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Kapitel 6

Author: Self-love
last update publish date: 2026-09-03 14:15:42

Ashley lag einfach nur auf dem Bett im Hotelzimmer und weinte sich die Augen aus dem Kopf.

Plötzlich flog die Tür auf, was sie vor Schreck nach Luft schnappen ließ. Schutzsuchend wickelte sie die Bettdecke um sich.

Sie mochte zwar stark sein, aber das, was sie vorhin von James und Isabella gehört hatte, jagte ihr eine Mordsangst ein.

Ihr Schluchzen wurde noch intensiver angesichts der dichten Stille, die zwischen ihr und dem Eindringling im Raum herrschte.

Zu all ihrem Elend war das Zimmer vollkommen abgedunkelt, sodass sie nicht einmal erkennen konnte, wer den Raum betreten hatte.

Sie hatte nur gesehen, wie zwei Männer jemanden in das Zimmer stießen und dann verschwanden.

Der Raum war völlig dunkel, abgesehen von dem Mondlicht, das von draußen durch das Fenster schien.

Ashley bemerkte, dass der Mann sie entdeckt hatte, und ein Frösteln lief durch ihre Adern. Sie hatte große Angst – allein der Gedanke an Isabellas Plan ließ sie wimmern.

„WER BIST DU?!“, fragte der Mann sie. Vor lauter Angst konnte sie nicht antworten.

Doch irgendetwas stimmte nicht. Diese Stimme – es schien, als hätte sie sie schon einmal gehört, aber sie konnte sich nicht erinnern, wo.

Außerdem klang die Person, als hätte sie Schmerzen.

„ICH HABE GEFRAGT, WER DU BIST UND WAS DU HIER MACHST! HAT STEVE DICH HIERHER GESCHICKT?!“, fragte der Mann sie erneut wütend, aber zugleich voller Qualen.

„St – Steve? Wer ist Steve? Ich ke – kenne ihn nicht. Bitte tun Sie mir nichts weh“, flehte sie schluchzend.

Das Mondlicht schien auf das Mädchen, das vor Angst auf dem Bett zitterte. Da erkannte David, dass sie dasselbe Mädchen war, dem er vorhin am Eingang begegnet war, als sie sich benommen gefühlt hatte. Er bemerkte, dass das Mädchen Angst vor ihm hatte. Wer hätte das nicht?

„Wie geht es deiner Benommenheit? Fühlst du dich jetzt besser? Hat die Kellnerin dir geholfen, wie ich es ihr aufgetragen habe?“, fragte David unter großer Anstrengung und Schmerzen. Er wollte dem Mädchen nur zu verstehen geben, dass er ihr nichts antun würde, damit sie sich ein wenig entspannen konnte.

Auch Ashley erkannte, dass er derselbe Mann war, der ihr vorhin geholfen hatte. Wäre seine Hilfe nicht gewesen, wüsste nur Gott, was mit ihr geschehen wäre.

Der Großteil ihrer Angst verflog. Aus irgendeinem Grund wusste sie, dass sie sicher war. Doch der Mann klang nicht gut. Ist er krank?, fragte sie sich selbst. Sie stand vom Bett auf und ging auf David zu. Sie wollte fragen, ob es ihm gut ginge, doch David weich abrupt von ihr zurück.

„Komm mir nicht nahe. Ich will dir nicht wehtun“, sagte er scharf, während er versuchte, so viel Luft wie möglich in seine Lungen zu saugen.

Ashley war erschrocken über die plötzliche Veränderung des ruhigen Mannes, den sie am Eingang getroffen hatte.

„Herr Hübsch, ich weiß, dass Sie es sind, obwohl das Zimmer dunkel ist. Danke für Ihre Hilfe vorhin, sonst...“, sie hielt inne und dachte darüber nach, was mit ihr geschehen wäre.

„Aber Herr Hübsch, geht es Ihnen gut?“, fragte Ashley.

„Hör zu, kleines Mädchen: Jemand könnte hier reinkommen und die Tür öffnen. Sieh zu, dass du so schnell wie möglich aus diesem Zimmer rennst, okay?“, griff David plötzlich nach ihrer Hand und flüsterte ihr zu.

Er wusste, was mit seinem Körper geschah und wie stark sein Verlangen nach Sex in diesem Moment war. Doch obwohl der Großteil seines Bewusstseins geschwunden war, würde er den Teenie vor sich niemals anrühren.

Ashley bemerkte, dass der Körper des Mannes heiß war. Der erste Gedanke, der ihr kam, war, dass der Mann vielleicht Fieber hatte. „Okay, aber für den Moment – warten Sie einfach hier“, sagte sie, ging schnell ins Badezimmer und suchte nach einem Handtuch und einer Schüssel.

Vielleicht würde es ihm helfen, ihn mit kaltem Wasser abzuwischen. Der Mann hatte vorhin ihr Leben gerettet, also hatte sie ebenfalls vor, ihm zu helfen.

Ashley war gerade im Badezimmer, als sie hörte, wie sich die Schlafzimmertür öffnete. Sie wollte losrennen, wie der Mann es ihr gesagt hatte. Doch sie blieb an der Badezimmertür stehen, als sie jemanden klatschen und lachen hörte.

Panik stieg in ihren Adern auf. War der Mann wegen ihr gekommen?, fragte sich Ashley.

Doch was sie von dem neuen Mann hörte, versetzte sie in Schrecken und Schock. Es schien, als wäre sie heute dazu bestimmt, eine Menge abscheulicher Dinge herauszufinden.

Steve betrat das Zimmer, in dem sich David befand, während er in die Hände klatschte und lachte.

„Mein lieber, reizender Cousin. Hast du irgendeine Ahnung, was jetzt mit dir passieren wird?“, stichelte er hämisch gegen David.

„Du Arschloch, wie kannst du es wagen, mich unter Drogen zu setzen?!“, spie David furios aus und wollte Steve schlagen, doch aufgrund seines Zustands fiel er stattdessen zu Boden.

Ashley schnappte nach Luft, als sie das Geräusch hörte, wie etwas – oder jemand – zu Boden stürzte. Ihre Instinkte sagten ihr sofort, dass es ihr Herr Hübsch war, der gerade gestürzt war.

„Hahahahah, schau dich jetzt an, Cousin. Weißt du, was in deinem Körper passieren wird? Langsam wird sich dein Hals immer weiter zuschnüren. Und dein Unterleib wird extrem schmerzhaft werden, da er nach Sex verlangen wird.

Wenn du dreißig Minuten lang keinen Sex hast, WIRST DU EINEN SCHMERZHAFTEN TOD STERBEN!!! Du hast nur noch 14 Minuten, Cousin“, sagte Steve und verließ den Raum mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht.

Als wäre das nicht genug gewesen, öffnete er die Tür noch einmal und informierte David:

„Morgen wird es weltweit eine riesige Schlagzeile geben, wenn deine Leiche gefunden wird. Die Polizei wird eine Autopsie an deinem Körper durchführen, und die Droge in deinem Körper wird nachgewiesen werden.

Und dann werde ich ein Haufen Mädchen anheuern, die gegen dich aussagen. Sie werden zu Protokoll geben, dass du sie nach der Einnahme einer solchen Droge immer vergewaltigst. Mein lieber Cousin, deine Zeit ist JETZT VORBEI!“, sagte er sarkastisch und ging lachend davon.

Die ganze Zeit über betete David nur darum, dass das Mädchen im Badezimmer nicht herauskommen würde, da er nicht in der Lage wäre, sie zu beschützen, falls Steve ihr etwas antun wollte.

Glücklicherweise ging Steve, ohne das kleine Mädchen im Badezimmer bemerkt zu haben.

Ashley hielt sich die Brust, nachdem sie das Gespräch aus dem Badezimmer mitangehört hatte. Sie hatte gedacht, James und Isabella wären die schlimmsten Menschen der Welt, aber sie hatte nicht geahnt, dass es da draußen noch viel schlimmere gab.

Sie kam aus dem Badezimmer und sah David unter Schmerzen auf dem Boden sitzen.

Das Zimmer war immer noch abgedunkelt, sodass Ashley sein Gesicht nach wie vor nicht richtig sehen konnte.

„Ich nehme an, du hast alles mitangehört, kleines Mädchen. Aber mach dir keine Sorgen: Selbst wenn ich unter Schmerzen sterben muss, werde ich dich niemals ausnutzen. Du hast mein Wort“, versicherte David ihr unter großen Schwierigkeiten wegen der intensiven Qualen, die er litt.

Ein CEO und Milliardär wie er war nun schwach und konnte sich nicht selbst helfen. Er lachte traurig über sich selbst.

Ashley wusste nicht, was sie tun oder sagen sollte. Sie wollte nicht, dass ihr Wohltäter starb. Der Mann hatte sie gerettet, also war es doch völlig in Ordnung, wenn sie ihm nun ebenfalls half, oder? Welchen Sinn hatte es schließlich noch, treu zu sein? Ihr Freund und ihre Schwester hatten ihr bereits das Herz gebrochen.

Sie holte tief Luft und ging auf David zu.

„Herr Hübsch, würden Sie mit mir schlafen wollen? Ich möchte nicht, dass Sie sterben“, sagte sie nur halb der Wahrheit entsprechend. In Wahrheit wollte sie einfach nur vergessen, wie sehr sie verraten worden war.

„WAS?!“, fragte David sie völlig überrascht.

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