登入SofiaDie Schlafzimmertür schließt sich hinter mir mit einem leisen Klicken, ein Seufzen der Erleichterung nach diesem endlosen Tag. Die Absätze meiner Pumps hallen schwach auf dem gebohnerten Parkett wider, bevor ich sie mit einer müden Geste von mir schleudere und sie neben dem zerwühlten Bett landen. Meine Finger zittern leicht, als ich die Knöpfe meiner Seidenbluse löse. Der Stoff gleitet über meine Schultern in einem sinnlichen Rascheln. Ich lasse sie zu Boden fallen, gefolgt von meinem Bleistiftrock, der noch meine Hüften umschloss, bevor er sich in einem schwarzen Kreis zu meinen Füßen bauscht.Der BH folgt, befreit meine schweren Brüste, die leicht nachfedern, meine Brustwarzen bereits hart geworden von der kühleren Luft des Zimmers. Ein Schauer läuft mir über den Rücken, als ich meinen String die Oberschenkel hinunterschiebe. Er bleibt einen Moment an meinen Knöcheln hängen, bevor ich ihn mit einem Fußtritt wegschleudere.Das Badezimmer
Sofia Ich lüge. Ich lüge mit einer Flüssigkeit, die mich selbst erschreckt. Jedes Wort ist ein Nagel, der den Sarg der Wahrheit versiegelt, um meine Eltern vor der kalten Wut des Mannes an meiner Seite zu schützen. Besonders diese. Die emotionalen Variablen. — Und du, Sofia? beharrt mein Vater, sein väterlicher Blick verzweifelt auf der Suche nach dem kleinen Mädchen, das er noch immer zu beschützen glaubt. Bist du glücklich hier? Wirklich? Denn was wir heute Abend gesehen haben… Es ist der Moment. Die entscheidende Performance. Ich hole tief Luft, lege meine Hand auf die von Leonardo, auf dem Tisch. Seine Haut ist kühl, seine Sehnen leicht gespannt unter meinen Fingern. Ich zwinge ihn, das Spiel mitzuspielen, so wie ich es tue. — Ich bin glücklich, Papa, sage ich, und ich injiziere in meine Stimme all die gespielte Überzeugung, zu der ich fähig bin. Leonardo… er ist anders, als ihr glaubt. Was heute Abend p
SofiaDie Luft im Garten hat nichts beruhigt. Sie hat nur die Angst zu einem kompakten Block am Grund meines Magens gefrieren lassen. Leonardos Worte hallen noch nach, klarer als der Wind in den Bäumen. „Ich manage immer alles. Jede Variable. Besonders diese."Die „emotionale Variable" namens Nadia. Die „Variable" namens Vittorio. Und ich, was war ich? Die „Zeugen"-Variable? Die „Ehefrau"-Variable, notwendig für seinen Rache- und Rehabilitierungsplan?Er berührt mich nicht, aber seine Anwesenheit an meiner Seite, während wir die Stufen zum erleuchteten Haus hinaufgehen, ist ein stärkerer Druck als eine Umarmung. Ein schweres Schweigen umgibt uns, beladen mit den ungesagten Dingen, den kaum verhüllten Drohungen. Ich weiß, was er von mir erwartet. Er hat es mir gerade ohne Umschweife zu verstehen gegeben.Die Lage muss beruhigt werden. Die Verdächtigungen meiner Eltern müssen eingeschläfert werden. Das Bild des nachlässigen Vaters und der
SofiaLeonardo erblasst. Ein gefährliches Leuchten zieht durch seine grauen Augen. Ich sehe seine Fäuste sich gegen seine Hose ballen. Das ist das Vorspiel. Die Spannung vor dem Schlag. Ich kenne ihn.— Sie wissen nichts von dieser Situation, sagt er mit einer tiefen, zischenden Stimme. Nichts. Also behalten Sie Ihre simplistischen Schlussfolgerungen für sich.— Wir sehen, was wir sehen! insistiert meine Mutter, die Tränen jetzt am Rand der Augen. Wir sehen einen Mann, der mehrere Leben hat, und wir haben Angst, dass unsere Tochter nur ein weiteres Stück in diesem… diesem dysfunktionalen Puzzle wird! Wir haben Angst, dass sie leidet!Es ist der Schrei des Herzens. Er zerreißt die dicke Luft. Er trifft mich mitten ins Sonnengeflecht. Sie haben Angst um mich. Sie wissen nicht, dass ich das Leiden bereits kenne. Unter seiner Hand. In seinen Schweigen. In seinen Berechnungen.— Ich werde nicht zulassen, dass Sofia leidet, erwidert L
SofiaDie Tür schließt sich in einem Grabesstille. Nadia ist gegangen, hat den kleinen schlafenden Jungen mitgenommen, den Geruch des Skandals und eine zu rohe Wahrheit zurücklassend, um absorbiert zu werden.Leonardo bleibt einen Moment erstarrt, den Rücken zu uns, der geschlossenen Tür zugewandt. Seine Schultern unter dem perfekten Schnitt des Anzugs sind steif. Er scheint die verstreuten Teile seiner Kontrolle zu sammeln, die Marmormaske wieder zusammenzusetzen, die gerade zerbrochen ist. Er dreht sich endlich um. Sein Gesicht ist glatt, neutral, aber seine Augen… seine Augen sind zwei Rasierklingen.— Meine Entschuldigung für diese Unterbrechung, sagt er mit einer Stimme von erschreckender Flachheit. Das Abendessen kann fortgesetzt werden.Aber das Los ist geworfen. Das Seil, auf dem wir gingen, ist gerade gerissen.— Fortsetzen? Die Stimme meines Vaters, gewöhnlich so versöhnlich, zischt, schneidend. Sie zittert, aber vor W
Und eine Frauenstimme, die ich sofort erkenne. Klar, fest, mit diesem Hauch von ruhiger Herausforderung, die ich so gut kenne.— Du fehlst deinem Sohn. Er wiederholt seit zwei Tagen nur « Papa ».Ein eisiges Schweigen. Leonardos Stimme, tiefer, schneidender.— Du hättest anrufen können.— Du gehst nie ran, wenn ich es bin. Du kommst nur, wenn du Zeit hast, für deine schnellen Überprüfungen. Deine Anwesenheit, Leonardo, fehlt ihm. Und mir lasten deine unvorhergesehenen Erscheinungen, deine Fragen, deine « Vorschläge »… das lastet. Ich will, dass du mich atmen lässt. Wirklich.Das Wort « Sohn » hallt in meiner Brust wider wie ein dumpfer Schlag. Das Kind. Ein abstraktes Detail in einer Akte, plötzlich greifbare Realität, ein kleines Herz, das schlägt und nach seinem Vater ruft.Ich sehe meine Mutter erblassen. Mein Vater legt langsam seinen Löffel hin, sein Blick wendet sich mir zu, beladen mit schützender Angst. Camila hält den Atem an
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m
SashaDer Schweiß klebt auf meiner Haut, zeichnet salzige Spuren zwischen meine Schulterblätter, während ich mich in den Schatten des Clubs verziehe. Die Bässe vibrieren unter meinen nackten Füßen, steigen wie eine elektrische Liebkosung meine Beine hinauf. Ich habe nichts weiter an als dieses zerr
SashaIch habe nicht einmal Zeit, meinen Satz zu beenden, da springt Volkov auf, sein Whiskyglas knallt auf dem Couchtisch wie ein Schuss in der bedrückenden Stille des Raumes. Seine Augen werden zu zwei glühenden Kohlen, brennend vor Zorn und zugleich Verlangen, sein Kiefer so angespannt, dass ich
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W







