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Die Zurückgewiesene Gebärerin Wurde Lykan-Königin
Die Zurückgewiesene Gebärerin Wurde Lykan-Königin
Auteur: Dray Cozy

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Auteur: Dray Cozy
last update Date de publication: 2026-06-25 15:42:08

Sierra Valium

„Pressen, Sierra. Du musst pressen.“

„Ich kann nicht. Ich presse schon seit Stunden, und es passiert nichts. Irgendetwas stimmt nicht. Mit dem Baby stimmt etwas nicht. Bitte, du musst Hilfe holen. Hol jemanden, der weiß, was er tut.“ Die Tränen strömten mir in Bächen über das Gesicht und spiegelten doch nicht einmal ansatzweise den Schmerz wider, den ich gerade durchlitt. Es fühlte sich an wie der Tod.

„Ich bin die Hebamme.“

„Du bist nur die Köchin!!! Du hast mir erzählt, du hättest bei drei Geburten assistiert. Du bist keine Hebamme. Ruf meinen Gefährten! Ruf Darius sofort an. Sag ihm, er soll den Rudelarzt holen! Sein Kind kommt gleich zur Welt!“ Noch mehr wütende Tränen liefen mir übers Gesicht. Wo war Darius gerade? Wusste er nicht, dass ich in den Wehen lag? Er sollte bei mir sein.

„Willst du, dass ich gehe? Denn das kann ich. Ich kann sofort aus diesem Zelt verschwinden und dich allein auf dem kalten Boden dieses Kind zur Welt bringen lassen, ohne dass jemand da ist, der es auffängt.“ Die Köchin, die mir zugeteilt worden war, sprach eiskalt, und als ich aufblickte, sah ich, dass sie jedes Wort ernst meinte. Mein Herz sackte in die Tiefe.

„Nein. Geh nicht. Bitte geh nicht. Es tut mir leid. Ich habe Angst und bin erschöpft und weiß nicht, was ich tue. Bitte bleib. Bitte.“ Ich flehte sie an. Es gab keine Möglichkeit, das allein durchzustehen, besonders da wir in diesem Flügel völlig allein waren, abgesehen von den Wachen.

Der Schmerz kam erneut, und ich konnte keine Worte mehr formen. Als er nachließ, sah die Frau mich mit einem Ausdruck an, den ich nicht deuten konnte. „Der Alpha hat gesagt, es würde schwer werden“, sagte sie. „Er hat gesagt, du wärst schwach.“

„Der Alpha hat noch nie ein Kind geboren.“ Ein Funke Wut durchzuckte mich. „Wie hört dieser Schmerz auf? Sag es mir, bitte.“

„Press noch einmal. Diesmal fester. Fester, als du je etwas in deinem Leben getan hast.“

Ich presste. Ich presste, bis meine Sicht an den Rändern weiß wurde und ich sicher war, dass etwas in mir unwiderruflich gerissen war. Dann ließ der Druck plötzlich nach, und ich hörte einen Laut, auf den ich neun Monate gewartet hatte.

„Ist das mein Kind?“ Meine Stimme kam in keuchenden Stößen heraus.

„Es ist ein Mädchen…“, sagte die Köchin langsam, fast erleichtert.

„Weint sie? Lass mich sie sehen. Gib sie mir. Gib mir meine Tochter.“ Ich streckte die Arme aus, um meine Tochter zu halten.

Die Köchin reichte sie mir nicht sofort. Ich beobachtete, wie sie mein Baby in ein Tuch wickelte, langsam und bedächtig. Die Art, wie sie meinem Blick auswich, ließ meinen Magen verkrampfen. „Was ist los? Was verschweigst du mir? Atmet sie? Ist sie gesund?“

„Sie ist gesund.“

„Dann gib sie mir.“

Sie legte mir das Bündel in die Arme. Ich blickte auf das winzige, zornige Gesicht meiner Tochter hinab und vergaß alles andere. Der Schmerz, die Erschöpfung, die Monate der Isolation – nichts davon zählte mehr. Sie hatte dunkles Haar, das ihr am Kopf klebte, ihre Augen waren fest gegen das Kerzenlicht zusammengekniffen, und sie war das Perfekteste, was ich je gesehen hatte.

„Hallo, Kleines“, flüsterte ich und drückte meine Lippen auf ihre Stirn. „Ich bin deine Mutter. Ich habe auf dich gewartet. Ich habe so lange auf dich gewartet.“

Die Hebamme bewegte sich zum Zelteingang. „Ich sollte den Alpha informieren.“

„Warte. Wie soll ich sie nennen? Ich muss sie benennen, bevor jemand sie sieht. Sie soll etwas haben, das nur von mir kommt.“

„Du kannst sie nennen, wie du willst. Es wird keine Rolle spielen.“

„Was soll das heißen? Warum wird es keine Rolle spielen? Was weißt du, das du mir nicht sagst?“

Sie antwortete nicht, sondern schlüpfte aus dem Zelt. Ich war allein mit meiner Tochter, streichelte ihre winzigen Finger und staunte über das silbergraue ihrer Augen, als sie sie endlich öffnete. Silber. Nicht braun wie bei Darius, nicht blau wie bei mir. Woher hatte sie silberne Augen?

Die Zeltplane wurde aufgerissen, und Darius trat ein.

„Du hast gute Arbeit geleistet“, sagte er, ohne mich anzusehen. Er blickte auf das Baby in meinen Armen mit einer seltsamen Distanz in den Augen. Mein Herz sackte in den Magen. War er nicht erfreut? Sollte das nach drei Jahren ohne Erben nicht ein Grund zum Feiern sein? „Ist sie gesund?“

„Sie ist perfekt. Komm, sieh sie dir an. Sieh dir deine Tochter an.“

„Ich habe sie gesehen.“ Er griff hinunter und nahm sie mir ab. Ich war zu schockiert, um mich zu wehren. Eben noch lag sie in meinen Armen, im nächsten Moment ruhte sie an seiner Brust, und er drehte sich zum Ausgang. „Das Rudel wartet. Sie müssen den Erben kennenlernen.“

„Warte. Lass mich mitkommen. Lass mich mich säubern und mit dir hinausgehen. Wir sollten das zusammen tun. Wir sollten sie als Familie präsentieren.“ Trotz der Schmerzen versuchte ich aufzustehen. Ich wollte Teil dieser Freude sein, dem Rudel beweisen, dass ich nicht unfruchtbar war und ihnen gegeben hatte, was sie am meisten wollten.

Darius blieb stehen, drehte sich zu mir um, und der Ausdruck auf seinem Gesicht ließ die Worte in meiner Kehle ersticken. „Eine Familie? Dachtest du wirklich, das wäre es gewesen?“

Ich spürte, wie mir das Blut in den Adern gefror, als ich die Härte in seiner Stimme hörte. „Ich verstehe nicht. Was sagst du da? Warum siehst du mich so an?“

„Sierra.“ Er lachte leise, und seine Lippen verzogen sich zu einem grausamen Grinsen, das ich noch nie bei ihm gesehen hatte. „Du warst nie meine Gefährtin. Du warst nur ein Gefäß, um mir einen Erben zu gebären… Verstehst du, was das bedeutet?“

Ich starrte ihn an, konnte nicht atmen, konnte nicht denken und konnte nur den Kopf schütteln. „Nein. Nein, das ist nicht wahr. Wir haben ein Gefährtenband. Ich habe es gespürt. Als du mich gezeichnet hast, habe ich gespürt, wie das Band einrastete. Du hast gesagt, wir wären füreinander bestimmt.“

„Ich habe gesagt, was ich sagen musste, damit du bleibst. Hast du wirklich geglaubt, ich würde mein Leben mit einer fetten, hässlichen, wolflosen Omega verbringen? Hast du wirklich geglaubt, ich würde stolz sein, in der Öffentlichkeit neben dir zu gehen? Sieh dich an. Sieh, was du bist. Du bist nichts. Du warst nur für eine Sache nützlich, und die hast du erledigt. Jetzt ist dein Teil vorbei.“

„Das kannst du nicht tun.“ Ich versuchte, mich hochzustemmen, doch mein Körper gehorchte nicht. Die Schwäche nach der Geburt hatte meine Glieder in Wasser verwandelt. „Darius, bitte. Das ist meine Tochter. Ich habe sie getragen. Ich habe stundenlang allein in den Wehen gelegen. Du kannst sie mir nicht einfach wegnehmen. Du kannst mich nicht einfach wegwerfen, als wäre ich nichts.“

„Ich werfe dich nicht weg. Ich entlasse dich. Dem Rudel wurde bereits die Wahrheit gesagt – dass du versucht hast, das Kind zu stehlen, das ich mit der Tochter des Alpha-Königs habe… Sie warten draußen bereits darauf, dich hinauszujagen.“

„Die Tochter des Alpha-Königs? Wer ist sie? Ist sie deine Geliebte? Ich bin deine Gefährtin, Darius. Du kannst keine andere Frau haben. Darius, niemand wird glauben, dass eine Fremde mein Kind geboren hat.“

„Sie werden glauben, was immer ich ihnen zu glauben befehle. Das tun sie immer.“ Er blickte auf das Baby in seinen Armen hinab und richtete die Decke um ihr Gesicht. „Liriel ist jetzt ihre Mutter. Sie war es schon immer. Und du, Sierra… du warst nie etwas.“ Er sprach den Namen dieser fremden Frau mit einem liebevollen Ausdruck im Gesicht aus.

Er verließ das Zelt, und ich schrie seinen Namen, bis meine Stimme brach. Als Nächstes kamen die Krieger – zwei von ihnen –, packten meine Arme und zerrten mich hoch, während ich mich wehrte, schluchzte und bettelte. Dann strömten die Rudelmitglieder herein, die Gesichter vor Hass verzerrt, die Hände voller Steine.

„Lügnerin! Unfruchtbare Omega! Wie kannst du es wagen, dem Alpha sein Kind stehlen zu wollen!“

„Ich habe sie nicht gestohlen! Sie gehört mir! Ich habe sie heute Nacht zur Welt gebracht! Fragt die Köchin. Fragt jeden, der hier war. Bitte, ihr müsst mir glauben. Sie hat silberne Augen. Meine Tochter hat silberne Augen.“

Ein Stein traf meine Schulter, und ich schrie auf. Ein weiterer traf mich in die Rippen, und ich spürte etwas brechen. Sie schleiften mich durch das Rudelgebiet, schlugen, spuckten und schrien Anschuldigungen. Ein letztes Mal erhaschte ich einen Blick auf die zeremonielle Plattform, bevor ich jenseits des Tores geworfen wurde. Darius stand dort mit einer schlanken Frau an seiner Seite, den Arm um ihre Taille gelegt. In ihren Armen lag meine Tochter, eingewickelt in die Decke, die ich in den langen Monaten meiner Schwangerschaft gestrickt hatte.

„Das ist mein Kind!“, schrie ich. „Das ist meine Tochter! Jemand helfe mir! Bitte, jemand!“

Das Tor schlug zu, und ich war allein in der Kälte, mit nichts als dem Echo des Weinens meiner Tochter in den Ohren.

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