ログインDrei Jahre Ehe. Und Julian Hartmann tut nichts lieber, als Emily Berger das Herz zu brechen. Seine Eltern halten nichts von ihr. Ihr Professor ist enttäuscht von ihr. Trotzdem hält Emily an der Hoffnung fest, dass Julian ihre Liebe eines Tages erwidert. Bis sie erfährt, an wem sein Herz wirklich hängt. Ausgerechnet an der Verlobten seines jüngeren Halbbruders. Wie lächerlich. Emily wünscht sich ein Kind. Vielleicht bleibt ihr dann wenigstens die Hoffnung, mit Julian alt zu werden. Doch nicht einmal als Mutter seines Kindes wäre sie ihm gut genug. An ihrem Hochzeitstag hat sie genug. Emily geht endgültig. Von nun an gehört ihre Leidenschaft der Forschung. Sie gewinnt renommierte Preise, macht ihrem Land alle Ehre und blüht endlich auf. Erfolgreiche Männer stehen Schlange, um ihr Herz zu gewinnen. Drei Jahre später tritt Emily mit einem Kind an der Hand aus dem Krankenhaus. Julian versperrt ihr wie von Sinnen den Weg. „Du warst schwanger?“ Emily lächelt nur und sieht auf ihn herab. „Was geht es meinen Exmann an, ob ich Kinder bekomme?“
もっと見るKatharina sah sie feindselig an.„Was soll das heißen?“Emily antwortete nicht darauf. Sie sah ihr mit dunklen Augen ins Gesicht.„Flocke ist tot. Tut dir das gar nicht weh?“Katharina stockte. Dann wurde sie wütend.„Du wagst es noch, von ihm anzufangen?“Emily zog einen Mundwinkel hoch.„Wir sind allein. Du musst mir nichts vorspielen. Hast du nachts keine Albträume? Taucht Flocke da nie auf?“„Emily!“ Katharinas Stimme zitterte. „Ich habe keine Ahnung, wovon du redest! Was soll dieser Unsinn?“Emily merkte, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte.Von Anfang an hatte sie vermutet, dass Katharina ihren Hund selbst getötet hatte.Sie hatte alles sorgfältig vorbereitet. Immer wieder hatte sie betont, dass Flocke nur auf Emily so aggressiv reagierte. Vor allen hatte sie Emily angefleht, ihm nichts anzutun.Damit stand für die Familie bereits fest, wer schuld war, sobald dem Hund etwas passierte.Flocke war für Katharina offenbar nur ein Mittel gewesen, um Emily zu schaden.Die wirkl
Am Tisch sagte niemand etwas.Nach ein paar Sekunden brach Thomas das Schweigen.„Sie hat mir gesagt, dass sie gerade viel zu tun hat und deshalb woanders wohnt.“Claudia verzog den Mund. „Wie viel kann das schon sein? Mehr zu tun als Julian hat sie bestimmt nicht.“Thomas ging nicht darauf ein. Er sah seinen Sohn an.„Schau bei Gelegenheit mal nach Emily.“Julian schwieg. Er hielt den Blick gesenkt. Was er dachte, war ihm nicht anzusehen.„Wann soll er das denn noch machen?“, sagte Katharina. „Er hat doch schon so viel um die Ohren. Ich fahre einfach mal bei ihr vorbei.“„Wenigstens du denkst mit“, sagte Claudia. „Im Gegensatz zu Emily …“Julian sah zu ihr hinüber.Claudia brach ab.Fünf Tage vor Weihnachten erschien Katharina im Forschungsinstitut.Emily kam zu ihr heraus. Ihr Blick war kühl.„Was willst du?“Katharina lächelte sie an. „Warum kommst du nicht mehr nach Hause? Alle machen sich Sorgen und haben mich gebeten, nach dir zu sehen.“„Es ist niemand sonst hier. Du kannst dir
Emily schwieg ein paar Sekunden.„Ich werde mich scheiden lassen.“Es war kein Wunsch mehr. Es war ein Entschluss.Sophie seufzte. „Wenn du dir sicher bist, stehe ich hinter dir. Aber Emmi, ist dir klar, dass ihr danach vielleicht völlig getrennte Wege geht?“Emily hatte Sophie nie von ihren Gefühlen für Julian erzählt.Ihre Liebe hatte sie tief in sich verborgen. Niemand außer ihr wusste davon.Vielleicht war das gut so. Wenigstens musste sie bei der Scheidung nicht auch noch vor anderen offenlegen, wie sehr sie litt.„Das ist doch gut“, sagte sie. „Ich will ihn danach auch nicht mehr sehen.“Plötzlich hörte sie draußen ein Geräusch.„Warte kurz.“Sie ging zur Tür, öffnete sie und sah hinaus.Der Flur war still und menschenleer.Ihr Ruheraum lag direkt neben dem Büro. Es war nur ein winziges Zimmer. Die einfache Holztür hielt kaum Geräusche ab.Emily schloss sie wieder.„Was ist los?“, fragte Sophie.„Nichts. Eine Scheidung bedeutet doch, dass es vorbei ist. Da ist es ganz normal, dan
Ihre Bewerbungsunterlagen für das Promotionsprogramm waren eingereicht. Emily wusste nicht, wie lange die Prüfung der Unterlagen noch dauerte. Danach standen noch eine schriftliche Fachaufgabe und ein Auswahlgespräch an.Um eine Unterkunft über die Universität konnte sie sich wohl erst im neuen Jahr kümmern. Bis dahin dauerte es noch ein bis zwei Monate.So lange wollte sie keinesfalls bei den Hartmanns bleiben. Sie musste also eine andere Wohnmöglichkeit finden.Um halb acht erinnerte sie ihr Handy an die Verabredung. Sie packte ihre Sachen und fuhr zu dem Café, in dem sie sich mit Thomas treffen wollte.Sie wartete erst wenige Minuten, als er kam.Emily stand rasch auf. „Hallo, Thomas.“Er deutete ihr, sich wieder zu setzen. „Was gibt es denn, das wir nicht zu Hause besprechen können?“Emily sah auf ihre Porzellantasse. Dann kam sie ohne Umschweife zur Sache.„Ich werde mich von Julian scheiden lassen.“Thomas hatte gerade seine Teetasse gehoben. Fast entglitt sie ihm.„Was?“Nun war











