LOGINDie Schicksalsgefährtin des Kapitäns Sie dachte, den Verlust ihres Verlobten sei das Schlimmste, was ihr passieren könnte. Dann erwischte sie ihn dabei, wie er vor Tausenden von Menschen eine andere Frau küsste – nur um festzustellen, dass diese Frau ihre eigene Schwester war. Mit gebrochenem Herzen und gedemütigt sucht sie Trost bei dem letzten Mann, dem sie jemals vertrauen sollte: dem Eishockey-Kapitän ihres Ex-Verlobten. Er ist arrogant, leichtsinnig, gefährlich attraktiv und absolut tabu. Eine rücksichtsloses Nacht verändert alles. Denn er hat ein Geheimnis. Er ist ein Werwolf. Und in dem Moment, in dem er sie sieht, erkennt er die Wahrheit. Sie ist seine vom Schicksal bestimmte Gefährtin. Doch sie ist ein Mensch, und er weiß, dass seine Liebe zu ihr sie in Gefahr bringen könnte. Sie will nichts mit einem weiteren komplizierten Mann zu tun haben, während er entschlossen ist, die Frau für sich zu gewinnen, die das Schicksal für ihn ausgewählt hat. Kann sie dem Wolf hinter dem perfekten Lächeln des Eishockey-Kapitäns vertrauen, oder werden die Geheimnisse zwischen ihnen die beiden auseinanderreißen, bevor ihre Verbindung überhaupt eine Chance hat, zu entstehen? Das Schicksal hat sie ausgewählt. Jetzt müssen sie entscheiden, ob sie sich füreinander entscheiden.
View MoreRosamund
In dem Moment, als Edmund die Ziellinie überquerte, brach die Menge in Jubel aus.
Ich sprang zusammen mit allen um mich herum von meinem Platz auf und schrie so laut, dass mir die Kehle brannte. Ich griff nach der Schulter des Fremden neben mir, weil ich etwas brauchte, an dem ich mich festhalten konnte – etwas, das mich in diesem Moment festhielt, bevor mich die Aufregung mitriss. Meine Wangen taten vom Lächeln weh, aber das war mir egal. Nachdem ich mehr als ein Jahr lang miterlebt hatte, wie mein Verlobter alles für den Rennsport gegeben hatte, hatte er es endlich geschafft. Es hatte endlose Trainingseinheiten gegeben, frühes Aufstehen, lange Flüge, ausgefallene Abendessen, vergessene Versprechen und zu viele Nächte, in denen ich darauf gewartet hatte, dass er nach Hause kam, nur um dann zuzusehen, wie er einschlief, ohne mehr als ein paar Worte zu sagen. Heute Abend spielte all das keine Rolle. Edmund hatte gewonnen.
Blackthorn Racing hatte die Meisterschaft gewonnen, und Edmund war der Fahrer, der sie nach Hause geholt hatte.
Ich sah zu, wie sein Auto langsamer wurde, als es in die Boxengasse einbog, umringt von Mechanikern, die auf ihn zuliefen. Er stieg aus, zog seinen Helm ab und reckte einen Arm in die Luft, während die Menge seinen Namen rief. Seine dunklen Locken waren schweißnass und klebten an seiner Stirn, und sein ganzes Gesicht strahlte vor Glück, wie ich es seit Monaten nicht mehr gesehen hatte.
Dieses Lächeln.
Es war das echte, das, das ihn jünger und fast unbeschwert wirken ließ, das, das er nur zeigte, wenn etwas wichtig genug war, um all den Druck zu durchbrechen, den er mit sich trug. Ich hatte es schon so lange nicht mehr richtig gesehen, dass sich mir die Brust zusammenzog, als ich es jetzt sah.
In den letzten Monaten hatte sich alles zwischen Edmund und mir kalt angefühlt. Seine Antworten waren kürzer geworden, seine Aufmerksamkeit war immer woanders, und wann immer ich ihn fragte, was zwischen uns nicht stimmte, sagte er mir, er stünde unter zu großem Druck, um an etwas anderes als das Rennen zu denken. Ich hatte versucht, das zu verstehen. Ich hatte mir eingeredet, dass die Saison schwierig sei und dass es besser werden würde, sobald sie vorbei war.
Nun war die Saison vorbei.
Der Druck sollte eigentlich weg sein.
Ich redete mir ein, dass wir vielleicht endlich wieder wir selbst sein könnten.
Vielleicht könnten wir das Leben führen, von dem wir gesprochen hatten, bevor das Rennfahren alles beherrschte.
Dann änderte sich die Anzeige auf dem riesigen Bildschirm über der Boxengasse.
Ich blickte nach oben und erwartete eine Wiederholung von Edmunds letzter Runde.
Was stattdessen erschien, ließ mir das Herz in die Hose rutschen.
DAS POWER-PAAR VON BLACKTHORN RACING.
Die Worte prangten riesig auf dem Bildschirm, umrahmt von schwarzen und silbernen Grafiken. Verwirrt starrte ich sie an, während die Kamera über den VIP-Bereich neben der Rennstrecke schwenkte.
Dann sah ich sie.
Verity.
Meine Schwester stand im grellen Licht, als hätte sie darauf gewartet, dass die Kamera sie entdeckt. Ihr goldenes Haar reflektierte das Licht, und sie trug dieses selbstbewusste Lächeln, das sie immer hatte, wenn sie wusste, dass Leute sie beobachteten. Sie trug die Farben von Blackthorn Racing, mit dem Teamlogo auf der Brust.
Verity hatte sich nie für den Rennsport interessiert.
Nicht wirklich.
Früher beschwerte sie sich immer, wenn ich von Edmunds Rennen sprach. Sie sagte, sie könne nie verstehen, wie jemand stundenlang herumsitzen und Autos dabei zusehen könne, wie sie im Kreis fahren.
Aber sie liebte die Aufmerksamkeit.
Sie liebte Kameras.
Und anscheinend liebte sie jetzt auch Blackthorn Racing.
Ich starrte auf den Bildschirm und versuchte zu verstehen, warum sie als das Power-Paar des Teams präsentiert wurde.
Dann sah ich Edmund.
Er ging auf den VIP-Bereich zu.
Auf sie zu.
Die Leute um mich herum fingen wieder an zu schreien. Einige lachten, andere filmten mit ihren Handys, und wieder andere zeigten auf den Bildschirm. Jemand stieß mich am Arm an, aber ich rührte mich nicht von der Stelle.
Mein Mund wurde trocken, als die Kamera Edmund folgte.
Die Stimme des Moderators ertönte aus den Lautsprechern.
„Oh, seht sie euch nur an. Du wünschst dir, du wärst an ihrer Stelle, nicht wahr?“
Edmund erreichte die Absperrung.
Verity beugte sich zu ihm hin.
Dann küsste er sie.
Ich hielt den Atem an.
Es war kein flüchtiger Kuss.
Es war kein aufgeregter Fehltritt mitten in einer Meisterschaftsfeier. Edmund küsste sie langsam, offen, als hätte er keinen Grund, es zu verbergen. Eine Hand wanderte zu ihrem Gesicht, während Veritys Finger sich in den Kragen seiner Rennjacke krallten.
Die Art, wie sie ihn festhielt, ließ mir den Magen zusammenziehen.
Das hatte sie schon einmal getan.
Nein.
Sie hatte es schon oft getan.
„BLACKTHORN RACING’S POWER-PAAR“ erschien erneut auf dem Bildschirm.
In meinen Ohren begann es zu klingeln.
Der Kommentator lachte und genoss den Moment sichtlich. „Das nenne ich mal eine Siegesfeier!“
Alle um mich herum jubelten.
Ich stand völlig regungslos da, während etwas tief in meiner Brust leise zerbrach.
Dann begann mein Verstand, das zu tun, was er immer tat, wenn ich verletzt war. Er ging jeden Moment noch einmal durch, den ich ignoriert hatte, und jede Ausrede, die ich akzeptiert hatte, weil ich ihn zu sehr liebte, um ihn in Frage zu stellen.
Edmund hatte mir nie erlaubt, Fotos von uns beiden zu posten.
Öffentlichkeit ruiniert alles, Rosamund. Du weißt, wie diese Welt funktioniert.
Immer wenn ich fragte, warum er den Leuten nicht einfach von mir erzählen könne, sagte er, seine Sponsoren wollten nicht, dass sein Privatleben Teil der Rennsportnachrichten werde. Als ich ihn schließlich so lange bedrängte, bis er mich den Leuten in seinem Team vorstellte, bezeichnete er mich als Freundin.
Eine Freundin.
Selbst nachdem er mir einen Heiratsantrag gemacht hatte.
Selbst nachdem ich seine Verlobte geworden war, sagte er mir immer noch, wir sollten unsere Beziehung noch ein wenig länger privat halten.
Ich hatte meinen Verlobungsring monatelang um den Hals getragen, weil er mich gebeten hatte, ihn nicht in der Öffentlichkeit zu tragen.
Ich hatte noch nie bei einer Presseveranstaltung an seiner Seite gestanden.
Ich war noch nie in den Teil seines Lebens eingeladen worden, den alle anderen zu kennen schienen.
Und ich hatte all das akzeptiert, weil ich dachte, er würde unsere Zukunft schützen.
Ich blickte auf meine Hand hinunter.
Zum ersten Mal seit Monaten hing der Ring nicht mehr um meinen Hals.
Ich hatte ihn mir heute Abend an den Finger gesteckt, weil ich dachte, es sei endlich an der Zeit.
Ich dachte, die Meisterschaft würde das Ende der Ausreden bedeuten.
Ich dachte, nach heute Abend würde Edmund aufhören, mich zu verstecken.
Stattdessen stand ich da und sah zu, wie er meine Schwester küsste.
Ich kam mir vor wie die größte Närrin der Welt.
Meine Handtasche rutschte, als mich jemand anrempelte, und das kleine Samtkästchen darin stieß gegen das Futter. Ein Armband fiel aus der offenen Tasche und landete neben meinen Schuhen.
Veritys Geburtstagsgeschenk.
Ein zartes goldenes Armband mit winzigen blassen Steinchen, die entlang der Kette gefasst waren. Ich hatte es seit Januar in Raten abbezahlt, weil ich ihr etwas Besonderes schenken wollte.
Ich betrachtete es einen Moment lang.
Dann war es mir plötzlich egal.
Das Klingeln in meinen Ohren wurde lauter, als ich zurück in Richtung Boxengasse blickte. Edmund hatte sich endlich von dem Kuss gelöst, lächelte aber immer noch. Verity lehnte ihren Kopf an seine Schulter, als gehöre sie genau dorthin.
Die Menge schrie, als sähe sie gerade das Romantischste, was sie je gesehen hatte.
Ich zog den Verlobungsring vom Finger und warf ihn weg.
Für eine Sekunde dachte ich, es könnte helfen.
Das tat es nicht.
Das Klingeln wurde lauter, bis es meinen ganzen Kopf erfüllte. Dann erreichte es einen Höhepunkt, und plötzlich drang der Lärm der Menge wieder in mich hinein.
Edmund verließ die Boxengasse.
Ich handelte, ohne nachzudenken.
Es fühlte sich an, als hätte mich jemand unter Wasser gedrückt. Ich bahnte mir einen Weg durch die Menge und ignorierte die wütenden Beschwerden, als ich über die Beine der Leute stieg und gegen ihre Taschen stieß. Meine Brust brannte, meine Sicht verschwamm, und ich konnte nichts mehr klar hören.
In meinem Kopf gab es nur einen Gedanken.
Die Teamgarage.
Dort würde Edmund hingehen.
Ich drängte mich durch den Gang, der zur Blackthorn-Garage führte, wobei meine Absätze hart auf den Beton schlugen. Ein Sicherheitsbeamter stellte sich mir in den Weg, aber ich wurde nicht langsamer.
„Ich gehöre zu Edmund Vale“, sagte ich scharf.
Die Selbstsicherheit in meiner Stimme überraschte sogar mich.
Der Wachmann zögerte.
Das reichte.
Ich ging direkt an ihm vorbei.
In dem Moment, als ich die Garage betrat, traf mich die ausgelassene Stimmung der Feier.
Die Mechaniker schrien und lachten. Jemand ließ Musik aus einem Lautsprecher laufen. Flaschen wurden geöffnet, die Leute bespritzten sich gegenseitig mit Sekt, und Rennanzüge und Ausrüstung lagen überall verstreut. Der Geruch von Benzin, Gummi, Schweiß und Alkohol lag in der Luft.
Ich ignorierte das alles.
Dann sah ich ihn.
Edmund stand hinten in der Garage, sein Rennanzug war ihm bis zur Taille heruntergerutscht. Sein Hemd war schweißnass, sein Gesicht vom Rennen gerötet, und er sah glücklicher aus, als ich ihn seit Monaten gesehen hatte.
Verity stand vor ihm.
Zu nah.
Ihre Hand ruhte auf seiner nackten Brust, als gehöre sie genau dorthin.
Als hätte sie jedes Recht, ihn zu berühren.
„Hey“, murmelte Edmund, als er bemerkte, dass sie sich umschaute. „Vielleicht nicht hier.“
Verity lachte leise.
„Entspann dich. Alle denken sowieso schon, dass wir perfekt zusammenpassen.“
Meine Hände fingen an zu zittern, noch bevor ich etwas sagte.
„Perfekt?“
Meine Stimme hallte durch die Garage.
Alles kam zum Stillstand.
Die Musik wurde ausgeschaltet, die Gespräche verstummten, und die Leute drehten sich langsam zu mir um.
Verity drehte sich als Erste um.
Sie wirkte nicht überrascht.
Sie sah genervt aus.
„Oh“, sagte sie kühl. „Du hast es doch noch geschafft.“
Edmunds Kopf schoss in meine Richtung.
Sein Gesichtsausdruck veränderte sich augenblicklich.
„Rosamund?“
Seine Stimme brach.
„Oh Gott, Rosamund. Ich kann das erklären.“
„Erkläre?“
Ich brachte das Wort kaum über die Lippen.
Mein Blick wanderte von ihm zu meiner Schwester.
„Erkläre, warum du meine Schwester küsst?“
Veritys Miene blieb gelassen. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, als wäre ich diejenige, die sich seltsam verhielt.
„Ach, beruhige dich doch, Rosamund. Du machst eine Szene.“
„Eine Szene?“
Ich lachte, doch der Klang kam schrill und gebrochen heraus.
„Du hast recht. Wie dumm von mir, mich aufzuregen, weil mein Verlobter meine Schwester vor Tausenden von Menschen geküsst hat.“
Edmund machte einen Schritt auf mich zu.
„Es ist nicht so, wie du denkst.“
Ich starrte ihn an.
„Dann sag mir doch, was ich denken soll, Edmund. Denn von meinem Standpunkt aus sah es nämlich genau so aus, als würde mein Verlobter meine Schwester küssen.“
Die Leute um uns herum rutschten unbehaglich hin und her. Ein paar der Mechaniker packten leise ihre Sachen zusammen und gingen weg – offensichtlich wollten sie mit dem Streit nichts zu tun haben.
Verity verschränkte die Arme.
„Du reagierst über.“
Etwas Heißes stieg mir in die Kehle.
„Man hat euch als das Power-Paar von Blackthorn Racing bezeichnet.“
Edmund fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
„Das war nur für die Öffentlichkeitsarbeit. Die PR-Leute des Teams dachten, es würde den Sponsoren helfen, und –“
„Öffentlichkeitsarbeit?“
Ich starrte ihn ungläubig an.
„Das ist deine Erklärung?“
„Rosamund, hör mir zu.“
„Du bist mit mir verlobt.“
Bei dem letzten Wort brach meine Stimme.
Einen Moment lang schwieg jeder.
Dann lachte Verity leise.
Ihr Blick traf meinen, und darin lag etwas fast Amüsiertes.
„Diese Verlobung war schon immer nur vorübergehend.“
Der Raum schien sich zu neigen.
Ich blinzelte sie an, unfähig zu begreifen, was sie gerade gesagt hatte.
„Was?“
Crispin Mein Wolf war völlig außer sich. Jeder Instinkt in mir schrie danach, die Distanz zwischen uns zu überwinden, Rosamund zu berühren und das anzunehmen, was sie mir anbot. Die Verbindung zwischen uns war nicht mehr zu ignorieren. Sie schien den Raum um uns herum auszufüllen und mich mit einer Kraft zu ihr zu ziehen, die ich noch nie zuvor gespürt hatte. Aber ich durfte nicht die Kontrolle verlieren. Nicht so. „Rosamund, das meinst du doch nicht ernst.“ Sie sah mich mit festem Blick an. „Tue ich das nicht?“ „Du bist betrunken.“ „Nicht so betrunken. Nicht betrunken genug, um zu vergessen, was ich sage.“ Ich umklammerte die Kante der Theke, bis meine Knöchel weiß wurden. Meine Selbstbeherrschung hing am seidenen Faden, und das wusste ich. „Das ist eine schlechte Idee.“ „Wahrscheinlich.“ „Du wirst es morgen früh bereuen.“ „Vielleicht“, sagte sie. „Aber im Moment ist mir das Morgen egal.“ Etwas in mir gab nach. Nicht ganz, aber genug. Als sie sich näher beugte und mich
Crispin Ich verließ die Teamgarage in dem Moment, als Rosamunds Stimme die Feierlichkeiten durchbrach.Ihre Worte drangen wie Glas durch den Lärm und brachten die Musik, das Geschrei und das Gelächter um mich herum zum Verstummen. Die Fahrer, Mechaniker und die Boxencrew hatten unseren Sieg beim Blackthorn-Grand-Prix gefeiert. Nach einer ganzen Saison voller Druck, Rückschläge und langer Nächte hatten wir endlich den Titel geholt.Ich hätte mit ihnen feiern sollen.Stattdessen sah ich zu, wie Rosamund Vale mit Tränen im Gesicht in die Boxengasse kam und wissen wollte, wie Edmund ihre Schwester küssen konnte.In der gesamten Boxengasse wurde es still.Ich sah, wie Edmunds Gesicht jede Farbe verlor. Verity hingegen wirkte eher genervt als schuldbewusst, als hätte Rosamund etwas unterbrochen, das ihr gehörte.Dann veränderte sich etwas in mir.Mein Wolf regte sich.Zuerst dachte ich, es sei das Adrenalin vom Rennen. Dann wurde das Gefühl schärfer, stärker. Ein plötzlicher Sog traf mich
ROSAMUND „Nicht wirklich.“„Na gut.“Crispin nahm einen langsamen Schluck von seinem Drink, bevor er das Glas abstellte.„Wenn es dir etwas bedeutet: Es tut mir leid.“Ich sah ihn an. „Es tut dir leid?“„Was heute Abend passiert ist.“ Sein Kiefer spannte sich an, wodurch der schwache Bluterguss daran im schwachen Licht der Bar noch dunkler wirkte. „Diese ganze Sache mit den Bildschirmen an der Rennstrecke war ein Chaos. Das hat Blackthorn Racing in ein schreckliches Licht gerückt, und ich wusste nicht einmal, dass das passierte, bis es schon überall auf den Bildschirmen zu sehen war.“„Du wusstest es nicht?“Meine Stimme klang flach, sogar für mich selbst.„Ich wusste es nicht.“ Er lehnte sich an die Theke. „Ich wusste nicht, dass ihr beide zusammen seid.“Ein bitteres Lachen entfuhr mir.„Das waren wir nicht. Anscheinend.“Sein Gesichtsausdruck verhärtete sich.„Er ist ein Idiot.“„Er ist ein Lügner.“ Ich nahm mein Glas und schwenkte den Whisky langsam darin hin und her. „Aber ich b
RosamundVerity atmete langsam aus, bevor sie mich ansah. Einen Moment lang schien sie ihre Worte sorgfältig abzuwägen, doch in ihrem Gesichtsausdruck war kein Mitgefühl zu erkennen.„Es gibt etwas, das du vielleicht nicht weißt“, sagte sie. „Mama arbeitet schon seit langer Zeit an einem Bündnis mit der Familie Fenwick. Die Hochzeit sollte eigentlich zwischen mir und Alistair Fenwick stattfinden, aber diese Gelegenheit ist nun vorbei.“„Verity“, warnte Edmund.Seine Stimme war leise, fast flehend.„Sag es ihr“, fuhr Verity ihn an.Edmund sagte nichts. Sein Gesicht war blass geworden.„Verity, tu das nicht.“Sie ignorierte ihn.„Ich bin schwanger.“Diese Worte trafen mich härter als das Dröhnen der Autos noch vor wenigen Minuten. Ich starrte sie an.„Was?“„Ich bin schwanger“, wiederholte sie.Ich schüttelte den Kopf.„Du lügst.“„Ich wünschte, sie würde lügen“, murmelte Edmund.Er sah mich mit panischem Blick an.„Rosamund, bitte. Ich wusste es nicht. Ich schwöre, ich wusste nicht, wi

















