Mag-log in
Vanessas Sicht
Kumpel.
Das Wort hallte in meinem Kopf wider, sobald ich die Party betrat. Ich bekam Gänsehaut am ganzen Körper.
Ich hatte diese Stimme noch nie zuvor gehört, also sah ich mich um, um sicherzugehen – ob die anderen sie auch gehört hatten. Aber alle waren damit beschäftigt, zu tanzen und die Party unter dem wechselnden blauen, roten, grünen und goldenen Licht zu genießen.
Dann sah ich den fremden Mann an. Mein Instinkt schrie mir zu, wegzugehen, doch stattdessen ging ich auf ihn zu.
Ich stand nun vor ihm. Er war groß, selbstbewusst und einschüchternd und verbarg den größten Teil seines Gesichts hinter seiner Maske.
„Erste Party, was?“, fragte er beiläufig, als wollte er mich aufmuntern.
Ich zupfte nervös an meinem Ärmel und ließ meinen Blick zwischen dem Mann und der Menge hin und her wandern. „Ist es offensichtlich?“
„Ähm … ja, schmerzhaft“, sagte er und kratzte sich an der Stirn, während er versuchte, seinen geheimnisvollen Charme zu bewahren.
Ich war überrascht, dass er mich neckte, anstatt mich zu verspotten.
„Ach, nun ja … ich hasse Partys.“
So einfach war das. Dieser Fremde und ich kamen ins Gespräch, und überraschenderweise verlief unsere Unterhaltung ganz ungezwungen.
„Ich fühle mich überall fehl am Platz. Ich bin heute Abend nur hier, um jemanden zu vergessen“, sagte ich zu ihm.
„Jemanden?“, fragte er und legte den Kopf schief.
Meine Finger krallten sich in den Stoff meines Kleides.
Hunter.
Allein dieser Name reichte aus, um die Demütigung wieder hochkommen zu lassen.
Am Nachmittag zuvor betrat ich die Cafeteria der Blackthorn Academy und spürte sofort die Blicke aller auf mir.
Ich hörte das Geflüster, dass Hunter endlich „aufgestiegen“ sei, und den begeisterten Jubel der Schülerinnen, die wahrscheinlich in ihn verknallt waren.
Zum einen mangelte es ihm nie an Aussehen und einem tollen Körper, das sagt schon alles.
Hunter Blackwood, der bis zu jenem Nachmittag die Liebe meines Lebens gewesen war.
Ich hatte mich Hunter langsam genähert, wo er Bianca Raven an jenem demütigenden Nachmittag festhielt.
„Hunter“, rief ich ihm langsam zu. „W… was…?“, stammelte ich, meine Lippen unfähig, die richtigen Worte zu formen.
„W… was…“, ahmte Hunter mich nach. „Wie du gesehen hast, Vanessa. Ich bin jetzt mit jemand anderem zusammen.“
„Hunter, was ist mit uns? Das Versprechen, das du gegeben hast…“
„Ach bitte!“, unterbrach er mich. „Ich habe dir nie etwas versprochen, Vanessa. Alles war eine Lüge.“
„Wenn ich so darüber nachdenke, was hätte ich mit einem schwachen Wolf wie dir zu tun? Du wirkst nicht wie ein richtiger Werwolf. Du gehörst hier nicht einmal hin.“
Dieses Wort traf mich wie sieben Millionen Schläge gleichzeitig ins Gesicht. „Du gehörst nicht hierher.“
„Also“, fuhr er fort, „ich habe mir jemand Hübscheres ausgesucht, nicht so tollpatschig wie du und vor allem ein Mädchen mit einem Wolf. Ein Mädchen, das ich für mich beanspruchen und kennzeichnen kann.“
Mir stiegen Tränen in die Augen, aber ich versuchte krampfhaft, sie zurückzuhalten.
„Und nur mal so, Vanessa: Das ist kein Betrug. Ich habe einfach beschlossen, es jetzt offiziell zu machen.“
Hunter hatte Bianca auf die romantischste Art angesehen – so, wie er mich noch nie zuvor angesehen hatte – und er küsste sie, absichtlich, damit ich es sah.
Mein Blick huschte von Hunter zu Bianca, zu den Schülern und dann wieder zu Bianca. Als sich unsere Blicke trafen, lächelte sie mich verschmitzt an.
„Du hast im Ernst gedacht, er würde sich für einen wolfslosen Omega wie dich entscheiden?“, platzte es aus Bianca heraus. Mir wurde die Kehle zugeschnürt und meine Sicht verschwamm augenblicklich. „Danke jedenfalls, dass du ihn warmgehalten hast, bis ich da war.“
„Stell dir vor, du wirst von einem der begehrten Erben von Blackthorn abserviert“, flüsterte eine Schülerin neben mir.
Mir wurden die Knie weich, als ich das hörte. Ich presste meine zitternden Finger zusammen und versuchte krampfhaft, meine tiefe Verzweiflung zu verbergen.
Ich rannte einfach ins Badezimmer. Danach erinnere ich mich an nicht mehr viel, nur an das Zuschlagen der Tür und Lynns Nachricht, die später auf meinem Handy erschien und in der sie mich eindringlich bat, zur Maskenparty zu kommen. Und so bin ich irgendwie hier gelandet.
„Hey…“
Ich blinzelte. Der Fremde starrte mich immer noch an, und für einen Moment hatte ich völlig vergessen, wo ich war.
„Tut mir leid“, sagte ich und zwang mir ein Lächeln ab. „Ich wollte die Stimmung nicht so bedrückend machen.“
„Schon gut. Du wirkst hier nicht fehl am Platz“, versicherte er mir.
Unser Gespräch wurde lockerer, und sein Blick währenddessen hatte etwas in mir ausgelöst.
„Alles in Ordnung?“, fragte er und sah mir tief in die Augen, als wäre ich ein begehrter Preis.
„J…ja“, brachte ich hervor.
Dann forderte er mich zum Tanzen auf. „Möchtest du mit mir tanzen?“ Meine Augen weiteten sich leicht.
Ich zögerte kurz, sagte dann aber: „Klar.“ Er streckte mir die Hand entgegen, und ich legte meine sanft hinein. In dem Moment, als sich unsere Handflächen berührten, durchfuhr mich ein heftiger Schauer.
Ich näherte mich ihm, und der Duft – sein Duft war berauschend, wie ein Aphrodisiakum, das mich in einen euphorischen Zustand versetzen sollte, und doch seltsam tröstlich, etwas, das ich nicht erklären kann.
Die Art, wie er mit mir sprach, sein Blick, als seine Augen drohten, meine zu durchbohren … Ich wollte wirklich nicht, dass diese Nacht endete.
Nach dem Tanz bot er mir einen Drink an.
„Ähm … nein, ich trinke keinen Alkohol“, protestierte ich.
„Na ja, zur Abwechslung mal was.“ Für jemanden, der Lynn ständig vor Alkohol warnt, habe ich das Glas Alkohol ganz schön schnell angenommen.
Apropos Lynn: Ich habe sie weder angerufen noch ihr geschrieben, schließlich hatte sie mich ja zu dieser Party gezwungen, damit ich Hunter nach der Demütigung an der Akademie vergesse.
Und aus einem Drink wurden mehrere. Im Laufe des Abends.
„Manchmal denke ich, irgendetwas stimmt nicht mit mir. Ich …“
„Nein, ich denke, du bist völlig in Ordnung.“ Er unterbrach mich. Seine Worte heilten etwas in mir.
Unbewusst entfernten wir uns von der überfüllten Tanzfläche und gingen auf den Balkon mit Blick auf die Stadt in der kühlen Nachtluft.
Ich sah diesen Mann an. Diesen Fremden. Da bemerkte ich die seltsame Tätowierung auf seinem Handrücken. Ein Wolfswappen, umgeben von uralten Zeichen. Ich hätte ihn danach fragen wollen, aber ich achtete darauf, nicht zu aufdringlich zu sein.
Je länger wir uns unterhielten, desto stiller und vertrauter wurden unsere Gespräche. Dieses Gefühl, diese Wärme in meinem Herzen, hatte ich noch nie zuvor gespürt, nicht einmal in meiner Zeit mit Hunter.
Er sah mich an, als wäre ich die einzige Person auf der Welt, und ich spürte dieses Feuer in meinem Herzen.
Dann plötzlich sprachen wir nicht mehr und führten das Gespräch nicht weiter.
„Wenn du jetzt gehen willst, verstehe ich das.“ Er sagte es, als er näher kam und die Stille durchbrach, die uns zu entzweien drohte.
Ich hätte weggehen sollen. Stattdessen umfasste ich sein Gesicht mit meinen Händen und presste meine Lippen auf seine. Ich wusste nicht, was mich dazu trieb, aber alles, was ich hörte, war: „Scheiß auf die Konsequenzen, Vanessa.“
Wir befanden uns in einem privaten Zimmer, die schwere Tür fiel ins Schloss.
Sein Blick ließ mich von einer Sehnsucht erfüllt sein, die mir das Gefühl gab, gesehen und begehrt zu werden, wie es noch nie jemand zuvor getan hatte.
Ein nervöses Lachen entfuhr mir, als ich zögernd an der Schwelle stand. Langsam trat er über mich hinweg, seine Hand streifte mit unerwarteter Zärtlichkeit meine Arme.
„Wir müssen uns nicht beeilen.“ Er murmelte mit tiefer, warmer Stimme, und diese Zärtlichkeit berührte mich tief im Herzen.
Ein warmes Gefühl durchströmte mich; es war, als ob ich ihm alles verdankte. Sofort legte er seine Lippen auf meine und küsste mich mit einer Leidenschaft, von der ich nie geahnt hatte, dass sie existierte.
Ich wollte ihm sagen, er solle aufhören, dass ich nicht weitermachen wollte, aber je mehr ich es versuchte, desto schwerer schien es mir, doch ich liebte dieses Gefühl.
Es war seltsam, aber ich liebte seine Hände überall auf meinem Körper. In dem Moment, als ich mich näher zu ihm lehnte und die Wölbung in seiner Hose spürte, war ich sofort zehnmal erregter.
Ich wollte ihn, ich brauchte ihn so sehr, dass er mich mit seinem heißen, prallen Glied erfüllte.
Ich schmolz dahin – schmolz in seinem warmen, festen Körper und fühlte mich begehrt und geliebt.
„Deine Brustwarzen sind ganz hart … was willst du?“ Er murmelte mir etwas ins Ohr, seine Stimme klang so wild. Ich hatte ihm den ganzen Abend zugehört, aber seine Stimme in diesem Moment ließ mich erschaudern.
Ich konnte nicht antworten, nur ein leises Wimmern entfuhr mir, als ich mich an ihn schmiegte. Mein Körper verriet jede Spur von Zögern, an der ich zuvor noch so krampfhaft festgehalten hatte. Sein Atem war heiß und rau an meinem Ohr, und das tiefe Knurren in seiner Stimme ließ mich erneut feucht werden.
„Ich will… dich“, keuchte ich schließlich, meine Finger krallten sich in sein Hemd und zogen ihn noch näher an mich heran. „Bitte.“
Das war alles, was es brauchte. Seine Hände glitten rau und sicher an meinen Seiten hinab und rafften mein Kleid um meine Taille hoch.
Die kühle Luft streifte nur einen Augenblick lang meine durchnässten Höschen, bevor er sie beiseite riss und seine dicken Finger durch meine feuchten Schamlippen strichen. Ich stöhnte laut auf, meine Hüften hoben sich gegen seine Berührung. Er umkreiste meine Klitoris mit geübtem Druck, dann drang er mit zwei Fingern in mich ein und krümmte sie genau richtig. Die Dehnung war perfekt, aber es reichte nicht. Ich brauchte mehr.
Dann küsste er mich heftig, seine Zunge eroberte meinen Mund, während er mich öffnete. Ich spürte seinen erigierten Penis, der sich heiß und schwer gegen meinen Oberschenkel presste.
Ich griff nach unten, umfasste ihn durch den Stoff, und er zischte und stieß in meine Hand.
„Verdammt, du bist so feucht für mich“, murmelte er mit dunkler Stimme vor Verlangen. Mit einer schnellen Bewegung befreite er sich, sein dicker Penis sprang hervor – lang, geädert und an der Spitze dunkelrot.
Ich umfasste ihn mit meinen Fingern und streichelte ihn von der Wurzel bis zur Spitze, wobei ich den Tropfen Präejakulat, der austrat, verrieb. Er stöhnte tief und wild und drückte mich gegen die Wand.
Er hakte ein Bein von mir um seine Hüfte und positionierte sich. Die stumpfe Eichel seines Penis berührte meinen Eingang, neckte mich und verteilte meine Feuchtigkeit. „Sag mir, dass du es willst.“
„Ich will es“, hauchte ich verzweifelt. „Ich brauche dich in mir – jetzt.“
Mit einem kraftvollen Stoß drang er in mich ein, bis zum Anschlag. Die plötzliche Fülle ließ mich aufschreien, meine Nägel gruben sich in seine Schultern. Er war so groß, dehnte mich perfekt und traf jeden empfindlichen Punkt tief in mir.
Einen Moment lang verharrte er still, ließ mich mich daran gewöhnen, seine Stirn an meine gepresst, schwer atmend.
Dann begann er sich langsam zu bewegen, tiefe Hüftkreise, die meine Zehen krallten. Jeder Stoß strich über diesen süßen Punkt in mir und steigerte die Hitze schnell. Ich erwiderte jeden Stoß, rieb meine Klitoris an seinem Becken und jagte der Lust nach, die mich bereits zu überwältigen drohte.
Seine Hände waren überall; sie umfassten meinen Po, drückten meine Brust, zwickten meine harte Brustwarze, bis ich wimmerte. „So eng … so verdammt perfekt“, knurrte er und wurde schneller.
Das feuchte Klatschen von Haut auf Haut erfüllte den Raum, vermischt mit unseren Stöhnen und Keuchen.
Ich war schon kurz davor, die Spannung in meinem Bauch zog sich mit jedem Stoß stärker zusammen. „Härter“, flehte ich, und er kam meinem Wunsch nach, stieß tief und heftig in mich hinein, sodass mir die Sicht verschwamm.
Sein Penis pulsierte in mir, schwoll noch dicker an, und ich wusste, dass auch er kurz vor dem Höhepunkt stand.
„Sieh mich an“, befahl er mit angestrengter Stimme. Unsere Blicke trafen sich, während er unerbittlich in mich eindrang, eine Hand glitt zwischen uns und rieb in engen Kreisen über meine geschwollene Klitoris.
Der Orgasmus traf mich wie eine Welle; plötzlich und überwältigend. Ich umklammerte ihn fest, schrie auf, als die Lust durch jede Faser meines Körpers raste. Meine Wände flatterten und pulsierten, melkten ihn, und das war alles, was er brauchte.
Mit einem gutturalen Stöhnen drang er ein letztes Mal tief in mich ein und kam heftig, überflutete mich mit heißen, dicken Ejakulationsstößen.
Wir haben es gemeinsam durchgestanden, unsere Körper ineinander verschlungen und zitternd, sein Glied zuckte in mir, während ich mich um ihn herum krampfte und jeden Tropfen aus ihm herausholte.
Wir verharrten lange so, atmeten einander ein, sein Körper noch immer eng an meinen gepresst, während die Nachwirkungen durch uns beide hindurchfegten.
****
Die Morgensonne fiel durch die Vorhänge, und ich erwachte mit heftigen Kopfschmerzen. Zuerst war ich verwirrt und rieb mir den Schlaf aus den Augen. Dann überkamen mich Flashbacks: die Party, der Fremde, der Balkon, seine Stimme.
Oh mein Gott! Seine Berührung! Ich schrie auf. Ich griff über das Bett. Er war fort.
Ich sprang sofort aus dem Bett und suchte nach irgendetwas. Irgendetwas. Ich kannte seinen Namen nicht. Da sah ich auf dem Nachttisch eine silberne Halskette. Ich hob sie auf.
In dem Moment, als ich sie berührte, blitzten Erinnerungsfetzen durch meinen Kopf. Der betörende Duft, sein Tattoo auf dem Handrücken, seine intensiven Augen hinter der Maske und … alles, was wir zusammen erlebt hatten.
Als ich eine versteckte Gravur auf dem Anhänger entdeckte, erkannte ich sie sofort. Das Wappen einer der mächtigsten Alpha-Blutlinien des Landes. So berühmt, dass es sogar die Schüler der Blackthorn Academy kennen.
Mein Herz setzte für einen Moment aus, denn wenn ich richtig lag… Der Fremde von gestern war nicht irgendein Werwolf, sondern jemand, dem ich niemals hätte begegnen dürfen.
Kapitel 5Aus Vanessas SichtIch erstarrte, als Ryker Moonstones Blick auf mir ruhte. Warum musste es ausgerechnet mich treffen – von allen Leuten hier in Blackthorn?Lynn stieß mich leicht an und flüsterte etwas. Aus irgendeinem Grund konnte ich den Blick nicht von ihm abwenden; je näher er kam, desto nervöser nestelte ich am Saum meines Kleides. Meine Handflächen wurden feucht, und ich musste mich daran erinnern, zu atmen.Ich hasste es, wie mein Körper auf seine Anwesenheit reagierte, noch bevor mein Verstand überhaupt begriff, was geschah.„Nessa, ist alles in Ordnung?“, fragte Lynn langsam. Sie stupste mich erneut an, die Brauen zusammengezogen, als würde sie mein Gesicht genau studieren.Ich wandte mich Lynn zu und zwang mich zu einem Lächeln. „Ja, ja, alles bestens“, sagte ich und strich mir eine Haarsträhne hinter das Ohr.„Bist du sicher? Du verhältst dich in letzter Zeit irgendwie seltsam“, hakte sie nach und suchte in meinem Gesicht nach einer Antwort.Er blieb direkt vor L
Aus Vanessas SichtIch holte sofort mein Handy hervor; meine Hände zitterten, als ich Lynns Nummer wählte.„Hallo, hier ist Lynn. Ich bin gerade wahrscheinlich beschäftigt, also hinterlass mir am besten eine Nachricht.“„Mist.“ Sie geht nicht ans Telefon.Ich versuchte es noch einmal, doch ich landete direkt auf der Mailbox. Ich ging zur Toilette, um nachzusehen, ob sie vielleicht dorthin gegangen war, ohne mir Bescheid zu sagen. Vielleicht hatte sie Durchfall und es war ihr etwas zu peinlich, es mir zu sagen.Das dachte ich zumindest. Ich versuchte, mich von all den Gedanken abzulenken, dass Lynn verletzt oder womöglich in Gefahr sein könnte.Ein paar Minuten später: Sie war auf keiner der Toiletten. Hitze stieg mir ins Gesicht; man konnte aus der Ferne sicher hören, wie heftig mein Herz klopfte.„Ich sollte versuchen, sie noch einmal anzurufen.“„Diese Nummer ist derzeit nicht erreichbar.“Mein Magen zog sich zusammen; in diesem Moment malte ich mir die schlimmsten Dinge aus, die Ly
Vanessas Sicht„Verschwinde jetzt“, sagte er zu mir.Ich starrte ihn verwirrt an. Zum ersten Mal seit ich in Blackthorn war, hatte Ryker Moonstone plötzlich Interesse an mir gezeigt.Sein Blick brannte sich in mich ein.„Warum sollte Ryker Moonstone sie verteidigen?“„Warum sollte jemand wie Ryker Vanessa überhaupt eines Blickes würdigen?“„Ryker Moonstone ist ein Monster. Er kümmert sich um niemanden, warum sollte er sich also um ein wertloses Omega kümmern?“Das waren die Gerüchte, die ich hörte, und die grausamen Kommentare darüber, dass Ryker mich nicht hätte verteidigen sollen. Vielleicht hatten sie ja recht. Jeder in Blackthorn wusste bereits, dass ich ein wertloses Omega und eine Ausgestoßene war. Warum sollte also der Alpha-Erbe des Moonstone-Rudels mich beachten?War das eine Falle?, dachte ich. Aber ich war nicht wichtig. Ich war nicht mächtig. Ich hatte nichts, was irgendjemand haben wollte.Ryker Moonstone mischte sich nie in die Probleme anderer ein. Das wusste jeder in B
Rykers SichtIch wachte in meinen Privatgemächern früher als sonst auf. Es war wohl gegen 4:45 Uhr, und ich hatte wegen dieser verdammten Frau auf der Party kein Auge zugetan.Ich konnte ihren Duft noch immer riechen. „Verdammt!“, stöhnte ich und kratzte mich am Hinterkopf. Ich erinnerte mich noch immer an ihren betörenden Duft, ihre Stimme, sogar an ihre Augen hinter der Maske. Irgendetwas an diesem Mädchen ging mir einfach nicht aus dem Kopf.Sogar das Gefühl, das mein Körper in dem Moment hatte, als sie mich berührte. Es war, als würde ein elektrischer Strom durch mich pulsieren. Die Erinnerung daran ließ mich erschaudern.In diesem Moment knurrte mein Wolf. „Gefährte.“„Sei leise!“, befahl ich energisch. Mein Wolf wiederholte dieses eine Wort unaufhörlich, seit ich das Zimmer verlassen hatte, das ich mit diesem Mädchen geteilt hatte. Jetzt gab ich mir die Schuld. Ich hätte nicht die Kontrolle verlieren dürfen. Normalerweise tue ich das nicht, jetzt, wo mein Wolf „Gefährtin“ knurrt
Vanessas SichtKumpel.Das Wort hallte in meinem Kopf wider, sobald ich die Party betrat. Ich bekam Gänsehaut am ganzen Körper.Ich hatte diese Stimme noch nie zuvor gehört, also sah ich mich um, um sicherzugehen – ob die anderen sie auch gehört hatten. Aber alle waren damit beschäftigt, zu tanzen und die Party unter dem wechselnden blauen, roten, grünen und goldenen Licht zu genießen.Dann sah ich den fremden Mann an. Mein Instinkt schrie mir zu, wegzugehen, doch stattdessen ging ich auf ihn zu.Ich stand nun vor ihm. Er war groß, selbstbewusst und einschüchternd und verbarg den größten Teil seines Gesichts hinter seiner Maske.„Erste Party, was?“, fragte er beiläufig, als wollte er mich aufmuntern.Ich zupfte nervös an meinem Ärmel und ließ meinen Blick zwischen dem Mann und der Menge hin und her wandern. „Ist es offensichtlich?“„Ähm … ja, schmerzhaft“, sagte er und kratzte sich an der Stirn, während er versuchte, seinen geheimnisvollen Charme zu bewahren.Ich war überrascht, dass







