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KAPITEL ACHT

Author: Avourr
last update publish date: 2026-06-15 16:05:38
KAPITEL ACHT

EMERY.

„Emery?“ Eine Stimme rief mich, sodass ich zusammenzuckte. Ich drehte mich zu dem Schuldigen um. Es war Zane. Ich wusste nicht genau, warum ich ihm geschrieben hatte, dass er mich hier treffen sollte. Wahrscheinlich, weil ich keine Freunde in der Nähe hatte und Gesellschaft brauchte – oder weil ich ihn einfach wiedersehen wollte.

Ich wusste es nicht, aber zum ersten Mal heute fühlte ich, als könnte ich wieder atmen. Schnell wischte ich mir die Tränen weg und rückte ein Stü
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    EMERY.Es waren drei Tage vergangen, seit Zane und ich uns das letzte Mal gesehen hatten – nach dem Kuss im Park. Wir hatten danach Kontakt gehalten, aber nicht so viel, wie ich erwartet hatte.Er hatte gesagt, er sei beschäftigt, aber ich spürte, dass er mir aus dem Weg ging, und ich verstand nicht warum. War ich eine schlechte Küsserin? Hatte ich etwas Falsches gesagt? War ich nicht hübsch genug?Ich seufzte, während ich mein Spiegelbild anstarrte. Ich war hübsch, das wusste ich genau, aber ich verstand trotzdem nicht, was schiefgelaufen war. Nach dem Kuss hatte er nicht viel gesagt. Er hatte eine Nachricht bekommen, sich entschuldigt, mir seinen Hoodie gegeben und war gegangen. Er hatte sich per Nachricht entschuldigt, aber das machte es für mich nicht besser.Vielleicht hatte ich etwas Dummes getan oder gesagt. Ich konnte mich nicht einmal erinnern, ob ich etwas Dummes gemacht hatte. Ich spielte jede Unterhaltung von diesem Abend in meinem Kopf nach, aber mir fiel nichts ein. Wir

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    KAPITEL ACHT EMERY. „Emery?“ Eine Stimme rief mich, sodass ich zusammenzuckte. Ich drehte mich zu dem Schuldigen um. Es war Zane. Ich wusste nicht genau, warum ich ihm geschrieben hatte, dass er mich hier treffen sollte. Wahrscheinlich, weil ich keine Freunde in der Nähe hatte und Gesellschaft brauchte – oder weil ich ihn einfach wiedersehen wollte. Ich wusste es nicht, aber zum ersten Mal heute fühlte ich, als könnte ich wieder atmen. Schnell wischte ich mir die Tränen weg und rückte ein Stück zur Seite, damit er sich setzen konnte. Er sah immer noch gut aus, sogar mit zerzaustem Bett-Haar. Es war unfair, wie mühelos perfekt er wirken konnte. Er sah aus, als gehörte er in ein Gemälde – zum Bewundern gemacht. Mit einem sanften Lächeln setzte er sich. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. War alles in Ordnung? Gute Frage. Ich wusste nicht einmal selbst, ob alles in Ordnung war. Dass meine Stiefmutter mich geschlagen hatte, war nicht okay, abe

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    EMERY.Kathy. Kathy McGuire.Sie war früher eine enge Freundin von Eileen und mir, bis ich weggezogen bin und sie nie mehr erreichen konnte. Sie sah immer noch genauso aus – kurze Haare mit diesen seltsamen Ponyfransen. Das Einzige, was anders war, waren ihre Zähne.Die waren jetzt weiß und strahlend, keine Zahnspange mehr. Sie kam mit einem breiten Lächeln auf uns zu.Ihre Arme schlossen sich fest um mich, und ich spürte ihren warmen Atem an meiner Schulter. Als sie sprach, war ihre Stimme gedämpft. „Oh mein Gott, Emery, ich habe dich so sehr vermisst.“ flüsterte sie, kaum hörbar.„Ich habe dich auch vermisst.“ sagte ich und rieb ihr etwas unbeholfen den Rücken. Mein Blick wanderte zu Zane, der ganz in der Nähe stand und uns mit skeptischem Gesichtsausdruck beobachtete. Was war nur mit ihm los?Er räusperte sich leise, woraufhin Kathy sofort einen Schritt zurücktrat. Er lächelte verlegen, rieb sich den Nacken und sah aus, als wüsste er nicht, was er sagen sollte.Dann zeigte er auf s

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    EMERY.Das Erste, was ich bemerkte, als ich die Augen öffnete, waren die verdammt hellen Lichter über mir. Scheiße.Ugh, wo zum Teufel war ich? Mein Kopf pochte wie verrückt, und als ich versuchte, mich zu bewegen, tat es höllisch weh. Was war mit mir passiert? Und warum zum Teufel fühlte es sich an, als wäre ich mehrmals erstochen worden.Ich blinzelte ein paarmal und versuchte zusammenzusetzen, was passierte. Krankenhaus. Definitiv ein Krankenhaus. Aber wie zum Teufel war ich hier gelandet?Ich verschob mich leicht, zuckte bei dem Schmerz in meinem Körper zusammen, und da quietschte die Tür auf. Eine Krankenschwester kam herein, ihr Gesicht auf ihr Klemmbrett gerichtet. Sie erstarrte für eine Sekunde, als sie endlich aufschaute, dann eilte sie herüber, ihr Gesicht voller Sorge.„Oh, Sie sind wach! Wie fühlen Sie sich?" fragte sie und beugte sich über mich.„Ich, äh," krächzte ich, meine Kehle war knochentrocken. „Ich glaube, es geht mir okay?"„Sie haben uns ganz schön erschreckt, K

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