnte laut, die Körper tanzten, lachten, tranken. Die Luft war warm, erfüllt von Alkohol, Parfüm und Chlor. Ellie war mitten unter ihnen, eindeutig betrunken. Er hielt ein halb leeres Glas in der Hand, die Augen glänzten und waren verschwommen, das Lächeln zu breit, die Bewegungen ungeordnet. Er tanzte schlecht, zu wild, zu nah an den Leuten, als wolle er sich im Lärm und Alkohol verlieren, um zu vergessen, was er am Vortag gesehen hatte.Sie sah ihn, bevor er sie sah. Sie näherte sich weiter, entschlossen, die Hände feucht, die Kehle zugeschnürt. Sie musste ihn hier rausholen, bevor er etwas Unwiderrufliches tat.Ellie drehte den Kopf. Sein Blick fiel auf sie. Das Lächeln verschwand sofort. Sein Gesicht verschloss sich, und eine kalte Wut, vermischt mit Schmerz, erschien in seinen feuchten Augen.— Was machst du hier? schrie er mit einer Stimme, die zu laut wa

  • Der freund Meines Vaters    Ellie, antworte mir!

    Sofia kam am Strand an, das Herz schlug so heftig gegen ihre Rippen, dass sie kaum atmen konnte, als wolle das Organ gegen ihre Brust prallen, um in den brennenden Sand zu entkommen. Sie ließ ihren Blick über die Menge schweifen, ein fiebriger, verzweifelter Blick, der über die grell gemusterten Handtücher glitt, über die von der Sonne träge gewordenen Körper, über das kristalline Lachen, das von allen Seiten aufstieg. Das rhythmische Dröhnen der Wellen, die Schreie der Kinder, die in der Gischt spielten all dieser sommerliche Tumult erreichte sie gedämpft, verschleiert, als trenne eine unüberwindbare Glaswand sie brutal von dieser sorglosen Welt. Sie hatte das unangenehme Gefühl, in einem wachen Albtraum zu wandeln, in einer Glasblase, in der sich jede Sekunde zu einer bangen Ewigkeit dehnte, ohne dass sie die Wände durchbrechen konnte.Ihr Blick blieb abrupt an einer vertrauten Silhouette hängen: Diego, ihr Bruder, der nicht weit vom Wasser saß. Doch was sie ins Wanken brachte, war

  • Der freund Meines Vaters    Er ist gegangen, um alles zu erzählen

    Sofia blieb lange auf dem Boden von Ellies Zimmer liegen, die Knie an die Brust gezogen, das Gesicht in den Händen vergraben. Die Schluchzer schüttelten sie noch in unregelmäßigen, schmerzhaften Wellen, als weigere sich ihr Körper, das Geschehene zu akzeptieren. Ellies Worte kreisten in ihrem Kopf, scharf, schneidend, unmöglich zu vertreiben:*Du ekeln mich an.**Nichts wird mehr wie vorher sein.*Sie zwang sich zu atmen. Einmal. Zweimal. Dreimal. Dann stand sie langsam auf, die Beine weich, und näherte sich dem Spiegel über dem Schreibtisch. Ihre Augen waren geschwollen, rot, die Mascara war in zwei schwarzen Striemen über ihre Wangen gelaufen. Sie strich mit dem Handrücken über ihr Gesicht, dann ging sie ins angrenzende Badezimmer. Sie wusch ihr Gesicht mit kaltem Wasser, mehrmals, bis die Haut ein wenig brannte. Sie trocknete ihre Tränen sorgfältig ab, sah sich ein letztes Mal im Spiegel an und murmelte zu sich selbst:— Reiß dich zusammen. Jetzt.Sie ging langsam die Treppe hinunt

  • Der freund Meines Vaters    Du hast mit meinem Vater geschlafen, Sofia!

    Sofia stieg langsam die Treppe hinauf, das Herz schlug so heftig, dass sie es in ihren Ohren hörte. Jede Stufe knarrte unter ihren Füßen, als wolle das Haus selbst sie verraten. Sie blieb einen Moment vor Ellies Zimmertür stehen, die Hand erhoben, zögernd. Sie atmete tief ein und versuchte, das Zittern ihrer Finger zu beruhigen. Sie wusste noch immer nicht genau, was am Vortag geschehen war, aber Ellies Reaktion beim Frühstück, sein Schweigen, seine kalte Wut – all das machte sie krank. Sie klopfte leise.Keine Antwort.Sie drückte die Tür auf.Ellie saß auf der Bettkante, den Rücken leicht gebeugt, die Ellbogen auf den Knien, den Blick auf den Boden geheftet. Er hob nicht einmal den Kopf, als sie eintrat. Das Zimmer roch nach frischer Wäsche und dem Duft seines Weichspülers, ein vertrautes Detail, das ihr an diesem Morgen wehtat. Sofia schloss die Tür hinter sich, fast instinktiv.— Was willst du? fragte er mit flacher Stimme, ohne sie anzusehen.Sofia blieb nahe der Tür stehen, die

  • Der freund Meines Vaters    Ist das eine Art, mit deinem Vater zu reden?

    Er antwortete nicht. Er starrte weiter auf seinen Teller, das Gesicht verschlossen wie eine zugeschlagene Tür. Seine Kiefer waren zusammengepresst, seine Fäuste auf dem Tisch lagen weiß vor Anspannung. Sofia spürte einen Stich im Herzen, einen scharfen, präzisen Schmerz, wie eine Nadel, die ins Fleisch eindringt. Okay, das kündigt etwas an, sagte sie sich und atmete lautlos ein. Ich lasse ihn in Ruhe und rede später mit ihm. Sie wollte keine Szene vor allen anderen provozieren, nicht jetzt, nicht wo die Stunden so kostbar verrannen. Sie wandte den Blick ab und konzentrierte sich auf ihr Croissant, das sie in kleine Stücke riss, die sie mechanisch zum Mund führte, ohne sie zu schmecken.Das Frühstück verlief in einer relativ leichten Atmosphäre, zumindest äußerlich. Javier erzählte eine amüsante Anekdote über einen Händler aus dem Dorf, Maria lachte schallend, Diego scherzte mit seinem Vater, aber Sofia spürte die Spannung wie einen elektrischen Faden unter der Oberfläche. Sie beobacht

  • Der freund Meines Vaters    Die letzten drei Tage der Ferien

    Sofia erwachte langsam, als tauche sie aus tiefem, warmem Wasser auf, die Lider noch schwer von diesem Schlaf der späten Nacht, in dem die Träume an den Rändern des Bewusstseins hängen bleiben. Es blieben nun nur noch drei Tage, bevor die Ferien zu Ende gingen. Drei Tage nur. Dieser Gedanke, wie eine kleine eisige Faust, schnürte ihr das Herz zusammen. Sie spürte einen unangenehmen Stich in der Brust, als drücke eine unsichtbare Hand ihre Lungen zusammen. Drei Tage, und alles, was sie aufgebaut hatte, alles, was in diesem Hafen aus Licht und Freiheit Wurzeln geschlagen hatte, würde zusammenfallen wie ein Sandschloss bei steigender Flut. Sie wollte nicht, dass die Ferien endeten. Jede Minute, die verstrich, schien ihr nun gezählt, kostbar, unersetzlich. Sie drehte sich auf die Seite, schlang die Arme um das Kissen, suchte die Blase der Betäubung zu verlängern, in der noch nichts existierte, in der die kommenden Tage nur ein ferner Nebel waren. Doch die Fragen strömten unaufhaltsam hera

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