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Kapitel 3

ผู้เขียน: sago pudding‌
An jenem Tag nahm meine Mutter mich mit, um Donna Isabella kennenzulernen. Es war auch das erste Mal, dass ich Enzo sah.

Donna Isabella war sehr angetan von mir und machte mir zahlreiche kostbare Geschenke.

Nachdem die Höflichkeiten vorüber waren, sagte sie zu Enzo: „Enzo, die Kamelien im Garten stehen in voller Blüte. Selena mag sie. Warum gehst du nicht mit ihr spazieren?“

Ich stimmte leise zu und folgte Enzo nach draußen.

Entgegen den Gerüchten war Enzo weder ein abscheuliches Ungeheuer noch ein gnadenloser Dämon.

Er war gutaussehend, elegant und ein wahrer Gentleman.

Tatsächlich war er so sanft und bescheiden, dass er überhaupt nicht wie ein Don erschien.

Wir gingen am See entlang und sprachen über vieles.

Seine sanfte Aufmerksamkeit beruhigte mein nervöses Herz nach und nach.

Plötzlich spürte ich einen scharfen Blick auf mir.

Ich drehte mich um und sah Lorenzo, der irgendwann aufgetaucht war.

Als er sah, dass ich zu ihm zurückblickte, kam er langsam näher. „Was machst du mit Enzo?“

Bevor ich mich erklären konnte, warf Enzo ihm einen Blick zu und sagte kühl: „Muss ich dir über meine Angelegenheiten Bericht erstatten?“

Seine Stimme klang etwas kalt, ganz anders als der sanfte Ton, den er eben noch mir gegenüber angeschlagen hatte.

Mit diesem einen Satz veränderte sich Lorenzos Miene schlagartig.

Lorenzo wurde mit einem Mal deutlich respektvoller. „Onkel, ich hätte noch ein paar Worte mit Selena zu wechseln. Dürfte ich ...?“

Enzos Blick fiel auf mich. Nach kurzem Zögern nickte ich.

Er trat einige Meter zurück und ließ uns allein.

Lorenzo runzelte die Stirn, wirkte etwas unzufrieden, und wandte sich dann mir zu.

„Selena, warum hast du die Taschenuhr verkauft?“

An jenem Tag hatte ich dem Dienstmädchen befohlen, sie zu verkaufen.

Irgendwie war sie am Ende wieder in Lorenzos Händen gelandet. (Später erfuhr ich, dass das Dienstmädchen sie an einen Marktverkäufer verkauft hatte und Lorenzos Assistent sie dort zufällig entdeckt hatte.)

„Ich habe sie verkauft. Sie war kaputt“, sagte ich beiläufig.

Lorenzo wirkte kurz enttäuscht, sagte aber trotzig: „Na gut. Nächstes Mal musst du mir etwas Besseres schenken.“

„Aber ich habe das damals nur zum Spaß gesagt. Ich kann es kaum glauben, dass du sie tatsächlich verkauft hast. Du machst wirklich alles, was ich sage, nicht wahr?“

„Und wenn ich dir sagen würde, dass Lena meine Frau wird und du nur meine Mätresse sein darfst – würdest du auch dem zustimmen?“

Niemals im Leben.

Ich sah sein selbstsicheres Gesicht an und hielt es nicht für nötig, mit ihm zu streiten.

Ich sagte nur kühl: „Ich gehe zurück. Es gibt noch viel für die Hochzeit vorzubereiten.“

„Warte!“ Er versperrte mir den Weg. „Verschieb die Hochzeit. Ich fahre morgen mit Lena aufs Land zur Jagd.“

Schon wieder Lena.

Ich wollte gerade antworten, als eine helle Frauenstimme dazwischenrief. „Lorenzo!“

Lena warf sich in seine Arme.

Lorenzo fing sie instinktiv auf. Lena schlang die Arme um seine Taille und sagte fröhlich: „Ich habe schon alles gepackt.“

Dann ließ sie ihn verlegen los, als hätte sie mich gerade erst bemerkt, und spielte nervös mit dem Ring an ihrem Finger.

„Selena, versteh das nicht falsch. Ich wollte nur –“

„Sie ist nicht der Typ, der sich darüber aufregt.“

Lorenzo zerzauste Lena das Haar. „Sie weiß, dass ich dich wie eine Schwester sehe. Deshalb wird sie darüber nicht eifersüchtig.“

Lena stockte der Atem.

Sie biss sich auf die Lippe und zwang sich zu einem Lächeln. „Selena ist wirklich großherzig. Wenn man jemanden wirklich liebt, wird man bei so etwas ganz bestimmt eifersüchtig.“

Lorenzo war für einen Moment verblüfft. Er sah in mein ruhiges, ausdrucksloses Gesicht und wurde schließlich ein wenig unsicher.

„Selena, du –“

Ich ignorierte ihn und wandte mich ab. „Ich gehe zurück.“

Er zögerte, nickte dann aber rasch. „Ja, ja. Geh und bereite die Hochzeit vor. Wenn du mich erst geheiratet hast, werde ich gut zu dir sein.“

Ihn heiraten?

Niemals in diesem Leben ... oder in irgendeinem anderen. Absolut unmöglich.

Der Hochzeitstag kam wie geplant.

Durch den Schleier hindurch schenkte ich Enzo ein kleines Lächeln.

Enzos warme, kräftige Hände hielten mich, als er mir langsam aus dem Auto half.

In der Kirche setzte die Orgelmusik ein.

Der Priester stand vor dem Altar und sprach mit tiefer Stimme die feierlichen Ehegelübde.

Ich wollte gerade „Ja, ich will“ sagen, als ich plötzlich einen Tumult vor der Kirche hörte.

„LASST MICH REIN! ICH BIN DER BRÄUTIGAM! SELENA, WAS ZUM TEUFEL GEHT HIER VOR?“

Eine Gestalt stürmte herein – Lorenzo, der Lena aufs Land mitgenommen hatte.

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