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21

Author: R-A-I-A
last update publish date: 2026-08-14 00:14:28

bKapitel 21

Hellena hielt augenblicklich den Atem an. Ihr Herz schlug so heftig, dass ein stechender Schmerz durch ihre Brust fuhr. Sie warf einen Blick in die rechte Ecke neben der Säule, wo normalerweise der Spion von Mrs. Hansel stand, doch der Bereich war nun leer. Die vertraute Dienerin von Kaels Mutter hatte offenbar vor einigen Minuten den Raum verlassen, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass Kael Hellena verteidigt hatte.

Als Kael bemerkte, dass der Bereich nun frei von der Überwach
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    Kapitel 91Die Unternehmenspräsentation der Mailänder Delegation verlief reibungslos und professionell. Während die klare und gut strukturierte Präsentation ihren Lauf nahm, wurde die kalte Atmosphäre im Konferenzsaal nur noch drückender. Kael saß aufrecht am Kopf des Tisches, gab gelegentlich mit seiner tiefen Baritonstimme kurze Kommentare ab und ließ dabei Marco nicht aus den scharfen Augen, der Hellena ab und zu ein warmes Lächeln schenkte.Schließlich zeigten die Zeiger der Wanduhr auf zwanzig Minuten nach neun. Die offizielle Gesprächsrunde endete mit einer für beide Seiten äußerst zufriedenstellenden vorläufigen Vereinbarung.Einer nach dem anderen packten die Direktoren und Mitglieder der Mailänder Delegation ihre Laptops und Unterlagen ein, verneigten sich höflich und verließen den Hauptkonferenzsaal. Innerhalb weniger Augenblicke war der geräumige, gläserne Raum nur noch von drei Personen besetzt: Hellena, die still neben dem Tisch stand und die verbliebenen Tagungsunterlage

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    Kapitel 90Das Nachhallen von Kaels Hand, die auf den Schreibtisch geschlagen hatte, ließ immer noch eine feine Vibration über die Mahagonioberfläche wandern. Ein paar Blätter des Sitzungsberichts waren sogar leicht aus ihrem ordentlichen Stapel gerutscht. Doch die kurvenreiche Frau hinter dem Schreibtisch zuckte weder zusammen, noch zeigte sie auch nur die geringste Spur von Angst.Hellena hörte lediglich auf, auf ihrer Tastatur zu tippen. Gelassen strich sie den verschobenen Papierstapel wieder glatt, bevor sie mit klaren, ruhigen Augen zu Kael aufblickte, die von dem tiefen Brüllen des Mannes vor ihr völlig unbeeindruckt blieben.„Stimmt etwas nicht, Chef?“, fragte Hellena in einem außergewöhnlich ruhigen und formellen Tonfall. „War meine Sprechweise unhöflich? Oder gibt es einen anderen Termin, der sich um zehn Uhr mit unserem Zeitplan überschneidet?“Kael ballte seine linke Faust fest auf dem Schreibtisch zusammen, während der Schmerz in seiner bandagierten rechten Hand unerbitt

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    Kapitel 89Die helle Morgensonne erhellte die aufragende Zentrale der Smith-Gruppe im Herzen der Stadt, doch die Atmosphäre in der Hauptlobby war voller Spannung und endlosem Geflüster. Es war erst halb acht, als sich die automatischen Glastüren öffneten und Kael William Smith zum Vorschein kam, der mit großen Schritten hineinging.Der Mann sah in seinem eleganten schwarzen Anzug tadellos gekleidet aus. Die feinen Müdigkeitslinien um seine trüben Augen und der weiße Verband, der fest um seinen rechten Handrücken gewickelt war, zeugten jedoch stumm von dem Chaos der vorangegangenen Nacht. Neben ihm schritt Vivian Wheeler selbstbewusst dahin. Sie trug ein figurbetontes, tiefrotes Businesskleid und schlang stolz beide Arme um Kaels muskulösen Arm, während sie ein triumphierendes Lächeln in alle Richtungen warf.„Guten Morgen, Herr Kael! Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Verlobung!“, grüßte einer der Manager respektvoll, der zufällig vorbeikam.Auch mehrere Mitarbeiterinnen im Empfangsberei

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    Kapitel 88Das eilige Geräusch von Schritten durchbrach die Stille des Korridors im ersten Stock des Anwesens der Familie Smith. Hellena schritt über die hintere Terrasse, ohne den Chefbutler zu grüßen oder ihm auch nur einen Blick zu würdigen, der besorgt nahe der Tür stand. In ihren Händen hielt sie fest einen Erste-Hilfe-Kasten und eine kleine Schale mit warmem Wasser.In der dämmrigen Ecke der Terrasse saß Kael noch immer auf dem Rattan-Sofa. Die Weinflasche in seiner Hand war beinahe leer, während das Blut auf seinem rechten Handrücken bereits zu trocknen begonnen hatte und dunkle Flecken um die Glassplitter hinterließ, die noch immer in seiner Haut steckten.Ohne ein einziges Wort zu sagen, ging Hellena auf ihn zu. Sie zog einen kleinen Holzstuhl herbei, setzte sich direkt vor Kael und stellte die Schale mit dem warmen Wasser sowie den Erste-Hilfe-Kasten auf den Tisch. Mit schnellen, geübten Bewegungen und einer eiskalten Miene griff sie nach Kaels blutverschmiertem rechten Hand

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    Kapitel 87Dunkelrotes Blut tropfte langsam von den Knöcheln an Kaels rechter Hand und hinterließ verblassende Spuren auf dem Marmorboden. Der Mann ignorierte den brennenden Schmerz auf seiner Haut. Mit starren Schritten verließ er das leere Hauptschlafzimmer und ging durch den stillen Flur hinaus auf die Terrasse im zweiten Stock, die einen weiten Blick über den dunklen Garten bot.Der Nachtwind blies stark und trug den Geruch der vom Regen getränkten Erde mit sich. Kael setzte sich auf das Rattan-Sofa in der Ecke der Terrasse. Auf dem kleinen Glastisch vor ihm standen eine halbvolle Flasche Rotwein und ein hohes Kristallglas.Ohne sich die Mühe zu machen, das Glas zu benutzen, griff Kael nach dem Flaschenhals und trank direkt aus der Flasche. Die bittere Wärme des Alkohols brannte in seinem Hals, doch diese Hitze reichte bei Weitem nicht aus, um die erdrückende Leere in seiner Brust zu füllen.Er lehnte den Kopf zurück und starrte in den sternenlosen Nachthimmel.„In meinem Alter …“

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    Kapitel 86Das Taxi, das durch die Nacht rasete, wurde zum stummen Zeugen der Zerstörung, die zurückgeblieben war. Hellena saß auf der Rückbank und lehnte ihren Kopf gegen das kalte, beschlagene Fenster. Das Bild von Kael, der starr unter den matten Straßenlaternen stand, verblasste allmählich, verschluckt vom Regenwasser, das an der Außenseite der Scheibe herunterlief.Kael war noch einige Schritte gerannt und hatte versucht, das Taxi mit den letzten Resten seines keuchenden Atems einzuholen. Doch als das Taxi beschleunigte, zerschlug es die Hoffnung des Mannes vollends. Kael blieb mitten auf dem verlassenen Bürgersteig stehen, von Kopf bis Fuß durchnässt, und verharrte reglos.Das Geräusch seines schweren Atems hallte heiser durch den leichten Nieselregen. Kael starrte geradeaus auf die leere Straße, auf der das Taxi verschwunden war, und ballte beide Fäuste fest zusammen.„Wenigstens … ist sie noch bereit, meine Sekretärin zu sein“, murmelte Kael leise mit extrem heiserer Baritons

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