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Kapitel 197

Author: Tanja
„Was du dir mit Gewalt nimmst, gehört dir deswegen noch lange nicht.“ Yuna lachte verächtlich. „Was unterscheidet dich dann noch von einem erbärmlichen Vergewaltiger? Oder ist von deinem Charme so wenig übrig, dass du eine Frau zwingen musst, um dich überhaupt noch als Mann zu fühlen?“

Noch bevor Henrik etwas erwidern konnte, setzte sie nach und traf ihn genau dort, wo es ihm am meisten wehtat: in seinem Stolz.

„Adrian hat mich nie so behandelt.“ Yuna sprach bewusst langsam. „Selbst als er mich
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  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 402

    Lennart wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Herr Wolfhardt hat ausdrücklich darauf bestanden, Eure Hoheit. Kein Drehbuch, keine Vorgaben für die Gespräche. Nur der Ablauf und die Schauplätze stehen fest. Wir … wir mussten uns danach richten.“Gegen Adrian hatte er als Regisseur nichts durchsetzen können. Weil die Sendung live lief, konnte er hinterher nicht einmal beim Schnitt Einfluss auf die Wirkung der Szenen nehmen. Im Grunde war er nur dem Namen nach Regisseur.„Umso besser …“ Claudia lächelte langsam und ohne jede Wärme. „Dann sollen die Zuschauer sehen, wie diese Ehe wirklich aussieht. Keine Beziehung ist vollkommen.“Sie hob den Blick zu Lennart, der am ganzen Leib zitterte. Mit der Kante der Konzeptmappe schob sie sein Kinn hoch. „Herr Lindner“, sagte sie leise, beinahe freundlich. Dabei blieb ihr Blick eiskalt. „Sie wissen, was zu tun ist.“Lennarts Augen weiteten sich. Der Schweiß rann ihm übers Gesicht. Sollte er den Ablauf so gestalten, dass Adrian und Yuna sich vor d

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 401

    „Liebe am Scheideweg“ war die meistdiskutierte neue Sendung in Karsilien. Sie wurde erstmals durchgehend live übertragen. Wenn Adrian und Yuna vor so vielen Zuschauern auch nur ein wenig Zuneigung zeigten, wären die Gerüchte über ihr „letztes Essen“ und den „letzten Kuss“ mit einem Schlag entkräftet. Dann würde wohl auch das Gerede über Adrians angebliche Entfremdung von Yuna und Claudias Rolle als „die andere Frau“ verstummen.Sie hatte so lange daran gearbeitet, Zweifel an der Ehe der beiden zu säen. Nun drohte all ihre Mühe umsonst gewesen zu sein. Am Ende hätte sie nichts gewonnen. Nicht einmal ihr Name würde noch zwischen Adrian und Yuna stehen.„Wenn es ihnen wirklich gelingt …“, begann der Hofverwalter. Er sah den Zorn in Claudias Augen, redete aber trotzdem weiter. „Vielleicht wäre das für Sie sogar gut, Eure Hoheit. Als die andere Frau dazustehen, ist schließlich …“Dieser Ruf war alles andere als ehrenhaft. Angesichts ihres Blicks wagte er nur nicht, den Satz laut zu Ende zu

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 400

    Ihr eben noch bekümmertes Gesicht hellte sich schlagartig auf. Yuna strahlte ihn verschmitzt an. „Gut. Ich warte auf dich, Schatz“, säuselte sie zuckersüß.„Ja“, brachte er gedämpft hervor und ging zur Tür. Er hielt sich so aufrecht und beherrscht wie immer, doch seine Schritte gerieten ein wenig aus dem Takt.Als die Tür leise ins Schloss fiel, rollte Yuna vergnügt über das weiche Bett. Sie vergrub das Gesicht im Kissen und lachte noch eine ganze Weile vor sich hin.Später ging im Gästezimmer das Licht aus. Die Bediensteten löschten nach und nach auch die Lampen im Flur und zogen sich in ihre Räume zurück. Über dem ganzen Palast lag nun Dunkelheit und Stille.An Yunas Tür klickte leise das Schloss. Sie öffnete sich fast lautlos, und Adrian trat ein. Er brachte die Kühle der Nacht mit und ging so behutsam zum Bett, dass er im Dunkeln kaum zu erkennen war.„Ich habe dir das Bett schon angewärmt“, hörte er ihre weiche Stimme aus der Dunkelheit. „Komm her, Schatz.“Schon wieder dieses „Sc

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 399

    Und ausgerechnet eine Sendung über Paare, die vor der Scheidung standen! Adrian hasste es doch schon, wenn jemand behauptete, sie beide wollten sich trennen.Er hörte auf, sich die Haare trocken zu reiben. Seine Stimme klang tief, mit einem leisen, schneidenden Unterton. „Wenn alle Welt von unserer Scheidung redet, sollen sie sehen, wie unsere ‚Scheidung‘ aussieht.“Yuna stutzte, dann begriff sie. In den sozialen Medien war ständig von ihrem „letzten Essen“, ihrem „letzten Kinobesuch“ und ihrem „letzten Kuss“ die Rede. Jemand steuerte diese Gerüchte gezielt. Eine weitere Richtigstellung würde dagegen kaum etwas ausrichten.Aber wenn sie bei der Sendung mitmachten und unzählige Menschen live zusahen, ließe sich das, was alle mit eigenen Augen gesehen hatten, auch mit noch so viel Macht und geschickter Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr verdrehen.Ihr Mann hatte schnell geschaltet. In dieser Scheidungssendung konnten sie vor aller Augen zeigen, wie wenig an den Gerüchten dran war – und die

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 398

    Oder genügte es Adrian nicht, nur die Sendung zu streichen? Wollte er ihn jetzt auch noch bestrafen? Vielleicht dafür sorgen, dass Lennart nie wieder in der Branche arbeiten konnte? Und wenn er seinen Zorn sogar an ganz K7 ausließ?Ein schrecklicher Gedanke jagte den nächsten. Mit jedem wurde ihm kälter, bis er vor Angst kaum noch klar denken konnte.Rüdiger sah, wie er vor Angst erstarrte, und schlug ihm wütend auf den Hinterkopf. „Was stehst du da noch herum? Nimm ab! Entschuldige dich und bitte ihn um Verzeihung. Wenn du ihn durch dein Zögern noch mehr verärgerst und den ganzen Sender mit hineinziehst …“Er sprach den Satz nicht zu Ende. Sein düsterer Blick genügte.Der Schlag brachte Lennart zur Besinnung. Er schluckte mühsam. Sein Daumen zitterte so sehr, dass er all seine Kraft zusammennehmen musste, um den Anruf anzunehmen. Dann schaltete er den Lautsprecher ein.„Herr Wolfhardt … Es tut mir leid. Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich hätte Sie nicht belästigen dürfe

  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 397

    Lennart lief rastlos vor dem breiten Schreibtisch aus rotbraunem Edelholz auf und ab. Programmdirektor Rüdiger Lenz sah zu, wie er sich immer wieder durch das schüttere Haar fuhr, bis es in alle Richtungen abstand.„Herr Lenz, Sie müssen mir helfen! Bitte!“Lennarts Stimme war heiser vor Verzweiflung. „An der Karsilien-Ausgabe von ‚Liebe am Scheideweg‘ arbeite ich seit drei Jahren. Ich habe das Konzept immer und immer wieder überarbeitet! Die Werbung läuft bereits, wir sind mit möglichen Gästen im Gespräch. Das wird ein Erfolg, sobald wir mit den Dreharbeiten anfangen! Warum wird das alles mit einem einzigen Wort gestrichen? Warum?“Je länger er redete, desto mehr steigerte er sich hinein. Vor lauter Empörung bemerkte er nicht einmal, wie nah er Rüdiger dabei kam. Fast flog dem die Spucke ins Gesicht.„Warum?“ Rüdiger schlug so heftig auf den Tisch, dass der Deckel seiner Teetasse klapperte. Seine Miene verfinsterte sich. Er fuchtelte mit dem Zeigefinger dicht vor Lennarts Nase herum.

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    „Frau Wolfhardt, die Angelegenheit ist diesmal außerordentlich heikel! Ich fürchte, vor einem halben Monat kommt er nicht zurück.“Yuna verstummte einen Moment.Ein persönliches Gespräch fiel damit aus.Eine Nachricht im Chat war zwar nicht ganz so höflich – aber ihr blieb nichts anderes übrig.Yuna

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  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 3

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  • Du mit ihr, ich mit deinem Cousin   Kapitel 4

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