로그인Wir tauchen in den Wald ein und erklimmen den felsigen Hang hinter dem Anwesen. Steine rollen unter unseren Stiefeln, der Atem wird kurz, aber der Vormarsch ist unaufhaltsam. Wir sind Geister, Schatten, getragen von Zorn. Die Umfassungsmauer ist da, vier Meter hoch, mit Glasscherben gespickt und von Stacheldraht gekrönt. Marco gibt ein Zeichen. Zwei Männer, Sprengstoffexperten, kleben kleine Plastiksprengstoffpakete in regelmäßigen Abständen. Wir pressen uns an den Fels und schützen unsere Gesichter. Die Detonation ist dumpf, vom Stein erstickt, aber die Druckwelle erschüttert uns. Ein ganzer Abschnitt der Mauer stürzt in einer Wolke aus Staub und Geröll ein. Wir durchqueren die Bresche. Der Park ist ein französischer Garten, der zum Albtraum geworden ist. Riesige Topiarien, ausgetrocknete Fontänen, Kieswege. Perfekte Verstecke. Wir haben keine zwanzig Schritte gemacht, als ein Scharfschützenschuss pfeift un
Vittorio Lombardo sitzt in einem Ledersessel vor dem Kamin, in dem ein zu helles Feuer tanzt. Er hat nicht gezuckt. Zu seiner Rechten ist Matteo, sein Erbe mit den grünen Augen, bleich wie der Tod, eine Hand verkrampft auf der Lehne eines anderen Sessels. — D'Amaro, sagt der alte Mann mit erstaunlich ruhiger, verbrauchter Stimme. Sie haben… weniger Zeit gebraucht als erwartet. — Wo ist sie? Meine Stimme ist rau, heiser von den Schreien und dem Rauch. — Ihre Gemahlin ist unversehrt. Wir sind keine Barbaren. — WO? Das Brüllen lässt die Kristalle des Kronleuchters erzittern. Ich richte meine Pistole auf, der Lauf zittert nicht mehr. Er ist eine Verlängerung meines Willens. Matteo macht einen Schritt und stellt sich fast vor seinen Vater. Eine kindliche Geste. — Sie ist hier. In Sicherheit. Weit weg von Ihnen. Sie hat verstanden, was Sie sind. Ein Tier. Ein Killer. Sie hat Angs
Léonardo Marco erscheint, identisch ausgerüstet, ein kompaktes Sturmgewehr über der Schulter. — Drei Teams. See, Genua, Florenz. Wir nehmen den See. Dort versteckt er sie. Er will mir in die Augen sehen, wenn er sie mir entreißt. — Die Verteidigung wird maximal sein. Es ist eine Festung, Chef. — Dann werden wir ein Erdbeben sein, entgegne ich und ziehe den Gurt meiner Weste fest. Bereite die Sprengladungen vor. Ich will Breschen, keine Türen. Wir steigen hinab. In der Auffahrt ist die Nachtluft geladen mit Adrenalin und Benzin. Vier modifizierte, gepanzerte SUVs, deren Motoren von gebändigter Kraft brummen. Zwölf Männer. Die Crème meiner Streitkräfte. Gesichter, die ich kenne, Augen, die die Hölle gesehen haben und bereit sind, sie erneut zu erschaffen. Keine Angst auf ihren Zügen. Nur granitene Entschlossenheit. Sie wissen, was Sofia bedeutet. Sie wissen, was ihr Verlust bedeuten würde. Für das Imperiu
Er geht zur Tür und dreht sich um. — Ruhen Sie sich aus, Sofia. Sie sind jetzt in Sicherheit. Niemand wird Ihnen etwas tun. Nie wieder. Er geht hinaus, und der Riegel knirscht erneut. Ich bleibe auf dem Bett sitzen, das Herz rast mir. Das Zittern hat aufgehört, ersetzt durch eine kalte Klarheit. Ich bin nicht mehr Léonardos Braut, gefangen in einem erstickenden Pakt. Ich bin die Gefangene der Lombardos, eine ihrem Feind gestohlene Trophäe. Und der Erbe dieses Clans, Matteo, betrachtet mich wie ein Objekt des Verlangens, das er endlich zu besitzen glaubt. Der Krieg zwischen den Familien hat gerade eine persönliche, brutale Wendung genommen. Und ich bin zum Einsatz geworden. Léonardo hatte versprochen, mich zu finden. Aber zwischen uns stehen nun nicht mehr nur unser gebrochener Pakt. Da sind die Mauern einer feindlichen Festung, der Wille eines anderen Mannes und das in dieser Nacht v
Ich blinzle im gedämpften Licht einer Lampe. Ich bin in einem Schlafzimmer. Prächtig, aber altmodisch. Schwere Möbel, Wandteppiche in verblassten Farben. Ein schmales, vergittertes Fenster. Ein Zimmer als vergoldeter Käfig. Die Tür schließt sich. Ein Riegel knirscht. Ich bin allein. Ich sinke auf das Himmelbett, den Körper von Zittern geschüttelt. Der Schock, die Angst, die Gewalt der Entführung… und dieses letzte Bild von Léonardo, besiegt, seine Versprechung in die Nacht schreiend. Stunden vergehen. Oder Minuten. Die Zeit hat keinen Sinn mehr. Dann öffnet sich die Tür erneut. Ein Mann tritt ein. Er ist jung, vielleicht dreißig. Groß, elegant, in einem dunklen Anzug, der eine athletische Statur nicht verbirgt. Er hat sorgfältig frisiertes braunes Haar und Augen von einem intensiven, fast beunruhigenden Grün. Er sieht mich auf dem Bett liegen, in meinem zerrissenen, blutbefleckten Ho
Sofia Sein Komplize zieht eine Spritze aus einer Tasche seiner Jacke. Ein Stahlglanz im Mondlicht. Die Panik verleiht mir übermenschliche Kräfte. Ich winde mich, beiße in die Hand auf meinem Mund. Der Geschmack von Leder und Blut. Der Mann flucht, hält mich aber weiter fest. Die Nadelspitze sucht meinen Hals. Ich bäume mich auf, verzweifelt. — Lasciala! Der Schrei kommt aus dem Flur. Léonardo. Er erscheint, das Hemd zerrissen, Blut im Gesicht, die Augen wahnsinnig. Er hält ein Kampfmesser, die Klinge schwarz von Blut. Hinter ihm Marco, massig, einen Teleskopschlagstock in der Hand, das Gesicht zerschunden, aber der Blick eines Raubtiers. Die beiden Entführer zögern eine Sekunde. Eine Sekunde zu viel. Marco stürmt los. Seine Masse ist eine Waffe. Er kollidiert mit dem Mann mit der Spritze und schleudert ihn mit einem üblen Knirschen gegen die Wand. Aber der Mann, d
SashaDer Schweiß klebt auf meiner Haut, zeichnet salzige Spuren zwischen meine Schulterblätter, während ich mich in den Schatten des Clubs verziehe. Die Bässe vibrieren unter meinen nackten Füßen, steigen wie eine elektrische Liebkosung meine Beine hinauf. Ich habe nichts weiter an als dieses zerr
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W
SashaDas goldene Licht der Wandleuchten streichelt die dunklen Wände der Suite, wirft lange, geschwungene Schatten, die auf dem schwarzen Samt des Sofas tanzen. Die Luft ist schwer, geladen mit einem betörenden Duft – einer Mischung aus neuem Leder, gealtertem Whiskey und diesem moschusartigen, fa
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m







