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22

Author: R-A-I-A
last update publish date: 2026-08-14 00:14:40

bKapitel 22

Hellena und Kaels Schritte hallten im Gleichklang über den Marmorboden der Eingangshalle, als sich die großen Teakholztüren der Villa öffneten. Die Atmosphäre zwischen ihnen war noch immer eisig. Die Nachwirkung von Kaels grausamen Worten im Bankettsaal schien eine unsichtbare Mauer zwischen ihnen errichtet zu haben. Doch Kaels entschlossene Schritte kamen plötzlich zum Stillstand, als sein Blick auf eine Frau mittleren Alters fiel, die anmutig auf dem Sofa im Wohnzimmer saß.

„Mom?“
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    Kapitel 89Die helle Morgensonne erhellte die aufragende Zentrale der Smith-Gruppe im Herzen der Stadt, doch die Atmosphäre in der Hauptlobby war voller Spannung und endlosem Geflüster. Es war erst halb acht, als sich die automatischen Glastüren öffneten und Kael William Smith zum Vorschein kam, der mit großen Schritten hineinging.Der Mann sah in seinem eleganten schwarzen Anzug tadellos gekleidet aus. Die feinen Müdigkeitslinien um seine trüben Augen und der weiße Verband, der fest um seinen rechten Handrücken gewickelt war, zeugten jedoch stumm von dem Chaos der vorangegangenen Nacht. Neben ihm schritt Vivian Wheeler selbstbewusst dahin. Sie trug ein figurbetontes, tiefrotes Businesskleid und schlang stolz beide Arme um Kaels muskulösen Arm, während sie ein triumphierendes Lächeln in alle Richtungen warf.„Guten Morgen, Herr Kael! Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Verlobung!“, grüßte einer der Manager respektvoll, der zufällig vorbeikam.Auch mehrere Mitarbeiterinnen im Empfangsberei

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    Kapitel 87Dunkelrotes Blut tropfte langsam von den Knöcheln an Kaels rechter Hand und hinterließ verblassende Spuren auf dem Marmorboden. Der Mann ignorierte den brennenden Schmerz auf seiner Haut. Mit starren Schritten verließ er das leere Hauptschlafzimmer und ging durch den stillen Flur hinaus auf die Terrasse im zweiten Stock, die einen weiten Blick über den dunklen Garten bot.Der Nachtwind blies stark und trug den Geruch der vom Regen getränkten Erde mit sich. Kael setzte sich auf das Rattan-Sofa in der Ecke der Terrasse. Auf dem kleinen Glastisch vor ihm standen eine halbvolle Flasche Rotwein und ein hohes Kristallglas.Ohne sich die Mühe zu machen, das Glas zu benutzen, griff Kael nach dem Flaschenhals und trank direkt aus der Flasche. Die bittere Wärme des Alkohols brannte in seinem Hals, doch diese Hitze reichte bei Weitem nicht aus, um die erdrückende Leere in seiner Brust zu füllen.Er lehnte den Kopf zurück und starrte in den sternenlosen Nachthimmel.„In meinem Alter …“

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    Kapitel 86Das Taxi, das durch die Nacht rasete, wurde zum stummen Zeugen der Zerstörung, die zurückgeblieben war. Hellena saß auf der Rückbank und lehnte ihren Kopf gegen das kalte, beschlagene Fenster. Das Bild von Kael, der starr unter den matten Straßenlaternen stand, verblasste allmählich, verschluckt vom Regenwasser, das an der Außenseite der Scheibe herunterlief.Kael war noch einige Schritte gerannt und hatte versucht, das Taxi mit den letzten Resten seines keuchenden Atems einzuholen. Doch als das Taxi beschleunigte, zerschlug es die Hoffnung des Mannes vollends. Kael blieb mitten auf dem verlassenen Bürgersteig stehen, von Kopf bis Fuß durchnässt, und verharrte reglos.Das Geräusch seines schweren Atems hallte heiser durch den leichten Nieselregen. Kael starrte geradeaus auf die leere Straße, auf der das Taxi verschwunden war, und ballte beide Fäuste fest zusammen.„Wenigstens … ist sie noch bereit, meine Sekretärin zu sein“, murmelte Kael leise mit extrem heiserer Baritons

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    Kapitel 85Hellenas Schritte, mit denen sie ihren Koffer über den regenassen Bürgersteig zog, kamen plötzlich zum Stehen, als von hinten hastige Schritte auf sie zustürzten. Noch bevor sie die Gelegenheit hatte, sich umzudrehen, schlangen sich zwei starke Arme fest um ihren kurvigen Körper und zogen sie in eine Umarmung, die ebenso verzweifelt wie besitzergreifend war.Kael umarmte sie von hinten, sein ganzer Körper bebte heftig. Er vergrub sein Gesicht in der Beuge von Hellenas Hals und Schulter und schüttete all die überwältigende Angst aus, die sein Herz zerfraß. Seine Umarmung war so fest und voller Verzweiflung, dass Hellena unter dem erdrückenden Druck auf ihrer Brust kaum atmen konnte.„Lass mich los, Chef Kael! Ich bekomme keine Luft!“, rief Hellena, die Stimme im Hals steckend, während sie darum kämpfte, den Griff der muskulösen Arme ihres Mannes zu lockern.Als Kael ihr gequältes Flehen hörte, lockerte er augenblicklich seinen Griff. Er drehte Hellena behutsam zu sich herum

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