LOGINKapitel 146Einen Monat später erstrahlte der Große Ballsaal eines Fünf-Sterne-Hotels im Herzen des zentralen Finanzdistrikts Asiens im Glanz hunderter Kristallkronleuchter, was eine Atmosphäre von außergewöhnlicher Pracht schuf. Der weitläufige rote Samtteppich war erfüllt von den Schritten von Magnaten, globalen Investoren und Herrschern der internationalen Finanzmärkte, die sich zu diesem Anlass versammelt hatten. Dieses exklusive Gala-Dinner fand statt, um die größte Integration der globalen Kosmetik- und Investmentmärkte des Jahres zu feiern.Inmitten der Menge stand Vivienne mit reiner und bezaubernder Eleganz. Sie sah an diesem Abend außergewöhnlich modisch aus, gekleidet in eine kastanienbraune Plus-Size-Seidenrobe, die von einem renommierten Pariser Designer entworfen worden war. Das Kleid schloss ihre üppige Figur ein und betonte ihre volle Brust sowie ihre kurvigen Hüften auf wunderschöne Weise. Ihr langes schwarzes Haar war ordentlich zu einer eleganten Hochsteckfrisur ges
Kapitel 145Drei Jahre vergingen wie im Flug und brachten gewaltige Veränderungen in der höchsten Hierarchie des Vance-Klans mit sich. Die Hauptallee des Anwesens war nicht mehr von den explosiven Cyber-Unruhen der Vergangenheit erfüllt. Heute spiegelte der Glanz der Kristallkronleuchter eine Atmosphäre von starrer Formalität wider. Alistair Vance war aufgrund seiner nachlassenden Gesundheit offiziell von seinem Posten zurückgetreten und hatte die absolute Autorität über den Klan vollständig an seinen Kronprinzen Tristan Vance übergeben.Tristan saß auf dem majestätischen Mahagonistuhl, gekleidet in einen perfekt maßgeschneiderten schwarzen Anzug. Seine breite Gestalt war noch imposanter geworden, während sein fester Kiefer fest angespannt blieb und die kalte Aura eines neuen Führers ausstrahlte, der die vollständige Kontrolle über den inländischen wie internationalen Markt übernommen hatte. Doch in seinen dunklen Augen war der Funke der Besessenheit nie ganz erloschen.Julian Vance u
Kapitel 144Die sengende Sommerneigung Europas tauchte die weiße Marmorterrasse des Privatresorts in eine wohltuende Wärme. Vivienne saß bequem auf einer erstklassigen Liege aus cremefarbenem Samt. Ihre weichen Finger, verziert mit fliederfarbenem Nagellack, hoben mit anmutiger Leichtigkeit ein Kristallglas mit einem gekühlten, süßen Pandan-Getränk, dessen Oberfläche von einem leichten Beschlag überzogen war, bevor sie einen langsamen Schluck nahm. Die schimmernde Flüssigkeit spiegelte die tiefe Zufriedenheit wider, die in ihren runden Augen leuchtete – Augen, die seit jeher von reifer, taktischer Gerissenheit erfüllt waren.Auf dem kleinen Glastisch neben ihr lag eine internationale Wirtschaftszeitung. Ihre Titelseite berichtete über die Dynamik des globalen Finanzmarktes, während eine Ecke der fingierten internationalen Ermittlungskolumne noch immer gelegentlich den Vance-Klan im Zusammenhang mit den ungelösten Gerüchten um ihre Jagd nach den Cyber-Vermögenswerten erwähnte.Der Beri
Kapitel 143Die Zeit schritt in ihrem stetigen Rhythmus voran und zog einen Tag nach dem anderen in eine Reihe von Monaten über, die sich auf dem majestätischen Anwesen des Vance-Klans nur noch grau und quälend anfühlten. Sechs Monate waren seit jener verhängnisvollen Samstagnacht vergangen, die den gesamten Stolz und die verborgenen Ersparnisse ihrer Familie zerschmettert hatte. Die Kernfinanzstruktur von Vance Enterprises war zwar erhalten geblieben, doch die Atmosphäre in der luxuriösen Marmorvilla hatte sich vollkommen verwandelt – in etwas, das einem prachtvollen, aber stummen und kalten Friedhof glich.Der Glanz des Kristallkronleuchters, der hoch oben in der Hauptallee hing, schien seine einst so stolz zur Schau gestellte Brillanz verloren zu haben. Lärmende Diskussionen über skrupellose Strategien, um die Kontrolle über den internationalen Markt mit allen Mitteln an sich zu reißen, gab es hier nicht mehr.Stattdessen war jeder Winkel der Villa nun von den erdrückenden Schatten
Kapitel 142Die erstickende Stille im Schlafzimmer des Westpavillons auf dem Anwesen des Vance-Klans wurde plötzlich von einem wilden Brüllen voller Wut zerschmettert. Julian Vance schlug seine mächtige Faust rücksichtslos in die leere Glasvitrine.Rums!Scharfe Kristallsplitter verstreuten sich über den Eichenboden und reflektierten den lodernden Wahnsinn, der in ihm brannte. Seine breite Brust hob und senkte sich in kurzen, stoßweisen Atemzügen, während seine adlergleichen Augen tiefrot glühten, während er darum kämpfte, seinen verletzten Stolz, sein brennendes Verlangen und sein männliches Ego im Zaum zu halten, die völlig zerschmettert worden waren.„Eine Woche! Eine ganze Woche lang haben wir uns wie die letzten Idioten aufgeführt, während wir glaubten, auf dem Gipfel der Welt zu sitzen!“, brüllte Julian, während seine tiefe Baritonstimme heiser aus seiner Kehle stieg. Mit zitternder Kraft griff er sich in das schwarze Haar. „Diese dicke Frau ... diese kurvige Schlampe hat das al
Kapitel 141Die riesige Turmuhr im Zentrum des Anwesens der Vances schlug zwölf Mal und verkündete damit offiziell den Anbruch des Sonntags um Mitternacht. Im privaten Festsaal des Obergeschosses sonnten sich Alistair, Julian und Christian in der Illusion des Sieges. Sie hoben ihre Gläser mit bernsteinfarbenem Alkohol, während sie auf Vivienne warteten – in dem Glauben, sie würde sich noch immer in ihrem Zimmer zurechtmachen.Unterdessen herrschte jenseits der hinteren Begrenzung des Anwesens – einem privaten Schutzwald, der von einem fünf Meter hohen, unter Hochspannung stehenden Eisenzaun umgeben war – eine unheimliche Stille. Nicht ein einziger Wachposten patrouillierte in dieser Gegend.Bzzz.Punkt Mitternacht erlosch jedes einzelne rote Indikatorlicht auf dem äußeren Steuerungspanel der Cybersicherheit in perfekter Reihenfolge. Das hochmoderne Sicherheitssystem, das den gesamten äußeren Perimeter schützte, wurde für ein Zeitfenster von fünfzehn Minuten vollständig deaktiviert. Tr







