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작가: Pawn
last update 게시일: 2026-05-28 04:00:01

Der Preis der Freihei

Arias Sichtweise

Ich konnte sie an den Toren hören.

Motoren dröhnten wie Knurren. Schritte hallten wider. Eine tiefe Stimme sprach mit eiskalter Autorität zu einem der Späher der Schwarzen Kralle.

Mein Onkel.

Sie würden mich holen kommen.

Ich wich vom Fenster zurück und presste meinen Rücken gegen die kalte Stahlwand von Knox' Zimmer. Mein Atem ging schnell. Mein Puls pochte hinter meinen Augen wie eine Warnsirene.

Knox lief unruhig in der Nähe der Tür auf und ab, das Hemd halb zugeknöpft, den Kiefer so angespannt, als könnte er Steine ​​spalten. Seine Augen blitzten immer wieder golden auf. Er würde sich jeden Moment verwandeln.

Ich musste reden. Ich musste es ihm sagen, bevor es jemand anderes tat.

„Sie werden mich umbringen, wenn du mich zurückschickst“, flüsterte ich.

Sein Kopf schnellte zu mir herum.

„Ich habe nicht gesagt, dass ich dich aufgeben würde.“

„Aber du denkst darüber nach.“

Er hat nicht geantwortet.

Denn er war es. Das wussten wir beide.

„Sie wollen nicht nur mich“, sagte ich mit zitternder Stimme und trat vor. „Sie wollen, was ich genommen habe.“

Er erstarrte.

Ich presste die Lippen zusammen, mein Hals war wie ausgetrocknet. Dann gab ich ihm, was er seit unserem ersten Treffen verlangt hatte.

„Mein Name ist Aria Cormac Crest. Tochter von Alpha Cormac.“

Er erstarrte.

Die Stille spannte sich wie eine Schlinge.

„Ich bin weggelaufen, sobald ich alt genug war, um zu schalten“, sagte ich schnell. „Ich war nie mit ihm einverstanden. Mit dem, was er getan hat.“

Knox' Gesichtsausdruck veränderte sich nicht, aber die Stimmung schien sich zu wandeln. Die Hitze ließ nach. Die Spannung stieg.

„Er war es, der die Wölfe aussandte, um die Gebiete der abtrünnigen Stämme zu zerstören“, fuhr ich mit zitternder Stimme fort. „Er ist der Grund, warum eure Art alles verloren hat.“

Ihrergleichen.

Meine Güte, ich hatte gerade Öl ins Feuer gegossen.

Seine Stimme war leise, bedrohlich. „Du wusstest es.“

Ich nickte. „Ich wusste, wer du warst, als ich dein Blut roch. Ich wusste, was er getan hatte. Ich wusste nur nicht, wie ich es dir sagen sollte.“

Knox wandte sich von mir ab und schlug mit der Faust so heftig gegen den Türrahmen aus Metall, dass dieser eine Delle bekam. Der Knall hallte wie Donner wider.

Diesel stürmte Sekunden später mit weit aufgerissenen Augen herein.

„Sie ist Cormacs Tochter“, sagte Knox, ohne sich umzudrehen.

Der Dieselmotor stand still.

Sein Blick traf mich wie ein Hammerschlag. „Du bist sein Blut?“

Ich trat zurück. „Ich bin nicht er.“

„Du trägst seinen Duft. Sein Blut. Sein Vermächtnis.“

„Ich trage seine Scham“, schnauzte ich. „Ich trage seine Lügen.“

Diesel trat näher. „Glauben Sie, das gibt Ihnen hier Sicherheit?“

„Nein“, flüsterte ich. „Aber ich bin nicht hierher gekommen, um in Sicherheit zu sein. Ich bin hierher gekommen, um ihn zu vernichten.“

Sie starrten mich beide an, als ob mir Reißzähne gewachsen wären.

Knox' Stimme klang rau. „Du hast gesagt, du hättest etwas gestohlen.“

Ich griff in meine Jacke.

Ihre Muskeln spannten sich augenblicklich an. Aber ich zog keine Waffe. Nur ein in Stoff gewickeltes Bündel aus einer versteckten Naht im Futter.

Vorsichtig packte ich es aus.

Im Inneren befand sich eine kleine, uralte Silberscheibe, verziert mit Runen, die im Licht schwach pulsierten. In der Mitte prangte ein purpurrotes Symbol: ein Wolfsauge, umgeben von einer blutenden Mondsichel.

„Dies“, sagte ich, „ist das Halbmondmal. Mein Vater hat es aus den Archiven des Hohen Tempels gestohlen. Es birgt die blutversiegelten Aufzeichnungen jeder Hinrichtung, die der Rat je angeordnet hat. Jedes illegale Bündnis. Jede ausgelöschte Blutlinie.“

Diesel starrte es an, als könnte es jeden Moment explodieren.

Knox schwieg.

„Wenn es in die richtigen Hände gerät“, sagte ich, „wird es den gesamten Rat in Asche verwandeln.“

Knox erwiderte schließlich meinen Blick.

Seine Männer waren nicht länger wütend. Sie waren etwas Schlimmeres.

Verletzt.

„Du bist hierhergekommen, obwohl du wusstest, dass sie dir folgen würden“, sagte er leise. „Obwohl du wusstest, dass sie alles zerstören würden, um zu dir zu gelangen.“

„Ich hatte nicht vor, zu bleiben.“

„Aber das hast du getan.“

Ich schluckte schwer.

Er trat näher. Seine Hitze umhüllte mich wie Feuer.

„Ich sollte dich umdrehen“, murmelte er.

"Ich weiß."

„Ich sollte deinen Vater dich begraben lassen und mein Rudel unversehrt lassen.“

„Ich würde es dir nicht übel nehmen.“

„Aber das werde ich nicht.“

Ich blinzelte zu ihm hoch, mein Herz raste.

Knox wandte sich zur Tür und ging mit lauter und deutlicher Stimme in den Flur.

„Versammelt den inneren Kreis.“

Die Feuerstelle im Herzen des Blackfang-Anwesens hatte seit über einem Jahr keine Ratssitzung mehr erlebt. Nur die wichtigsten Entscheidungen wurden hier getroffen.

Heute Abend war ich der Grund.

Die Wölfe hatten sich versammelt. Reaper. Diesel. Juno. Sogar der vernarbte alte Biker namens Smoke kam aus seinem Versteck. Sie standen im Kreis, murmelten angespannt.

Knox stand in der Mitte.

Neben ihm… ich.

Er hat mich nicht berührt. Aber ich spürte seine Anwesenheit wie einen zweiten Herzschlag.

„Sie ist Cormacs Tochter“, verkündete Diesel der Gruppe.

Sofort ertönte Knurren. Reaper fletschte die Zähne.

„Sie ist die Feindin.“

„Sie ist eine Spionin.“

„Sie ist schuld am Tod unserer Welpen.“

„Sie ist nicht er“, sagte Knox ruhig. „Sie steht unter meinem Schutz.“

„Das kann doch nicht dein Ernst sein!“, fuhr Juno ihn an.

„Sie trägt sein Blut in sich.“

„Und sie trägt das Relikt in sich, das ihn vernichten kann“, erwiderte Knox.

Weiteres Gemurmel.

Er hob die Hand und brachte sie damit zum Schweigen.

„Ich frage dich nicht um Erlaubnis“, sagte er. „Aber ich sage dir die Wahrheit. Ich beanspruche sie für mich. Als Gefährtin. Als mein Eigentum.“

Alles stand still.

Nicht einmal das Feuer wagte zu knistern.

Diesels Stimme klang leise und warnend. „Bist du dir sicher, dass du die Sicherheit deines Rudels darauf aufs Spiel setzen willst?“

„Sie ist nicht einfach nur eine Ausreißerin“, sagte Knox. „Sie ist eine Waffe. Und ein Schutzschild.“

Reaper spottete. „Oder ein Fluch.“

Dann wandte sich Knox langsam und bedächtig an mich.

„Ihr wollt den Rat niederbrennen?“

Ich nickte.

„Dann tust du es mit meinen Wölfen im Rücken. Oder gar nicht.“

Ich konnte nicht atmen.

Er hatte sich mir gegenüber gerade bekennend gezeigt. Vor allen anderen. Seine Verbundenheit bekundet, ohne jemals ein Zeichen gesetzt zu haben.

Er riskierte alles.

Und ich war der Grund dafür.

Später, im schwachen Schein einer kaputten Flurlampe, stand ich mit Diesel zusammen, während Knox in der Nähe der äußeren Tore auf und ab ging.

„Warum?“, fragte mich Diesel mit verschränkten Armen. „Warum hast du das Ding hierher gebracht?“

„Weil sie dafür töten würden. Und ich will nicht allein sterben.“

Er hat mich lange beobachtet.

„Knox ist nicht für diese Art von Krieg geschaffen“, sagte er. „Sie haben den Mann gesehen, der er einmal war. Er ist abgehärtet. Kalt. Sicher.“

„Ich habe ihn nicht um Schutz gebeten.“

„Das hättest du nicht tun müssen.“

Er wandte sich ab, seine Stimme war leise.

„Aber jetzt zahlen wir alle den Preis.“

Draußen öffneten sich die Tore ächzend einen Spaltbreit.

Ein Warnschuss.

In der Ferne ertönte ein Heulen. Dann ein weiteres. Und noch eins.

Eine klare und unmissverständliche Botschaft.

Übergebt das Mädchen.

Knox zuckte nicht einmal mit der Wimper.

Er ging bis an den Rand des Schattens und starrte auf die schwarzen Geländewagen, die direkt hinter dem Zaun geparkt waren.

Und dann, mit einer Stimme, die laut genug war, um die Berge erzittern zu lassen:

„Du willst sie? Dann musst du erst an mir vorbei.“

Schweigen.

Dann eine Antwort.

Eine Stimme, die ich zwei Jahre lang nicht gehört hatte.

„Knox Vane. Wenn du meine Tochter beschützt, beschützt du einen Verräter an ihrem Blut. Du wirst zum Tode verurteilt sein.“

Knox lächelte, wild.

„Gut. Es ist schon viel zu lange her, dass ich gejagt wurde.“

Ich spürte, wie die Verbindung zwischen uns aufflammte. Heiß. Heftig. Lebendig.

Doch im Hinterkopf flüsterte mir die Angst die Wahrheit zu, die ich noch nicht ausgesprochen hatte.

Knox kannte nicht das ganze Geheimnis.

Er wusste nicht, dass das Relikt in meiner Blutlinie versiegelt war.

Und das, um es freizuschalten...

Jemand wie ich müsste sterben.

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