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95

Author: R-A-I-A
last update publish date: 2026-10-07 15:35:18

Kapitel 95

Das sanfte Schnurren von Kaels schwarzer Limousine hallte an der Hauptstraße entlang, als sie auf das zunehmend belebte Stadtzentrum zusteuerten. Die Atmosphäre im Wageninneren, die noch vor wenigen Augenblicken völlig stumm gewesen war, füllte sich plötzlich mit einer neuen Anspannung.

Hellena saß bequem auf dem Beifahrersitz, ihre Augen funkelten, während sie auf den erleuchteten Bildschirm ihres Handys blickte. Ihre Finger bewegten sich flink, als sie Marco auf WeChat eine Antwort
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    Kapitel 95Das sanfte Schnurren von Kaels schwarzer Limousine hallte an der Hauptstraße entlang, als sie auf das zunehmend belebte Stadtzentrum zusteuerten. Die Atmosphäre im Wageninneren, die noch vor wenigen Augenblicken völlig stumm gewesen war, füllte sich plötzlich mit einer neuen Anspannung.Hellena saß bequem auf dem Beifahrersitz, ihre Augen funkelten, während sie auf den erleuchteten Bildschirm ihres Handys blickte. Ihre Finger bewegten sich flink, als sie Marco auf WeChat eine Antwort tippte, wobei gelegentlich ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen erschien.Hinter dem Steuer warf Kael ihr immer wieder Blicke aus dem Augenwinkel zu. Jedes Mal, wenn er das Lächeln auf Hellenas Lippen sah – eines, das nicht ihm galt –, fühlte sich seine Brust an, als würde sie fest zugeschnürt. Hitze stieg in seiner Kehle auf und schürte eine Welle der Eifersucht, die stetig seinen Verstand verzehrte.Klick.Ohne die geringste Vorwarnung schnappte sich Kaels freie linke Hand rasch das Handy au

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    Kapitel 94Das schrille Klingeln von Hellenas Handy hallte durch das Wohnzimmer der Villa und zerschnitt die Stille, die sich dort breitgemacht hatte. Das Telefon, das auf dem Couchtisch aus Glas lag, leuchtete hell auf und zeigte Marcos Namen zusammen mit einer Benachrichtigung über einen WeChat-Sprachanruf an. Nach dem Treffen früher am Morgen hatten sie Kontaktdaten ausgetauscht, um die Kommunikation zu erleichtern.Hellena streckte die Hand aus und wollte ihr Handy aufheben. Doch bevor ihre Fingerspitzen den Bildschirm berühren konnten, war Kael schneller. Mit einer raschen und aggressiven Bewegung schnappte er sich das schlanke Gerät.„Kael, gib mir das w—“Hellenas Worte wurden komplett abgeschnitten.Kael warf das Telefon beiläufig auf das weiche Sofa neben ihnen, bevor er seine linke Hand um Hellenas Nacken legte. Ohne ihr die Chance zu geben zu protestieren, neigte er den Kopf und beanspruchte plötzlich ihre weichen Lippen für sich.Der Kuss war wild, fordernd und erfüllt vo

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    Kapitel 93Hellena sackte langsam auf den kalten Marmorboden zusammen. Ihre Knie knickten unter ihr ein, außerstande, ihren heftig zitternden Körper noch länger zu tragen. Nahe der Wand gekauert, vergrub sie ihr gesamtes Gesicht in beiden Händen. Gebrochenes Schluchzen entwich ihrer Kehle und hallte kläglich durch das stille Wohnzimmer der Villa.Der ohrenbetäubende Krach, das stechende Geräusch zersplitternden Glases und die Lache frischen Blutes auf dem Boden zerschmetterten die letzten Überreste ihrer emotionalen Abwehrkräfte vollkommen.In dem Moment, als Kael die kurvige Frau hysterisch schluchzen sah, während sie sich in sich selbst zusammenrollte, war es, als hätte ihn ein Stromschlag getroffen. Der überwältigende Zorn und die blinde Eifersucht, die ihn noch wenige Augenblicke zuvor verzehrt hatten, verflogen spurlos und wichen einer tiefen Reue, die ihm das Herz erdrückte.Kael kümmerte sich nicht mehr um den brennenden Schmerz auf dem Rücken seiner verletzten rechten Hand. E

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    Kapitel 92In der schallgedämpften Kabine der Luxuslimousine wurde die erdrückende Stille, die sich zwischen ihnen breitgemacht hatte, plötzlich zerschlagen, als das Auto an der Hauptkreuzung scharf abbog. Hellena, die schweigend aus dem Fenster gestarrt hatte, richtete sich abrupt auf. Ihre Augen weiteten sich, als sie das Straßenschild am Bürgersteig bemerkte, das ihr Fahrzeug auf die Schnellstraße stadtauswärts lenkte – eine Route, die dem Standesamt völlig entgegengesetzt war.„Kael! Hast du den Verstand verloren?!“, schnauzte Hellena ihn an, ihre Stimme wurde lauter, als sie sich dem Mann zuwandte, der steif hinter dem Steuer saß. „Das ist nicht der Weg zum Standesamt! Wo bringst du mich hin?!“Kael würdigte sie keines Blickes. Seine linke Hand umklammerte das Lenkrad so fest, dass seine Knöchel hervortraten, während seine scharfen Augen starr auf die Autobahn gerichtet blieben, die sich vor ihnen erstreckte. Er zog es vor, völlig zu schweigen, und ignorierte jede Beschimpfung u

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    Kapitel 91Die Unternehmenspräsentation der Mailänder Delegation verlief reibungslos und professionell. Während die klare und gut strukturierte Präsentation ihren Lauf nahm, wurde die kalte Atmosphäre im Konferenzsaal nur noch drückender. Kael saß aufrecht am Kopf des Tisches, gab gelegentlich mit seiner tiefen Baritonstimme kurze Kommentare ab und ließ dabei Marco nicht aus den scharfen Augen, der Hellena ab und zu ein warmes Lächeln schenkte.Schließlich zeigten die Zeiger der Wanduhr auf zwanzig Minuten nach neun. Die offizielle Gesprächsrunde endete mit einer für beide Seiten äußerst zufriedenstellenden vorläufigen Vereinbarung.Einer nach dem anderen packten die Direktoren und Mitglieder der Mailänder Delegation ihre Laptops und Unterlagen ein, verneigten sich höflich und verließen den Hauptkonferenzsaal. Innerhalb weniger Augenblicke war der geräumige, gläserne Raum nur noch von drei Personen besetzt: Hellena, die still neben dem Tisch stand und die verbliebenen Tagungsunterlage

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    Kapitel 90Das Nachhallen von Kaels Hand, die auf den Schreibtisch geschlagen hatte, ließ immer noch eine feine Vibration über die Mahagonioberfläche wandern. Ein paar Blätter des Sitzungsberichts waren sogar leicht aus ihrem ordentlichen Stapel gerutscht. Doch die kurvenreiche Frau hinter dem Schreibtisch zuckte weder zusammen, noch zeigte sie auch nur die geringste Spur von Angst.Hellena hörte lediglich auf, auf ihrer Tastatur zu tippen. Gelassen strich sie den verschobenen Papierstapel wieder glatt, bevor sie mit klaren, ruhigen Augen zu Kael aufblickte, die von dem tiefen Brüllen des Mannes vor ihr völlig unbeeindruckt blieben.„Stimmt etwas nicht, Chef?“, fragte Hellena in einem außergewöhnlich ruhigen und formellen Tonfall. „War meine Sprechweise unhöflich? Oder gibt es einen anderen Termin, der sich um zehn Uhr mit unserem Zeitplan überschneidet?“Kael ballte seine linke Faust fest auf dem Schreibtisch zusammen, während der Schmerz in seiner bandagierten rechten Hand unerbitt

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