Masuk
Sie hätte es besser wissen müssen, aber sie hatte es zu spät begriffen.
Das war alles, woran Bianca denken konnte, als sie auf dem Rücken lag, die Handgelenke an das Bett gefesselt, völlig schutzlos. Simeon Gilbert hieß er. Der Alpha des Shadowfang-Rudels, der sie gefangen genommen hatte. Er hatte eines dieser markanten Gesichter, dessen Wirkung durch einen leichten Bartschatten noch verstärkt wurde, und graublaue Augen, die sowohl Dunkles als auch Verlockendes zu versprechen schienen. Hätte sie doch nur erkannt, wie dunkel … Sie war seit drei Wochen auf ihrer sechswöchigen Reise durch Shadowfang zum „Most Anticipated Regal“-Rudel unterwegs, um sich für ihren College-Abschluss zu belohnen. Und dann hatte sie dort Simeon getroffen. Es stellte sich heraus, dass sie Seelenverwandte waren, und nach dem Nachtclub hatte er sie mit zu sich nach Hause genommen. In dieser Nacht hatte er sie für sich beansprucht. Sie hatten eine intensive Nacht miteinander verbracht … und am Morgen hatte sie sich an sein Bett gefesselt wiedergefunden, mit einer Notiz auf ihrer nackten Brust. Wenn sie sich an die Worte erinnerte, kamen sie ihr immer noch unheimlich, wahnsinnig und doch gleichzeitig süß vor: „Liebe Seelenverwandte, ich schätze mich als den glücklichsten Mann der Welt, dich getroffen zu haben. Mein Wolf und ich haben jeden einzelnen Teil von dir genossen, und ich werde dich niemals gehen lassen. Ich weiß, dass die Göttin uns aus einem bestimmten Grund zusammengeführt hat, weshalb ich mich zuerst dafür entschuldigen muss, was dir bald widerfahren wird. Ich weiß, dass du Freunde und Familie hast, die dich sehr vermissen werden. Du wirst als vermisst gelten, und vielleicht lernen die anderen, die dich geliebt haben, mit ihrer Trauer umzugehen. Ich bin zu egoistisch. Ich lasse solche wie dich nicht los, also wirst du diesen Ort niemals verlassen.“ Bianca ließ die Erinnerung an Simeons Zettel hinter sich, als sie hörte, wie sich der Schlüssel im Schloss der Haustür drehte. Ihr Körper erwachte vor Vorfreude. Sie konnte die leichten Schritte ihres „Partners“ – der nun zu ihrem Entführer geworden war – hören, wie er die Treppe hinaufkam, den Flur entlangging, bis sich die Tür zum Hauptschlafzimmer weit öffnete. Da stand er, makellos gekleidet in einem dunklen Blazer und einem gestärkten, weißen Hemd. Er betrat das Schlafzimmer so lässig wie jeder Ehemann, der von der Arbeit nach Hause kommt. Es war noch nicht einmal Mittagszeit, und heute war er früh nach Hause gekommen. Er sah sie an, während er die Tür hinter sich schloss. Sie sah aus wie eine gefangene Göttin. Sie war diese wunderschöne, schlanke junge Frau mit langen, dunkelbraunen Haaren. Falls er den flehenden, gequälten Ausdruck auf ihrem Gesicht wahrnahm, ließ er sich nichts anmerken. „Hallo, meine Schöne. Wie war dein Vormittag?“, sagte er mit einem dunklen, aber neckischen Sinn für Humor. Er stellte die Einkäufe ab, die er auf dem Heimweg gekauft hatte, lockerte seine Krawatte, zog sie aus dem Kragen, faltete sie zusammen und legte sie sorgfältig in die dafür vorgesehene Schublade. Er wandte sich ihr zu und lehnte sich auf die Matratze. Bianca warf ihm einen finsteren Blick zu. „Du weißt doch, wie mein Tag war, du Mistkerl. Du hältst mich ständig auf Trab, wenn du nicht da bist.“ Simeon setzte eine Miene der Reue auf, als er sich zu ihr hinunterbeugte und sie auf die Lippen küsste. Sie ließ es zu. Inzwischen hatte sie erkannt, dass ständiger Widerstand einfach sinnlos war. Man musste sich seine Kämpfe aussuchen. Sie hatte nicht mehr die Energie, sich mit ihm um jede Kleinigkeit zu streiten, nicht mehr. „Meine liebe Omega ist temperamentvoll. Mmm. Du kennst mich gut, weißt, was mich antörnt“, murmelte Simeon. Er ließ eine Hand an Biancas Innenseiten der Oberschenkel auf und ab gleiten. Bei seiner Berührung versteifte sie sich. Bianca schloss die Augen, als er sich über sie beugte und sanft an ihrer Brust leckte, bis sie genau so reagierte, wie er es wollte. Sie hasste die Empfindungen, die er manchmal in ihr weckte. Es war so falsch. Es erfüllte sie mit unglaublicher Scham. Und doch … Sie war zwar seine Gefangene, aber das bedeutete nicht, dass sie nicht hin- und hergerissen war. Es gab einen Teil von Bianca, der sich trotz allem immer noch zu Simeon hingezogen fühlte. „Mal sehen, ob ich dir diesen finsteren Blick aus dem Gesicht wischen kann, meine schöne Omega“, fuhr Simeon fort. Er kniete sich ans Fußende des Bettes und begann, sich mit seinem Mund an ihr zu vergnügen. Seine Zunge huschte an ihrer empfindlichsten Stelle auf und ab. Dann tauchte er tiefer ein, kostete sie. Lockte sie. Geduldig streichelte er sie mit seiner Zunge. Seine Hände erkundeten andere Stellen. Seine Finger massierten ihre Haut und hinterließen Spuren der Hitze. Sie hasste es … fast. Sie presste die Augen fest zusammen, bis seine Finger sanft ihre Brustwarzen zwickten. Die beiden stechenden Empfindungen ließen sie die Augen öffnen und nach unten blicken. Er labte sich nun an ihr. Sie pochte vor einem beginnenden Verlangen, das sie nicht stillen konnte. Auch das hasste sie. Fast. „Mmm. So ein braves Mädchen. Du reagierst auf mich. Das gibt mir das Gefühl, gesegnet zu sein. Es ist wie ein Geschenk, das du mir machst. Ich schätze es sehr“, flüsterte er. Nun führte er einen Finger in sie ein, dann zwei. Er bewegte sie sanft hin und her, hin und her, während er sich wieder hinkniete und liebevoll mit seiner Zunge über sie glitt. Sie stieß einen Seufzer aus. Ihre Fäuste ballten sich, als sich ihre Muskeln vor Verlangen anspannten. Nein. Sie musste ihn aufhalten. Sie durfte nicht zulassen, dass er das tat, nicht schon wieder. „Es ist in Ordnung, Liebling. Lass mich dich über den Rand bringen. Ich liebe dich, Baby. Lass mich dir zeigen, wie sehr.“ Diese Worte, die vielleicht süß gewesen wären, wenn sie an einem anderen Ort gewesen wäre, wenn Simeon ein anderer Mann gewesen wäre – gerade jetzt waren sie befleckt. Und doch pochte ein Teil ihres Herzens vor etwas, das sie nicht ganz benennen konnte. Sie staunte über die Zärtlichkeit seiner Berührungen. Er war geduldig mit ihr und hingebungsvoll. Er kümmerte sich liebevoll um sie und berührte sie mit festen, doch behutsamen Strichen. Der Duft ihrer Erregung wurde stärker, als sich Feuchtigkeit auf seinen Fingern sammelte. Bianca blickte nach unten, als er sanft an ihr knabberte. Sie stöhnte, als sie spürte, wie seine Finger tief in sie hineinglitten und ihre inneren Wände streichelten. „Bitte“, seufzte sie. „Hör auf.“Ein unkontrollierbares Verlangen stieg in mir auf, als ich seinen Körper betrachtete. Er sah aus, als wäre er aus einem Block aus reinem Obsidian gemeißelt – stark und schön, doch hinter dieser körperlichen Perfektion verbarg sich ein Monster, das darauf aus war, mich zu vergewaltigen. Trotz seiner einschüchternden Ausstrahlung kam es mir immer noch unwirklich vor – wie ein Albtraum, aus dem ich nicht erwachen konnte. Erst als er nach mir griff und mich am Knöchel packte. Als ich die stählerne Festigkeit seines Griffs spürte, wurde alles auf erschreckende Weise real. „Nein!“, schrie ich, von Panik erfasst. Ich trat nach ihm, doch meine schwachen Schläge waren nichts. Sein Griff wankte nicht, und mit einem schnellen Ruck wurde ich flach auf den Rücken mitten auf das Bett gezogen. Seine Hände glitten meine Beine hinauf, und ich schnappte vor Angst nach Luft, als seine Finger unter den Saum meines Slips schlüpften. „Nein, bitte, nicht!“, weinte ich erneut und wand mich und strampe
23.02.2018 Hallo, liebes Tagebuch… Es tut mir leid. Früher habe ich hier regelmäßig geschrieben, aber weißt du, seit ich mit Alpha Festus gepaart bin, geht es ziemlich hektisch zu. Er verwöhnt mich ständig, so sehr, dass er gewissermaßen zu meinem täglichen Tagebuch geworden ist. Er nimmt mich in seiner Wolfsgestalt mit auf Ausflüge in den Wald, und alles ohne ihn strahlt einfach vor Liebe und Fürsorge. So sehr, dass ich mir wünsche, ich hätte schon meinen Wolf, damit ich richtig seine Luna sein könnte. Aber ich habe das Gefühl, du musst das hören, denn Festus kann ich davon nichts erzählen. Niemals. Also, in der Nacht des 18. tobte ein furchtbarer Sturm. Heftige Winde heulten aus dem Norden herab und trugen Regenvorhänge aus einem pechschwarzen Himmel herab. Gelegentliche Blitzscheine zerrissen die Nacht und tauchten mein Zimmer in monochrome Standbilder.Weißt du, ich hasste es, in einer solchen Nacht allein zu sein. Alpha Festus hätte bei mir sein sollen. Aber heute Nacht ging
Sie küsste ihn gierig, ihre Münder verschmolzen, während ihre Körper eng miteinander verbunden blieben. Sie spürte, wie das leise Stöhnen von seiner Brust in ihre überging. Sein Körper spannte sich an, ein letzter, bebender Schauer durchlief ihn, bevor er sanft auf ihr zusammenbrach. Mit einem Arm stützte er sein Gewicht ab, während er ihre Schläfe küsste und dann seine Nase in die Wölbung ihres Halses schmiegte. Bianca seufzte, als sie spürte, wie er in ihr nachließ. Wenn sie ehrlich war, hatte ein Teil von ihr diese Intensität genossen. Eine frische, schmerzhaft-warme Hitze breitete sich in ihrem Innersten aus – eine stille Bitte um mehr, die ihr peinlich war.Dieser zerbrechliche Moment nach der Intimität, der seinen Ursprung in Brutalität hatte, bot ihr nun eine perfekte Gelegenheit. „Alpha … können wir reden?“ Simeon zog die Augenbrauen hoch. „Du musst mich losbinden. Dann möchte ich, dass wir reden.“ „Bianca“, sagte er, wobei sich ein warnender Unterton in seine Stimme
Stattdessen machte er weiter, und seine Zärtlichkeiten wurden noch leidenschaftlicher als zuvor. Sein Fokus war unerbittlich, ein gezielter Angriff auf ihre Sinne. Seine Berührungen waren tief und gekonnt; er erkundete sie mit einer geübten Intensität, die sich zugleich diszipliniert und überwältigend anfühlte. Plötzlich wurde ihr klar, dass ihr eigener Körper sie verriet – ihre Hüften bewegten sich gegen ihren Willen und sehnten sich nach mehr von seiner Berührung. „Nein, was tust du da, Bia? Nein …“ Ihr Wolf schrie hilflos in ihr. Sie versuchte, neue Abscheu aufzubringen, doch sie war zu erschöpft, geistig völlig ausgehöhlt. Ihr zartes Gesicht verzog sich, als eine Hitzewelle ihr ganzes Wesen durchdrang und sich mit schmerzender Intensität in ihrem Innersten konzentrierte. Sie begann zu zittern und kämpfte gegen die Krämpfe an, die drohten, sie zu überwältigen. Eine scharfe, fast schmerzhafte Anspannung schnürte ihr die Brust zusammen, und sie spürte, wie eine neue Welle der
Sie hätte es besser wissen müssen, aber sie hatte es zu spät begriffen. Das war alles, woran Bianca denken konnte, als sie auf dem Rücken lag, die Handgelenke an das Bett gefesselt, völlig schutzlos. Simeon Gilbert hieß er. Der Alpha des Shadowfang-Rudels, der sie gefangen genommen hatte. Er hatte eines dieser markanten Gesichter, dessen Wirkung durch einen leichten Bartschatten noch verstärkt wurde, und graublaue Augen, die sowohl Dunkles als auch Verlockendes zu versprechen schienen. Hätte sie doch nur erkannt, wie dunkel …Sie war seit drei Wochen auf ihrer sechswöchigen Reise durch Shadowfang zum „Most Anticipated Regal“-Rudel unterwegs, um sich für ihren College-Abschluss zu belohnen. Und dann hatte sie dort Simeon getroffen. Es stellte sich heraus, dass sie Seelenverwandte waren, und nach dem Nachtclub hatte er sie mit zu sich nach Hause genommen. In dieser Nacht hatte er sie für sich beansprucht. Sie hatten eine intensive Nacht miteinander verbracht … und am Morgen hatte s







