FAZER LOGINZum zweiten Mal innerhalb weniger Minuten raubte der Schock Jennifer die Sprache. Eiskalte Finger des Erstaunens und der Angst fuhren ihr den Rücken hinunter.Bruce legte den Kopf zur Seite. „Du dachtest wirklich, ich wüsste die ganze Zeit nichts von deiner kleinen Firma? Mir entgeht nichts. Und solange du diskret warst, sah ich keinen Schaden darin, dich ein bisschen Geschäftsluft schnuppern zu lassen. Es hat deine Pflichten gegenüber dieser Familie nicht beeinträchtigt. Aber jetzt gefährdet dein Handeln uns alle. Wenn du es mit Scott nicht beendest, werde ich jedes Unternehmen ruinieren, das Geld von dir erhalten hat. Und mit meinem Namen und meinem Ruf weißt du ganz genau, dass mir dafür ein einziges Flüstern genügt. Während du dir nun etwas Zeit nimmst, um zu entscheiden, wem deine Loyalität gehört, werde ich darauf bestehen, dass du dich von deiner Arbeit bei Bennet Inc. zurückziehst. Ich habe Emily bereits gebeten, für die nächsten Wochen einige deiner Aufgaben zu übernehmen. Be
Stöhnend wandte sich Jennifer vom Spiegel ab. Es wäre heute so einfach gewesen, im Bett zu bleiben und sich unter der Bettdecke zu verriechen. Einfach so zu tun, als würde all das nicht passieren. Schließlich war genau das in letzter Zeit ihre Spezialität. So tun, als wäre sie in einer Beziehung. So tun, als wäre sie in Scott McCall verliebt. So tun, als hätte sie nicht gerade jeglichen gesunden Menschenverstand und sämtliche familiäre Loyalität über Bord geworfen.Sie dachte darüber nach, was Emily ihr gesagt hatte. Hatte sie wirklich die Wahrheit gesagt? Hatte Bruce wirklich irgendeine gemeinsame Vergangenheit mit Scotts Schwester?Mit einem Seufzer blickte sie auf die Uhr auf ihrem Nachttisch. Nun, für ein Frühstück war keine Zeit mehr, aber ihren Kaffee konnte sie sich ja im Büro holen. Wenn der Verkehr mitspielte, würde sie es pünktlich zu ihrem Neun-Uhr-Termin mit den Eventplanern für die riesige jährliche Jahresendparty von Bennet Inc. schaffen.Sie duschte schnell und zog sich
„Ich sollte eigentlich verärgert über euch beide sein“, sagte Janet Harper, wobei ihr Lächeln dem Tadel in ihren Worten jegliche Schärfe nahm. Sie beugte sich vor und senkte ihre Stimme zu einem verschwörerischen Flüstern. „Aber dass ihr euch beide heute Abend als Paar geoutet habt, hat meine kleine Dinnerparty zum Gesellschaftsereignis der Saison gemacht.“Jennifer lächelte und blickte zu Scott auf. „Ich habe Scott gesagt, dass er dir zumindest einen kleinen Hinweis geben sollte, wer seine Begleitung sein wird, aber …“ Sie neigte den Kopf zur Seite und murmelte: „Die Gerüchte über seinen Dickkopf stimmen eben.“„Dabei gebe ich dir doch viel zu oft nach. Mein Ruf wird das womöglich nicht überleben“, erwiderte Scott und spielte mit. Er drückte ihren Nacken leicht, zog sie näher an sich heran und strich mit den Lippen über ihre Schläfe.„Na, verdammt“, sagte Janet in einem amüsierten Flüstern zu ihrem Ehemann. „Schatz, du musst dir Notizen machen.“Neben Janet schnaubte ihr Mann leise.
Vivian öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber sie fand nicht die richtigen Worte, also schloss sie ihn wieder.Scott schüttelte den Kopf. „Ja, genau das habe ich mir gedacht.“„Scott, du verstehst das nicht.“„Ich denke schon, dass ich es verstehe, Vivian. Vergiss es einfach.“Das Auto hielt an, und Vivian blickte aus dem Fenster. Sie waren bereits am Cheesecake-Laden angekommen. Sie wandte ihren Blick wieder Scott zu, aber er würdigte sie keines Blickes, was ihr ein sehr schlechtes Gefühl gab.„Danke für die Mitfahrgelegenheit“, sagte sie. „Gute Nacht.“„Gute Nacht, Vivian.“Vivian stieg aus dem Auto und eilte in den Laden, wobei sie sich noch schlechter fühlte als am Morgen. Scott sah ihr nach, wie sie davonlag. Verdammt soll sie sein, dachte er. Verdammt soll sie sein, dass sie ihm dieses Gefühl gab und ihn in diese ständige Verwirrung stürzte.Dann holte er sein Telefon heraus und sagte sein Date mit Olivia ab.—-------Jennifer Bennet stand im Foyer und starrte auf die Haustür
Was, wenn sie Bettys Rat befolgte –?Scott hasste diesen Gedanken.„Verdammt“, murmelte er, da ihm gar nicht gefiel, was da in seinem Kopf herumspukte. Wo war der Typ abgeblieben, der sich rein aufs Geschäft konzentrierte? Der Typ, der eine Frau kaum wahrnahm, außer sie lag nackt ausgestreckt auf einem Bett?Vielleicht lag es genau daran. Er brauchte eine Frau. Sex, so nannte er es. Eine lange Nacht voller glühend heißer Leidenschaft mit der Art von Frau, die zu schätzen wusste, was er für sie tun konnte, ohne im Gegenzug das ganze schwere emotionale Paket zu erwarten. Er war nicht besitzergreifend. Er war nicht einmal im Ansatz demonstrativ veranlagt, wie Vivian es zu behaupten gewagt hatte. Wenn er sie berührte, wie sie sagte, geschah das mit Bedacht, Höflichkeit und Respekt. Sie war diejenige, die die Signale falsch gedeutet hatte.Okay, vielleicht war das eine Lüge, aber er hatte es keineswegs so offensichtlich darauf angelegt, wie sie behauptete.—---------Senator Adams Griffin
Verdammt! Der stumme Fluch brannte sich in seinen Kopf ein, als Protest dafür, dass er die Sache zwischen ihnen überhaupt so weit hatte kommen lassen. Zwei verdammt lange Wochen nach dieser Nacht, und sie war immer noch hier und trieb ihn in den Wahnsinn.Ein Fluch blieb ihm in der Kehle stecken. Vivian Sanchez mochte ihn vielleicht nicht, aber sie begehrte ihn mit einem Fieber, das sie zu ungeschickt war, um es zu verbergen – obwohl er sich genauso sicher war, dass ihr gar nicht bewusst war, wie durchschaubar sie war. Sie ließ ihn an eine lebendige, atmende sexuelle Handgranate denken, bei der der Splint schon halb herausbaumelte – halb frühreife Frau, halb zur Weißglut treibendes Kind. Sie heizte ihn auf wie noch keine Frau zuvor, und er wollte sie in seinem Bett!Scott versuchte, den Faden des Gesprächs wieder aufzugreifen. „Rufen Sie Senator Adams an“, wies er sie an. „Sagen Sie ihm, dass ich kein Interesse mehr daran habe, Geschäfte mit ihnen zu machen.“„Ich—?“, stieß Vivian ung







