LOGINAm späten Nachmittag. Aksa war gerade erst zurückgekehrt und befand sich noch in der Tiefgarage des Apartmentkomplexes. Er dachte kurz nach: Wenn Alina sich immer noch so verhielt wie heute Morgen, musste er das Missverständnis unbedingt sofort aus der Welt schaffen.Aksa stieg schließlich aus dem Wagen. Er nahm den Fahrstuhl und fuhr in den achten Stock, wo sich ihre Wohnung befand. Als er das Apartment betrat, sah er Alina geschäftig in der Küche stehen. Sie verhielt sich tatsächlich genauso merkwürdig und kalt wie schon am Morgen.Alina begrüßte ihn nicht einmal und schenkte ihm kein Lächeln – was Aksa nur noch mehr verwirrte.War sie immer noch so genervt? Er wusch sich erst einmal gründlich und wollte sie danach in Ruhe zur Rede stellen.Nach dem Duschen suchte Aksa erneut das Gespräch mit ihr.„Können wir bitte reden?“, sagte Aksa im bestimmten Tonfall.Alina drehte sich langsam zu ihm um.Aksa bedeutete ihr, sich an den Esstisch zu setzen, doch Alina würdigte ihn keines Blickes
Am nächsten Morgen. Aksa schlug langsam die Augen auf und verspürte ein heftiges Dröhnen im Kopf. Er presste sich die Hand gegen die Stirn, bevor er plötzlich erschrocken hochschreckte und sich kerzengerade aufsetzte. Panik stieg in ihm auf: Er befand sich bereits in dem Apartment! Hastig tastete er seine Kleidung ab – glücklicherweise war er noch komplett angezogen, lediglich Sakko und Schuhe waren abgelegt worden.Aksa fluchte innerlich. Er hätte sich eigentlich umziehen müssen, bevor er nach Hause kam – warum saß er jetzt immer noch in seiner feinen Festtagskleidung hier? Würde Alina etwa Verdacht schöpfen?Aksa geriet in helle Aufregung. Er blickte hinüber zur Küche und sah Alina, die wie gewohnt das Frühstück zubereitete. Aksa versuchte, die Ruhe zu bewahren; er musste sich dringend eine plausible Ausrede einfallen lassen, falls Alina ihn auf seine Kleidung ansprechen sollte.Er stand auf und ging in die Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen und gleichzeitig Alinas Reaktion abz
Alina seufzte schwer und starrte die Person an, die da auf einmal in ihrem Apartment stand. Sie konnte es einfach nicht fassen, dass sie eine so unbelehrbare Freundin hatte.„Dein Vater wird rasend vor Wut sein, weil du schon wieder abgehauen bist“, sagte Alina und sah Kaira dabei zu, wie sie munter Snacks in sich hineinstopfte.Kaira blickte zu Alina auf.„Ich bin ehrlich gesagt einfach nur müde. Erst recht, weil mein Vater diese Feier als Verkupplungsbörse missbrauchen will – deshalb bin ich hierher geflüchtet“, gestand Kaira.„Warum bist du nicht einfach ehrlich und sagst ihm, dass du schon jemanden im Auge hast?“, fragte Alina. Sie hatte das Gefühl, dass es Kaira viel besser gehen würde, wenn sie endlich mit der Sprache herausrückte.„Weil Ilham mir keine Gewissheit gibt“, entgegnete Kaira bedrückt.Alina war überrascht.„Hast du ihm etwa schon deine Gefühle gestanden?“, hakte sie neugierig nach.„Noch nicht wirklich. Aber als ich ihn gefragt habe, ob er eine Freundin hat, hat er
Aksa stieg nach dem Umziehen die Treppe in seinem Haus hinab. Ilham wartete unten bereits auf ihn, und sogar mehrere Bedienstete standen bereit, falls Aksa noch etwas benötigen sollte. „Sind Sie so weit, Sir?“, vergewisserte sich Ilham. Aksa nickte nur stumm und ging an den Bediensteten vorbei nach draußen zum Wagen, der bereits vor der Tür wartet, dicht gefolgt von Ilham. Aksas Luxuskarosse rollte durch die Straßen der Stadt in Richtung eines Fünf-Sterne-Hotels, in dem die Feier stattfand. Dort angekommen, sah man bereits zahlreiche Luxuswagen anderer Großunternehmer vorfahren. „Denken Sie daran, Chef: Sie trinken keinen Alkohol. Wenn man mit Ihnen anstoßen möchte, nehmen Sie stattdessen einfach Saft“, erinnerte Ilham ihn vorsorglich. „Es ist deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ich keinen Tropfen anrühre“, erwiderte Aksa trocken. Ilham stutzte – das blieb also wieder an ihm hängen! Dabei war es verdammt schwer, die Geschäftspartner davon abzuhalten, mit Aksa anzustoßen
„Bitte sehr, Miss.“ Kaira verzug verärgert das Gesicht. Sie war von zwei Handlangern ihres Vaters gezwungen worden mitzukommen, weil sie sich geweigert hatte, nach Hause zu kehren. Sie war direkt aus der Firma entführt und nach Hause gebracht worden. Lustlos stieg Kaira aus dem Wagen. Die beiden Männer ihres Vaters bezogen sofort Stellung, aus Sorge, sie könnte wieder Reißaus nehmen. „Einfach nur zum Kotzen!“, knurrte Kaira genervt. Schließlich betrat sie das Haus. Im Wohnzimmer sah sie ihren Vater sitzen, der gemütlich an seinem Kaffee nippte. „Musstest du wirklich diese beiden Typen schicken, um mich zu entführen?“, fragte Kaira sauer. Sie setzte sich neben ihren Vater und verschränkte trotzig die Arme vor der Brust. „Es ist keineswegs meine Schuld. Du bist schließlich diejenige, die ständig davonläuft“, erwiderte Dimas – Kairas Vater. Kaira machte ein furchtbar verärgertes Gesicht. „Morgen begleitest du mich zu einer Feier eines Geschäftspartners!“, befahl Dimas u
Oma Agni hatte bereits erfahren, dass Aksa und Alina zusammen verreist waren. Sie war überglücklich und saß nun da, während sie aufmerksam ein Foto von den beiden am Strand betrachtete. Man brauchte sich gar nicht erst zu fragen, woher Oma Agni das wusste – natürlich von ihren Vertrauenspersonen vor Ort. „Die beiden passen wirklich perfekt zusammen“, murmelte Oma Agni vor sich hin, während sie das heimlich aufgenommene Foto von Aksa und Alina anlächelte. Sasmita sah ihre Schwiegermutter so vor sich hin lächeln. Sie trat näher und setzte sich auf den Einzelsessel neben Oma Agni. „Gibt es denn so gute Nachrichten, dass Mutter so bester Laune ist?“, fragte Sasmita beiläufig. Oma Agni sah Sasmita an und erwiderte: „Aksa und Alina machen endlich Flitterwochen. Schau nur, wie gut die beiden zusammenpassen“, sagte Oma Agni und zeigte ihr das Foto. Sasmita lächelte gezwungen, doch innerlich war sie alles andere als begeistert. „Ehrlich gesagt verstehe ich immer noch nicht, was







