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Mein liebes Omega 3

Autor: MOBEJIDE
last update Data de publicação: 2026-10-17 19:38:18

Sie küsste ihn gierig, ihre Münder verschmolzen, während ihre Körper eng miteinander verbunden blieben. Sie spürte, wie das leise Stöhnen von seiner Brust in ihre überging.

Sein Körper spannte sich an, ein letzter, bebender Schauer durchlief ihn, bevor er sanft auf ihr zusammenbrach.

Mit einem Arm stützte er sein Gewicht ab, während er ihre Schläfe küsste und dann seine Nase in die Wölbung ihres Halses schmiegte.

Bianca seufzte, als sie spürte, wie er in ihr nachließ. Wenn sie ehrlich war, hatte ein Teil von ihr diese Intensität genossen. Eine frische, schmerzhaft-warme Hitze breitete sich in ihrem Innersten aus – eine stille Bitte um mehr, die ihr peinlich war.

Dieser zerbrechliche Moment nach der Intimität, der seinen Ursprung in Brutalität hatte, bot ihr nun eine perfekte Gelegenheit.

„Alpha … können wir reden?“

Simeon zog die Augenbrauen hoch.

„Du musst mich losbinden. Dann möchte ich, dass wir reden.“

„Bianca“, sagte er, wobei sich ein warnender Unterton in seine Stimme schlich, „wir können uns auch so gut unterhalten. Sag, was du zu sagen hast.“ Er blickte auf sie herab, ihre Körper waren noch immer miteinander verbunden.

„Nein, so kann ich nicht mit dir reden. Bitte“, beharrte Bianca. Plötzlich füllten sich ihre Augen mit echten Tränen. So konnte sie nicht leben – als völlige Gefangene. Geduld hatte sie nirgendwohin gebracht. „Bitte“, flüsterte sie, während Tränen über ihre Wangen liefen. „Ich werde dieses Bett nicht einmal verlassen, aber ich flehe dich an, Simeon, um meiner geistigen Gesundheit willen. Wenn du mich wirklich willst, dann tu das bitte. Du weißt gar nicht, wie schmerzhaft es ist, völlig hilflos zu sein. Sich nicht einmal bewegen zu können.“

Simeons Miene wurde weicher. „Ich weiß es, meine liebe Omega. Nur allzu gut. Ich tue das nicht, weil ich es will. Nur aus der Not heraus.“

„Und wenn ich verrückt werde? Wenn ich deswegen den Verstand verliere, wärst du dann glücklich? Über eine leere Hülle? Oder willst du mich? Willst du Bianca, deine Gefährtin?“ Sie unterdrückte ein Schluchzen. „Wenn du mir nicht die kleinste Chance gibst, dein Vertrauen zu verdienen, wohin führt das dann? Es wird zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Anstatt dass es mir besser geht, wird es mir nur noch schlechter gehen. Bitte. Vertrau mir wenigstens so viel. Ich verspreche dir, ich werde nicht versuchen zu fliehen.“

Simeon betrachtete die nackte Frau vor sich einen langen, stillen Moment lang. Er seufzte. „Das hast du schon einmal versprochen. Du hast gelogen. Fünf Mal hast du versucht zu fliehen. Jedes Mal hast du mich enttäuscht.“

Biancas Gedanken rasten. Sie richtete sich auf und küsste ihn, während Tränen auf ihrem Gesicht glitzerten. „Ich weiß, dass ich das getan habe. Ich weiß, dass ich dein Vertrauen nicht verdiene, aber ich bitte dich darum, weil ich verzweifelt bin. Schau mir in die Augen.

Bin ich hier verzweifelt auf der Flucht? Oder bin ich weit darüber hinaus – einfach nur verzweifelt darum bemüht, meinen Verstand zu bewahren? Das solltest du dich fragen.

Der Schmerz ist im Moment so groß, dass ich nicht einmal daran denken könnte, wegzulaufen, selbst wenn ich es wollte. Ich brauche nur ein kleines bisschen Freiheit. Ich brauche das, Alpha. So sehr.“

„Nenn mich so, wie du mich in der ersten Nacht genannt hast, als wir zusammen waren“, sagte Simeon plötzlich.

„Mein großer, starker Wolf“, flüsterte sie. „Würdest du mich bitte losbinden?“

Simeons falkenhaftes Gesicht nahm einen nachdenklichen Ausdruck an. Er trat vom Bett zurück und kam mit einem kleinen Messer zurück. Mit sorgfältiger Präzision durchtrennte er jedes Seil und warf die ausgefransten Seile beiseite. Bianca setzte sich auf und rieb sich die Handgelenke. Das Zurückkehren des Blutes fühlte sich wie ein Wunder an. Sie schenkte ihm ein zögerliches Lächeln.

„Danke.“

Er nickte, doch seine Augen blieben halb geschlossen und wachsam. Er traute ihr nicht. Er sah aus wie ein Raubtier, das zum Sprung bereit war. Sie musste ihn entwaffnen.

„Hier. Lass mich … dich säubern“, sagte sie, wobei ihre Stimme zu einem verführerischen Flüstern sank. Sie beugte sich vor, und ihr Mund folgte mit bedächtiger, verweilender Aufmerksamkeit einem Pfad über seine Haut. Sie spürte, wie er unter ihren Berührungen erschauerte.

Zu ihrer Zufriedenheit spürte sie, wie er sich erneut an ihren Lippen regte. Sie nahm ihn mit gierigem Hunger in den Mund, während ihre Hände hinabglitten, um die festen Muskeln seiner Oberschenkel zu umfassen.

In einem anderen Leben, räumte ihr Urinstinkt ein, hätte sie sich frei für ihn entschieden. Er strahlte eine rohe, unbestreitbare Anziehungskraft aus.

„Bianca“, knurrte er, „du tust weit mehr, als nur aufzuräumen.“

Sie blickte lediglich durch ihre Wimpern zu ihm hinauf, während ihre Bewegungen hingebungsvoller und verzehrender wurden.

Sie konzentrierte sich ganz auf das Gefühl, den Geschmack, die Macht, diese Reaktion bei ihm hervorzurufen. Sie nahm ihn tief in den Mund, bis ein frischer, salziger Geschmack ihre Zunge berührte, dann zog sie sich zurück und hustete leicht.

„Wie schmeckt das?“, fragte sie mit einem ironischen, atemlosen Grinsen.

Simeon starrte sie an, für einen Moment wie betäubt. Bevor er reagieren konnte, umschlang ihre Hand ihn schon wieder, ihre Berührung federleicht und neckisch.

„Sieht so aus, als wäre jemand bereit für eine weitere Runde“, schnurrte sie, vielleicht ein wenig zu überzeugend.

Plötzlich trübte Misstrauen seine Gesichtszüge. Mit sichtbarer Anstrengung dämpfte er das Feuer in seinem Blick. „Noch nicht ganz, Liebling. Ich gehe nach unten und bereite unser Essen zu. Du bleibst hier, auf dem Bett – wie du es versprochen hast. Ist das klar?“

Bianca nickte, überrascht von dem aufrichtigen Anflug von Dankbarkeit, den sie empfand. Er ließ sie allein, ohne Einschränkungen. Das war ein Anfang.

„Ja. Ich bleibe. Ich verspreche es.“ Um sein kleines Entgegenkommen zu belohnen, ließ sie ihre eigene Hand nach unten gleiten und berührte sich mit langsamen, bedächtigen Kreisen. „Bleib nicht zu lange weg.“

Seine Augen flammten vor neuem Verlangen auf, während er zusah. Sie verlor sich in dem Rhythmus, stellte sich vor, er wäre es, und ließ eine neue Welle der Erregung tief in sich aufsteigen. Ihr Atem stockte, ihr Körper bog sich vom Bett weg, als sie sich zu einem leisen, zitternden Höhepunkt brachte. Die Luft wurde schwer vom Duft ihrer Begierde.

Der misstrauische Alpha sah zu, und ein Teil des Argwohns schwand aus seinem glühenden Blick. Unerwartet bewegte er sich wieder auf das Bett zu. Bianca hatte einen Moment Zeit, seine erneute Bereitschaft wahrzunehmen, bevor er sie entschlossen mit dem Gesicht zur Wand drehte.

„Leg deine Hände auf das Kopfteil.“

Kaum hatte sie Zeit, seinem Befehl zu folgen und sich auf die Matratze zu knien, da spürte sie schon, wie er sich von hinten an sie drückte und sich mit einem sanften, besitzergreifenden Stoß wieder in sie schob. Er bewegte sich in einem rauen, treibenden Rhythmus, eine Hand fest in ihrem Nacken, die andere zwischen ihren Beinen, im Kontrapunkt zu seinen Bewegungen.

„Du clevere kleine Füchsin. Hast du wirklich geglaubt, ich würde nach so einer Show einfach so gehen?“, knurrte er ihr ins Ohr.

„Oh … ja“, seufzte sie und gab sich den Empfindungen hin. „Mein großer, starker Wolf“, stöhnte sie und schlüpfte in die Rolle, von der sie wusste, dass er sie wollte – unsicher, ob ihre Worte Strategie oder Kapitulation waren.

Sie gab sich ganz dem Gefühl seiner Nähe hin, dem unerbittlichen Rhythmus, der jeden klaren Gedanken vertrieb.

Ein kraftvoller, unerwarteter Höhepunkt durchfuhr sie, hervorgerufen durch die schiere Wucht seiner Besitzgier. Kurz darauf folgte er mit einem eigenen kehligen Stöhnen, wobei sein Körper an ihrem Rücken bebte.

Mit einem letzten, erschöpften Seufzer zog er sich zurück. Er beobachtete sie einen Moment lang, bevor er ihr liebevoll auf die Hüfte klopfte. „Mmmm. Ich komme wieder, kleine Omega. Vergiss dein Versprechen nicht.“

Er sammelte das Messer und die weggeworfenen Lebensmittel ein, dann ging er, und das Geräusch des Schlüssels, der sich im Schloss drehte, hallte in der plötzlichen Stille wider.

Allein schlang Bianca ihre Arme um ihre Knie und zog sie bis zum Kinn heran. Sie dachte an das prekäre Vertrauen, das sie sich gerade erkauft hatte, an das nächste Stückchen Freiheit, das sie sich erst noch verdienen musste.

So oder so würde sie einen Weg finden, tiefer in seine zurückhaltende Gunst vorzudringen. Sie würde einen Weg finden, frei zu sein.

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