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ALEENA

Author: STEAMY WRIITE
last update publish date: 2026-09-24 20:01:30

Ich hasste es, so mit ihr zu reden.

Ich hasste diese Kluft zwischen uns.

Aber sie weigerte sich zu verstehen, dass der Mann, den sie aus mir machen wollte, und der Mann, der ich bereits war, Welten voneinander entfernt waren.

Die Welt, in der sie lebte, und die Welt, in der ich leben wollte, hätten unterschiedlicher nicht sein können.

Ihre Welt bestand aus Vergünstigungen, Banketten und gesellschaftlichen Veranstaltungen.

Wenn es nach mir ginge, würde ich mich vom Aufwachen bis … ach … acht oder neun Uhr abends in der Arbeit verlieren, dann würde ich mich zwischen den Schenkeln einer Frau verlieren. Dann würde ich schlafen und der Kreislauf von Neuem beginnen. Geldverdienen war ein Spiel, und Sex die Erlösung.

Das war alles, was meine Welt brauchte. Die Gesellschaft konnte mich mal.

Aber dieser Gedanke war meiner Mutter fremd.

„Es tut mir leid, Dominic. Ich …“ Sie hielt inne, und als sie wieder sprach, war ihre Stimme leiser. „Ich mache mir nur Sorgen um dich. Es tut mir leid, dich zu stören.“

Sie legte auf, und ich fühlte mich schuldig. Ich weiß nicht, ob sie das so beabsichtigt hatte, aber ich hätte am liebsten das Telefon weggeworfen. Stattdessen legte ich es mit kontrollierter Wucht hin, drehte mich um und stützte mich mit den Händen auf der Küchentheke ab, während ich auf die Schränke starrte.

Ich sah absolut nichts.

Meine Beziehung zu meiner Mutter fühlte sich immer noch völlig zerbrochen an.

Ich sollte ihr wohl etwas Anerkennung zollen. Wenigstens hatte sie es versucht. Das war mehr, als mein Vater getan hatte. Wir hatten seit über zehn Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Seitdem – … Dunkle, hässliche Erinnerungsfetzen überfluteten mich, und ich stieß mich von der Küchentheke ab. Ich presste die Handballen gegen die Augen und versuchte, diese Erinnerungen zu verdrängen, aber sie blieben nie lange vergraben. Ich konnte mich in die Arbeit stürzen, in den Alkohol oder in Laster. Wenn ich mich aber nicht beschäftigte, holten mich die Geister meiner Vergangenheit wieder ein.

Ich hatte schon vor langer Zeit beschlossen, nicht im Alkohol zu ertrinken, also tat ich das einzig Logische. Ich verließ die Küche und ging in mein Arbeitszimmer.

Ich hatte Arbeit zu erledigen.

Ich fragte mich, ob Aleena ahnte, worauf sie sich eingelassen hatte.

*******************************

Aleena:

Emma hatte den Scheck – und meine Nachricht – überraschend gelassen aufgenommen.

Mein Mietvertrag mit ihr enthielt tatsächlich eine Klausel für den Fall, dass ich ohne ausreichende Kündigungsfrist ausziehen würde. Das war auch notwendig, und ich verstand, warum. Sie wäre in großen Schwierigkeiten, wenn ständig Mitbewohner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkämen, und ja, ich gehörte zu denen, die geschlampt hatten.

Ich hatte eine Antrittsprämie bekommen, und Fawna hatte sie mir aus außergewöhnlicher Freundlichkeit sofort gegeben, anstatt wie üblich neunzig Tage zu warten. „Du musst das sicher mit deiner Mitbewohnerin klären“, hatte sie gesagt. Sie ahnte nicht, wie dringend ich das mit meiner Mitbewohnerin klären musste. Ich hatte Emma die Miete für diesen Monat und laut Mietvertrag auch noch eine weitere Monatsmiete bezahlt, falls ich ohne ausreichende Kündigungsfrist ausziehen würde.

Und – ein echter Bonus – ich hatte ausnahmsweise mal Geld übrig, das ich einzahlen konnte. Das bedeutete, ich konnte shoppen gehen. Das hatte ich auch nötig, denn meine Businessgarderobe war kläglich gescheitert. Molly hatte mir da wirklich sehr geholfen und mich in ein Dutzend kitschige Secondhandläden geschleppt, wo ich kaum getragene Designeranzüge und Retro-Teile fand, in denen ich mich wie eine Million Dollar fühlte.

Drei Tage später lag Molly nun auf dem neuen Bett in meinem neuen Zimmer und starrte zum Dachfenster hinauf. Dominic hatte versucht, mich zu überreden, ihm die Umzugskosten zu erstatten. Ich hatte mich geweigert, während Fawna sich leise darüber amüsiert hatte. Molly und ich hatten gerade meine letzten Sachen reingebracht, und ich war völlig erschöpft. „Das ist ja total surreal“, sagte sie und seufzte zufrieden. Dann warf sie mir einen Blick zu. „Und dein Chef … oh mein Gott. Willst du mal über surreal reden … Liebes.“ Dominic war nicht erfreut über meine Absage gewesen und war deshalb gestern und heute vor meiner Tür aufgetaucht. Der Anblick, wie er Kisten schleppte, würde mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Muskeln, die sich unter abgetragenen T-Shirts abzeichneten, Jeans, die sich an seine kräftigen Oberschenkel schmiegten … „Hör auf, deinen Chef anzuhimmeln“, sagte ich und lächelte Molly lässig an. „Ja, erzähl mir nichts. Du solltest ihn mal nur im Handtuch sehen.“ Molly lachte, während ich mir den steifen Nacken rieb.

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